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Wissenschaftliche Forschung. Beiträge 1984 bis 1987
werden, ohne dass sie von einer Kommission behandelt
worden sind. Ich bin einverstanden mit der Form des Postu-
lates, weil nämlich der Ständerat in seinem Reglement die-
sen Zwang zur Kommission nicht kennt. Der Ständerat
pflegt nur die gleiche Praxis wie die grosse Kammer. Wenn
wir eine andere Praxis anwenden, würde er vielleicht auch
eine andere Praxis anwenden. Es ist also nicht unbedingt
nötig, dass mein Anliegen in Motionsform überwiesen wird.
Ich möchte Sie doch bitten, auch da zu zeigen, dass wir ein
klein wenig an unserer Form gestalten und nicht nur Ratio-
nalisierungsmassnahmen treffen können. Der Rat dürfte
doch auch für sich selber noch ein wenig innovativ sein und
nicht nur über die Beschleunigung der Maschinerie oder
etwa noch über das Taggeld reden.
Rüttimann, Berichterstatter: Das Büro beantragt Ihnen, den
ersten Teil der Motion Müller abzulehnen und den zweiten
Teil in ein Postulat umzuwandeln.
Einige Worte zur Begründung: Zum ersten Teil, Behandlung
ohne Kommissionsberatung, hat Herr Müller ein Beispiel
aus der neuesten Zeit angeführt, nämlich die Beratung des
UNO-Beitrittes. Er glaubt, dass die Meinungen bereits
gemacht waren und dass die Kommission eigentlich unnötig
war; darauf kommt es heraus. Man hätte diese Vorlage also
direkt ins Plenum tragen sollen.
Ich möchte nun vor allem den Damen und Herren der UNO-
Kommission die Frage stellen, wie sie diese Auffassung
beurteilen. Meines Wissens verliefen die Verhandlungen in
der Kommission ziemlich turbulent, es ging hin und her, hin
und zurück; zuerst wurden Hearings durchgeführt, in einer
späteren Phase schickte man noch Herrn Staatssekretär
Probst nach New York, um vor allem den Neutralitätsvorbe-
halt mit den UNO-Spitzen zu besprechen, dann wurde in der
Kommission wieder weiterdebattiert usw.
Ein anderes Beispiel ist Kaiseraugst: Man kann sagen, die
Meinungen seien gemacht; das wird der Fall sein. Vielleicht
sind sie sogar zu steif gemacht, indem man sich gegenseitig
gar nicht anhören will. Aber auch Kaiseraugst ist ein solches
Politikum, das wir nicht einfach ohne Vorberatung in einer
Kommission direkt in den Rat bringen könnten. Stellen Sie
sich die Behandlung hier im Rat vor! Ich glaube doch sagen
zu dürfen, dass diese ohne Vorberatung um einiges kompli-
zierter würde! Herr Müller hat in seiner Begründung noch
die Schwerverkehrsabgabe angeführt, die der Ständerat sei-
nerzeit blockiert habe. Das sind die Beispiele.
Wir glauben, dass nach wie vor Kommissionen bestellt wer-
den sollten, um unseren Ratsbetrieb zu straffen. Es geht
nämlich vor allem um die Rationalisierung des Ratsbetrie-
bes. Die Kommissionen - darauf komme ich noch zu spre-
chen - haben es eher in den Händen, etwas in dieser
Richtung beizutragen. Wollten wir ohne vorgängige Kom-
missionsberatung Geschäfte - seien es scheinbar wichtige
oder unwichtige - vornehmen, würden wir wahrscheinlich
unsere Wunder erleben! Wir glauben also, dass an diesem
Kommissionssystem festgehalten werden soll.
- Teil: Wir sind mit Herrn Müller einverstanden, dass der
«Eigengesetzlichkeit», die gewisse Kommissionen entwik-
keln, mehr Aufmerksamkeit geschenkt werden sollte. Das
Büro hat sich mit den Fraktionen zusammen zu überlegen,
wie man das besser in den Griff bekommen könnte: Die
Fraktionsvertreter in den Kommissionen sollten gewisse
Vorstösse unternehmen können, damit ein Geschäft zügig
behandelt beziehungsweise zurückgestellt wird und vorläu-
fig keine Sitzungen mehr abgehalten werden. Es sind ver-
schiedene Varianten möglich.
Das Büro ist also bereit, diesen Teil der Kommissionsarbeit
im Sinne einer strafferen Führung besser zu überwachen. Es
bleibt dem Büro überlassen, wie es das bewerkstelligen will,
ob es einen Antrag auf Änderung des Réglementes vorberei-
ten und vorschlagen will.
Ich beantrage Ihnen also zusammenfassend Ablehnung des
ersten Teiles der Motion und Umwandlung des zweiten
Teiles in ein Postulat, Herr Müller ist im Gegensatz dazu
bereit, beide Teile in ein Postulat umzuwandeln. Die Diffe-
renz bezieht sich also eigentlich nur auf den ersten Teil.
Ziffer 1 - Chiffre 1
Abstimmung - Vote
Für Überweisung als Postulat
Dagegen
Minderheit
offensichtliche Mehrheit
Ziffer 2 - Chiffre 2
Le président: Le deuxième point de la motion est accepté
par le Bureau comme postulat. M. Müller consent à le trans-
former en postulat. Ce postulat est-il combattu au sein du
Conseil?
Je constate qu'il n'est pas combattu.
Überwiesen als Postulat - Transmis comme postulat
#ST# 83.010
Wissenschaftliche Forschung.
Beiträge 1984 bis 1987
Recherche scientifique.
Contributions 1984 à 1987
Siehe Seite 150 hiervor - Voir page 150 ci-devant
Beschluss des Ständerates vom 15. März 1984
Décision du Conseil des Etats du 15 mars 1984
Differenzen - Divergences
Art. 1 bis 3
Antrag der Kommission
Zustimmung zum Beschluss des Ständerates
Art. 1 à 3
Proposition de la commission
Adhérer à la décision du Conseil des Etats
M. Couchepin, rapporteur: Le Conseil des Etats a pris la
semaine passée deux décisions à propos de cet objet. Tout
d'abord, il a maintenu la divergence qui oppose les deux
conseils à propos du crédit-cadre pour la recherche scienti-
fique 1984 à 1987. En outre, il a décidé de déclarer sa
décision définitive. Nous nous trouvons dès lors placés
devant l'alternative suivante: ou bien nous nous rallions à la
décision du Conseil des Etats ou bien nous maintenons la
divergence.
La conséquence du choix du premier terme de l'alternative
est simple: le crédit destiné à la recherche scientifique pour
la période 1984 à 1987 serait fixé au montant proposé par le
Conseil fédéral. Beaucoup plus graves seraient les consé-
quences si nous choisissions le second terme de l'alterna-
tive. Le maintien de la divergence aboutirait à la réunion
d'une conférence de conciliation et, en cas d'échec de la
conciliation, au rejet de l'ensemble du projet, ce qui n'est
évidemment pas notre intention. Dès lors, votre commission
vous propose à l'unanimité de vous rallier à la décision du
Conseil des Etats.
C'est par souci d'efficacité parlementaire que la majorité de
la commission s'est ralliée à la solution préconisée par le
Conseil des Etats. Plus que jamais, nous sommes convain-
cus qu'un effort supplémentaire et prioritaire dans le
domaine de la recherche scientifique est, a été et reste
nécessaire.
Trois événements récents nous confirment dans ce senti-
ment. Je les évoque parce que je crois qu'ils doivent être
rappelés à l'opinion publique. Il y a tout d'abord, sur le plan
européen, une décision de la CEE, qui veut lancer ce que
l'on a appelé le programme «Esprit». Il consiste à investir,
durant la période 1984 à 1988, soit pendant une durée de
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Recherche scientifique. Contributions 1984 à 1987
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N 20 mars 1984
cinq ans, un milliard et demi d'unités de compte euro-
péennes (ECU), ce qui représ snte à peu près 1,5 milliard de
dollars, dans le développement de techniques de pointe
dans le domaine de la robotique, de l'informatique et de la
bureautique. Il existe des projets qui visent à développer sur
une base industrielle les circu ts intégrés, des logiciels capa-
bles d'apprendre par l'expérience, et toute une série d'au-
tres projets.
D'autre part, la France prévoit de consentir, en plus de
l'effort qui est accompli par la Communauté européenne, un
effort particulier pour déveopper la formation dans le
domaine de l'électronique et assurer ce que l'on a appelé-
termes un peu barbares - un meilleur couplage recherche-
industrie et enfin, améliorer l'efficacité des incitations publi-
ques à la recherche industrielle.
La troisième décision qui nous intéresse, puisqu'elle aug-
mentera la capacité concurrentielle de nos industries, est
celle de la mise sur pied du arogramme allemand concer-
nant l'informatique et la micro-électronique, qui a été
annoncée très récemment et ciui prévoit des investissements
pour un montant de 3 milliards de DM, soit 2,5 milliards de
francs suisses environ, à dépenser jusqu'en 1988.
Notre commission, désireuse de savoir où en sont l'industrie
et la recherche scientifique suisses face à l'aggravation de la
concurrence internationale dans le domaine de haute tech-
nologie, a demandé au Conseil fédéral de préparer un rap-
port sur l'état de la science suisse en regard de la concur-
rence. Lorsque ce document siéra en notre possession, nous
vous présenterons de nouvelles propositions. Pour l'instant,
nous vous invitons simplement à vous rallier à la décision du
Conseil des Etats relative aux crédits de recherche.
Frau Segmüller, Berichterstatterin: Der Ständerat hat letzte
Woche entschieden, an seinem Beschluss bezüglich der
Beiträge an die Institutionen der Forschungsförderung für
die Jahre 1984 bis 1987 festzuhalten und ihn als endgültig zu
erklären.
Unter diesen Umständen beantragt Ihnen Ihre einstimmige
Kommission heute Zustimmung zum Ständerat. Der Ver-
zicht auf Erhöhung der Forschungsbeiträge um 110 Millio-
nen Franken muss auch im Lichte der Tatsache gesehen
werden, dass es dem Rat nicht gelungen ist, in einem
anderen Ausgabenbereich eine kompensatorische Kürzung
zu finden.
Ungelöst bleibt für unser Land nach wie vor das Problem,
wie in der Forschung generell und in den neuen Technolo-
gien im besonderen ein Rückstand gegenüber dem Ausland
vermieden werden kann. Eil Blick auf die Situation im
Ausland drängt sich auf. Deutschland hat letzte Woche
beschlossen, 3 Milliarden D-Mark in die Forschung für Infor-
matik und die Mikroelektronik zu investieren. Frankreich
verstärkt auf breitester Basis seine Anstrengungen im
Bereich der technologischen Forschung mit verschiedenen
Mehrjahresprogrammen. Die EG schliesslich hat mit der
Lancierung des Programmes «Esprit», dotiert mit 1,5 Milliar-
den Dollar für eine erste Phasa von fünf Jahren, ihren Willen
bekundet, den technologischen Rückstand aufzuholen.
Ihre Kommission erwartet daher, dass der Bundesrat der
Entwicklung der wissenschaftlichen Forschung im interna-
tionalen Vergleich grösste Aufmerksamkeit .schenkt und
dem Parlament frühzeitig über allenfalls notwendige Son-
dermassnahmen Bericht erstattet. Eine erste Gelegenheit
dazu wird sich bei der Behandlung der Vorlage betreffend
das Forschungsinstitut für Mikroelektronik in Neuenburg
ergeben.
Für heute aber ersucht Sie de Kommission aus den oben
erwähnten Gründen um Zustimmung zu den Beschlüssen
des Ständerates.
M. Ruffy: II faut bien reconnéître qu'aujourd'hui nous nous
heurtons à l'attitude intraitable du Conseil des Etats qui, par
un double vote, a manifesté on ne peut plus nettement sa
volonté d'économiser sur le dos de la recherche. En effet,
ces 110 millions supplémentaires demandés et votés par
notre conseil correspondaient à ce qu'avait demandé le
Fonds national suisse de la recherche, malheureusement
supprimé par le Conseil fédéral. Il ne s'agit donc nullement
d'une somme imaginaire. Alors que nous ne cessons de
constater des retards dans le domaine de la recherche dans
différents secteurs, alors qu'en Allemagne on investit plu-
sieurs milliards afin de rattraper le retard dans l'informati-
que, alors que les ministres européens de l'industrie votent
une enveloppe de trois milliards sur quatre ans pour amor-
cer le programme «Esprit», alors que les volées d'étudiants
qui vont sortir de l'université n'ont jamais été aussi nom-
breuses, nous diminuons la part de nos crédits affectés à la
recherche. Je n'ai pas parlé des sommes rognées à la
Société suisse de sciences naturelles, ainsi qu'à la Société
suisse des sciences humaines. Les moyens dont elles dispo-
sent sont très modiques compte tenu des fonctions qu'elles
remplissent.
Il y a une limite à tout, même au dévouement et il ne suffit
pas de parer ces sociétés du titre vertueux d'institutions
scientifiques de milice pour exiger d'elles qu'elles accom-
plissent en permanence des miracles. Leur travail est indis-
pensable, il mérite notre soutien, y compris notre soutien
financier, et non pas cet acharnement mesquin dicté par
l'obsession indifférenciée de faire des économies.
Qu'on n'oublie pas que sur les 8 milliards prévus pour les
quatre prochaines années comme crédit d'armement on ne
nous promet des économies que de l'ordre de 200 millions.
Or, dans le domaine de la recherche, on va économiser 110
millions sur 849. Ce n'est pas ce qu'on appelle la symétrie
des sacrifices mais bien de la dissymétrie, et dans le mauvais
sens.
Nous avons pris du retard dans de nombreux domaines, par
notre décision nous allons en prendre davantage encore.
Compte tenu de cette situation regrettable, j'aimerais vous
poser trois questions, Monsieur le Conseiller fédéral: serez-
vous en mesure d'atténuer les effets négatifs de l'intransi-
geance du Conseil des Etats par la présentation d'un nou-
veau programme d'impulsion comprenant le secteur de la
recherche? Que signifie pour notre pays le déclenchement
d'un programme aussi important que le programme
«Esprit»? Avez-vous envisagé d'associer notre pays à ces
efforts européens?
Frau Mauch: Ich möchte nur auf eine Koinzidenz aufmerk-
sam machen.
Am gleichen Tag, an dem letzte Woche der Ständerat die
Aufstockung der Nationalfondsgelder abgelehnt hat, konn-
ten wir in der «Neuen Zürcher Zeitung» lesen, dass die
Bundesrepublik Deutschland ein grosses, teures Programm
- 3 Milliarden D-Mark - für die Entwicklung neuer Informa-
tionstechniken beschlossen hat. Begründet wird diese Initia-
tive mit der Entschlossenheit der Bundesregierung, die Her-
ausforderung der Informationstechnik anzunehmen und die
Wettbewerbsfähigkeit der Bundesrepublik Deutschland auf
diesem Gebiet zu verbessern. Der grösste Teil dieser Gelder
wird in die Forschung gehen. Ich stelle also fest, dass wir
uns einerseits gegen den Protektionismus in den Ländern
wehren, die unsere Handelspartner sind, dass wir uns aber
andererseits von diesen Nachbarländern überholen lassen
in bezug auf die wirtschaftliche Wettbewerbsfähigkeit, wenn
es um die Forschung geht. Und zwar auf einem Gebiet, das
eine Technologie anvisiert, die in Zukunft ausserordentlich
bedeutungsvoll sein wird.
Unsere Nachbarländer sind bereit, diese Forschung mit
grossen Mitteln zu fördern. Ich behaupte nicht, wir seien
untätig, ich weiss, dass Finanzvorlagen für diese Bereiche
noch auf uns zukommen, aber ich bedaureessehr, dass wir
nicht hier und jetzt bereit sind, dieses Zeichen zu setzen.
M. Bonnard: Je voudrais rappeler que le groupe libéral avait
déposé une proposition lorsque cette affaire est venue pour
la première fois en délibération devant le conseil. Cette
proposition, différente de la décision finalement prise, visait
à assurer à la recherche en matière de sciences naturelles et
techniques, 110 millions de plus destinés à combler un
retard avéré dans ces domaines-là. En même temps, nous
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'Hochschulförderung. Kredite
demandions la compensation de cette dépense supplémen-
taire.
La commission n'a pas pu suivre notre proposition, elle a
simplement augmenté le montant prévu dans l'arrêté fédé-
ral, le portant de 739 à 849 millions, sans demander qu'une
priorité soit fixée ni une compensation.
Le Conseil des Etats refuse. Son attitude me paraît révéler
une situation assez préoccupante. Il poursuit une politique
d'économies à tout prix, un peu étroite, et il me semble être
dans l'incapacité d'opérer des choix et de fixer des priorités.
Cette situation est à mon avis inquiétante. Je me permets, en
tant que membre d'un tout petit groupe de ce Parlement,
sans influence réelle sur la politique gouvernementale, d'en
appeler aux partis gouvernementaux afin que ceux-ci, tout
en maintenant l'objectif de la politique financière - arriver et
garder l'équilibre financier à la fin de la législature - veuil-
lent bien fixer un certain nombre de priorités de façon plus
claire qu'on ne le fait aujourd'hui. J'aimerais également
obtenir du Conseil fédéral l'assurance que le problème n'est
pas tout simplement mis à l'écart mais que dans les trois ou
quatre prochaines années des propositions nous seront
présentées afin que, dans les domaines où nous avons pris
du retard, un certain nombre de crédits supplémentaires
soient attribués à la recherche, crédits qui sont nécessaires.
Hofmann: Nachdem das Geschäft nun so lange hin und her
gegangen ist, sollten wir uns, wie es die Kommission bean-
tragt, Ständerat und Bundesrat anschliessen. Es entsteht
sonst der Eindruck, die Forschung als solche sei umstritten,
und das ist sicher nicht der Fall.
Gewiss gibt es in der Forschung Gebiete, namentlich bei
den Ingenieurwissenschaften, wo wir einen gewissen Rück-
stand haben. Es ist Aufgabe des Bundesrates, in Verbindung
mit den einschlägigen Hochschulen, uns in einer speziellen
Botschaft einmal diese Lücken aufzuzeigen. Ich bin über-
zeugt, dass, wenn daraus die Erkenntnis, hervorgeht, dass
wir mit einer zusätzlichen Forschungsunterstützung unserer
Wirtschaft dienen und namentlich die Vollbeschäftigung
erhalten können, viele Parlamentarier bereit sein werden,
einem solchen Zusatzkredit zuzustimmen.
Für heute aber sollten wir die Übung abschliessen, und ich
bitte Sie mit der Kommission, nun dem Ständerat und dem
Antrag des Bundesrates zuzustimmen.
Bundesrat Egli: Es wird Sie nicht erstaunen, wenn ich Ihnen
beantrage, der Kommissionsmehrheit zuzustimmen. Ich
danke der Kommission für ihren einsichtigen Entscheid und
kann Ihnen nur nochmals bestätigen, dass es mit dem Ihnen
mit dieser Botschaft vorgeschlagenen Zahlungsrahmen für
den Forschungsbereich nicht getan ist. Wir werden Ihnen
dieses Jahr noch mehrere zusätzliche Kredite für For-
schungsvorhaben beantragen. Ich schliesse nicht aus, dass
im Verlaufe der Legislaturperiode im Forschungsbereich
noch besondere Bedürfnisse auftreten werden. Berücksich-
tigen Sie auch, dass dieser Zahlungsrahmen nicht die ein-
zige Forschungssumme ist, die wir aufzuwenden gedenken.
Viele Forschungsbeiträge sind natürlich verpackt in anderen
Rubriken unserer Staatsrechnung. Ich denke an die ETH, an
die Annexanstalten unserer beiden Technischen Hochschu-
len, ich denke aber auch an die Beiträge an unsere kantona-
len Hochschulen, welche teilweise auch in die Forschung
gehen.
Ich möchte auch hier bestätigen, was ich bereits der Kom-
mission versprochen habe: Wir werden der Kommission für
Wissenschaft und Forschung einen Bericht abgeben über
den heutigen Stand im Forschungsbereich und hauptsäch-
lich in jenem Bereich, in dem Sie befürchten, dass wir ins
Hintertreffen geraten sind, d. h. in der Informatik. Ich darf
betonen, dass gerade in diesem Bereich die beiden Techni-
schen Hochschulen, in den letzten Jahren sehr grosse
Anstrengungen unternommen haben. Sie müssen nicht be-
fürchten, dass wir hier allzu arg ins Hintertreffen geraten.
Eine Botschaft ist Ihnen für das Zentrum für Mikroelektronik
in Neuenburg schon unterbreitet, das sich gerade in diesem
Bereich die Forschung zum Ziel gesetzt hat.
Man muss sich zudem etwas hüten vor Vergleichen mit dem
Ausland. Es wurde zum Beispiel die Bundesrepublik
Deutschland zum Vergleich herbeigezogen. Erstens einmal
handelt es sich natürlich bei der Summe um D-Mark und
nicht um Franken, zweitens müssen Sie sich vergegenwärti-
gen, dass die Bundesrepublik ungefähr das Zehnfache an
Bevölkerung aufweist, schliesslich wollen Sie vor allem
beachten, dass in der Schweiz die staatlichen Forschungs-
gelder seit jeher einen geringeren Anteil am gesamten For-
schungsaufwand ausmachten als im Ausland.
Herr Bonnard, ich kann Ihnen nicht schon heute verspre-
chen, dass wir nochmals mit einer besonderen Vorlage
aufwarten werden. Aber der bereits erwähnte Bericht wird
dem Parlament Gelegenheit geben einzugreifen, wenn es
glaubt, dass der Bundesrat in bezug auf die Forschung nicht
genügend tut.
Ich habe Ihnen schon mehrmals dargelegt, dass es sich bei
der in dieser Botschaft vorgeschlagenen Summe um einen
Zahlungsrahmen handelt, also um eine unverbindliche Zahl,
um eine Absichtserklärung, wie der Bundesrat zugunsten
der Forschung Geld auszugeben gedenkt. Der Bundesrat
kann jederzeit mit Nachtragskrediten in diesem Bereich
nachstossen ; es ist aber auch dem Parlament jederzeit mög-
lich, sei es innerhalb oder sei es ausserhalb der Budgetbera-
tungen, zusätzliche Beträge zu beantragen, um in der For-
schung zu investieren.
Ich bitte Sie also, nun der Kommission zuzustimmen.
Angenommen - Adopté
An den Ständerat - Au Conseil des Etats
#ST# 83.011
Hochschulförderung. Kredite
Aide aux universités. Crédits
Siehe Jahrgang 1983, Seite 1397
Voir année 1983, page 1397
Beschluss des Ständerates vom 5. März 1984
Décision du Conseil des Etats du 5 mars 1984
Differenzen - Divergences
Art. 4 Abs. 1, Art. 5 Abs. 1, Art. Sa
Antrag der Kommission
Zustimmung zum Beschluss des Ständerates
Art. 4 al. 1, art. 5 al. 1, art. Sa
Proposition de la commission
Adhérer à la décision du Conseil des Etats
M. Couchepin présente au nom de la Commission de la
science et de la recherche le rapport écrit suivant:
Le 5 octobre 1983, le Conseil national (Chambre prioritaire)
a adopté à une forte majorité (79 voix contre 2), dans la
version présentée par le Conseil fédéral, l'arrêté fédéral sur
les crédits prévus pour la 5
e
période de subventionnement
selon la loi sur l'aide aux universités.
Les 24 et 25 novembre 1983, la Commission du Conseil des
Etats, réunie à Lausanne, a examiné cet objet. Lors de cette
séance, le Conseil fédéral a présenté une proposition com-
plémentaire qui concerne, pour l'essentiel, l'utilisation du
crédit de la quatrième période de subventionnement,
période échue à la fin de l'année; cette proposition a été
formulée pour les motifs que voici:
Par arrêté fédéral du 19 décembre 1980 concernant les
crédits prévus pour la 4
e
période de subventionnement selon
Schweizerisches Bundesarchiv, Digitale Amtsdruckschriften
Archives fédérales suisses, Publications officielles numérisées
Archivio federale svizzero, Pubblicazioni ufficiali digitali
Wissenschaftliche Forschung. Beiträge 1984 bis 1987
Recherche scientifique. Contributions 1984 à 1987
In
Amtliches Bulletin der Bundesversammlung
Dans
Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale
In
Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale
Jahr
1984
Année
Anno
Band
I
Volume
Volume
Session
Frühjahrssession
Session
Session de printemps
Sessione
Sessione primaverile
Rat
Nationalrat
Conseil
Conseil national
Consiglio
Consiglio nazionale
Sitzung
11
Séance
Seduta
Geschäftsnummer
83.010
Numéro d'objet
Numero dell'oggetto
Datum
20.03.1984 - 08:00
Date
Data
Seite
281-283
Page
Pagina
Ref. No
20 012 253
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