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CH_VB_001Ch Vb25 sept. 1985Ouvrir la source →
Bail à ferme agricole. Loi 534 25 septembre 1985 Grundsatz des schweizerischen Arbeitsrechts und trägt der bereits erwähnten Tatsache Rechnung, dass bei uns in der Regel zwischen Arbeitgebern und Arbeitnehmern eine enge, persönliche Beziehung besteht und dass diese im Laufe der Zeit noch enger wird. Mit dem zeitlichen Kündigungsschutz ist - wie schon im geltenden Recht - eine Gefahr untrennbar verbunden, näm- lich dass die Arbeitnehmer, die leichter in den Genuss dieses Schutzes gelangen können - man denke an ältere oder gebrechliche Menschen -, grössere Schwierigkeiten haben, eine Stelle zu finden, wenn sie trotz des Schutzes arbeitslos werden. Der zeitliche Kündigungsschutz der Vor- lage ist aber nicht auf Randgruppen beschränkt, sondern kommt wesentlichen Teilen der arbeitenden Bevölkerung zugute. Der Einfluss auf den Arbeitsmarkt, der tendenziell negativ ist, ist somit unbedeutend. Von negativen Auswir- kungen des Kündigungsschutzes auf einzelne Kategorien von Arbeitnehmern kann infolgedessen kaum die Rede sein. Die Kosten des zeitlichen Kündigungsschutzes dürften als so gering gelten, dass sie für die Wirtschaft keine schwer- wiegenden Folgen haben werden. Wir sind uns in diesem Saal alle darüber klar, dass sich ein zu weit gehender Kündigungsschutz letzten Endes für die Arbeitnehmer kontraproduktiv auswirken würde, dass Soziales letzten Endes unsozial werden könnte. Dass diese Gefahr bei der bundesrätlichen Vorlage keineswegs besteht, sollten meine Ausführungen über die wirtschaftlichen Fol- gen des Kündigungsschutzes zur Genüge bewiesen haben. Diese Ausführungen zeigen auch, dass es völlig unange- bracht ist, sich auf die Erfahrungen des Auslandes zu beru- fen, um die Vorlage zu bekämpfen. Lassen Sie mich das mit Bezug auf den Kündigungsschutz der Bundesrepublik Deutschland, Italiens und Frankreichs konkretisieren: In die- sen Ländern ist eine Kündigung praktisch nur möglich, wenn sie entweder durch dringliche, betriebliche Bedürf- nisse oder durch einen Grund gerechtfertigt ist, der bei uns in der Schweiz für eine fristlose Entlassung genügen würde. In den drei Ländern besteht zudem - anders als nach dieser Vorlage - die Möglichkeit der richterlichen Reintegration des Gekündigten an den Arbeitsplatz. Weiter wären miss- bräuchliche Kündigungen im Sinne des bundesrätlichen Entwurfs in Deutschland und Italien nichtig, so dass das Arbeitsverhältnis und die Lohnzahlungspflichttrotz der Kün- digung weiterdauern würden. Sie sehen also, dass der Bun- desrat das ausländische Recht sehr sorgfältig studiert hat und dass er vor allem in seiner Vorlage gerade diejenigen Fehler eben nicht wiederholen will, die im Ausland began- gen wurden und dazu führten, dass sich die Situation der Arbeitnehmer langfristig verschlechtert hat. Die Vorlage bezweckt keineswegs die Erhaltung von Arbeitsplätzen: Die Kündigung ist ja grundsätzlich wirksam, der Kündigungsschutz ist infolgedessen selbst nach Einfüh- rung der Arbeitslosenversicherung nicht unnötig geworden. Berücksichtigt man nun das Ziel der Vorlage (Bekämpfung von Missbräuchen, Schutz der Arbeitnehmer - zum Teil auch der Arbeitgeber- in kritischen Situationen) wird sofort klar, dass es sich weder um strukturpolitische noch um konjunkturpolitische, sondern um sozialpolitische Anliegen handelt. Sozialpolitische Massnahmen sind mit der Handels- und Gewerbefreiheit vereinbar, wenn sie massvoll, also für durchschnittliche Unternehmen tragbar sind. Ich konnte früher schon darlegen, dass die Kosten des Kündigungs- schutzes gering sind; für durchschnittliche Unternehmen sind sie tragbar. Der bundesrätliche Entwurf ist deshalb auch in dieser Beziehung verfassungsmässig. Ich fasse zusammen: Der Bundesrat hat seit vielen Jahren und bei verschiedenen Gelegenheiten betont, dass er für eine angemessene Verbesserung des Kündigungsschutzes sorgen wird. Der Entwurf zur Revision des Obligationen- rechts ist die Folge dieser Versprechen und nicht die Ant- wort auf die Initiative. Und nochmals: Die Vorlage des Bun- desrates respektiert die Kündigungsfreiheit. Sie regelt nur, was sich für Vereinbarungen der Sozialpartner nicht eignet oder was auch den Arbeitnehmern zugute kommen soll, die unter keinem Gesamtarbeitsvertrag stehen. Aus diesen Gründen bitte ich Sie, entgegen dem Antrag der Mehrheit Ihrer Kommission - der Antrag kam übrigens nur knapp mit 7 gegen 6 Stimmen zustande -, auf die Vorlage einzutreten. Der Nationalrat hat die Vorlage - wie bereits erwähnt wurde - in wesentlichen Punkten entschärft und, wie ich meine, mit der Beratung verbessert. Um so eher kann ich Ihnen empfehlen, auf diese Vorlage einzutreten. Abschliessend darf ich Sie daran erinnern, dass der Natio- nalrat der bereinigten Vorlage mit 112 gegen 23 Stimmen zugestimmt hat. Weber: Gestatten Sie mir, dass ich zum Votum von Herrn Jagmetti noch zwei, drei Sätze sage. Herr Jagmetti, es ist nach meiner Auffassung nicht logisch, wenn Sie einerseits zugestehen, man sollte^eine Lösung über das OR suchen, andererseits aber nicht bereit sind, auf die Vorlage einzutre- ten. Sie müssten, um Ihren Überlegungen gerecht zu wer- den, eher einen Ordnungsantrag stellen, es sei der Entscheid über das Eintreten auszusetzen bis zum Zeit- punkt, da die Initiative zurückgezogen ist, oder bis zum Zeitpunkt, da Volk und Stände über das Schicksal der Initia- tive entschieden haben. Als Variante zu diesem Antrag käme in Frage, heute einzutreten und die Kommissionsarbeit bis zu den bereits erwähnten Varianten auszusetzen. Wenn allerdings die Initianten nicht einmal die Bereitschaft verspüren, eine Lösung zu suchen, geschweige denn einen Vergleich zwischen dem vom Bundesrat angebotenen und vom Parlament abgesegneten Gegenvorschlag anzustre- ben, werden sie kaum einen Rückzug der Initiative in Erwä- gung ziehen. Ein Nichteintreten bedeutet eine Absage an die Idee eines Gegenvorschlages. Das wollen Sie, Herr Jagmetti, anscheinend nicht, und dafür bin ich Ihnen dankbar. Des- halb sollten Sie aber heute Eintreten beschliessen, und nachher sollten wir dafür sorgen, dass die Kommissionsar- beit ausgesetzt wird. Entschuldigen Sie, wenn ich auf diesen Umstand aufmerk- sam machen muss. Abstimmung - Vote Für den Antrag der Mehrheit (Nichteintreten) Für den Antrag der Minderheit (Eintreten) An die Kommission -A la commission 19 Stimmen 21 Stimmen #ST# 81.073 Landwirtschaftliche Pacht. Bundesgesetz Bail à ferme agricole. Loi Siehe Seite 384 hiervor - Voir page 384 ci-devant Beschluss des Nationalrates vom 16. September 1985 Décision du Conseil national du 16 septembre 1985 Differenzen - Divergences Art. 4 Abs. 3 Antrag der Kommission Festhalten (= Streichen) Art. 4 al. 3 Proposition de la commission Maintenir (= Biffer) M. Debétaz, rapporteur: Le travail reste à l'ordre du jour. La première divergence concerne la forme du contrat à l'arti- cle 4. Le Conseil national veut que cette forme soit écrite
Bail à ferme agricole. Loi 536 25 septembre 1985 sion d'un nouveau contrat, dans un délai qui serait porté de trente jours à trois mois. Votre commission vous recommande unanimement l'adhé- sion au texte du Conseil national. Je précise à propos de la version française, à l'avant-der- nière ligne du premier alinéa, que nous vous suggérons de remplacer le «voudrait» conditionnel par «entend». Sur ce point également la commission est unanime. Angenommen - Adopté Art. 24 Abs . 2 Antrag der Kommission Zustimmung zum Beschluss des Nationalrates Art. 24 al. 2 Proposition de la commission Adhérer à la décision du Conseil national M. Debétaz, rapporteur: Cet article se rapporte aux grosses réparations qui s'imposent. Lors de notre examen du mois de juin, nous avons amélioré le texte grâce à une proposi- tion de M. Hefti. Celui qui nous vient des récentes délibéra- tions du Conseil national reprend notre amélioration et la complète d'une façon heureuse; poursuivant dans la volonté d'harmonie, votre commission vous propose de dire oui à la nouvelle version. J'ajoute que, dans un papier qui nous a été distribué hier, on relève dans le texte en langue allemande l'expression «ersatzweise». On ne trouve pas la traduction de cette dernière en français. Elle n'est d'ailleurs pas nécessaire à l'interprétation de ce texte et nos collègues de langue allemande déclarent que ce terme «ersatzweise» n'ajoute rien non plus à la version allemande. Nous vous prions d'adhérer à la version du Conseil national en suppri- mant l'expression «ersatzweise» dans le texte en langue allemande. Präsident: Es ist zu ergänzen, dass in der letzten Zeile das Wort «volle» Entschädigung zu streichen ist. Angenommen - Adopté Art. 28 Abs. 2 Bst. d Antrag der Kommission Festhalten (= Text des Bundesrates) Art. 28 al. 2 let. d Proposition de la commission Maintenir (= texte du Conseil fédéral) M. Debétaz, rapporteur: La divergence se rapporte à la prolongation injustifiée du bail. Le Conseil fédéral dit que la prolongation est injustifiée, entre autres motifs, lorsque le maintien de l'exploitation ne se justifie pas. Le Conseil des Etats est du même avis. Le Conseil national précise: «l'exploitation ne se justifie pas, en raison des structures défavorables qu'elle présente.» Nous vous suggérons de maintenir notre position. Il faut reconnaître que la divergence n'a pas un caractère «cosmi- que» ! Maintenons la lettre d telle que le Conseil fédéral nous l'avait soumise. Angenommen - Adopté Art. 30a, 33a Antrag der Kommission Mehrheit Festhalten Minderheit (Gerber, Knüsel, Piller, Schmid) Zustimmung zum Nationalrat (= Streichen) Art. 30a, 33a Proposition de la commission Majorité Maintenir Minorité (Gerber, Knüsel, Piller, Schmid) Adhésion au Conseil national (= Biffer) M. Debétaz, rapporteur: Nous voici à l'article 30a et simulta- nément à l'article 33a, où mes chers collègues de la Cham- bre des cantons je vous invite à maintenir les compétences qui sont précisément accordées aux cantons. Vous connais- sez les arguments qui militent en faveur du maintien de celles-ci. Votre commission, par 6 voix contre 5, vous engage à confirmer les décisions que nous avons prises. La minorité est conduite par M. Gerber, qui souhaite interve- nir maintenant. Gerber, Sprecher der Minderheit: Ich möchte nicht wieder- holen, was ich bereits in der Sommersession zu diesem Fragenkomplex hier ausgeführt habe. Es geht mir darum, einige zusätzliche Überlegungen anzustellen. Die Bewilligungspflicht bei der parzellenweisen Verpach- tung sowie die Einsprache bei Zupacht sind zentrale Anlie- gen dieses Gesetzes. Nach Meinung des Bauernverbandes und des Pächterverbandes sollten diese agrarpolitisch wich- tigen Probleme für unser Land einheitlich gelöst werden. In dieser Frage sind sich also Verpächterorganisationen und Pächterorganisationen einig. Der Auflösungsprozess von Höfen, die für bäuerliche Fami- lien eine gute Existenz bieten, macht an den Kantonsgren- zen nicht Halt und muss im ganzen Land bekämpft werden. Der Schutz existenzfähiger Betriebe vor Zerstückelung ist nach dem Wesen unserer Agrarpolitik ein nationales An- liegen. Nun ist allgemein bekannt, dass infolge der Milchkontingen- tierung und der zunehmenden Mechanisierung in der Land- wirtschaft ein grosser Landhunger besteht. Diesem Umstand haben sowohl Nationalrat wie auch Ständerat Rechnung getragen, indem beide Kammern der Lösung des Bundesrates zustimmen, die in Artikel 32 vorsieht, dass nur Betriebe, die einer bäuerlichen Familie eine gute Existenz bieten, der Bewilligungspflicht unterstellt werden. Im Berg- gebiet sind also mehr als 50 Prozent aller Betriebe - im Talgebiet sind es weniger - von dieser Massnahme ausge- nommen. Eine Zementierung der Strukturen, wie das gewisse Kreise befürchten, wird also nicht eintreten. Betriebe, die eine gute Existenz bieten, d. h. das paritätische Einkommen für eineinhalb bis zwei Personen bieten, sind in vielen Fällen aufgrund teurer, vom Bund und den Kantonen finanzierter Meliorationen entstanden oder verbessert wor- den. Ist es richtig, solche Betriebe ohne Bewilligung wieder auflösen zu lassen? Wir befürchten, dass die Kantonalisie- rung eine Abwertung des Instrumentes der Bewilligungs- pflicht der parzellenweisen Verpachtung bringen würde, weil in vielen Kantonen wegen der schwach vertretenen Landwirtschaft nichts zugunsten der Erhaltung ganzer Höfe unternommen würde. Es sei in diesem Zusammenhang darauf hingewiesen, dass sich die föderalistische Lösung im EGG schlecht bewährt hat. Auf der anderen Seite haben wir gestern in der Kommis- sion gehört, dass auch kantonale Regierungen mit einem recht hohen Anteil an landwirtschaftlicher Bevölkerung Bedenken hätten, eine kantonale Regelung aufgrund der Ermächtigung der Kantone durchzusetzen. Aus all diesen Überlegungen beantrage ich Ihnen, dem Nationalrat und dem Bundesrat zuzustimmen und Artikel 30a sowie auch später Artikel 33a zu streichen. Knüsel: Es ist ja, wie die bisherigen Verhandlungen in beiden Räten gezeigt haben, ein ganz besonderes Anliegen unserer welschen Freunde, zur heiklen Frage der parzellen- weisen Verpachtung eine föderalistische Lösung zu suchen.
Bail à ferme agricole. Loi 53825 septembre 1985 législateur fédéral doit imposer sa solution à tous les can- tons, même si dans certains d'entre eux celle-ci est super- flue. Je ne peux pas suivre ce raisonnement qui me paraît véritablement contraire à la santé de nos démocraties canto- nales. Si l'affermage par parcelles ou l'affermage complémentaire font véritablement problème dans un canton, les autorités cantonales prendront les mesures qui se justifieront. Pour- quoi douter de leur volonté d'assumer leurs responsabi- lités? Les personnes et organisations qui tiennent auxdites mesures sauront convaincre, s'il faut. L'exercice sera stimu- lant pour les démocrates que nous sommes tous. Nous devons être vigilants dans cette salle; nous devons l'être tout autant dans nos Etats cantonaux. Lors du précédent débat, on a dit encore: «La Confédération verse des subventions importantes, c'est à elle de décider.» A mon avis ce raisonnement peut aussi mener très loin... trop loin. Permettez-moi d'ajouter que les cantons accor- dent également des subventions qui sont importantes. Je pense notamment à celles qui sont octroyées en matière d'améliorations foncières. Les considérations suivantes sont déterminantes pour la décision que nous avons à prendre. Les affermages dont nous discutons maintenant soulèvent des problèmes diffé- rents selon les régions. La situation varie d'un canton à l'autre. C'est précisément la grande diversité qui est l'une des caractéristiques principales de l'agriculture suisse. Conclusion raisonnable: les cantons sont le mieux à même d'apprécier si les procédures d'autorisation et d'opposition doivent être appliquées sur leur territoire. Je rappelle que le cadre est fixé dans le projet de loi dont nous débattons. Cela paraît à la fois bon et suffisant. Voilà les raisons pour lesquelles, au nom de la majorité de la commission, je vous engage à maintenir les compétences cantonales aux articles 30a et 33a. Bundesrätin Kopp: Wir kommen hier zweifellos zur wichtig- sten Differenz, die noch zwischen den beiden Räten besteht. Ich möchte meinerseits nicht wiederholen, was ich bereits bei früherer Gelegenheit sagte. Ich darf Sie auf die eindrück- lichen und sachkundigen Voten der Herren Gerber und Knüsel verweisen, die die Materie nun wirklich à fonds kennen. Ich habe sicher Verständnis für föderalistische Lösungen. Ich meine, wir haben einen guten Kompromiss gefunden in bezug auf das Vorpachtrecht, das im Gegensatz zu der Frage, die wir jetzt diskutieren, ja kein Kernstück ist; dort soll es den Kantonen anheimgestellt sein, ob sie dieses einführen wollen oder nicht. Aber hier bei der parzellenwei- sen Verpachtung kann es keine kantonale Lösung, sondern nur eine Bundeslösung geben. Wenn hier die Folgen der letzten Jahre verniedlicht wurden, dann muss ich dem entgegenhalten, dass zahlreiche Fami- lienbetriebe deshalb eingegangen sind, weil sie parzellen- weise verpachtet wurden. Man kann ja einem Eigentümer nicht verwehren, dass er den möglichst grössten Profit aus seinem Grundstück herausziehen will. Das führt aber dann dazu, dass das Gewerbe zerstückelt wird, indem das Haus und dann die einzelnen Parzellen verpachtet werden. Damit wird aber ein Ziel unserer Landwirtschaftspolitik, nämlich unsere Familienbetriebe zu erhalten und zu stärken, gerade in Frage gestellt. Es nützt nichts, wenn wir einen Landwirt- schaftsbericht diskutieren und uns mit dieser Politik des Bundesrates einverstanden erklären und auf der anderen Seite das wichtigste Instrument, um dieses Ziel zu erreichen, den Kantonen überlassen wollen. Nun nochmals zum Argument der Kantone. Die Kantone haben eine gewisse Möglichkeit, darauf einzuwirken; damit möchte ich insbesondere auf das Votum von Herrn Stände- rat Zumbühl zu sprechen kommen. Er sagte, die Verhält- nisse seien von Kanton zu Kanton verschieden, und deshalb müsse man eine kantonale Lösung suchen. Die Kantone können diesem Umstand durchaus bei einer Bundeslösung Rechnung tragen, weil ja gemäss Artikel 32 das Entschei- dungskriterium die gute landwirtschaftliche Existenz ist, ob eine Bewilligung erteilt wird oder nicht. Was aber eine gute landwirtschaftliche Existenz ist, das kann von Kanton zu Kanton verschieden beurteilt werden. Sie ist im Berggebiet nicht gleich gut wie im Kanton Waadt oder in anderen vergleichbaren Kantonen. Hier liegt durchaus noch die Mög- lichkeit, dass die Kantone ihren besonderen Eigenheiten Rechnung tragen können. Das hindert aber nicht daran, dass es im Prinzip eine Bundeslösung sein soll. Nun noch etwas zu den Abstimmungszahlen, denn wir sind ja hier im Differenzbereinigungsverfahren. Ihre Kommission hat sehr knapp, nämlich mit 6 gegen 5 Stimmen, beantragt, dass der Ständerat bei seiner Lösung bleiben soll. Der Ständerat hat sich - wenn ich die verschiedenen Abstim- mungen verfolge - immer mehr dem Nationalrat genähert. Wenn ich das Stimmenverhältnis vergleiche, dann stelle ich fest, dass der Ständerat das letzte Mal im Verhältnis 2 zu 1 gestimmt hat; der Nationalrat im Verhältnis 3 zu 1. Ich möchte Sie nun höflich bitten, auch in diesem wichtigen Punkt-, auf den auch der Bundesrat allergrössten Wert legt, und wie er Ihnen von Ihren Ratsmitgliedern Knüsel und Gerber dargelegt worden ist-dem National rat zuzustimmen und diese Differenz zu bereinigen. So wird es uns nämlich gelingen, noch in dieser Session dieses wichtige Geschäft zu verabschieden. Ich bitte Sie, der grossen Minderheit Ihrer Kommission zuzu- stimmen. Schönenberger: Die Zahlen, die soeben dargelegt worden sind, sagen an sich recht wenig aus. Unsere vorberatende Kommission hat ihre Anträge von Anfang an immer mit sehr knappem Mehr beantragt, während unser Rat viel eindeuti- ger entschieden hat. So haben wir letztes Mal in dieser Frage mit 20 gegen 10 Stimmen der Kantonalisierung zuge- stimmt, während im Nationalrat das Stimmenverhältnis 94 gegen 33 war. Noch ein zweites: Man jammert immer über die parzellen- weise Verpachtung, ohne vom grossen Segen zu sprechen, den diese parzellenweise Verpachtung in den letzten Jahr- zehnten gebracht hat. Hunderte von Landwirten konnten dank dieser parzellenweisen Verpachtung ihr zu kleines Gewerbe aufstocken und sind so zu einer Existenz ge- kommen. Dies bitte ich Sie ebenfalls nicht zu vergessen. Bundesrätin Kopp: Ich möchte dazu nur sagen: kantonal wird das weiter der Fall sein. Eine parzellenweise Verpach- tung ist ja nicht verboten, sondern sie bedarf einer Bewilli- gung. Und im Moment, wo eine parzellenweise Verpachtung ohne dass eine gute Existenz verlorengeht, dazu dient, ein anderes Gewerbe zu arrondieren und die Existenz zu ver- bessern, wird die Eiewilligung ja auch erteilt. Abstimmung - Vote Für den Antrag der Mehrheit . 17 Stimmen Für den Antrag der Minderheit 14 Stimmen Art. 31 Antrag der Kommission Zustimmung zum Beschluss des Nationalrates Proposition de la commission Adhérer à la décision du Conseil national M. Debétaz, rapporteur: Dans le texte du Conseil fédéral, vous constatez que «nul ne peut sans autorisation distraire d'une exploitation agricole, en vue de leur affermage, des immeubles ou des parties d'immeuble». Le Conseil des Etats a remplacé «nul» par «le propriétaire». Le Conseil national est partisan de la solution du Conseil fédéral. Le 13 juin, nous avons estimé qu'il fallait maintenir le «propriétaire», cela nous paraissait plus clair. Un nouvel examen engage votre commission à vous proposer l'adhé- sion au Conseil national, par 6 voix contre 5. Il peut arriver qu'une exploitation agricole soit affermée non pas par le propriétaire mais par l'usufruitier; cet affermage échapperait ainsi à la disposition de l'article 31. On peut également
EFP. Projets urgents de construction540 26 septembre 1985 Schönenberger: Artikel 61 Absatz 5 behandelt die Rückwir- kung des Pachtgesetzes bei der parzellenweisen Verpach- tung. Der Nationalrat als Anhänger der Bundeslösung hat sich für diese Rückwirkung auf den 1. Januar 1985 festge- legt, während unser Rat als Anhänger der kantonalen Lösung, ausgehend vom bundesrätlichen Vorschlag, den I.Januar 1981 angenommen hat. Der Nationalrat hat sodann die Lösung getroffen, dass ein zwischen dem
Message et projet d'arrêté du 17 décembre 1984 (FF 1985 I, 745) Beschluss des Nationalrates vom 6. Juni 1985 Décision du Conseil national du 6 juin 1985 Antrag der Kommission Eintreten Proposition de la commission Entrer en matière M. Brahler, rapporteur: Le message qui nous est soumis invite les Chambres fédérales à accorder des crédits d'ou- vrages pour un montant de 28,268 millions. Ces crédits sont destinés à réaliser des projets de construction urgents des écoles polytechniques fédérales et de leurs établissements annexes. Aux 18 110 000 francs consacrés à trois nouveaux projets s'ajoutent les crédits traditionnels pour une somme de 10 158 000 francs. Après avoir entendu M. Egli, conseiller fédéral, le professeur Huber, directeur de l'Office des cons- tructions fédérales et le professeur Cosandey, président des Ecoles polytechniques fédérales, les membres de notre commission ont accepté à l'unanimité l'arrêté fédéral qui vous est proposé. Il importe de préciser qu'une partie du montant sollicité a déjà été dépensée. D'une part, les projets ont obtenu l'agrément du groupe des constructions, d'autre part la délégation des finances des Chambres fédérales a donné son assentiment pour libérer les fonds nécessaires. De quels travaux s'agit-il? Tout d'abord de l'agrandissement de pompe à chaleur à la centrale de chauffage à distance de l'Ecole polytechnique fédérale de Zurich, centre-ville. Le projet dont l'objectif est d'augmenter à 10 mégawatts la force thermique de l'installation des pompes à chaleur va nettement au-delà du projet initial. De ce fait, la première étape nécessite un crédit additionnel de 1 210000 francs. Quant aux crédits d'ouvrage nécessaires à la réalisation de la deuxième étape, ils se montent à 7 100 000. Il est bon de souligner que l'agrandissement en question présente des avantages touchant à la rentabilité des installations, à la réduction des émissions nocives et à l'accroissement de la sécurité d'exploitation. Selon les experts, le degré d'effica- cité du chauffage à huile extra-légère par rapport au chauf- fage à mazout permettra de réaliser des économies se situant entre 1 700 000 et 2 000 000. A l'évidence, l'investis- sement de 12 800 000 pour l'ensemble des deux étapes sera compensé par les perspectives d'économies réalisées sur une période de six à sept ans et demi. Le fait d'avoir remplacé l'huile lourde par l'huile extra-légère et d'envisager la réalisation de l'extension des pompes élec- triques à deux unités sont des mesures dont la combinaison aura pour effet de diminuer de 18 fois les émissions d'anhy- dride sulfureux et de 6 fois celle des oxydes d'azote par rapport à la situation existant avant 1983.
Schweizerisches Bundesarchiv, Digitale Amtsdruckschriften Archives fédérales suisses, Publications officielles numérisées Archivio federale svizzero, Pubblicazioni ufficiali digitali Landwirtschaftliche Pacht. Bundesgesetz Bail à ferme agricole. Loi In Amtliches Bulletin der Bundesversammlung Dans Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale In Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale Jahr 1985 Année Anno Band IV Volume Volume Session Herbstsession Session Session d'automne Sessione Sessione autunnale Rat Ständerat Conseil Conseil des Etats Consiglio Consiglio degli Stati Sitzung 05 Séance Seduta Geschäftsnummer 81.073 Numéro d'objet Numero dell'oggetto Datum 25.09.1985 - 08:00 Date Data Seite 534-540 Page Pagina Ref. No 20 013 864 Dieses Dokument wurde digitalisiert durch den Dienst für das Amtliche Bulletin der Bundesversammlung. Ce document a été numérisé par le Service du Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale. Questo documento è stato digitalizzato dal Servizio del Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale.
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