82.482
CH_VB_001Ch Vb17 déc. 1982Ouvrir la source →
Postulat Mascarin 1794 17 décembre 1982
Juni 1970 wurden diese durch das heute geltende Erstreckungsrecht ersetzt. Nach den Bestimmungen von Artikel 267a bis f des Obliga- tionenrechts kann der Mieter innert 30 Tagen nach der Kün- digung sein erstes Erstreckungsbegehren eingeben. Der zuständige Richter hat dann die Interessen des Mieters gegen diejenigen des Vermieters abzuwägen und kann, je nach der von ihm wahrgenommenen Interessenlage, Woh- nungsmieten um maximal ein Jahr, Geschäftsmieten um maximal zwei Jahre erstrecken. Hat der Mieter in dieser Frist trotz Suchen kein neues Mietobjekt gefunden, so kann er bis spätestens 60 Tage vor Ablauf der ersten Erstrek- kung um eine zweite Erstreckung für Wohnungen um maxi-
Dezember 1982 1795Postulat Roy mal zwei Jahre, für Geschäftsräume um maximal drei Jahre nachsuchen. Trotz bestehender Wohnungsnot erhalten Mieter nur selten die maximalen Fristen der Mieterstreckung. Die meisten Erstreckungen liegen im Kanton Basel-Stadt zwischen drei und sechs Monaten. Längere Erstreckungen brächten dem Mieter nur dann zusätzliche Chancen der Wohnungssuche, wenn ihm mindestens das Recht auf termingerechte Kündi- gung erhalten bliebe. Nach der heute in der ganzen Schweiz vorherrschenden Rechtsauffassung gilt - auch wenn in den geltenden Gesetzestexten dazu keine zwin- gende Begründung gegeben ist -, dass der Mieter eine vom Richter angeordnete Erstreckung nicht mehr einseitig mit einer termingerechten Kündigung vorzeitig abbrechen kann. Will der Mieter das Kostenrisiko eines vorzeitigen Auszugs vermeiden, so kann er nur nach Wohnungen Aus- schau halten, die erst nach Ablauf der Erstreckungsfrist verfügbar sind. Dabei sind in den Inseraten der Wohnungs- anzeiger kaum Wohnungen zu finden, die erst nach dem nächsten Auszugstermin freiwerden. Die Lage des Mieters, dem eine richterliche Erstreckung der Mietfrist zugesprochen wurde, ist bezüglich Chance auf dem Wohnungsmarkt also schlechter als die Lage des Mie- ters, der einen richterlichen Vergleich erzielen konnte. In allen Vergleichen wird dem Mieter das Recht zugestanden, mit einer Anzeigefrist von 30 Tagen auf jedes Monatsende hin auszuziehen. Schriftliche Erklärung des Bundesrates Déclaration écrite du Conseil fédéral Der Bundesrat ist bereit, das Postulat entgegenzunehmen. Überwiesen - Transmis #ST# 82.554 Postulat Weber-Schwyz Verkehrszulassungsverordnung (VZV) und Verordnung über das Strafregister Ordonnance réglant l'admission à la circulation routière et ordonnance sur le casier judiciaire Wortlaut des Postulates vom 6. Oktober 1982 Der Bundesrat wird ersucht, Änderungen an der Verkehrs- zulassungsverordnung (VZV) und der Verordnung über das Strafregister vorzunehmen, damit eine Vereinfachung des Registratur- und Meldewesens erreicht wird. Texte du Postulat du 6 octobre 1982 Le Conseil fédéral est prié de modifier l'ordonnance réglant l'admission à la circulation routière (OAC) et l'ordonnance sur le casier judiciaire afin que les procédures d'inscription au casier judiciaire et d'avis au registre central des peines soient simplifiées. Mitunterzeichner - Cosignataires: Blocher, Frei-Romans- horn, Friedrich, Jeanneret, Loretan, Schule, Steinegger, Stucky, Villiger, Weber-Arbon, Wyss (11). Schriftliche Begründung - Développement par écrit Bis heute hatten die Polizei- und Strafbehörden alle Wider- handlungen, die gemäss SVG eine Massnahme nach sich ziehen könnten, der zuständigen Behörde zur Kenntnis zu bringen. Gemäss Artikel 104/3 SVG bestimmt der Bundes- rat, welche Massnahmen dem Eidgenössischen Justiz- und Polizeidepartement (EJPD) und von diesem allen Kantonen bekanntzugeben sind. Auf Verordnungsstufe wurde in der Folge ein Unmass an Meldepflichten ausgelöst. Bei Verkehrsbussen über 500 Franken gemäss Artikel 104 SVG und Artikel 124 VZV ergeben sich heute jährlich etwa 18000 Meldungen. Für die vier vorgesehenen Registerstel- len macht dies einen Versand von rund 72 000 Aktenstük- ken aus. Verkehrs- und Ordnungsbussen von 50 bis 499 Franken sind ebenfalls registerpflichtig bei den Administrativbehör- den des Wohnsitzkantons, und zum Teil auch bei den Straf- kontrollbehörden jenes Kantons, in dem die Busse verfügt wurde. Mangels statistischer Unterlagen können hier keine Zahlen genannt werden, es dürfte sich aber um 5 bis 10 Prozent der rund 3 Millionen Führerausweisbesitzer han- deln. Bei Administrativmassnahmen (v.a. Führerausweisentzü- gen) gemäss Artikel 104/3 SVG und Artikel 13 VZV ergeben sich jährlich etwa 20 000 Neumeldungen an das EJPD und an alle 26 Kantone, was etwa 540000 Meldekarten aus- macht. Bei einem Bestand von je 60 000 bis 70 000 Regi- sterkarten in den 27 Karteien (EJPD + 26 Kantone) löst die Bewältigung der Mutationen einen unermesslichen Arbeits- aufwand aus. Ich bitte den Bundesrat um die Revision aller Artikel der einschlägigen Verordnungen. Damit können unnötige, admi- nistrative Leerläufe verhindert werden. Der neueste Stand der Computertechnik dürfte hierzu neue Lösungen anbie- ten. So könnte der unnötige Versand von mindestens 500 000 Aktenstücken vermieden werden und die kantona- len Behörden würden von aufwendigen Verwaltungsaufga- ben entlastet. Schriftliche Erklärung des Bundesrates Déclaration écrite du Conseil fédéral Der Bundesrat ist bereit, das Postulat entgegenzunehmen. Überwiesen - Transmis #ST# 82.519 Postulat Roy Bundesverwaltung. Dezentralisierung Administration fédérale. Décentralisation Wortlaut des Postulates vom 27. September 1982 Im Sinne des Vorschlages, den wir bei der Beratung des Postulats Delamuraz machten, und im Bestreben um ein ausgewogenes Verhältnis der Sprachgruppen innerhalb der Bundesverwaltung, bitten wir den Bundesrat, Mittel und Wege für eine Dezentralisierung der allgemeinen Bundes- verwaltung zu prüfen. Texte du postulat du 27 septembre 1982 Nous fondant sur la proposition que nous avons faite à l'occasion du débat"sur le postulat Delamuraz et soucieux de renforcer l'équilibre des communautés linguistiques au sein de la Confédération, nous demandons au gouverne- ment d'étudier les voies et moyens permettant de décentra- liser les services de l'administration fédérale. Schriftliche Begründung - Développement par écrit Nous partons du principe que toutes les régions linguisti- ques doivent participer, à parts aussi égales que possible, aux retombées économiques des tâches toujours en déve- loppement qui sont confiées à l'administration fédérale. Nous pensons tout particulièrement aux régions de l'arc jurassien durement touchées par la crise économique. Il est notoire que les Latins sont réticents au changement de milieu culturel qui leur est imposé, à eux et à leurs familles, par la centralisation de l'administration.
Schweizerisches Bundesarchiv, Digitale Amtsdruckschriften Archives fédérales suisses, Publications officielles numérisées Archivio federale svizzero, Pubblicazioni ufficiali digitali Postulat Mascarin Kündigung während Mieterstreckungsfrist Postulat Mascarin Résiliation du bail et délais de prolongation In Amtliches Bulletin der Bundesversammlung Dans Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale In Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale Jahr 1982 Année Anno Band V Volume Volume Session Wintersession Session Session d'hiver Sessione Sessione invernale Rat Nationalrat Conseil Conseil national Consiglio Consiglio nazionale Sitzung 13 Séance Seduta Geschäftsnummer 82.482 Numéro d'objet Numero dell'oggetto Datum 17.12.1982 - 08:00 Date Data Seite 1794-1795 Page Pagina Ref. No 20 011 052 Dieses Dokument wurde digitalisiert durch den Dienst für das Amtliche Bulletin der Bundesversammlung. Ce document a été numérisé par le Service du Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale. Questo documento è stato digitalizzato dal Servizio del Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale.
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