Ecoles polytechniques fédérales. Constructions
1098
N 19 septembre 1983
Un des projets marquants, celui qui justifie d'ailleurs l'aug-
mentation des dépenses, c'est le projet des grands Toka-
maks d'Angleterre, dans le cadre du programme JET auquel
nous participons également.
L'arrêté nous propose donc aujourd'hui de voter un complé-
ment de 9,5 millions de francs au crédit de 34 millions voté
en 1979. Consciente de l'importance de la recherche dans
ce domaine, consciente également de la part prépondérante
qu'y prend l'Ecole polytechnique fédérale de Lausanne,
ainsi que d'autres instituts suisses, la commission vous
propose d'adopter cet arrêté.
Präsident: Die folgenden Fraktionen haben die Zustimmung
zum Bundesbeschluss erklärt: die freisinnig-demokratische
Fraktion, die christlichdemokratische Fraktion, die Fraktion
der Schweizerischen Volkspartei, die unabhängige und
evangelische Fraktion und die liberale Fraktion.
Bundesrat Egli: Ich danke den beiden Herren Berichterstat-
tern und beantrage Ihnen ebenfalls Zustimmung.
Eintreten wird ohne Gegenantrag beschlossen
Le conseil décide sans opposition d'entrer en matière
Detailberatung - Discussion par articles
Titel und Ingress, Art. 1 und 2
Titre et préambule, art. 1 et 2
Angenommen - Adopté
Gesamtabstimmung - Vote sur l'ensemble
Für die Annahme des Beschlussentwurfes 99 Stimmen
(Einstimmigkeit)
An den Bundesrat - Au Conseil fédéral
#ST# 83.001
Eidgenössische Technische Hochschulen.
Bauvorhaben
Ecoles polytechniques fédérales.
Constructions
Botschaft und Beschlussentwurf vom 26. Januar 1983 (BBI l, 1253)
Message et projet d'arrêté du 26 janvier 1983 (FF I, 1225)
Antrag der Kommission
Eintreten
Proposition de la commission
Entrer en matière
Schnyder-Bern, Berichterstatter: Mit einer Botschaft vom
26. Januar 1983 unterbreitet uns der Bundesrat ein Kreditbe-
gehren im Gesamtbetrag von 286414000 Franken zur
Erstellung zahlreicher Bauvorhaben an den Eidgenössi-
schen Technischen Hochschulen Zürich und Lausanne und
ihren Annexanstalten. Davon entfallen 202 651 000 Franken
auf die ETH Lausanne, 46013000 Franken auf die ETH
Zürich, 3 920 000 Franken auf das Eidgenössische Institut
für Reaktorforschung in Würenlingen, 11 280000 Franken
auf das Schweizerische Institut für Nuklearforschung in
Villigen, 15 630 000 Franken auf die Eidgenössische Anstalt
für das forstliche Versuchswesen in Birmensdorf und
6 920 000 Franken auf die Eidgenössische Materialprü-
fungsanstalt in Dübendorf.
Noch vor Behandlung dieser Botschaft erhielt die Kornmis-
sion für Wissenschaft und Forschung einen Brie'f der
Finanzkommission der eidgenössischen Räte mit dem Ersu-
chen, im Rahmen der Anstrengungen zur Sanierung des
Finanzhaushaltes des Bundes insbesondere auch im Hoch-
schulbereich weitere Einsparungen vorzunehmen, und zwar
in der Grössenordnung von durchschnittlich 25 Millionen
Franken pro Jahr. Wir wurden aufgefordert, bei den Bauten
straffere Prioritäten zu setzen, auf bloss Wünschbares zu
verzichten und überall, wo es verantwortet werden könne,
nach Vereinfachungen zu suchen. Aufgrund dieser klaren
Forderung organisierten wir uns in vier Subkommissionen
mit dem Zweck, die einzelnen Bauprojekte an Ort und Stelle
sorgfältig zu prüfen und Dringlichkeit, Ausbaustandard und
Vereinfachungsmöglichkeiten abzuklären und zu beur-
teilen.
Ich darf jetzt schon vorwegnehmen, dass wir uns bei allen
Projekten davon überzeugen lassen mussten, dass die
Dringlichkeit aufgrund der prekären Raumverhältnisse, der
erneuerungsbedürftigen Einrichtungen, der vorliegenden
Studenten- und Assistentenzahlen und vertraglicher Abma-
chungen über Ausbautermine gegeben war. Überall hatte
man bereits wesentliche Abstriche bezüglich dem Wünsch-
baren und dem strikt Notwendigen gemacht. Der Ausbau-
standard dürfte überall mit «bescheiden zweckmässig»
umschrieben werden. Im übrigen schlössen wir uns der
grundsätzlichen Auffassung des Bundesrates an, dass in
Zeiten der Rezession gerade auf dem Gebiete der Bildung
und Forschung zusätzliche Anstrengungen erforderlich
sind. Dieser Auffassung sind auch alle umliegenden Staaten,
indem sie gerade im Bildungs- und Forschungsbereich ver-
suchen, der Jugendarbeitslosigkeit so zu begegnen, dass
sie möglichst viel Studienplätze anbieten und die Forschung
beauftragen, durch zusätzliche Anstrengungen mitzuhelfen,
neue Arbeitsplätze zu schaffen.
Nun zu den einzelnen Projekten: ETH Lausanne, zweite
Etappe der Verlegung nach Ecublens. Ich muss Sie daran
erinnern, dass wir 1972 beschlossen haben, die EPUL im
Zeitraum von 25 Jahren nach Ecublens zu verlegen. Diesen
Beschlüssen entsprechend wurde das Neubauprogramm
etappiert; wir sind es dem Kanton Waadt schuldig, diese
Verträge einzuhalten, damit er über die freiwerdenden Bau-
ten verfügen kann.
Ausserdem muss ich Ihnen mitteilen, dass die Prognose
bezüglich Zuwachs der Studentenzahlen übertroffen wurde
und sich von daher keine Verzögerung der Erstellung der
geplanten Neubauten rechtfertigt- im Gegenteil.
In dieser zweiten Phase des Neubaues der ETH Lausanne
sollen die Abteilung für Elektronik, weitere dringend benö-
tigte Unterrichtsräume, die definitive Heizzentrale und die
dazugehörige Infrastruktur erstellt werden. Bei einer einge-
henden Besichtigung der bisher erstellten Neubauten und
dem Studium des vorgesehenen Bauprojektes für die zweite
Etappe konnten wir uns davon überzeugen, dass zahlreiche
negative Erfahrungen der ersten Etappe voll berücksichtigt
wurden und Eingang in die Neuplanung gefunden haben.
Die Bautengruppe hat das Projekt ebenfalls eingehend stu-
diert und kommt zum Schluss, dass die Bauten rationell und
sparsam geplant wurden, den notwendigsten Bedürfnissen
entsprechen und namentlich den geforderten Postulaten
der Einfachheit und der Zweckmässigkeit genügen. Speziell
zu erwähnen ist, dass wir die Heizzentrale im Betrage von 15
Millionen Franken in diesem Frühjahr im Rahmen des Wirt-
schaftsmassnahmenpaketes l vorgezogen haben. Dieser
Betrag ist deshalb im vorliegenden Bundesbeschluss in
Abzug zu bringen.
Was die Lösung der Transportfrage der Studenten aus dem
Stadtzentrum Lausanne nach Ecublens betrifft, sind die
Studien noch nicht abgeschlossen. Diese Frage richtet sich
übrigens nicht primär an den Bund. Man rechnet damit,
dass Mitte der neunziger Jahre 10 000 bis 12 000 Studenten
in der Gegend von Ecublens und Dorigny (ETH und Uni
Lausanne) studieren werden. Durch die Erstellung von Stu-
dentenheimen wird versucht, die Studenten wenigstens teil-
weise in der Nähe der Schulen anzusiedeln, um das Trans-
portproblem zu lösen. Ob diese Unterkünfte tatsächlich für
den vorgesehenen Zweck verwendet werden, ist zweifelhaft.
Erfahrungsgemäss lieben es die Studenten nicht, in einer
- September 1983 N
1099 Eidgenössische Technische Hochschulen. Bauvorhaben
Studentensiedlung untergebracht zu sein. Aus diesem
Grunde muss mit dem Kanton Waadt in naher Zukunft eine
Lösung gefunden werden.
ETH Zürich, Neubau eines Institutsgebäudes am Zehnder-
weg und Teilaufstockung des Chemiegebäudes Nord: Die
ETH Zürich ist in den letzten drei Jahrzehnten stark gewach-
sen. Die Zahl der Studierenden erfuhr eine erhebliche
Zunahme. Neue Institute wurden auf dem Hönggerberg
bezogen. Indessen bestehen grosse Raumprobleme in den
Abteilungen für Maschineningenieure, für Informatik, für
Arbeits- und Betriebswissenschaften, in einigen mathema-
tisch orientierten Instituten, dem Rechenzentrum sowie für
Institute im Bereich Biologie. 1969/70 konnte das Rechen-
zentrum an der Clausiusstrasse 55/59 neue Räumlichkeiten
übernehmen. Im gleichen Gebäude wurden das Institut für
Informatik und die Lehr- und Forschungsbereiche für ange-
wandte Mathematik, Statistik, Operation Research unterge-
bracht. Heute werden im Rechenzentrum jährlich mehr als
1,5 Millionen EDV-Programme verarbeitet. Die Steigerung
der Aufträge beträgt zurzeit um 20 Prozent pro Jahr. Die
starke Verbreitung der EDV-Methoden in Industrie und Ver-
waltung hat den Schulrat im Jahre 1980 bewogen, an der
ETH Zürich einen eigenen Studiengang für Informatik zu
errichten. An der ETH lernen von den 7000 Studenten 80
Prozent programmieren. Dies sind die Hauptgründe, welche
die Dringlichkeit des entsprechenden Neubaus, der wenig
weit von der Clausiusstrasse, am Zehnderweg, vorgesehen
ist, unterstreichen. Die Bautengruppe hat dieses Projekt mit
uns geprüft, findet es in seiner Anlage und dem Ausbau
zweckmässig und rationell. Obschon einige Zweifel über
den gewählten Standort geäussert wurden, stimmen wir
vollzählig dem vorliegenden Projekt zu.
Zur Aufstockung des Chemiegebäudes Nord: Hier geht es
um die Schaffung der Freihandbibliothek der Chemieabtei-
lung sowie die Zusammenlegung der Institutsbibliothek des
Laboratoriums für organische Chemie mit derjenigen für
physikalische Chemie. Bei den meisten Neubauvorhaben
der ETH wurden in den letzten 20 Jahren Fachbereichsbi-
bliotheken geschaffen mit dem Zwecke, die Institutsbiblio-
theken zusammenzulegen. So wurden bereits solche für
Physik, Erdwissenschaften, Bauwissenschaften, Elektronik
und Mathematik gebaut. Es entspricht einem dringenden
Bedürfnis, auch diejenige für die Chemieabteilung zu erstel-
len. Eine zweckmässige Lösung hierfür fand man durch die
Aufstockung des Chemiegebäudes Nord, was von der zen-
tralen Lage und den Baukosten her unbestritten günstig
erscheint. Nach dem Bezug dieser neuen Bibliotheksräume
werden die für diese Zwecke bisher benützten Räume frei.
Sie können zu dringend benötigten Mitarbeiterbüros, Stu-
dentenarbeitsplätzen und Seminarräumen umgebaut wer-
den. Auch dieses Projekt gab zu wenig Diskussionen Anlass.
Die Konzeption ist überzeugend, die Notwendigkeit ausge-
wiesen, das Ausbauprojekt sparsam und zweckmässig.
Neubau eines Schulungsgebäudes für Strahlenschutz am
Eidgenössischen Institut für Reaktorforschung (EIR) in
Würenlingen: Die speziellen Anforderungen, die an die prak-
tische Kernenergietechnik und an den Umgang mit radioak-
tiven Stoffen gestellt werden, haben zur Folge, dass am EIR
seit vielen Jahren Fachunterricht auf diesem Gebiet erteilt
wird. Die wachsende Zahl von Kernkraftwerkanlagen, die
verschärften Vorschriften der Sicherheitsbehörden sowie
die Forderungen von Berufsverbänden und Aufsichtsorga-
nen verlangen, dass sich Anwender von radioaktiven Stoffen
über eine geprüfte Sachkundigkeit ausweisen. Dies führte in
den letzten Jahren zu einer stark gestiegenen Nachfrage
nach derartigen Ausbildungskursen, der das heutige Raum-
angebot nur noch teilweise genügt. In den letzten Jahren
wurden beispielsweise gegen 200 Veranstaltungen mit etwa
500 Kurstagen für insgesamt 3500 Fachleute durchgeführt.
Diese rekrutierten sich aus den folgenden Berufen: Strah-
lenschutzkontrolleure, Strahlenschutzsachverständige,
Reaktorbetriebspersonal, Stützpunktfeuerwehren, Strahlen-
schutzspezialisten der Polizei, AC-Spezialisten der Armee,
Röntgenassistentinnen, Arztgehilfinnen, Ärzte, medizinische
Laborantinnen und Physiklehrer, um nur die wichtigsten zu
nennen.
Unsere Kommission fragte sich mit Recht, ob es eigentlich
Aufgabe einer Forschungsabteilung sei, in diesem Umfange
Unterricht zu erteilen, und verlangte deshalb einen speziel-
len Zusatzbericht. Danach ist es insbesondere dem Schulrat
ein Anliegen, dass diese Strahlenschutzschule am EIR im
vorgesehenen Umfange ausgebaut wird, zumal dort die
entsprechenden Fachleute und vor allem das Unterrichts-
material ideal vorhanden sind. Man hat uns auch zugesi-
chert, dass eine Gesamtkonzeption über die Aufgaben des
SIN, des Schweizerischen Instituts für Nuklearforschung,
und des EIR erarbeitet werde mit dem Ziel, dass diese
Institute in der Zukunft noch besser zusammenarbeiten.
Schliesslich soll es möglich sein, die vorgesehenen Kurse
finanziell selbsttragend zu gestalten. Die Einnahmen betru-
gen in den letzten Jahren bereits 350 000 Franken. Unter
diesen Bedingungen konnten wir diesem Bauprojekt eben-
falls zustimmen.
Schweizerisches Institut für Nuklearforschung (SIN), Villi-
gen, Verlängerung der Experimentierhalle: 1974 hat das
Schweizerische Institut für Nuklearforschung als nationales
Forschungszentrum auf dem Gebiete der Grundlagenfor-
schung in Kern- und Teilchenphysik sowie deren Anwen-
dung eine neue Anlage in Villigen bezogen. Seither hat sich
der Forschungsbetrieb stark entwickelt. Die heutigen Expe-
rimentieranlagen erlauben ein im internationalen Vergleich
qualitativ hochstehendes und reichhaltiges Forschungspro-
gramm mit starker ausländischer Beteiligung. Um seine
heutige Stellung auch in Zukunft bewahren zu können, wird
das SIN die nun verfügbaren Strahlenintensitäten durch den
Bau eines neuen Injektorbeschleunigers und die Verstär-
kung des Hauptbeschleunigers um eine Grössenordnung
anheben. Gemäss heutiger Planung wird der neue Injektor
1984 seinen Betrieb aufnehmen und zusammen mit dem
modifizierten Hauptbeschleuniger ab 1986 sukzessive auf
die geplante Strahlenintensität hochgefahren werden.
Zusätzlich zu den Arbeiten an den Beschleunigern erfordern
die hohen Strahlenintensitäten auch einen Umbau des
beschleunigerexternen Protonenstrahlensystems. Um die
neuen Primäranlagen voll auszunutzen, muss zudem ein
Teil der Experimentieranlagen den Erfordernissen der sich
ständig wandelnden Forschung angepasst bzw. neu gebaut
werden.
Wegen des wachsenden Experimentierbetriebes sind
jedoch die Platzverhältnisse in der Experimentierhalle pre-
kär geworden. Ein zusätzlicher Platzbedarf bringt die Anpas-
sung der Experimentierstrahlen an den Hochstrombetrieb.
Ebenso benötigen die neuen Protonenstrahlanlagen - spe-
ziell die hochradioaktiven Produktionstargets und der Strah-
lenstopper - wesentlich aufwendigere Service- und Unter-
haltseinrichtungen sowie Zwischenlager für hochaktive
Komponenten, die aus Sicherheitsgründen in der Experi-
mentierhalle aufgebaut werden müssen. Schliesslich hat
sich herausgestellt, dass der Umbau des Protonenkanals-
unter anderem wegen der grossen Mengen von empfindli-
chen, zum Teil radioaktiven Komponenten - unbedingt
innerhalb der Experimentierhalle durchgeführt werden
muss; dies, um den notwendigen Betriebsunterbruch in
akzeptablen Grenzen zu halten.
Wir konnten uns deshalb der Tatsache nicht verschliessen,
dass eine Verlängerung der bestehenden Experimentier-
halle um drei Doppelachsen (etwa um 44 Meter) in südlicher
Richtung unumgänglich ist und schlagen Ihnen hierfür den
Betrag von 11 280 000 Franken vor.
Zur Eidgenössischen Anstalt für das forstliche Versuchswe-
sen in Birmensdorf, Neubau eines Labortraktes mit
Gewächshäusern : Die Anstalt f ü r das f orstl iche Versuchswe-
sen ist das einzige nationale Institut, welches zur Hauptsa-
che angewandte Forschung für den Schweizer Wald be-
treibt. Die Grundlagenforschung wird im Sinne einer Aufga-
benteilung an den forstwirtschaftlichen Lehrstühlen der
ETH betrieben. Ich muss Ihnen nicht speziell erwähnen,
dass uns gegenwärtig der Schutz unserer Forsten gewaltige
Sorgen bereitet. Der vielgenannte saure Regen ist dabei nur
Ecoles polytechniques fédérales. Constructions
1100N 19 septembre 1983
eines von zahlreichen Phänomenen. Der Wald musste im
Verlaufe der letzten Jahrzehnte in zunehmendem Masse die
verschiedensten Schadstoffe schlucken. Die Erforschung
dieser Auswirkungen verlangt eine Verlagerung von Mitteln
insbesondere in Richtung der Züchtung resistenter Pflanzen
und in der Erschliessung und Holzernte. Für diese neuen
Forschungsbereiche sind dringendst neue Labors und
Gewächshäuser erforderlich. Anlässlich unserer Besichti-
gung in Birmenstorf konnten wir uns davon überzeugen,
dass die Forschungsanstalt unter akuter Raumnot leidet
und zahlreiche Einrichtungen hoffnungslos veraltet sind.
Ein Aufschieben dieser Bauvorhaben kann im Blick auf die
dringlichen Forschungsaufgaben nicht verantwortet wer-
den.
Im Zentrum des laufenden Forschungsprogrammes stehen
folgende Schwerpunkte: Auswirkungen der Luftverschmut-
zung auf den Wald; Entwicklung praxistauglicher Methoden
zur Erfassung ökologischer Folgen einer Langzeitbelastung
unseres Lebensraumes durch Luftverunreinigungen; Ausar-
beitung geeigneter biologischer Methoden zur wirksamen
Kontrolle epidemisch auftretender Schadinsekten und
Pflanzenkrankheiten; Züchtung und Vermehrung waldbau-
lich geeigneter Rassen der wichtigsten Baumarten des
Schutz- und Nutzwaldes. Anhand des Bauprojektes und der
bisher erstellten Institutsbauten konnten wir uns davon
überzeugen, dass sehr sparsam und zweckmässig geplant
und gebaut wird. Der vorgesehene Baukredit ist in der
Kommission unbestritten.
Zur Eidgenössischen Materialprüfungsanstalt (EMPA)
Dübendorf, Neubau eines Röntgenhauses: Die EMPA dient
bekanntlich .unter anderem der amtlichen Prüfung und
Untersuchung von Roh-, Bau- und Werkstoffen, technischen
Betriebs- und Hilfsstoffen auf ihre Eigenschaften und prakti-
sche Verwendbarkeit. In den letzten Jahren nahm die Eîean-
spruchung der EMPA sehr stark zu. Insbesondere entspricht
das bestehende Röntgenprüflabor für die zerstörungsfreie
Materialprüfung den heutigen Anforderungen nur noch in
sehr begrenztem Rahmen. Eine Neukonzeption drängt sich
insbesondere aus Sicherheitsgründen auf. Sie ist durch
folgende Bedingungen gekennzeichnet:
- Einsatz von Strahlenquellen hoher Leistung, was nur
durch Mauerdicken von etwa 1,3 Meter Beton ermöglicht
werden kann.
- Sichere Lagerung der Isotope in separatem Bunker
(Brandschutz, Diebstahl, Sabotage).
- Aufteilung der Durchstrahlungsprüfung auf zwei vonein-
ander unabhängig verwendbare Räume verschiedener
Grosse.
- Räumliche Trennung der übrigen zerstörungsfreien
Methoden, wie Ultraschall usw., von der Durchstrahlungs-
prüfung und
- betriebliche, günstige Zusammenfassung von Prüf- und
Büroräumen.
Diese Prüfeinrichtungen dienen vor allem Kleinbetrieben,
die sich eine eigene Anlage nicht leisten können. Auch ist
die Nachfrage nach einer neutralen Prüfstelle gross. Das
Bauvorhaben ist vom Bedürfnis her eindeutig ausgewiesen;
das Projekt sieht eine zweckmässige und einfache Bauweise
vor. Zum eigentlichen Bauvorhaben gehört auch die Erwei-
terung der Druckerei, des Konstruktionsbüros und der
Bibliothek; es sind dies Teilbereiche, die heute unter akuter
Raumnot leiden. Auch diesen Bauvorhaben muss, nach
einhelliger Meinung der Kommission, zugestimmt werden.
Die in der Botschaft erwähnten Zusatzkreditbegehren im
Betrage von 20 464 000 Franken sind im wesentlichen teue-
rungsbedingt. Sie wurden von unserer Kommission eben-
falls geprüft. Ihnen kann die Kommission zustimmen.
Ihre Kommission für Wissenschaft und Forschung beantragt
Ihnen, auf die Vorlage einzutreten und dem Bundesbe-
schluss zuzustimmen. Artikel 1 Absatz 2 ist auf den Totalbe-
trag von 271 253 000 Franken zu reduzieren, zumal die Heiz-
zentrale Lausanne - wie schon erwähnt - im Betrage von
rund 15 Millionen Franken mit dem Wirtschaftsmassnah-
menpaket l vorgezogen worden ist.
M. Darbellay, rapporteur: Lorsqu'on nous présente par un
arrêté un crédit de 286 millions de francs, la première
réaction est forcément critique. Cette réaction a été la nôtre
ainsi que celle de la Commission des finances, et c'est
probablement la vôtre aujourd'hui. On se demande bien sûr
s'il n'y a pas possibilité de supprimer certaines réalisations,
de les renvoyer à plus tard ou peut-être de les exécuter par
étapes. La commission a par conséquent jugé opportun de
créer quatre groupes de travail pour étudier de très près
chacune des réalisations projetées. Ces groupes de travail
se sont rendus sur place. Ils ont ensuite mis en commun les
résultats de leurs appréciations et c'est la commission
entière qui vous fait aujourd'hui la proposition d'entrer en
matière et d'accorder les crédits souhaités.
Le crédit le plus important concerne l'Ecole polytechnique
fédérale de Lausanne et il doit permettre la deuxième étape
qui devrait se réaliser en partie finale vers les années 1990 et
qui devrait permettre ainsi le passage complet de l'Ecole
polytechnique de Lausanne à Ecublens. Cette deuxième
étape était devisée à 187 millions de francs. Il y a lieu de
déduire de ce montant 15 millions qui étaient prévus pour la
centrale de chauffage à Malley. Il y a eu opposition contre
cette centrale de chauffage. Le Conseil fédéral a donné
partiellement raison aux opposants si bien qu'il faut modi-
fier le projet. Il s'agira donc ici de 172 millions en lieu et
place des 187 millions prévus dans le projet initial.
L'Ecole polytechnique fédérale de Zurich émarge aussi pour
plus de 40 millions à ce projet d'arrêté et la dépense essen-
tielle, d'un montant de 36,8 millions, est prévue pour l'Insti-
tut d'informatique qui devrait se construire au Zehnderweg.
La question s'est posée ici de savoir s'il ne valait pas mieux
déplacer cet institut comme certains autres au Höngger-
berg. Nous avons examiné les plans sur place, nous avons
vu que l'Institut d'informatique devait rester lié très étroite-
ment au centre de calcul. Par conséquent, la commission
unanime, avec une abstention, estime qu'il est judicieux de
construire l'institut en plein centre de Zurich. A cet aspect
pratique, vient s'ajouter un aspect politique. Nous pensons
qu'autant que faire se peut, il est préférable de maintenir un
nombre d'étudiants aussi important que possible au centre
des localités, l'influence mutuelle des étudiants et du monde
des adultes étant utile aux uns et aux autres.
Un deuxième crédit de 3,6 millions de francs vous est
proposé pour la bibliothèque de la division de chimie. Jus-
qu'à maintenant, les diverses bibliothèques des instituts de
chimie sont réparties dans les différents bâtiments et sont
logées dans des conditions plus que précaires, si bien que
nous avons jugé utile d'accepter aussi cette construction.
Les autres crédits de 5,6 millions de francs sont des crédits
additionnels pour des dépenses déjà votées et qui concer-
nent essentiellement le renchérissement intervenu depuis
que ces dépenses ont été décidées.
Un crédit encore pour l'Institut fédéral de recherches en
matière de réacteurs à Würenlingen. Il s'agit de la construc-
tion d'un bâtiment d'étude de radioprotection devisé à 3,92
millions de francs. Une question s'est posée ici du fait que
cet institut ne se contente pas de faire de la recherche, mais
qu'il procure également aux diverses professions intéres-
sées l'enseignement nécessaire pour la protection contre
les radiations. La commission s'est demandé s'il était juste
de confier l'enseignement à un institut de recherche. Elle est
arrivée à la conviction que cet institut, disposant des instal-
lations et des instruments nécessaires, était le mieux placé
pour assurer l'enseignement dans des conditions optimales,
tant au point de vue scientifique que financier.
L'Institut suisse de recherches nucléaires de Villigen doit
étendre sa halle d'expérimentation et le budget prévu est de
l'ordre de 11,2 millions de francs. Il s'agit ici de s'adapter
aux nombreuses expériences nouvelles qu'il faut faire, aux
recherches dont on ne pouvait guère parler il y a moins de
dix ans encore.
L'Institut fédéral de recherches forestières de Birmensdorf
projette la construction d'un bâtiment de laboratoire muni
de serres, devis 15,63 millions de francs. Le sous-groupe
puis la commission se sont penchés très largement sur ce
- September 1983 N
1101 Eidgenössische Technische Hochschulen. Bauvorhaben
problème en se demandant s'il n'y aurait pas lieu de décen-
traliser cet institut du fait qu'il occupe aujourd'hui 192
personnes. Sur ces 192 collaborateurs, 185 sont suisses
alémaniques, deux sont romands et cinq tessinois. Nous
avons dû nous rendre à l'évidence que, par souci d'effica-
cité, il y a lieu de continuer à travailler à Birmensdorf. Mais
nous invitons les autorités responsables à veiller, avec une
attention toute particulière, à engager aussi quelques
Latins. Des assurances nous ont été données en ce do-
maine.
Le dernier projet concerne le Laboratoire fédéral d'essai de
Dübendorf. Il s'agit de construire un laboratoire d'essai pour
les examens aux rayons X; on voue dans ce laboratoire une
attention toute particulière à la protection des travailleurs
contre les rayons X. Le projet reviendra à 6,92 millions de
francs.
Il s'agit donc au total, compte tenu de la réduction opérée
sur le projet de transfert de l'Ecole polytechnique fédérale
de Lausanne, d'un crédit de 271 millions de francs, soit 251
millions de nouveaux crédits d'ouvrages et 20 millions de
crédits additionnels compensant essentiellement le ren-
chérissement intervenu.
La commission unanime vous propose d'accepter l'ensem-
ble de ces crédits. Une seule abstention dont je vous ai déjà
parlé concernait le projet de l'Institut d'informatique à
l'Ecole polytechnique fédérale de Zurich. Nous vous invitons
par conséquent à suivre la commission et à voter l'ensemble
de ces crédits.
Präsident: Es folgen nun die Fraktionssprecher. Die Frak-
tion der Schweizerischen Volkspartei teilt ihre Zustimmung
mit.
M. Cavadini: Le groupe libéral se prononcera en faveur de
l'arrêté relatif aux projets de construction des écoles poly-
techniques fédérales et de leurs établissements annexes. La
très grande majorité des membres de la commission, les
rapporteurs viennent de le souligner, est entrée en matière,
ce qui nous dispense de faire de très longs commentaires.
Nous nous bornerons donc à formuler quelques remarques
touchant la deuxième étape du transfert de l'Ecole polytech-
nique fédérale de Lausanne à Ecublens et les crédits relatifs
à l'Institut fédéral de recherches forestières à Birmensdorf.
C'est dire que nous admettons aussi la construction d'un
nouveau bâtiment d'institut au Zehnderweg, le rehausse-
ment partiel du bâtiment de chimie, la construction du
bâtiment de Würenlingen, de la halle d'expérimentation de
l'Institut suisse de recherches nucléaires et du bâtiment
d'essai du Laboratoire fédéral de Dübendorf.
La deuxième étape du transfert de l'EPFL n'est que la
poursuite d'un effort de priorités définies en 1972. Les
options prises ultérieurement s'avèrent fondées puisque, en
une douzaine d'années, le nombre des étudiants a passé de
1600 à 2600. L'an prochain, les deux tiers de ces mêmes
étudiants seront à Ecublens et c'est sur ce point que nous
aimerions redire l'inquiétude que nous éprouvons face au
problème des transports, qui n'est pas entièrement résolu et
qui pourrait, le cas échéant, devenir sérieux. Le Conseil
fédéral nous donnera-t-il l'assurance que la situation est
maîtrisée?
En outre, surseoir à la décision, comme certains le préconi-
saient, ne simplifierait rien. Nous savons que l'Etat de Vaud
a un urgent besoin des bâtiments qui seront libérés par
l'Ecole polytechnique fédérale et tout retard entraînerait
purement et simplement une augmentation non négligeable
des coûts. Enfin, et nous soulignons cet aspect, notre pays
doit combler tant que faire se peut le retard qu'il a pris dans
le développement des techniques face à ses plus sérieux
concurrents, ce qui est un argument structurel important en
faveur de la réalisation des projets qui nous sont soumis.
Nous manquons d'électrotechniciens, nous ressentons une
pénurie dans les secteurs de l'automation, en particulier de
la robotique. Le président du Conseil des écoles polytechni-
ques fédérales a eu l'occasion de rappeler que l'industrie a
augmenté de 25 pour cent le nombre de ses ingénieurs entre
139-N
1975 et 1980 et nous ne disposons pas d'un nombre suffi-
sant de techniciens pour faire face à la totalité de ses
besoins. Il est évident que la Confédération a la responsabi-
lité de la recherche fondamentale et que ce devoir, qu'il soit
accompli ou non, conditionne la prospérité de notre indus-
trie qui, au demeurant, ne dispose hélas que d'un marché
intérieur extrêmement restreint. C'est dire l'importance que
nous attachons à la réalisation de ces projets.
Notre seconde remarque a trait au fonctionnement de l'Insti-
tut fédéral de recherches forestières à Birmensdorf. Du côté
romand, de vives critiques ont été émises à l'égard d'une
institution qui ne tiendrait compte que dans une faible
mesure de l'équilibre confédéral, d'une institution qui prati-
querait une politique centraliste systématique. Il convient de
remarquer qu'il s'agit à la fois de préserver l'efficacité de
l'action dans sa concentration et les relations souhaitées et
nécessaires avec l'ensemble des services forestiers canto-
naux et avec les instituts universitaires. Nous demandons
donc formellement que soient ménagées les collaborations
avec les cantons et étudiées les possibilités d'une répartition
des tâches. Il y va non seulement de l'intérêt de l'institution,
mais aussi de celui du pays. Nous croyons savoir que la
question de la préservation des forêts revêt une certaine
actualité ces jours-ci.
A ces réserves près, nous entrerons en matière.
M. Junod: Le groupe radical, au nom duquel je m'exprime,
est favorable à l'octroi des crédits qui nous sont demandés
tant pour l'Ecole polytechnique fédérale de Lausanne que
pour celle de Zurich et pour les instituts qui dépendent de
cette dernière.
Je n'entends pas répéter ce qu'ont fort bien dit les rappor-
teurs. Je tiens cependant à souligner deux points qui se
rapportent à l'EPFL et faire une remarque à propos du projet
de Birmensdorf.
En ce qui concerne l'EPFL, j'aimerais tout d'abord souligner
l'excellente collaboration qui existe entre cette institution et
l'Université de Lausanne sur les différents plans de l'activité
universitaire et para-universitaire. Ainsi, le sport universitaire
est géré en commun par les deux institutions. Des mesures
de coordination sont prises pour les restaurants qui sont mis
à la disposition des étudiants et des professeurs. Un même
souci de collaboration se manifeste sur le plan du logement
des étudiants. Mais aussi et surtout, je relève que, par
l'intermédiaire d'une commission mixte EPFL-Université,
l'objectif de ce que j'appelle la coordination institutionnelle
est réalisé en ce qui concerne tant les cours donnés dans les
deux hautes écoles que l'implantation des constructions. On
évite par là soit des lacunes, soit des doubles emplois dans
le nouveau périmètre de Dorigny-Ecublens.
Pour ce qui est de la collaboration entre l'Université et
l'Ecole polytechnique fédérale, un problème reste à résou-
dre dans les mois qui viennent: c'est celui du transport des
étudiants et des membres de la communauté universitaire.
Des pourparlers sont d'ores et déjà engagés entre le canton
de Vaud et la Confédération en vue de la recherche d'une
solution raisonnable et équitable dans ce domaine. Je vou-
drais remercier d'avance le chef du Département fédéral de
l'intérieur pour la part qu'il ne manquera pas de prendre à la
recherche de cette solution.
J'aimerais ensuite vous assurer que le transfert de l'Ecole
polytechnique de Lausanne à Eclublens se déroule confor-
mément à la convention signée le 14 novembre 1979 entre la
Confédération et le canton de Vaud. C'est ainsi que l'Etat de
Vaud reprend progressivement possession des bâtiments
des Cèdres en ville de Lausanne au fur et à mesure du
déplacement de l'Ecole polytechnique à Ecublens, c'est-
à-dire au fur et à mesure que des crédits sont mis à disposi-
tion par la Confédération pour ce transfert.
Ma dernière remarque concerne l'Institut de recherches
forestières à Birmensdorf. Si nous nous sommes finalement
prononcés en faveur de l'octroi du crédit de quelque 15
millions qui nous est demandé, ce n'est pas sans avoir
exprimé quelques réserves. Il apparaît en effet que, si l'on ne
saurait s'opposer au renforcement de la recherche fores-
Ecoles polytechniques fédérales. Constructions
1102N 19 septembre 1983
tière, surtout si l'on considère la situation actuelle de nos
forêts, on peut se demander si tous les moyens disponibles
doivent être concentrés en un seul et même endroit.
La forêt intéresse l'ensemble de la Suisse et l'on aurait pu
envisager une certaine décentralisation de cet institut. C'est
en tout cas le point de vue défendu par les commissaires
romands. Ainsi, quand bien même 80 pour cent de la viticul-
ture est concentrée en Suisse romande, on n'a pas hésité à
créer, à côté de la station de Changins et de ses annexes,
une seconde station fédérale de recherches à Wädenswil.
Or, ce qui est vrai pour le vin devrait l'être, à cet égard tout
au moins, aussi pour les forêts. Je rejoins M. Cavadini sur ce
point. C'est pourquoi il est nécessaire de veiller, comme
l'ont souligné les rapporteurs, à l'équilibre linguistique, lors
du recrutement des chercheurs qui doivent travailler à Bir-
mensdorf.
En conclusion, je vous invite, au nom du groupe radical, à
voter les importants mais indispensables crédits qui nous
sont demandés, cela sous la forme présentée par la commis-
sion.
Frau Mauch: Die SP-Fraktion ist der Meinung, dass Hoch-
schulen und Forschungsinstitute vom Baulichen her grund-
sätzlich nie fertig abgeschlossen sind. In einem gewissen
Rahmen laufen bauliche und betriebliche Investitionen wei-
ter, so gut wie das wissenschaftliche Voranschreiten weiter-
geht. Aber wir verwechseln Bildung nicht mit Bauen. Wir
sind nicht etwa der Meinung: Je höher die Investitionen,
desto besser die Bildung. Zwischen wissenschaftlicher For-
schung, der Qualität der wissenschaftlichen Ausbildung und
der Hardware, also den Gebäuden und Einrichtungen, die
dazu gehören, besteht ein loser Zusammenhang, aber keine
lineare Abhängigkeit.
Die Expansion der Hochschulen und Anstalten ist schliess-
lich auch grundsätzlich in Frage zu stellen, denn es ist
anzunehmen, dass nicht jedes Forschungs- und Lehrgebiet
bis in alle Ewigkeit weiterbestehen muss und soll. Wir kön-
nen wohl davon ausgehen, dass einzelne Zweige dieses
immer noch wachsenden Baumes irgendwann einmal sinn-
vollerweise abgeschnitten oder zurückgeschnitten werden
sollten, weil sie nicht mehr innovativ sein können, wecer der
Wirtschaft noch der Gesellschaft irgendwie weiterhelfen.
Das ist natürlich ganz wesentlich heikler als das Planen
neuer Bauten und Abteilungen. Aber uns scheint doch, dass
die längerfristige Planung der Hochschulen und Anstalten
sich auch mit diesem Aspekt von Lehre und Forschung
befassen sollte: Was muss zu irgendeinem Zeitpunkt sinn-
vollerweise aufgegeben werden? Die Wissenschaft hat
vorne zu sein; was überholt ist, bringt uns nicht weiter.
Unsere Fraktion hat Ausbildung auf allen Stufen schon
immer sehr unterstützt. Wir stellen fest, dass der akademi-
schen Ausbildung und Forschung angesichts der Weltwirt-
schaftslage ganz besondere Aufmerksamkeit zukommen
muss. Die Schweiz ist in hohem Masse von ihrem geistigen
Potential abhängig. Aus diesem Grund unterstützen wir -
mit Nuancen - die Kredite für die baulichen Vorhaben, die
nötig sind, um die Ziele in Lehre und Forschung zu errei-
chen. Wir sind aber auch der Meinung, dass neue Vorhaben
nicht immer neue Bauten bedingen, dass im Hinblick auf die
Hardware der Hochschulen und Anstalten überlegt werden
müsste, wo Überholtes abgebaut werden könnte. Insbeson-
dere zwingt uns unsere finanzielle Lage dazu, nicht nur
neue Vorhaben genau zu überdenken, sondern das Beste-
hende ebenfalls laufend zu werten.
Die SP-Fraktion empfiehlt Ihnen Eintreten auf die Vorlage
und Genehmigung der beantragten Kredite.
Scherer: Die CVP-Fraktion stimmt den Objektkredilen für
Bauvorhaben der Eidgenössischen Technischen Hochschu-
len und ihrer Annexanstalten im Totalbetrag von 271 Millio-
nen Franken zu.
Wie bereits von den Kommissionssprechern eingehend dar-
gelegt wurde, ist die Verlegung der ETH Lausanne nach
Ecublens der Vollzug eines Bundesbeschlusses von 1968.
Es muss selbstverständlich sein, dass die Verträge gegen-
über dem Kanton Waadt eingehalten werden. Es sprechen
aber noch andere Gründe dafür, dass der verlangte Kredit
gesprochen und die Verwirklichung der Bauvorhaben nicht
verzögert oder erstreckt wird. Auch wenn die Erstrekkung
der Realisation vorübergehend eine finanzielle Entlastung
des Bundes bedeuten könnte, so sind es doch gewichtige
Überlegungen, die unserer Zustimmung zugrunde liegen.
Die Eidgenossenschaft hat die Verpflichtung, ihre Hoch-
schulen so auszubauen und zu dotieren, dass sie nicht nur
ihr hohes Niveau und ihr Ansehen erhalten können, das sie
in Forschung und Lehre erreicht haben, sondern dass sie
sich auch in Zukunft am internationalen Niveau messen
dürfen. Sowohl Wissenschaft und Technik als auch die
Arbeitsmethoden entwickeln sich heute in raschem Tempo
weiter, was laufende Anpassungen mit immer gesteigerten
Anforderungen an wissenschaftliche Einrichtungen ver-
langt, wie die Botschaft selbst festhält. Mit der Verlegung
der Abteilung Elektrotechnik nach Ecublens kann zugleich
dieser Entwicklung in einem Teilbereich Rechnung getra-
gen werden. Die Verlegung der Abteilung Elektrotechnik
ermöglicht es dem Bund zudem, aktiv mitzuhelfen, dass
unsere Maturanden auch einen Studienplatz erhalten. Wir
begrüssen es, dass die Planung der kommenden grösseren
Studentenzahl Rechnung trägt und die Nutzflächen gegen-
über der heutigen Situation entsprechend erhöht. Deshalb
sind gewisse Reserven durchaus zu verantworten, ja not-
wendig.
Wir bitten zudem den Bundesrat, dem Problem der Ver-
kehrsverbindungen vom Stadtzentrum zur ETH Lausanne
volle Aufmerksamkeit zu schenken und mit dem Kanton
Waadt eine Lösung anzustreben, die dem Umweltschutz
gerecht wird.
Die CVP-Fraktion stimmt aus ähnlichen grundsätzlichen
Überlegungen dem Bauvorhaben an der ETH in Zürich und
an den Annexanstalten zu. Wir halten die Bedürfnisse für
ausgewiesen und die laufenden Anpassungen der Institute
für notwendig.
Darf ich als Erziehungsdirektor eines Kantons (gleichsam
stellvertretend für die anderen Institute) die Errichtung des
Studienganges Informatik an der ETH Zürich erwähnen,
eine Abteilung, die im Neubau am Zehnderweg unterge-
bracht werden sollte? Es war höchste Zeit, dass der Schulrat
1980 den Studiengang Informatikerrichtete. In Zukunft wer-
den noch mehr und in praktisch allen Bereichen EDV-
Methoden angewandt. Deshalb ist die Ausbildung in diesen
Methoden ein Erfordernis der Zeit. Dass die Verantwortli-
chen für die Informatik an der ETH bereit sind, ihr Wissen
und ihre Erfahrungen für die kursmässige Ausbildung der
Mittelschullehrer zur Verfügung zu stellen, anerkennen wir.
Die Gymnasien kommen ja nicht darum herum, in Zukunft
ihre Schüler in Grundkursen auch in die Informatik einzu-
führen. Dazu leistet die ETH Vorarbeiten.
Ich ersuche Sie, den Anträgen der Kommission zuzu-
stimmen.
Müller-Aargau: Die unabhängige und evangelische Fraktion
empfiehlt Ihnen, auf die Bauvorlagen für unsere Eidgenössi-
schen Technischen Hochschulen und die Annexanstalten
einzutreten und den Krediten zuzustimmen. Wir sind uns
bewusst, dass unsere Forschungsanstalten eine wesentliche
Grundlage für die Sicherung unserer heutigen und zukünfti-
gen Wirtschaft sind. Jede Zurückhaltung würde Rück-
schläge in der Forschung und als weitere Folge Verlust von
Arbeitsplätzen bedeuten. Diese Wirkungen und diese Not-
wendigkeit waren auch in der Kommission unbestritten. Es
stellt sich höchstens die Frage, mit welcher Kelle angerich-
tet wird, d.h. ob die Bauvorhaben in dieser Form akzeptier-
bar seien. Unsere Bautengruppe hat die Projekte überprüft
und sie als zweckmässig und kostengünstig beurteilt.
Der Hauptkredit betrifft den weiteren Ausbau der ETH Lau-
sanne. Hier stellt sich zusätzlich die Frage von Treu und
Glauben, denn die Abmachungen mit dem Kanton Waadt
sind bindend, und die vielen Mietobjekte müssen nach Ver-
trag übergeben werden. Wir sind daran gebunden, und die
Erweiterung in Ecublens muss nach Plan vollzogen werden.
- September 1983 N
1103 Eidgenössische Technische Hochschulen. Bauvorhaben
Die einzige grössere Diskussion hat sich zur Realisierung
der Schule für Strahlenschutz am EIR in Würenlingen erge-
ben. Die Diskussion drehte sich vor allem um den Standort
des Schulgebäudes. Wieweit sollen solche Kurse von Nicht-
akademikern an einer ETH-Annexanstalt durchgeführt wer-
den? Wir haben uns schliesslich überzeugen lassen, dass
dies aus sachlichen Gründen vertreten werden kann. Das
Demonstrationsmaterial ist in der Nähe, die Lehrkräfte stam-
men vorwiegend aus dem EIR. Der Sonderstellung wird
Rechnung getragen, indem das Schulungsgebäude ausser-
halb des eigentlichen Komplexes, ausserhalb der Umzäu-
nung, gebaut wird. Wie der Kommissionspräsident bereits
gesagt hat, sollen die Kurse selbsttragend sein; deshalb
kann man auch diesem Kredit ohne weiteres zustimmen.
Beim Besuch der beiden Annexanstalten SIN und EIR ist uns
der Unterscheid der Forschungsbereiche und der For-
schungsart so richtig ins Auge gesprungen. Erlauben Sie
mir dazu noch eine kurze Bemerkung: Beide Forschungsan-
stalten kämpfen an der Front, das SIN an der vorderen, das
EIR, so schien es uns, mehr an der hinteren Front. Im SIN
wird neues Terrain errungen und erworben, im EIR wird vor
allem danach geforscht, die Auswirkungen der Reaktortech-
nik nachträglich zu quantifizieren und Hilfs- und Entsor-
gungstechniken zu entwickeln. Diese Stellung des EIR hat
allgemein die Frage aufgeworfen, welche fernere Zukunft
dieser Annexanstalt beschieden sei. Die Schule für Strahlen-
schutz ist dabei nur ein signifikantes Beispiel der Arbeit an
der rückwärtigen Front. Bösartigerweise könnte man sagen:
eine Rechtfertigung für dieses Institut.
Die unabhängige und evangelische Fraktion hofft, dass Herr
Bundesrat Egli uns gewisse Zusicherungen geben kann,
dass uns über die Forschungsplanung im EIR auf weitere
Sicht einmal berichtet wird. Dabei soll die engere Zusam-
menarbeit, vielleicht auch die teilweise Zusammenlegung
der beiden benachbarten Forschungsanstalten überprüft
werden.
Es ist nicht der Zweck meiner Bemerkungen, das etwas
ungute Gefühl in der Kommission auf den Rat zu übertra-
gen. Es soll nur zeitig auf dieses Problem aufmerksam
gemacht werden, um die Zukunft einer grossen Annexan-
stalt sicherzustellen.
In diesem Sinne empfiehlt Ihnen die unabhängige und evan-
gelische Fraktion, die Kredite zu bewilligen.
Bundesrat Egli: Die Bauvorhaben, für welche Kredite anbe-
gehrt werden, sind von den beiden Herren Berichterstattern
sehr gründlich erläutert worden. Es liegt mir daran, ihnen zu
danken. Ich danke aber auch der einschlägigen Kommission
und darf feststellen, dass sie diese Bauvorhaben mit beson-
derer Gründlichkeit unter die Lupe genommen hat. Sie hat
der Botschaft drei volle Sitzungstage gewidmet. Ausserdem
haben Untergruppen die Objekte bzw. die Baupläne an Ort
und Stelle besichtigt, und Ihre Bautengruppe hat die ganze
Arbeit fachmännisch begleitet. Ich darf Ihnen sagen, dass
eine solche Arbeit Bundesrat und Verwaltung beruhigt;
denn wenn ein Projekt, immerhin ein Viertelmilliardenpro-
jekt, mit solcher Gründlichkeit geprüft wird, gibt dies dem
Bundesrat und der Verwaltung eine gewisse Sicherheit, auf
dem richtigen Weg zu sein.
Ich möchte nicht von einzelnen Objekten sprechen, das
haben die Berichterstatter getan. Ich möchte nur noch
einige grundsätzliche Überlegungen anstellen, welche sich
mit dieser Viertelmilliardenvorlage verbinden.
Eine allgemeine Bemerkung zu den Technischen Hochschu-
len und eine besondere Bemerkung zur Technischen Hoch-
schule in Lausanne:
Sie wissen, dass der Bund im Hochschulbereich eine dop-
pelte Verantwortung trägt. Er fördert erstens die kantonalen •
Universitäten über das Hochschulförderungsgesetz. (Sie
werden noch diese Session Gelegenheit haben, über diese
Art Hochschulförderung zu sprechen.) Vor allem führt er
aber zwei eigene Technische Hochschulen: die Technische
Hochschule in Zürich und die Technische Hochschule in
Lausanne. Zu diesem Hochschulbereich hinzu kommen fünf
Annexanstalten, von welchen vier in der vorgelegten Bot-
schaft eine Rolle spielen. Es leuchtet ein, dass gerade im
Bereich dieser beiden Hochschulen der Bund eine beson-
dere Verantwortung trägt, ist er doch hierfür direkt verant-
wortlich.
Es geht hier eigentlich um vier Fragen, über die Sie mit der
Zustimmung zum heutigen Kredit zu entscheiden haben:
- Will der Bund diese Aufgabe überhaupt weiterführen?
- Will der Bund trotz Finanzknappheit diese Schulen so
ausstatten, dass sie auf der Höhe unserer Zeit sind?
- Will der Bund dafür sorgen, dass bei der erkannten
Zunahme der Studierenden jeder Schweizer, der die Voraus-
setzungen für ein technisches Hochschulstudium erfüllt,
auch einen Hochschulstudienplatz findet?
- Wollen wir dafür besorgt sein, dass wir auch in Zukunft an
diesen Schulen über qualifizierte Dozenten verfügen, die
unseren Wertvorstellungen entsprechen?
Wenn Sie diese vier Fragen mit Ja beantworten wollen,
meine Damen und Herren, dann stimmen Sie djeser Vorlage
zu!
namens ihrer Fraktion gegeben haben.
Dabei wollen wir nicht vergessen, dass an diesen Hochschu-
len nicht nur gelehrt und gelernt wird, sondern es wird auch
geforscht. Das ist insbesondere an den Technischen Hoch-
schulen der Fall. Sie werden ebenfalls im Verlaufe dieser
Session noch Gelegenheit haben, zur vom Bund geförder-
ten Forschung Stellung zu nehmen. Hier möchte ich nur
einen Gesichtspunkt hervorheben, der für die enorme
Bedeutung der Forschung in unserem Lande spricht: Ein
Land ohne Rohstoffe, das über einen dermassen kleinen
Absatzmarkt verfügt, ist darauf angewiesen, mit ständigen
Innovationen an der Spitze der internationalen Märkte zu
bleiben. Das ist nur möglich mit einer rastlosen und breitan-
gelegten Forschung.
Ich danke Ihnen, Frau Mauch! Sie haben darauf hingewie-
sen, dass auch auf anderen Gebieten geforscht werden soll,
nicht nur auf den Gebieten, die diese beiden Hochschulen
betreiben. Sie werden aber im Zusammenhang mit den
Forschungskrediten, die wir diese Session noch beraten
werden, Gelegenheit haben, zuzustimmen, dass wir auch
auf anderen Gebieten die Forschung fördern.
Im Mittelpunkt des ganzen Kredites steht die Technische
Hochschule Lausanne, für welche ungefähr zwei Drittel des
gesamten Kredites beansprucht werden.
Das Engagement des Bundesrates für diese Schule besteht
seit dem Jahre 1968, als der Bund diese Schule übernom-
men hat. Der Bund verpflichtete sich damals, innert 25
Jahren die Gebäude, die er vom Kanton Waadt übernahm,
zu räumen und wieder auf den Kanton Waadt zu übertragen.
Auch wenn es sich hier um eine sehr lange Frist handelt,
möchten wir diese nicht unbedingt bis zum letzten Termin
ausnützen, sondern wir möchten sinn- und vertrauensvoll
mit dem Kanton Waadt zusammenarbeiten und dessen
Raumbedürfnisse berücksichtigen.
Schon mit Rücksicht auf die benachbarte kantonale Univer-
sität in Dorigny sind wir auf eine solche Zusammenarbeit
angewiesen. Ich möchte der Regierung des Kantons Waadt
- vertreten hier durch die Herren Delamuraz und Junod -
herzlich danken für diese angenehme Zusammenarbeit und
für das Verständnis, das sie dem Bund hierdurch bewiesen
haben. In diesem Sinne möchte ich auch die Antwort an
Herrn Cavadini erteilen, der diese Frage aufgeworfen hat.
Die heute fälligen Beschlüsse sind also nichts anderes als
die Ausführung des Grundsatzbeschlusses, den Sie im
Jahre 1968 bei der Übernahme dieser Schule gefasst haben;
und ich darf auch noch an die Botschaft vom 5. November
1980 erinnern, mit welcher bereits die zweite Bauetappe der
Technischen Hochschule Lausanne vorgestellt worden ist.
Sie haben damals zustimmend davon Kenntnis genommen.
Ich darf aber auch darauf hinweisen, dass der Ausbau der
Technischen Hochschule in Lausanne eine hohe staatspoli-
tische Bedeutung hat: Diese Schule soll unseren Willen
beweisen, der Westschweiz eine wirtschaftliche Selbstbe-
hauptung zu verleihen. Und gerade die Realisierung dieser
Absicht soll durch den Ausbau der Technischen Hochschule
Ecoles polytechniques fédérales. Constructions1104
N 19 septembre 1983
in Lausanne aktualisiert werden. Der Ausbau erhält heute
noch eine besondere Aktualität, weil Verschiebungen im
wirtschaftlichen Kräftefeld auf Kosten der Westschweiz in
der Romandie ständig befürchtet und öffentlich beargwöhnt
werden. Dazu kommen erst noch erwünschte beschäfti-
gungspolitische Effekte in dieser Region.
Frau Mauch, Sie haben die Frage aufgeworfen, ob nicht
einmal diese kostspieligen Ausgaben im Bausektor ETH ein
Ende finden werden. Wir werden selbstverständlich immer
beide Hochschulen auf der Höhe der Zeit halten müssen.
Wenn einmal der Transfer aus der Stadt Lausanne nach
Ecublens vollzogen sein wird, werden wir hoffentlich das
Baubudget der ETH dann etwas entlasten können.
Ein Problem, das heute auch wieder aufgeworfen worden
ist, verbleibt uns noch zur Prüfung: das ist der Transport der
Studenten, Dozenten, Assistenten und Bediensteten aus der
Stadt Lausanne nach Ecublens. Ich gestehe Ihnen, dass
diese Verkehrsfrage noch nicht ganz gelöst ist; die Herren
Cavadini, Junod und Scherer haben mit Recht darauf hinge-
wiesen. Es besteht die Absicht, im Räume Ecublens/Dorigny
auch Studentenunterkünfte zu bauen. Auch hier streben wir
eine Zusammenarbeit mit dem Kanton Waadt an. Es ist aber
nicht etwa vorgesehen, in Ecublens/Dorigny einen eigentli-
chen Studentencampus zu schaffen, denn wir haben nicht
die Absicht, die Studenten in einem Ghetto leben zu lassen.
Die Studenten sollen mit der übrigen Bevölkerung in Lau-
sanne das Leben der Städter teilen, sofern es sich nicht um
Pendler handelt, die aus den in der Umgebung liegenden
Ortschaften kommen.
Wie wir von der Regierung des Kantons Waadt orientiert
worden sind, hat der Grosse Rat des Kantons Waadt einen
Kredit zum Studium dieser Frage beschlossen. Eine Delega-
tion des Bundesrates hatte kürzlich auch eine Zusammen-
kunft mit einer Delegation der Waadtländer Regierung. Ich
danke auch in diesem Punkt für das Verständnis, das uns
von der Regierung des Kantons Waadt erwiesen worden ist.
Was nun die Kredite für die Annexanstalten anbelangt,
möchte ich keine weiteren Worte mehr verlieren, nachdem
ja alle Fraktionen zugestimmt haben. Es gilt nur darauf
hinzuweisen, dass die Ausgaben, die hier aufgewendet wer-
den, vornehmlich dem Forschungsbereich zugute kommen.
Herr Scherer, Sie haben zu Recht insbesondere auf die
Wichtigkeit des Forschungsbereiches Informatik hingewie-
sen. Ich weise insbesondere auch auf die Eidgenössische
Anstalt für das forstliche Versuchswesen in Birmensdcrf hin.
Sie werden mir glauben, dass die Forschung im Forstbe-
reich gerade in den heutigen Tagen von besonderer Aktuali-
tät ist; ich brauche diesen Gedanken wohl nicht noch
besonders zu begründen.
Herr Cavadini und Herr Junod, Sie haben bezüglich der
Anstalt in Birmensdorf die Frage aufgeworfen, warum nicht
mehr Romands dort beschäftigt würden. Ich habe mir die
entsprechenden Zahlen geben lassen und tatsächlich fest-
gestellt, dass die alemannischen Vertreter in sehr g rosser
Überzahl sind: es sind rund 95 Prozent. Aber ich glaube, es
wäre ungerecht, deswegen dieser Anstalt Vorwürfe zu
machen. Es stellt sich nämlich dann die Frage, ob welsche
Mitarbeiter auch tatsächlich bereit sind, nach Birmensdorf
wohnen zu gehen.
Das ist ja immer die grosse Frage bei der Berücksichtigung
der Minderheiten. Ich sichere Ihnen zu, diesbezüglich eine
Prüfung vorzunehmen.
Schliesslich wurde auch die Frage aufgeworfen, insbeson-
dere von Herrn Müller, über die Aufgabenteilung der beiden
Institute, des Schweizerischen Institutes für Nuklearfor-
schung in Villigen und des Eidgenössischen Institutes für
Reaktorforschung in Würenlingen. Herr Müller, Sie haben
grosso modo die Aufgabenteilung zwischen diesen beiden
Instituten aufgezeigt. Es handelt sich tatsächlich darum,
dass in Villigen vorwiegend Grundlagenforschung betrieben
wird, während es sich in Würenlingen um praktische Ausbil-
dung, aber auch um angewandte Forschung handelt. Es
geht insbesondere um die Ausbildung in der Handhabung
von Reaktoren und im Strahlenschutz. Der Strahlenschutz
ist von Gesetzes wegen eine Bundesaufgabe. Wir müssen
diese Aufgabe erfüllen. Und wir verfügen über kein anderes
Institut als das in Würenlingen, das in der Lage wäre, diese
Aufgabe in so guter Weise zu lösen.
Ich bitte Sie somit um Zustimmung zu den beantragten
Krediten. Diese stehen im Dienste der Ausbildung und der
Forschung, tragen aber auch zum Schütze unserer lebens-
notwendigen Umwelt bei.
Eintreten wird ohne Gegenantrag beschlossen
Le conseil décide sans opposition d'entrer en matière
Detailberatung - Discussion par articles
Titel und Ingress
Antrag der Kommission
Zustimmung zum Entwurf des Bundesrates
Titre et préambule
Proposition de la commission
Adhérer au projet du Conseil fédéral
Angenommen - Adopté
Art. 1
Antrag der Kommission
Abs. 1
Zustimmung zum Entwurf des Bundesrates
Abs. 2
Es werden dafür folgende Objektkredite im Totalbetrag von
271 253 000 Franken bewilligt:
a. 250 789 000 Franken für Bauvorhaben ...
Für den Rest von Abs. 2: Zustimmung zum Entwurf des
Bundesrates
Anhang 1
ETH Lausanne
21 Zweite Etappe der Verlegung nach Ecublens
Zweiter Teilkredit Fr. 172669000
Gesamtkredit Fr. 250789000
Art. 1
Proposition de la commission
Al. 1
Adhérer au projet du Conseil fédéral
Al. 2
Les crédits suivants sont accordés pour un montant total de
271 253 000 francs, à savoir:
a. 250 789 000 francs selon la liste des ouvrages...
Pour le reste de l'ai. 2: Adhérer au projet du Conseil fédéral
Appendice 1
EPF Lausanne
21 2
e
étape du transfert à Ecublens
2
e
crédit partiel Fr. 172 669 000
Total nouveaux crédits d'ouvrage Fr. 250789000
Angenommen - Adopté
Art. 2 und 3
Antrag der Kommission
Zustimmung zum Entwurf des Bundesrates
Art. 2 et 3
Proposition de la commission
Adhérer au projet du Conseil fédéral
Angenommen - Adopté
Gesamtabstimmung - Vote sur l'ensemble
Für die Annahme des Beschlussentwurfes 124 Stimmen
(Einstimmigkeit)
An den Ständerat - Au Conseil des Etats
Schweizerisches Bundesarchiv, Digitale Amtsdruckschriften
Archives fédérales suisses, Publications officielles numérisées
Archivio federale svizzero, Pubblicazioni ufficiali digitali
Eidgenössische Technische Hochschulen. Bauvorhaben
Ecoles polytechniques fédérales. Constructions
In
Amtliches Bulletin der Bundesversammlung
Dans
Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale
In
Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale
Jahr
1983
Année
Anno
Band
IV
Volume
Volume
Session
Herbstsession
Session
Session d'automne
Sessione
Sessione autunnale
Rat
Nationalrat
Conseil
Conseil national
Consiglio
Consiglio nazionale
Sitzung
01
Séance
Seduta
Geschäftsnummer
83.001
Numéro d'objet
Numero dell'oggetto
Datum
19.09.1983 - 15:30
Date
Data
Seite
1098-1104
Page
Pagina
Ref. No
20 011 745
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