- Oktober 1982 N
1467
Interpellation Cotti
participe, n'a pas informé convenablement les propriétaires
fonciers concernés et a installé, de nuit et sans le consen-
tement exprès des propriétaires, des instruments de
mesure sur leurs terres?
- Le Conseil fédéral est-il informé du fait que la CEDRA
recourt aux services d'une entreprise privée de surveil-
lance, dont les employés suivent les faits et gestes des
citoyens concernés et s'attribuent même des fonctions
policières, agissements qui ont fait l'objet de dénoncia-
tions?
- Que pense le Conseil fédéral des pratiques de la CEDRA
qui a proposé de l'argent aux citoyens ayant formé opposi-
tion contre les forages d'essai dans leur commune - faisant
ainsi usage de leur droit légal et démocratique - pour qu'ils
renoncent à faire opposition?
- Le Conseil fédéral est-il disposé à adresser un avertisse-
ment à la CEDRA afin de faire cesser ce telles pratiques et
de garantir pleinement les droits des citoyens concernés?
Schriftliche Begründung - Développement par écrit
Der Urheber verzichtet auf eine Begründung und wünscht
eine schriftliche Antwort.
Schriftliche Stellungnahme des Bundesrates
Rapport écrit du Conseil fédéral
Die Schweizerische Geophysikalische Kommission (SGK),
die mit der Durchführung der geophysikalischen Landesun-
tersuchung beauftragt ist, beabsichtigte im Frühjahr 1981
mit den Arbeiten zu einer detaillierten geophysikalischen
Karte der Schweiz zu beginnen. Ungefähr im gleichen
Gebiet wie die SGK wollte auch die NAGRA geophysikali-
sche Aufnahmen durchführen. Um Doppelspurigkeiten von
sich zum Teil überlagernden Arbeiten zu vermeiden, wurde
beschlossen, die geplanten Untersuchungen zu koordinie-
ren, wobei die Arbeiten der SGK durch die NAGRA finan-
ziell unterstützt werden sollten. Die üblicherweise vom
Bund finanzierten Forschungsarbeiten der SGK sind von
nationalem Interesse, und die Resultate werden veröffent-
licht. Der Bundesrat stellte fest, dass die vorgesehenen
Arbeiten nicht der Bewilligungspflicht für vorbereitende
Handlungen unterstehen.
Im Rahmen der Zusammenarbeit SGK/NAGRA wurde im
Frühjahr 1982 durch die französische Firma G.G.G. (Compa-
nie Générale de Géophysique, Massy) in den Kantonen
Zürich und Aargau kombinierte seismische Refraktions-
und Reflexionsmessungen durchgeführt. Die Messungen
dauerten von Februar bis Mai 1982. Nachdem der grösste
Teil der Arbeiten problemlos durchgeführt war, wurden
Anfang Mai im Raum Laufenburg-Kaisten Messeinrichtun-
gen der Firma G.G.G. entwendet und massive Sachbeschä-
digungen ausgeübt. Durch diese Aktionen entstand ein
Sachschaden von mindestens 20000 bis 30000 Franken.
Im Zusammenhang mit diesen Vorkommnissen wurden von
der zuständigen Kantonspolizei mehrere Personen über-
prüft und einige davon in Untersuchungshaft gesetzt. Im
Anschluss an diese Ereignisse erteilte die NAGRA einer pri-
vaten Überwachungsgesellschaft den Auftrag, die Messein-
richtungen zu überwachen und Beschädigungen zu melden,
wobei unbekannte Personen, die sich an den Messeinrich-
tungen zu schaffen machten, über Funk der Polizei gemel-
det werden sollten.
Beantwortung der Fragen:
- Im Rahmen der seismischen Messungen über eine
Distanz von rund 200 Kilometern wurden über 600 Grund-
besitzer begrüsst, welche die Einwilligung zum Betreten
ihrer Grundstücke gaben. Die grosse Zahl der zu führenden
Verhandlungen, die sich aus technischen Gründen nur kurz-
fristig ansetzen Messen, kann dazu geführt haben, dass in
Einzelfällen ein Grundstück benutzt wurde, ohne dass die
ausdrückliche Bewilligung des Grundbesitzers vorlag.
Der Interpellant bezieht sich bei seiner Frage offenbar auf
zwei konkrete Fälle. Nach Auskunft der durch die Schweize-
rische Geophysikalische Kommission mit dem Einholen der
Bewilligungen beauftragten Spezialfirma war in beiden Fäl-
len der Grundbeseitzer nicht erreichbar. Im einen Fall wur-
den die Angehörigen des Besitzers orientiert, mit der Bitte,
dieser wolle sich doch bei der beauftragten Firma melden,
was jedoch unterblieb. Im anderen Fall konnte der Besitzer
eines Grundstückes nicht vorgängig orientiert werden, da
er bis nach Messbeginn abwesend war. Der betreffende
Besitzer erklärte sich aber nachträglich mit der Benützung
seines Grundstückes durch die G.G.G. einverstanden.
- Bundesstellen, die sich mit Arbeiten zur nuklearen Ent-
sorgung befassen, hatten Kenntnis, dass die NAGRA nach
den in der Einleitung erwähnten Vorfällen eine private Be-
wachungsfirma mit der Überwachung der Messeinrichtun-
gen der G.G.G. beauftragte.
Die der Frage zugrunde liegenden Vorkommnisse werden
unseres Wissens zurzeit durch die zuständigen kantonalen
Stellen untersucht..
- Nach Auskunft der NAGRA versuchte diese nie, durch
Geldangebote Einsprecher zu veranlassen, eingereichte
Einsprachen zurückzuziehen.
Im Rahmen von Einigungsverhandlungen zu Einsprachen
gegen die Erteilung der Gemeindebewilligung in Hornussen
und Kaisten erklärte sich die NAGRA jedoch bereit, für die
den Einsprechern entstandenen Anwaltskosten aufzukom-
men.
- Es ist selbstverständlich, dass sich die NAGRA an die
gesetzlichen Vorschriften zu halten hat. Der Bundesrat
bedauert jedoch, dass Handlungen vorgekommen sind, um
die NAGRA selbst oder im Auftrag der NAGRA arbeitenden
Firmen bei ihrer Tätigkeit zu behindern, so dass umfangrei-
che Schutzmassnahmen für die betreffenden Arbeiten not-
wendig werden. Daraus abzuleiten, der NAGRA seien die
gegen sie gerichteten rechtswidrigen Aktionen anzulasten,
ist nicht begründet.
Der Bundesrat erachtet es nicht als notwendig, bei der
NAGRA im Sinne der Interpellation vorstellig zu werden.
Präsidentin: Der Interpellant erklärt sich von der Antwort
nicht befriedigt.
#ST# 82.356
Interpellation Cotti
Direktübertragung von Parlamentsdebatten
Retransmission des débats parlementaires
à la télévision
Ripresa televisiva dei dibattiti
Wortlaut der Interpellation vom 15. März 1982
Zum Experiment, Debatten des Nationalrates am Fernsehen
zu übertragen, stellen wir dem Büro des Nationalrates fol-
gende Fragen:
- Glaubt das Büro des Nationalrates, dass die gewählte
Formel bei den Fernsehzuschauern auf Interesse gestos-
sen ist? Oder sieht das Büro andere, fernsehgerechte und
interessantere Lösungen?
Ist es sinnvoll, das Experiment fortzusetzen? Sollte es nicht
vielmehr vorläufig eingestellt werden?
- Hat die Direktübertragung den Verlauf der Debatte
irgendwie beeinflusst?
Texte de l'interpellation du 15 mars 1982
Je demande au Bureau de faire connaître son point de vue
sur les questions suivantes, qui se réfèrent à la retransmis-
sion des débats parlementaires par la télévision:
Interpellation Cotti
1468
N 8 octobre 1982
- Estime-t-il que la formule adoptée a éveillé l'intérêt des
téléspectateurs? Peut-on envisager d'autres solutions plus
appropriées et plus intéressantes sur le plan de la télévi-
sion?
Est-il opportun de continuer l'expérience? Ne pense-t-on
pas qu'il serait au contraire nécessaire de la différer provi-
soirement?
- La retransmission à la télévision a-t-elle influé en quel-
que manière que ce soit sur le cours des débats?
Testo della interpellazione del 15 marzo 1982
Si chiede all'Ufficio Presidenziale (Büro) di far conoscere il
suo punto di vista sulle seguenti domande relative all'espe-
rimento di ripresa televisiva dei dibattiti del Consiglio Nazio-
nale:
- Ritiene l'Ufficio Presidenziale che la formula adottata ha
suscitato interesse nei telespettatori? Si possono prospet-
tare invece altre soluzioni televisivamente più appropriate e
interessanti?
E opportuno continuare l'esperimento? Non si ritiene per
contro necessario sospenderlo provvisoriamente?
- La ripresa televisiva diretta ha inciso in qualche modo
sull'andamento del dibattito?
Mitunterzeichner - Cosignataires - Cofirmatari: Auer, Bar-
chi, Biderbost, Blunschy, Bonnard, Hunziker, Muheim, Ogi,
Pedrazzini • , (9)
Schriftliche Begründung - Développement par écrit - Moti-
vazione scritta
La trasmissione televisiva in diretta, voluta a titolo speri-
mentale, di un dibattito al Nazionale, della durata di otto ore,
ha suscitato interesse ma anche molte critiche e perples-
sità. Di sicuro il numero degli interventi a titolo personale è
considerevolmente alto rispetto ad altri dibattiti e proprio,
ritengo, a motivo della presenza delle telecamere in aula.
Non pare a molti che la mole degli interventi abbia contri-
buito alla chiarezza e alla linearità del dibattito, alla prolissità
invece certamente si: oltre 40 interventi sull'entrata in mate-
ria. Erano questi interventi tutti necessari, opportuni, utili
nell'ottica della tecnica e della dialettica parlamentare?
Per quanto ha tratto invece al volto del Parlamento verso i
cittadini e anche all'opportunità di parlare ai cittadini dalla
tribuna parlamentare e in forma diretta, quali sono i risultati
ottenuti? Mi sembra che la presentazione televisiva non ha
tenuto conto delle particularité di procedura e delle abitu-
dini parlamentari svizzere. Nel nostro Parlamento non vi è
un vero dibattito in senso stretto, come risulterebbe invece
da repliche immediate. Da noi gli interventi personali - in
tedesco si chiamano «Voten», quanto dire desideri, espres-
sioni di volontà, aspirazioni - talvolta restano a mezz'aria,
raccolti nella migliore ipotesi dal Presidente della Commis-
sione o dal relatore dell'altra lingua nell'intervento conclu-
sivo oppure, con maggior frequenza invero, dal Consigliere
federale. Le repliche poi avvengono soltanto molto rara-
mente. Ciò vale soprattutto per il dibattito sull'entrata in
materia. Quello appunto scelto per la trasmissione diretta,
mentre invece nella discussione di dettaglio si registra fre-
quentemente più vivacità. Non va scordato altresì che
l'aspetto dibattimentale nel confronto e raffronto diretto di
opinioni è attutito dalle diversità linguistiche.
Sembra al sottoscritto importante e necessario rendere i
lavori parlamentari accessibili a coloro che nutrono inte-
resse particolare alle vicende politiche e per costoro la tras-
missione può avere avuto un significato. Ma non è meno
importante suscitare maggiore interesse, rivolgendosi
soprattutto al cittadino che è meno propenso a seguire i
fatti politici del nostro Paese; si pensi all'alta percentuale di
cittadini che si astengono troppo sovente dalle votazioni.
Per raggiungerli occorre presentare le cose in modo allet-
tante, perlomeno leggibile. Infatti fra costoro pochi sono
disponibili davanti al televisore per otto ore, per due lunghe
mattinate, nella pressoché inutile fatica di individuare la
sostanza dei problemi. È azzardato affermare che da que-
sto profilo l'esperimento non ha raggiunto il suo scopo?
Schriftliche Stellungnahme des Büros
Rapport écrit du Bureau
Risposta scritta dell'Ufficio presidenziale
L'on. Cotti approva la finalità della teletrasmissione diretta
dei dibattiti parlamentari, e quest'approvazione traspare
dalla motivazione stessa della sua interrogazione: anch'egli
ritiene infatti importante e necessario rendere i lavori parla-
mentari accessibili non solo a chi s'interessi specificamente
di politica, bensì ad una cerchia più ampia di cittadini. Quel
che l'interrogante critica è il mezzo scelto per raggiungere
tale scopo.
Già lo scorso autunno gli Uffici presidenziali dei due Consi-
gli avevano pensato alle obiezioni formulate ora dall'ori.
Cotti (particolarità della nostra procedura, carenza d'imme-
diato dialogo, diversità linguistica, aumento telecondizio-
nato degli oratori, ecc.) ma avevano nondimeno concluso
che l'esperimento delle trasmissioni in diretta andasse
comunque tentato.
Chiusa, all'inizio del 1983, la fase sperimentale, bisognerà
decidere se mantenere definitivamente le trasmissioni in
diretta o se passare invece ad altre forme, più circostan-
ziate, di diffusione dei dibattiti. Ai fini di tale decisione, si
terrà conto dei sondaggi esperiti dalla SSR. In questo qua-
dro, l'Ufficio presidenziale risponde come segue all'interro-
gante:
- L'inchiesta circa la trasmissione del dibattito d'entrata in
materia sulla protezione ecologica mostra che l'interesse
suscitato e l'indice d'ascolto sono incoraggianti; l'indice in
particolare (5 per cento del pubblico, vale a dire circa
230 000 telespettatori) può essere visto come un segno di
successo, ove si consideri che, sulla totalità dei telespetta-
tori virtuali, solo il 17 per cento avevano la possibilità effet-
tiva di seguire l'emissione e, tra essi, solo il 18 per cento
s'interessano di politica. Ovviamente le cifre vanno utilizzate
con particolare prudenza e senza dimenticare che una
notevole proprozione di telespettatori ha seguito la trasmis-
sione solo in parte. La stampa, dal canto suo, nei commentì
a questa trasmissione, ha rilevato che le critiche non colpi-
vano il principio stesso, bensì la scelta del tema: un lungo
dibattito d'entrata in materia, nel quale le opposizioni e le
divergenze emergono proprio solo su punti di dettaglio,
risulta invero assai noioso, benché la protezione ecologica
in sé appassioni la grande maggioranza dei cittadini. Ma già
sono allo studio forme di emissione più telegeniche ed invi-
tanti, e la trasmissione in diretta, nella sessione estiva, del
dibattito in Consiglio degli Stati circa le tasse sul traffico
stradale darà, a tal fine, indicazioni supplementari. Com-
munque l'Ufficio presidenziale si attiene, per ora, al princi-
pio della trasmissione in diretta e ritiene che l'experienza,
decisa per la durata di quattro sessioni, deve essere com-
piutamente attuata.
- Prescindendo dall'aumento dei deputati iscritti a parlare,
nonché dalla più accurata preparazione degli interventi,
seppure a scapito della spontaneità, non si può affermare
che lo svolgimento dell dibattito sia risultato influenzato
dalla sua teletrasmissione.
Präsidentin: Der Interpellant erklärt sich von der Antwort
teilweise befriedigt.
Schweizerisches Bundesarchiv, Digitale Amtsdruckschriften
Archives fédérales suisses, Publications officielles numérisées
Archivio federale svizzero, Pubblicazioni ufficiali digitali
Interpellation Cotti Direktübertragung von Parlamentsdebatten
Interpellation Cotti Retransmission des débats parlementaires à la télévision Ripresa
televisiva dei dibattiti
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Amtliches Bulletin der Bundesversammlung
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Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale
In
Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale
Jahr
1982
Année
Anno
Band
IV
Volume
Volume
Session
Herbstsession
Session
Session d'automne
Sessione
Sessione autunnale
Rat
Nationalrat
Conseil
Conseil national
Consiglio
Consiglio nazionale
Sitzung
15
Séance
Seduta
Geschäftsnummer
82.356
Numéro d'objet
Numero dell'oggetto
Datum
08.10.1982 - 08:00
Date
Data
Seite
1467-1468
Page
Pagina
Ref. No
20 010 857
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