83.021
CH_VB_001Ch Vb7 juin 1983Ouvrir la source →
Gestion du Conseil fédéral 1937 juin 1983 Bundesrat gewillt ist, meine Überlegungen in Zukunft zu berücksichtigen. Er hat sogar von «prudence» gesprochen; das wäre ja eine hervorragende Tugend auf seiten des Bun- desrates. Dieser «prudence» möchte ich nicht entgegenste- hen. Aus diesem Grunde pflichte ich der Umwandlung bei. Eine politische Chance hätte aber auch darin bestehen kön- nen, unsere beiden Räte zu einer steuerpolitischen Äusse- rung zu bewegen. Damit haben sie eigentlich eine gute Gelegenheit verpasst, die Meinung unserer Kollegen hier und im Nationalrat zu testen. Aber wollen wir mal dem Postulat zustimmen in der bestimmten Meinung und festen Hoffnung, dass der Bundesrat sich bei den nächsten Schrit- ten zum Teil auch von meinen Überlegungen leiten lässt, um die Anregungen der Motion zu verwirklichen. Überwiesen als Postulat - Transmis comme postulat #ST# 83.021 Geschäftsbericht des Bundesrates, des Bundes- gerichts und des Eidgenössischen Versiche- rungsgerichts 1982 Gestion du Conseil fédéral, du Tribunal fédéral et du Tribunal fédéral des assurances 1982 Bericht des Bundesrates vom 23. Februar 1983, des Bundesgerichts vom 2. Februar 1983, des Eidgenössischen Versicherungsgerichts vom 31. Dezember 1982 Rapport du Conseil fédéral du 23 février 1983, du Tribunal fédéral du 2 février 1983, du Tribunal fédéral des assurances du 31 décembre 1982 Beschlussentwurf siehe Seite 333 des Berichts Projet d'arrêté voir page 333 du rapport Bezug durch die Eidgenössische Drucksachen- und Materialzentrale, Bern S'obtiennent auprès de l'Office central des imprimés et du matériel, Berne Dobler, Berichterstatter: In unserer Demokratie gilt es als selbstverständlich, dass der Bundesrat dem Parlament all- jährlich Rechenschaft über sein Handeln ablegen muss, und es gilt als fast ebenso selbstverständlich, dass er uns dabei eine wohlgeordnete und gut funktionierende Verwal- tung zeigen kann, in der schwerwiegende Mängel eine Aus- nahme darstellen. Beide Selbstverständlichkeiten sind aber nur scheinbar. Zum einen ist die Schweiz das einzige uns bekannte Land, in dem die Regierung einen solchen Rechenschaftsbericht vorzulegen hat. Zum anderen ist die Qualität unserer Verwaltung eine Leistung, die nicht ein für allemal feststeht, sondern immer wieder neu zu erbringen ist. Wenn dabei die Prüfung des Geschäftsberichtes gerade im Plenum unseres Rates eine Routineangelegenheit geworden ist, der in der Regel wenig Beachtung geschenkt wird, so darf sie nicht darüber hingwegtäuschen, dass es hier um ein wichtiges Instrument unserer demokratischen Einrichtung geht, das wir wohl im Rahmen unserer Möglich- keiten als Milizparlamentarier, aber doch mit optimalem Ein- satz anzuwenden verpflichtet sind. Wir verdanken es zu einem guten Teil unseren wohlausgewogenen Institutionen und unserer Wachsamkeit, die mögliche Fehlentwicklungen rechtzeitig zu erkennen und zu korrigieren suchen. Die Aufgabe der Geschäftsprüfungskommissionen ist in Artikel 57ter und folgende des Geschäftsverkehrsgesetzes umschrieben. Wenn darin von der Überwachung der Geschäftsführung der Eidgenössischen Verwaltung und der Rechtsprechung die Rede ist, kann damit nur die Oberauf- sicht gemeint sein, die dem Parlament gemäss Bundesver- fassung gesamtheitlich zusteht. Die Direktaufsicht übt, gemäss Artikel 102 Ziffer 15 der Bundesverfassung, der Bundesrat selbst aus. Daher sind die Geschäftsprüfungs- 25-S kommissionen weder fähig noch kompetent, eine dauernde und umfassende Kontrolle der Verwaltung auszuüben. Sie haben gegenüber der Verwaltung weder ein Weisungsrecht, noch ist es ihre Aufgabe, zukunftsgerichtete politische Akzente zu setzen. Zu diesem Zweck stehen dem Parla- ment andere Instrumente zur Verfügung, so insbesondere der Richtlinienbericht oder der Legislaturzwischenbericht. Der Bericht der Geschäftsprüfungskommission über die durchgeführten Inspektionen enthält nur einen relativ klei- nen Teil der Aktivitäten der Geschäftsprüfungskommission. Wir haben auch dieses Jahr wieder zahlreiche Fragen an die Departemente und die PTT gerichtet und die Antworten mit den Departementsvorstehern und den verantwortlichen Beamten erörtert. Einzelne Schwerpunkte werden von den Sprechern der Kommission zu jedem Departement noch hervorgehoben werden. Ebenso haben wir im vergangenen Jahr in jedem Departement eine ausgewählte Dienststelle besucht und ihre Aufgaben und Funktionsweise geprüft. Über die wichtigsten dieser Inspektionen orientiert der gedruckte Bericht der Kommission, den Sie erhalten haben. Insgesamt kommen wir auch dieses Jahr zu einem günsti- gen Urteil über unsere Bundesverwaltung. Dem Bundesrat und allen Beamten und Angestellten des Bundes möchten wir daher Dank und Anerkennung für die erbrachte Lei- stung aussprechen. Gestatten Sie mir, an dieser Stelle noch einige allgemeine Gedanken zur Qualität unserer Verwaltung und zu einem besonderen Mittel, mit dem diese Leistung kontrolliert und gefördert werden kann. Es wird nächstes Jahr zehn Jahre her sein, seit der Bundesrat der Verwaltung ein Führungs- hilfsmittel in die Hand gegeben hat, das auch im Ausland Beachtung findet: die Richtlinien für die Verwaltungsfüh- rung im Bund, das rote Büchlein, erlassen vom Bundesrat am 28. August 1974. Die Geschäftsprüfungskommission wird sich bei den diesjährigen Inspektionen besonders mit der Handhabung dieser Richtlinien befassen. Sie wird daher in einem Jahr näher über die Praxis der Verwaltungsführung orientieren können. Für heute beschränke ich mich auf Hin- weise zu jenem Teil der Richtlinien, die sich nach unserer bisherigen Erfahrung sowohl für die Verwaltung selber als auch für unsere Kontrolle über sie als bedeutsam erwiesen haben. Der oberste Grundsatz der Geschäftsführung ist im Verwal- tungsorganisationsgesetz festgehalten. Danach sind die Departemente und die ihnen unterstellten Verwaltungsein- heiten nach den Grundsätzen einer rechtmässigen, zweck- mässigen und leistungsfähigen Verwaltung zu organisieren und zu leiten (Art. 44). Diesen Zielen dienen auch die Richt- linien. Sie stellen eine Reihe von Grundprinzipien auf, regeln die strukturellen Voraussetzungen der Führung sowie die Führungstätigkeit selber und ihre Hilfsmittel. Zu den Grund- prinzipien zählt die kooperative Führung. Sie bedeutet kon- sequente Förderung von Initiative und Selbständigkeit der Mitarbeiter, aktive Mitwirkung aller Beteiligten am Füh- rungsprozess und überzeugende Begründung der Zielset- zung und der Entscheidung. Ihre Grenzen ergeben sich vor allem aus dem hierarchischen Aufbau der Verwaltung und der Notwendigkeit einer klaren Regelung der Entschei- dungsverantwortung, aber auch aus der Forderung nach Effizienz der Verwaltung. Jeder Vorgesetzte muss hier das richtige Mass finden. Erfolgreiche Führung darf nicht in den Tagesaktualitäten steckenbleiben. Sie erfordert Voraussicht, klare Zielsetzung für die Tätigkeit der Mitarbeiter und Wahrung einer klaren Prioritätenordnung. Diese Planung ist eine der wichtigsten Aufgaben der Vorgesetzten. Sie erfordert viel Zeit und Ein- satz. Gerade unter dem Druck der Personalknappheit ist entscheidend, dass diese scheinbar nicht unmittelbar pro- duktive Führungsarbeit verstärkt wird. Wo der Vorgesetzte zur Entlastung seiner Mitarbeiter vermehrt selber die Sach- bearbeitung übernimmt, läuft er Gefahr, die Führungsarbeit zu vernachlässigen. Diese Tendenz besteht in der Verwal- tung vor allem deshalb, weil die Auswahl der Vorgesetzten oft zu sehr nach fachlichen Qualifikationen erfolgt. Vorge- setzte wie Kandidaten einer Beförderung werden durch die
Gestion du Conseil fédéral 195 7 juin 1983 denen Seiten und auf verschiedenen Ebenen zu analysie- ren. Die Hauptschwierigkeit, aber auch die Hauptaufgabe liegt darin, von diesen Analysen zu einem Gesamtbild zu gelangen. 4. In der Praxis ist die DEH mit den Kriterien für das Ingangsetzen und Betreuen eines Entwicklungsprozesses im sozialen Bereich besser vertraut als mit dem Erfordernis, den Projekten auch klare und quantifizierte Entwicklungs- ziele zu setzen. 5. Die Entwicklungsprojekte sollten vermehrt neben zen- tralstaatlichen Behörden des Empfängers auch dezentrale oder private Partner beiziehen. Die Zusammenarbeit mit der schweizerischen Privatwirtschaft wird auf der Stufe der Län- derprogrammierung noch zu wenig eingeplant. In diesem Zusammenhang sollte noch geprüft werden, ob die jetzigen gesetzlichen Grundlagen ausreichen. Die Entwicklung eigentlicher Länderprogramme für Schwer- punktländer ist ein neuer, erfolgversprechender Weg. Er kann unserer Entwicklungshilfe neue Impulse geben und sie von einer mehr ideologisch gefärbten Betrachtungs- weise zu notwendigem Realismus zurückzuführen. Die Bemühungen der DEH sind deshalb sehr zu anerkennen und zu unterstützen, und unsere Geschäftsprüfungskom- mission wird die weiteren Arbeiten in dieser Richtung auf- merksam verfolgen. Zum Schluss möchte ich Herrn Bundespräsident Pierre Aubert folgende Frage stellen: Wie beurteilt der Bundesrat die bisherigen Erfahrungen der DEH bezüglich Erarbeitung von Länderprogrammen für Schwerpunktländer der schwei- zerischen Entwicklungshilfe? M. Aubert, président de la Confédération: Je voudrais remercier M. Matossi de nous avoir fait part avec tant de clarté de ses préoccupations. Je dois vous dire que dans le domaine de l'aide publique au développement, qui repré- sente - comme M. Matossi l'a relevé lui-même - environ un demi-milliard de dépenses par année, nous avons, nous aussi, les plus grands soucis quant à la perfectibilité du contrôle et quant à l'efficacité de notre aide, qu'il s'agisse d'aide bilatérale ou qu'il faille recourir également à l'aide multilatérale. Monsieur Matossi, vous réclamez un contrôle plus rigou- reux en la matière. A ce propos, je me permets de rappeler la motion déposée par M. Schmid, conseiller aux Etats, que son auteur avait accepté de retirer après que le Conseil fédéral eut pris l'engagement d'assurer une meilleure infor- mation, non seulement de la Commission des affaires étran- gères mais aussi d'autres commissions et des Chambres. Il s'engageait notamment à améliorer l'information concer- nant le détail des projets, et leur aspect financier, et d'en contrôler la gestion. L'on a établi toute une série de docu- ments beaucoup plus circonstanciés concernant l'ensem- ble de nos projets, et je crois, Monsieur Schmid, que nous vous avons donné satisfaction sur ce point-là. J'ignore si les membres de la Commission des affaires étrangères du Conseil des Etats ont pris connaissance de tous les documents que nous avons mis à leur disposition. Nous avons, quant à nous, respecté notre engagement. En ce qui concerne la rigueur du contrôle, j'ai demandé que le Conseil fédéral se prononce, le 14 juin 1983, sur la levée du secret de fonction des fonctionnaires de la DDA, afin de vous permettre d'exercer un contrôle plus approfondi sur certains de nos projets. Il faut pour cela que nos fonction- naires aient le droit de vous renseigner, même sur ce qui doit normalement rester confidentiel. Il en résultera une plus grande transparence encore et davantage de possibili- tés pour vous, parlementaires, de prendre des renseigne- ments. Quant à la question plus précise de savoir quelles sont les expériences réalisées jusqu'ici en ce qui concerne l'élabo- ration de programmes par pays, je dirai que notre Direction de la coopération au développement et de l'aide humani- taire internationales a effectivement commencé à préparer des programmes par pays. Faute de moyens suffisants, nous avons dû concentrer notre aide au développement sur un certain nombre de pays, pour lesquels nous sommes en train établir des programmes qui nous permettent, d'entente avec les pays bénéficiaires et nos autres parte- naires, d'engager nos moyens dans des secteurs où ils auront la plus grande efficacité. Il convient d'élaborer une stratégie de coopération avec le pays partenaire. Elle doit se baser sur la situation particu- lière de chaque Etat, sur ses besoins spécifiques, sur l'identification des principaux obstacles à telle ou telle forme d'aide. Ce programme doit être réaliste et tenir compte tout à la fois de la structure économique et sociale du pays, des conditions institutionnelles, de la capacité administrative et financière du pays, ainsi que de l'aide apportée par les autres organisations d'entraide publiques ou privées, soit sur le plan bilatéral, soit sur le plan multila- téral. Il s'agit là d'un travail extrêmement long et difficile, qui a été préparé notamment lors d'un séminaire qui a été tenu du 21 au 25 juin 1982 par les coordonateurs de la DDA. Ce sont nos représentants sur place, les gens qui sont sur le front, dans les pays en développement. Ils travaillent dans nos ambassades ou en relation étroite avec elles, ce qui permet une meilleure coordination à la fois sur le plan politi- que, sur le plan économique et sur celui de l'aide au déve- loppement. Nous avons remis à votre commission le rap- port de ce séminaire de coordonateurs, qui apportait des renseignements assez précis sur la façon dont nous allions organiser ces programmes par pays. Ces programmes sont maintenant en préparation pour quinze pays. L'un d'eux est terminé, c'est celui qui concerne le Bangladesh. Les autres sont en voie d'achève- ment et il est donc encore un peu tôt aujourd'hui pour vous dire qu'elles sont les expériences faites sur la base de ces programmes par pays. Nous espérons pouvoir vous pré- senter d'ici une année un rapport précis sur les quinze pro- grammes auxquels j'ai fait allusion tout à l'heure. Nous poursuivrons en effet nos efforts pour mieux vous informer, au même titre que nous avons répondu avec diligence, je crois, aux questions qui nous avaient été posées par M. Schmid. M. Meylan: J'ai écouté ces débats ainsi que la réponse du chef du département avec attention et intérêt. Je voudrais cependant faire observer que ce conseil dévoile une nette discrimination et une hostilité à peine dissimulée contre l'aide au développement. Ainsi, des contrôles sont deman- dés, on procède à ces derniers. La Commission des affaires étrangères reçoit à ce sujet une documentation beaucoup plus fournie que pour n'importe quel autre sujet et cepen- dant, personne n'est encore satisfait. En réalité, on veut réduire cette aide au développement en semant la méfiance à son propos. Je vous prie de lire le rapport de nos collè- gues de la Délégation des finances des Chambres fédérales aux Commissions des finances du Conseil national et du Conseil des Etats. Vous y verrez décrite de manière détail- lée, au chiffre III, 1 er , la façon dont l'aide au développement est surveillée financièrement et coordonnée sous la haute surveillance parlementaire. Je vous prie de lire ce texte et de considérer notamment ce que déclarent nos collègues qui ont étudié le sujet: «Outre les cinq organes parlementaires de contrôle propre- ment dits (Commissions des finances, Délégation des finances, Commissions de gestion) quatre autres commis- sions s'occupent de l'aide au développement, à savoir: les Commissions des affaires étrangères, pour les questions fondamentales touchant à la politique du développement, ainsi que les Commissions du commerce extérieur (CE) et des affaires économiques (CN), pour la politique commer- ciale à l'égard des pays en développement. Etant donné que neuf organes parlementaires s'intéressent à un seul et même domaine de dépenses, on ne saurait les laisser sans coordination.» On va donc créer un dixième organe qui aura pour tâche de s'occuper de l'aide aux pays en voie de développement. Si dans chaque domaine de l'activité de la Confédération on
Schweizerisches Bundesarchiv, Digitale Amtsdruckschriften Archives fédérales suisses, Publications officielles numérisées Archivio federale svizzero, Pubblicazioni ufficiali digitali Geschäftsbericht des Bundesrates, des Bundesgerichts und des Eidgenössischen Versicherungsgerichts 1982 Gestion du Conseil fédéral, du Tribunal fédéral et du Tribunal fédéral des assurances 1982 In Amtliches Bulletin der Bundesversammlung Dans Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale In Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale Jahr 1983 Année Anno Band III Volume Volume Session Sommersession Session Session d'été Sessione Sessione estiva Rat Ständerat Conseil Conseil des Etats Consiglio Consiglio degli Stati Sitzung 02 Séance Seduta Geschäftsnummer 83.021 Numéro d'objet Numero dell'oggetto Datum 07.06.1983 - 08:00 Date Data Seite 193-196 Page Pagina Ref. No 20 011 677 Dieses Dokument wurde digitalisiert durch den Dienst für das Amtliche Bulletin der Bundesversammlung. Ce document a été numérisé par le Service du Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale. Questo documento è stato digitalizzato dal Servizio del Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale.
Accès programmatique
Accès API et MCP avec filtres par type de source, région, tribunal, domaine juridique, article, citation, langue et date.