Acquisition d'immeubles par des étrangers. Loi1588
N 28 novembre 1983
ce qu'elle a promis et ne pas renvoyer le paiement des mois
et des années.
Quant à l'aspect écologique, le problème du dépérissement
de la forêt est suffisamment connu. L'automne dernier, le
Parlement lui a accordé une attention justifiée. La séche-
resse de cette année a accru ce danger de détérioration.
L'ouragan d'hier y ajoute ses propres dégâts. Il faudra
exploiter le bois abattu ou le bois malade, et il faudra aller
sur place et s'y rendre par des chemins. Il faut d'autre part
traiter les forêts et les rajeunir pour assurer leur avenir. Cela
exige des chemins. On ne peut pas tout faire en hélicoptère
et ces chemins sont ceux que nous avons à payer. Nous ne
pouvons décourager ces travaux en retenant nos engage-
ments. Je vous demande de repousser la proposition de M.
Oester.
Abstimmung - Vote
Für den Antrag Oester 15 Stimmen
Für den Antrag der Kommission 90 Stimmen
Art. 2 und 3
Antrag der Kommission
Zustimmung zum Entwurf des Bundesrates
Art. 2 et 3
Proposition de la commission
Adhérer au projet du Conseil fédéral
Angenommen - Adopté
Gesamtabstimmung - Vote sur l'ensemble
Für Annahme des Beschlussentwurfes 89 Stimmen
(Einstimmigkeit)
An den Ständerat - Au Conseil des Etats
#ST# 83.064
Internationales Weizenabkommen. Verlängerung
Accord international sur le blé. Prorogation
Botschaft und Beschlussentwurf vom 7. September 1983 (BBIIII, 1141 )
Message et projet d'arrêté du 7 septembre 1983 (FF MI, 1173)
men zustande kommt, ermächtigt werden, weitere Verlän-
gerungsprotokolle für höchstens drei Jahre über den
30. Juni 1986 hinaus ohne vorherige Genehmigung durch
die Bundesversammlung zu ratifizieren.
Fällig ist auch eine Verlängerung des Übereinkommens
von 1980 betreffend Nahrungsmittelhilfe. Die Nahrungsmit-
telhilfe besteht aus der Lieferung von Weizen und anderem
Getreide oder daraus hergestellter Produkte an die
Entwicklungsländer. Der jährliche Anteil der Schweiz an
dieser Hilfe beträgt 27 000 Tonnen Getreide, wobei die
daraus entstehenden Kosten dem laufenden Rahmenkredit
zur Weiterführung der internationalen humanitären Hilfe
belastet werden. Für die Weiterführung dieser Hilfe ab
1986 muss zuerst der neue Rahmenkredit bewilligt werden,
der im Laufe des nächsten Jahres den eidgenössischen
Räten unterbreitet werden wird.
Die Ratifizierung dieses Verlängerungsprotokolls kann der
Bundesrat ohne vorherige Genehmigung durch das Parla-
ment vornehmen, da er gemäss Artikel 10 des Bundesge-
setzes vom 19. März 1976 über die internationale Entwick-
lungszusammenarbeit und die humanitäre Hilfe für die
Verwendung der Gelder aus den Rahmenkrediten in eige-
ner Kompetenz internationale Vereinbarungen abschlies-
sen kann.
Der schweizerische Beitrag zur Deckung der Kosten des
internationalen Weizenrates und seines Sekretariates
beträgt für 1983/84 28000, für 1984/85 30000 und für
1985/8631 000 Franken.
Die einstimmige Kommission beantragt, auf die Vorlage
einzutreten und dem Bundesbeschluss über die Genehmi-
gung von Protokollen zu weiteren Verlängerungen des
Übereinkommens von 1971 betreffend Weizenhandel des
Internationalen Weizenabkommens von 1971 zuzu-
stimmen.
Eintreten wird ohne Gegenantrag beschlossen
Le conseil décide sans opposition d'entrer en matière
Detailberatung - Discussion par articles
Art. 1-3
Titel und Ingress - Titre et préambule, art. 1-3
Angenommen - Adopté
Gesamtabstimmung - Vote sur l'ensemble
Für Annahme des Beschlussentwurfes 112 Stimmen
(Einstimmigkeit)
An den Ständerat - Au conseil des Etats
Antrag der Kommission
Eintreten und Zustimmung zum Entwurf des Bundesrates
Proposition de la commission
Entrer en matière et adhérer au projet du Conseil fédéral
Herr Risl-Schwyz unterbreitet namens der Wirtschaftskom-
mission den folgenden schriftlichen Bericht:
Die Wirtschaftskommission befasste sich an ihrer Sitzung
vom 1. November 1983 mit der Botschaft über die weiteren
Verlängerungen des Übereinkommens von 1971 betreffend
Weizenhandel des Internationalen Weizenabkommens von
1971. Das Weizenabkommen hat zum Ziel, die internatio-
nale Zusammenarbeit in diesem Bereich zu fördern, die
Ausdehnung des Handels mit Weizen und Weizenmehl zu
unterstützen und im Rahmen des Möglichen zur Stabilisie-
rung des internationalen Weizenmarktes beizutragen.
Die Verlängerung um weitere drei Jahre (vom 1. Juli 1983
bis zum 30. Juni 1986) wurde notwendig, weil die Bemü-
hungen um die Aushandlung eines neuen und wirksame-
ren Abkommens weiterhin erfolglos geblieben sind. Ferner
soll der Bundesrat für den Fall, dass auch während dieser
dreijährigen Verlängerung noch kein neues Übereinkom-
#ST# 81.062
Grundstückerwerb durch Ausländer.
Bundesgesetz
Acquisition d'immeubles par des étrangers. Loi
Siehe Seite 124 hiervor- Voir page 124 ci-devant
Beschluss des Ständerates vom 20. September 1983
Décision du Conseil des Etats du 20 septembre 1983
Differenzen - Divergences
Rubi, Berichterstatter: Im wesentlichen stimmte der Stände-
rat den Beschlüssen des Nationalrates zu. In den Grundsät-
zen stimmen beide Räte überein. Dies gilt insbesondere
bezüglich der Kontingentierung der Bewilligung für Ferien-
wohnung- und Aparthotel-Einheiten. Die Mehrheit der Diffe-
- November 1983 N
1589
Grundstückerwerb durch Ausländer. Bundesgesetz
renzen konnte von unserer Kommission rasch bereinigt
werden.
Es sei kurz auf die wichtigsten Differenzen hingewiesen.
Artikel 6 Buchstabe a, b, c: Von der Bewilligungspflicht
ausgenommene Familienangehörige. Hier stimmte die Kom-
mission der Fassung des Ständerates zu. Sie entspricht
praktisch dem geltenden Recht und trägt den Bedenken
gegenüber einer zu freizügigen Regelung für die Übertra-
gung unter Verwandten, soweit sie unter Lebenden erfol-
gen, Rechnung.
Artikel 7 Absatz 3: Anrechnung der Härtefälle an das Kontin-
gent. Wir haben seinerzeit beschlossen, Bewilligungen auch
in Härtefällen auf das kantonale Kontingent anzurechnen.
Der Ständerat möchte bei diesen Voraussetzungen von
einer Anrechnung dann absehen, wenn das Bewilligungsob-
jekt bereits in ausländischem Eigentum steht. In Überein-
stimmung mit dem Bundesrat haben wir Festhalten be-
schlossen.
Artikel 8a Buchstabe a: Anteil des Hoteliers am Aparthotel.
Nach dem Beschluss des Nationalrates muss der Hotelier
nebst dem Betriebsteil mindestens 40 Prozent der Wertquo-
ten der Aparthotel-Einheiten selbst übernehmen, während
der Ständerat wenigstens 51 Prozent insgesamt vorsieht.
Die Mehrheit der Kommission schloss sich dem Ständerat
an. Eine Minderheit will hier für Festhalten eintreten.
In Artikel 8b Absatz 4 stimmte die Kommission knapp dem
Ständerat zu, der die Streichung der bundesrechtlichen
Richtlinien für die innerkantonale Kontingentverteilung be-
schloss.
In Artikel 9 Buchstabe g hält die Kommission am Verweige-
rungsgrund fest, wonach eine Bewilligung nicht erteilt wird,
wenn wichtige soziale und kulturelle Interessen beeinträch-
tigt werden.
Schliesslich blieb im Artikel 10 Absatz 3 eine Differenz
bestehen, die direkte oder indirekte Ermächtigung der
Gemeinden zu weitergehenden Beschränkungen betref-
fend.
Bei der Behandlung der einzelnen Differenzen folgen die
notwendigen Erläuterungen. Übrigens ist festzustellen, dass
die Zahl der erteilten Bewilligungen für den Erwerb von
Zweitwohnungen rückläufig ist. 1980: 5242; 1981: 5065;
1982: 2461 ; 1983:1801 (vom Januar bis Oktober, aufgerech-
net auf das ganze Jahr).
Wenn wir für 1984 die Anzahl Bewilligungen von 1983
annehmen, beläuft sich die Zahl in diesen fünf Jahren auf
16 370 Bewilligungen. In Artikel 34a ist die Bemessungspe-
riode von 1980 bis 1984 vorgesehen. Der Durchschnitt die-
ser fünf Jahre beträgt 3272, und hiervon dürfen an Bewilli-
gungen nur zwei Drittel erteilt werden, d. h. höchstens 2184.
M. Houmard, rapporteur: Le projet de loi visant à limiter
l'acquisition d'immeubles par des personnes séjournant à
l'étranger, que notre conseil a traité lors de la session de
printemps, a été porté devant le Conseil des Etats. Lors de la
session d'automne, le Conseil des Etats a accepté les
grandes lignes de la version retenue par notre conseil. Il a en
outre, comme le Conseil national, rejeté l'initiative populaire
«contre le bradage du sol national», déposée par l'Action
nationale en 1979. Ainsi, les deux conseils ont décidé de
doter la Confédération d'un instrument moderne, renforçant
de manière réelle mais raisonnable l'assujetissement au
régime de l'autorisation pour l'acquisition d'immeubles par
des personnes à l'étranger.
Comme vous le remarquez en consultant le dépliant, le
Conseil des Etats a ratifié l'essence même des propositions
retenues par notre conseil. Il s'est, en particulier, prononcé
pour que les autorisations, portant sur l'acquisition de loge-
ments de vacances et d'appartements dans les apparthôtels,
ne puissent être octroyées que dans les limites des contin-
gents annuels fixées par le Conseil fédéral et attribuées aux
cantons. Il s'est donc rallié à la solution du contingent et n'a
pas retenu le système des quotes-parts, proposé initiale-
ment par le Conseil fédéral. Ainsi le contingent valable pour
l'ensemble du territoire de la Confédération ne dépassera
plus les deux tiers du nombre moyen des autorisations
d'acquérir des résidences secondaires délivrées au cours
des cinq dernières années. Un calcul récent indique que le
nombre maximal ne dépassera pas les 2200 autorisations
annuellement. Le système retenu apportera les apaisements
désirés par le peuple quant à la limitation du bradage du sol.
Nous osons espérer qu'il accueillera cette loi comme un
véritable contre-projet à l'initiative. Elle a le mérite d'être
empreinte d'esprit fédéraliste, de tenir compte des diffé-
rences régionales par le biais des cantons et, malgré tout,
d'être très limitative par rapport à la législation en vigueur.
Votre commissioin s'est réunie le 3 novembre, elle a pris
acte de l'adhésion générale du Conseil des Etats et a ana-
lysé les divergences résultant du débat à la Chambre des
cantons. Ces divergences ne sont pas essentielles. Il appa-
raît donc que le calendrier devrait, selon toute vraisem-
blance, pouvoir être tenu et la loi mise sous toit pendant
cette session. L'entrée en vigueur pourrait avoir lieu, comme
prévu, le 1
er
janvier 1985.
Pour faciliter le débat, je vais énumérer rapidement les
divergences essentielles entre la solution préconisée par
notre conseil et celle retenue par le Conseil des Etats.
L'article 6 traite de l'exception de l'assujettissement. Les
deux conseils sont unanimes à ne pas assujettir au régime
d'autorisation les héritiers légaux, au sens du droit suisse,
dans la dévolution d'une succession. Notre conseil, par 64
voix contre 52, libérait du régime de l'autorisation tous les
héritiers légaux, donc: les opérations juridiques entre vifs
n'étaient pas soumises au régime d'autorisations contraire-
ment à la proposition du Conseil fédéral, proposition qui
avait été reprise par une minorité de notre conseil.
Le Conseil des Etats, pour sa part, a opté pour une solution
intermédiaire entre la solution libérale de notre conseil et
celle plus restrictive du Conseil fédéral. Pour les opérations
juridiques entre vifs, le Conseil des Etats nous propose un
cercle plus étroit.
Il désire exempter du régime d'autorisations seul le conjoint,
les parents en ligne directe ascendante ou descendante.
Quant aux frères et sœurs, ils sont libérés à condition qu'ils
possèdent déjà l'immeuble en copropriété ou en propriété
commune. Cette solution tient donc compte de certaines
objections à rencontre d'une solution trop libérale en
matière de transferts entre vifs. Notre commission s'est
ralliée à la proposition du Conseil des Etats.
Une autre divergence apparaît à l'article 7 qui traite des
motifs d'autorisations généraux. Le troisième alinéas de
l'article 7 traite des cas de rigueur. Cet alinéa se rapporte à
l'acquisition d'une résidence principale, secondaire ou de
vacances ou d'un appartement dans un apparthôtel, dans
les cas de rigueur. Le cas de rigueur en lui-même est en
outre défini. Une minorité du Conseil des Etats voulait
laisser la compétence de la définition du cas de rigueur au
Conseil fédéral. Toutefois, la définition des cas de rigueur a
été maintenue par 18 voix contre 8.
En revanche, il y a divergence entre les deux conseils sur la
question de l'imputation de ce cas de rigueur sur le contin-
gent. Notre conseil avait rejeté une proposition Jost qui
voulait retrancher du contingent les autorisations portant
sur les cas de rigueur. En première lecture, notre conseil a
décidé que les cas de rigueur n'impliqueraient pas d'imputa-
tion du contingent. Le Conseil des Etats nous propose
d'imputer l'autorisation sur le contingent cantonal, en fai-
sant toutefois une restriction qui précise: «pour autant qu'il
n'y ait pas transfert entre étrangers». La solution du Conseil
des Etats va donc dans le sens que chaque autorisation est
imputée au contingent, y compris les cas de rigueur, à
l'exception de l'immeuble se trouvant déjà en mains étran-
gères, auquel cas le contingent n'est pas touché. Notre
commission est encore plus restrictive, elle demande que
toutes les autorisations délivrées dans les cas de rigueur
soient imputées sur le contingent. Elle vous propose cette
solution stricte afin de permettrre un contrôle efficace de
l'achat. L'étranger doit donc être en possession d'une auto-
risation qu'il s'agisse d'un cas de rigueur, d'un étranger ou
d'un Suisse.
La solution du Conseil des Etats favoriserait, en principe, la
Acquisition d'immeubles par des étrangers. Loi
1590
N 28 novembre 1983
vente d'un immeuble en mains étrangères, construit pen-
dant la période où une autorisation d'achat n'était pas
nécessaire. En effet, selon cette proposition, cette vente ne
serait pas soumise aux autorisations.
Une autre divergence importante apparaît à l'article 8a. Cet
article définit l'apparthôtel. La lettre a précise qu'un certain
pourcentage de la quote-part afférent aux appartements doit
appartenir à l'hôtelier. Je rappelle que nous avions accepté
une proposition qui portait cette quote-part à 40 pour cent
au lieu des 33 pour cent initialement prévus. Le Conseil des
Etats estime qu'il fallait avant tout garantir à l'hôtelier une
majorité au sein de l'assemblée des copropriétaires, il a
donc modifié cette lettre a et il suffit que l'exploitation
hôtelière et les appartements appartiennent à raison de 51
pour cent au moins de l'ensemble à l'hôtelier.
L'article Bb fixe les contingents d'autorisations. Le qua-
trième alinéa de cet article Bb contient les directives à
l'intention des cantons pour la répartition de nos contin-
gents. Selon la formule retenue par le Conseil national, la loi
enjoignait aux gouvernements cantonaux de respecter un
équilibre sur le plan local et régional. Le Conseil des Etats
pense qu'il n'est pas nécessaire de préciser, mais qu'il leur
appartient de fixer les critères d'attribution sans recevoir des
conseils particuliers de la part de la Confédération.
L'article 9 précise les motifs impératifs de refus. Là égale-
ment il y a une divergence. Cette divergence entre les deux
conseils porte principalement sur la lettre g. Elle introduit un
motif impératif de refus supplémentaire. Nous y reviendrons
dans l'étude de l'article 9.
L'article 10 introduit des restrictions plus sévères au niveau
des cantons et des communes. L'alinéa 3 de cet article avait
déjà fait l'objet d'un débat en plénum. Le Conseil des Etats
reprend une proposition de minorité et ne veut pas par une
législation fédérale donner une compétence à la commune.
Ce dernier, par 21 voix contre 12 pense que l'intention du
législateur fédéral est suffisamment exprimée lorsque l'on
précise que le canton peut déléguer aux communes la
compétence d'introduire des restrictions. Le Conseil des
Etats est d'avis que la Confédération n'a pas à régler les
rapports entre les cantons et leurs communes. Notre com-
mission maintien toutefois la solution du Conseil national.
Nous reviendrons également à cet article dans le détail.
En résumé, notre commission vous propose de vous rallier
aux amendements du Conseil des Etats à l'exception de 4
articles, l'article 7,3° alinéa, où la proposition de la commis-
sion est englobée, toutes les autorisations délivrées en cas
de rigueur dans le chiffre fixé par le contingent, l'article 9,
lettre g, la majorité vous demande de maintenir expressé-
ment le motif de refus supplémentaire prévu à cette lettre et
l'article 10, au 3' alinéa, la majorité, pour des raisons politi-
ques, vous demande de donner aux communes le pouvoir
d'introduire les restrictions.
En suivant les grandes lignes de la commission, nous
sommes d'avis que les divergences pourraient être liquidées
pendant cette session, nous sollicitons donc votre appui.
Art. 3 Bst. f
Antrag der Kommission
Zustimmung zum Beschluss des Ständerates
Art. 3 let. f
Proposition de la commission
Adhérer à la décision du Conseil des Etats
Angenommen - Adopté
Art. 4, Titel, Ingress, Bst. c, d
Antrag der Kommission
Zustimmung zum Beschluss des Ständerates
Antrag Oehen
Festhalten
Art. 4, titre, préambule, let. c, d
Proposition de la commission
Adhérer à la décision du Conseil des Etats
Proposition Oehen
Maintenir
Präsident: Herr Oehen verzichtet auf das Wort.
Abstimmung - Vote
Für den Antrag der Kommissionoffensichtliche Mehrheit
Art. 6 Bst. a, b, c
Antrag der Kommission
Zustimmung zum Beschluss des Ständerates
Antrag Oehen
- Nach Entwurf des Bundesrates
- gesetzliche Erben im Sinne des schweizerischen Rechts
im Erbgang
c. Festhalten
Art. 6 let. a, b, c
Proposition de la commission
Adhérer à la décision du Conseil des Etats
Proposition Oehen
a. Selon proposition du Conseil fédéral
b. Les héritiers légaux, au sens du droit suisse, dans la
dévolution d'une succession
c. Maintenir
Oehen: Ich entschuldige mich in aller Form. Der Rat hat
offenbar so rasch gearbeitet, wie niemand es erwartet hat.
Ich war an einer Besprechung und brauchte nur gerufen zu
werden, gleich hier draussen.
Auf der heute Ihnen vorliegenden Fahne können Sie sehen,
dass der Bundesrat ursprünglich in Buchstabe a feststellte,
dass der Ehegatte, der das Grundstück vom anderen er-
wirbt, keiner Bewilligung bedurft hätte. In unserem Rate
seinerzeit haben wir «gesetzliche Erben des Veräusserers im
Sinne des schweizerischen Rechtes» gesagt, sind also
schon viel weiter gegangen. Der Ständerat geht nun dazu
über und sagt »gesetzliche Erben im Sinne des schweizeri-
schen Rechtes im Erbgang». Ich bin der Auffassung, der
Bundesrat habe mit der präzisen Formulierung in Buch-
stabe a eine Lösung vorgeschlagen, die akzeptiert werden
kann. Bei Buchstabe b bin ich dann bereit, das zu überneh-
men, was wir bei unserer letzten Runde in Absatz a hinein-
genommen haben. Buchstabe c haben wir damals hier zu
streichen beschlossen. Die Geschwister des Veräusserers,
die bereits Mit- oder Grundeigentum am Grundstück haben,
sollen nicht von der Bewilligungspflicht ausgenommen wer-
den. Der Ständerat hat wieder auf die ursprüngliche Formu-
lierung des Bundesrates eingeschwenkt.
Ich schlage Ihnen vor, an unserem früheren Beschluss -
entgegen der Meinung unserer Kommission - festzuhalten.
Ich darf hier darauf hinweisen, dass alle meine Anträge
darauf hinausgehen, die revidierte Lex Furgler griffiger zu
machen.
Ich bitte Sie um Ihre Unterstützung.
Rubi, Berichterstatter: Mit 21 zu 3 Stimmen beschloss
unsere Kommission Zustimmung zur ständerätlichen Fas-
sung, die auch weitgehend dem geltenden Recht entspricht
und berechtigten Bedenken gegenüber einer zu freizügigen
Regelung für Übertragungen unter Verwandten, soweit sie
unter Lebenden erfolgen, Rechnung trägt. Übereinstim-
mung zwischen Ständerat und Nationalrat besteht darin,
dass im Sinne des schweizerischen Rechtes im Erbgang alle
gesetzlichen Erben von der Bewilligungspflicht ausgenom-
men werden sollen. Die Differenz besteht darin, dass damals
der National rat mit 64 zu 52 Stimmen beschloss, bei Rechts-
- November 1983
1591
Grundstückerwerb durch Ausländer. Bundesgesetz
geschälten unter Lebenden alle gesetzlichen Erben eben-
falls von der Bewilligungspflicht zu befreien, während der
Ständerat diese Ausnahmen beschränkt auf den Ehegatten,
die Verwandten in auf- und absteigender Linie sowie die
Geschwister, die bereits Mit- oder Gesamteigentum am
Grundstück besitzen.
Ich möchte Sie bitten, der Kommission zuzustimmen und
hier keine neue Differenz zu schaffen.
M. Houmard, rapporteur: Je l'ai précisé à l'entrée en
matière, le Conseil national avait adopté une solution plus
libérale que celle du Conseil fédéral. Le Conseil national
exempte du régime d'autorisation tous les héritiers légaux
au sens du droit suisse, non seulement en cas de transfert
de la dévolution d'une succession, mais aussi en cas d'opé-
ration juridique entre vifs. Cette solution a été acceptée par
64 voix contre 52. Le Conseil des Etats s'est donc prononcé
pour des exceptions plus étroites dans la mesure où il s'agit
des personnes appartenant à la famille. Ce dernier a adopté
une solution intermédiaire entre la solution libérale du Con-
seil national et celle plus restrictive du Conseil fédéral. Le
texte proposé par le Conseil des Etats reprend le droit en
vigueur pour lequel il existe déjà une jurisprudence cons-
tante du Tribunal fédéral. Il le complète par une lettre c du
projet du Conseil fédéral. Cette proposition correspond
pour ce qui est de la dévolution successorale à la solution
du Conseil national, s'agissant par contre des opérations
juridiques entre vifs, le cercle - je l'ai dit - est plus étroit,
sont en effet exemptés du régime de l'autorisation - vous le
voyez à la lettre b- le conjoint et les parents en ligne directe,
ascendante ou descendante et à la lettre c, ainsi que les
frères et sœurs, toutefois il doit s'agir pour eux, on le
précise, de posséder déjà l'immeuble en copropriété ou en
propriété commune. Notre commission vous propose
d'adhérer et nous l'avons fait par 21 voix contre 3. Nous
vous proposons de rejeter la proposition Oehen.
Bundesrat Friedrich: Die Kommissionssprecher haben
Ihnen die ursprüngliche Lösung des National rates und dieje-
nige des Ständerates dargestellt. Der Antrag Oehen nimmt
im Erbgang ebenfalls alle gesetzlichen Erben von der Bewil-
ligungspflicht aus, hingegen bei Übertragung unter Leben-
den nur gerade den Ehegatten. Nicht berücksichtigt würden
also bei Übertragungen unter Lebenden und abweichend
vom Beschluss des Ständerates, dem Ihre Kommission
zustimmt, Verwandte des Veräusserers in auf- und abstei-
gender Linie und die Geschwister, selbst wenn sie am
Grundstück bereits Mit- oder Gesamteigentum besitzen. Der
Antrag Oehen ist also, was die Übertragung unter Lebenden
anbelangt, noch wesentlich enger als der ursprüngliche
Vorschlag des Bundesrates. Damit bin ich nicht einverstan-
den. Der Ständerat und Ihre Kommission tendieren darauf,
dass der Kreis der von der Bewilligungspflicht ausgenom-
menen Personen möglichst heutigem Recht und heutiger
Praxis entspricht. Nach Antrag Oehen könnten nicht einmal
die Kinder von ihren Eltern bewilligungsfrei ein Grundstück
erwerben, zum Beispiel im Rahmen eines Erbvorbezuges.
Diese Lösung wäre in der Praxis eindeutig zu eng.
Ich bitte Sie also, der Kommission zuzustimmen und damit
den Antrag Oehen abzulehnen.
Abstimmung - Vote
Für den Antrag Oehen
Für den Antrag der Kommission
Minderheit
Offensichtliche Mehrheit
Art. 7 Abs. 2 und 3
Antrag der Kommission
Abs. 2
Zustimmung zum Beschluss des Ständerates
Abs. 3
Eine Bewilligung aus diesem Grunde wird auf das kantonale
Bewilligungskontingent für den Erwerb von Ferienwohnun-
gen und Wohneinheiten in Apparthotels angerechnet.
Art. 7 al. 2 et 3
Proposition de la commission
Al. 2
Adhérer à la décision du Conseil des Etats
Al. 3
... L'autorisation, accordée pour ce motif, est imputée sur le
contingent cantonal d'autorisations portant sur l'acquisition
de logements de vacances et d'appartements dans des
apparthôtels.
Angenommen - Adopté
Art. 8a Bst. a
Antrag der Kommission
Mehrheit
Zustimmung zum Beschluss des Ständerates
Minderheit
(Müller-Scharnachtal, Hari, Künzi, Nef, [Roth, Schalcher]
Schnider-Luzern)
Festhalten
Art. 8a let. a
Proposition de la commission
Majorité
Adhérer à la décision du Conseil des Etats
Minorité
(Müller-Scharnachtal, Hari, Künzi, Nef, [Roth, 'Schalcher]
Schnider-Lucerne)
Maintenir
Müller-Scharnachtal, Sprecher der Minderheit: Es geht hier
um Artikel 8a. Auf den ersten Blick schlagen Ständerat und
Kommissionsmehrheit eine gute, recht einfache Lösung vor.
In jedem Fall müssen nämlich 51 Prozent der Wertquote des
gesamten Hotels im Besitze des Bewirtschafters bleiben, 49
Prozent können an Ausländer verkauft werden. Nach dem
Beschluss des Nationalrates und dem Vorschlag der Kom-
missionsminderheit muss der Hotelier nebst dem Betriebs-
teil, der im Schnitt etwa 30 Prozent der Wertquote aus-
macht, mindestens 40 Prozent der Hotelappartemente oder
der Zimmer übernehmen, so dass er wertmässig noch rund
30 Prozent an Ausländer verkaufen kann.
Ich fasse zusammen: Nach Ständerat dürfen in der Regel 49
Prozent der Wertquote an Ausländer verkauft werden, nach
Auffassung der Kommissionsminderheit nur 30 Prozent. Die
Erfahrung zeigt, dass mit diesen 30 Prozent eine ausrei-
chende Finanzierungsmöglichkeit für Beherbungsbetriebe
aller Art geschaffen wird. Es bleibt dadurch auch ein ange-
messener Teil der Unternehmung im Besitze des Bewirt-
schafters, was immer von Vorteil ist. Die Überfremdung
unserer Hotelbetriebe bleibt so im Rahmen. Die Bettenbele-
gung ist erfahrungsgemäss besser.
Schliesslich können die stark reduzierten kantonalen Kon-
tingente auf mehr Objekte verteilt werden. Die Kantone
Wallis mit vermutlich 763, Graubünden mit 456, Waadt mit
317 und Bern mit sage und schreibe noch 75 verfügbaren
Einheiten würden in Zukunft nicht mehr in der Lage sein, bei
Hotelsanierungen 49 Prozent der Wertquote für den Verkauf
an Ausländer freizugeben. Man sollte im Gesetz nur das
regeln, was in der Praxis auch wirklich vollziehbar ist.
Mit dem generösen Beschluss des Ständerates und der
Kommissionsmehrheit würden lediglich die Initianten der
Volksinitiative gegen den Ausverkauf der Heimat auf den
Plan gerufen. Ich frage Sie deshalb: Weshalb die Schleusen
öffnen, weshalb den Spekulanten den Speck durchs Maul
ziehen?
Auf das Argument, dass die ständerätliche Fassung minde-
stens bei Hotel garni besser sei, wo der Betriebsteil unter
Umständen statt 30 Prozent, wie im Normalfall, nur 9 Pro-
Acquisition d'immeubles par des étrangers. Loi
1592
N 28 novembre 1983
zent ausmachen kann, möchte ich gar nicht erst eintreten.
Erstens würde nach Ständerat und Kommissionsmehrheit
auch dort eine für den Verkauf an Ausländer verfügbare
Quote von 49 Prozent zur Verfügung stehen, was zuviel
wäre. Zweitens würden wir bei einer zu grosszügigen
Behandlung der Hotel garni ohnehin Umgehungsgeschäfte
ermöglichen. Es geht beispielsweise nicht an, in einem
Appartementhaus eine ganz kleine zentrale Pseudoküche
sowie ein Frühstückszimmer einzurichten, um damit das
Ganze als Betriebsstätte ausgeben zu können. Solche Eta-
blissements sind nach unserer Auffassung viel eher ver-
kappte Appartementhäuser als eigentliche Betriebsstätten.
Im Kanton Bern jedenfalls werden wir versuchen, dieser
Umgehungsgefahr durch kantonales Gesetz zu begegnen.
Wer also die Volksinitiative wirksam bekämpfen will, stimmt
deshalb der Fassung des Nationalrates und der Kommis-
sionsminderheit zu. Diese Fassung ist, wie schon gesagt,
auch sonst vernünftiger, weil sie uns erlauben wird, das
ohnehin reduzierte kantonale Kontingent auf mehr Objekte
zu verteilen.
Ich bitte Sie, der Minderheit zuzustimmen.
Rubi, Berichterstatter: Ich muss kurz die Gründe darlegen,
die die Kommissionsmehrheit veranlassten, dem Ständerat
zu folgen.
Bei Garni-Betrieben kommt es immer wieder vor, dass der
Betriebsteil weniger als 10 Prozent der Wertquoten beträgt,
womit der Betriebsinhaber auch mit 40 Prozent der Wohn-
einheiten nicht in jedem Fall die Mehrheit in der Stockwerk-
eigentümer-Gemeinschaft besitzt. Im weiteren könnte im
Extremfall beim ganz modernen Hotel der Betriebsteil bis zu
50 Prozent der Wertquoten betragen. Wenn nun noch
zusätzlich 40 Prozent der Wohneinheiten übernommen wer-
den müssen, so hat der Betriebsinhaber unter diesen Vor-
aussetzungen 70 Prozent selbst zu verkraften. Diese Bela-
stung könnte in einzelnen Fällen unter Umständen dazu
führen, dass auch ein an sich wünschbares Projekt nicht
realisiert werden könnte. Das waren die Überlegungen der
Kommissionsmehrheit.
M. Houmard, rapporteur: Cet article définit donc l'apparthô-
tel. La lettre a précise qu'un certain pourcentage de quote-
part afférent aux appartements doit appartenir à l'hôtelier.
Je rappelle que nous avions accepté une proposition Müller-
Scharnachtal qui portait cette quote-part à 40 pour cent au
lieu des 33 pour cent initialement prévus. Dans la version du
Conseil national, cette quote-part venait s'ajouter à la valeur
de l'infrastructure qui, elle, de toute façon est propriété de
l'hôtelier. Cette solution faisait donc passer la quote-part
totale de l'hôtelier à environ 65 à 70 pour cent, c'est-à-dire
40 pour cent plus 25 à 30 pour cent d'infrastructure, selon la
valeur de celle-ci.
Le Conseil des Etats estime qu'il fallait avant tout garantir à
l'hôtelier une majorité au sein de l'assemblée des coproprié-
taires. Il a donc modifié la lettre a dans ce sens. Il suffit dès
lors que les installations nécessaires à l'exploitation hôte-
lière et les appartements appartiennent, à raison de 51 pour
cent au moins de l'ensemble, à l'hôtelier. Alors, je le répète,
le Conseil national voulait 40 pour cent plus encore l'infra-
structure. La solution retenue par le Conseil des Etats est
plus satisfaisante pour l'hôtelier qui a procédé à de grands
investissements dans l'infrastructure. En effet, si l'on consi-
dère que l'infrastructure peut représenter 30, 31 ou plus de
pour cent, il suffira à l'hôtelier d'être propriétaire de 20 pour
cent des quotes-parts afférentes aux appartements. Alors
que selon le projet du Conseil national - je l'ai dit - qu'il
nous fallait les 40 pour cent, donc il y a une différence
marquée. Il pourra donc, tout en demeurant majoritaire au
sein de l'assemblée des copropriétaires vendre davantage
d'appartements, soit dans le cas particulier les 20 pour cent,
ce qui naturellement contribue à un financement plus large
du système d'apparthôtels. Par contre, lorsqu'il s'agit d'hô-
tels garnis, l'infrastructure peut représenter moins de 10
pour cent. On nous a cité des chiffres de 7,8 pour cent. Dans
ce cas l'hôtelier devra être propriétaire de 41 à 43 pour cent
au moins des quotes-parts afférent aux appartements pour
avoir la majorité au sein de l'assemblée des copropriétaires.
La solution du Conseil des Etats est donc plus stricte pour
les petits hôtels, les hôtels garnis, elle est en revanche plus
libérale lorsqu'il s'agit d'hôtels importants ayant une infra-
structure importante. C'est là que réside la grande diffé-
rence.
La majorité de la commission du Conseil national a suivi la
proposition du Conseil des Etats par 16 voix contre 8 et vous
propose également de ratifier cette proposition de majorité.
Bundesrat Friedrich: Ich bitte Sie meinerseits, dem Antrag
der Kommissionsmehrheit und damit dem Ständerat zu fol-
gen, und zwar aus zwei Gründen:
Einerseits stellt diese Lösung in den meisten Fällen ein
gewisses Entgegenkommen an den Hotelier dar, weil sie
dessen finanzielle Belastbarkeit besser berücksichtigt;
damit erleichtern Sie Hotelsanierungen. Das ist ein ganz
wesentlicher Gesichtspunkt. Bei einem vollwertigen Hotel-
betrieb beträgt der Anteil des Betriebsteils normalerweise
etwa 30 Prozent, kann aber bis auf 50 Prozent steigen. Wenn
Sie nun den Hotelier mit Wertquoten von insgesamt 70 oder
mehr Prozenten belasten, so übersteigt das eben meistens
seine Möglichkeiten vom Investitionsvolumen und auch von
der Ertragslage her.
Andererseits liegt im Beschluss des Ständerates auch die
Sicherheit, dass der Hotelier in jedem Fall die Mehrheit
besitzt, und zwar deshalb - wie das von den Kommissions-
sprechern gesagt wurde -, weil bei Garni-Betrieben der Wert
des Betriebsteils durchaus unter 10 Prozent sinken kann; in
diesem Fall wird mit weiteren 40 Prozent der Wertquoten die
Mehrheit eben nicht mehr erreicht. Der Ständerat garantiert
also, dass der Betriebsinhaber in jedem Fall die Mehrheit
hat, und das scheint mir nun auch ein wesentliches Argu-
ment gegenüber der Volksinitiative zu sein.
Wir haben im übrigen - das möchte ich generell sagen -
auch ein Interesse, die Differenzen zu bereinigen, um dieses
Gesetz endlich verabschieden zu können.
Ich bitte Sie also, der Mehrheit und dem Ständerat zuzu-
stimmen.
Abstimmung - Vote
Für den Antrag der Mehrheit 86 Stimmen
Für den Antrag der Minderheit 40 Stimmen
Art. 9 Abs. 1 Bst. f und g
Antrag der Kommission
Bst. f
Zustimmung zum Beschluss des Ständerates
ßsf. g
Mehrheit
Festhalten
Minderheit
(de Chastonay, Cotti, Gianfranco, Feigenwinter, Houmard,
Jeanneret, Künzi, Loretan, Rüttimann, [Spreng])
Zustimmung zum Beschluss des Ständerates
Art. 9 al. 1 let. f et g
Proposition de la commission
Let.f
Adhérer à la décision du Conseil des Etats
Let. g
Majorité
Maintenir
Minorité
(de Chastonay, Cotti, Gianfranco, Feigenwinter, Houmard,
Jeanneret, Künzi, Loretan, Rüttimann, [Spreng])
Adhérer à la décision du Conseil des Etats
- November 1983 N
1593
Grundstückerwerb durch Ausländer. Bundesgesetz
Bst. f-Let. f
Angenommen - Adopté
Bst. g - Let. g
M. de Chastonay, porte-parole de la minorité: II ne fait pas
de doute que la proposition de refuser l'autorisation d'ache-
ter lorsque «l'acquisition porte atteinte à des intérêts
sociaux ou culturels importants» constitue une nouvelle
chicane dans le mécanisme interne d!une législation dont le
but essentiel - il faut le rappeler - est de prévenir une trop
grande emprise étrangère sur le sol suisse et non de lutter
contre des périls culturels ou sociaux.
Dans l'optique du projet dont nous débattons, nous avons
admis largement, d'entente avec le Conseil des Etats, le
principe selon lequel la Confédération attribue aux cantons
un certain nombre de contingents annuels, contingents que
ces mêmes cantons distribuent dans leurs régions, selon
des compétences qui leur sont propres et ce, dans le cadre
des limites très clairement définies des articles 8,8b et 10 du
projet qui n'ont pas été contestés.
Dès lors, je pense que la lettre g de l'article 9, qui a été à
juste titre supprimée par le Conseil des Etats, doit également
être biffée par notre conseil, la notion même d'intérêts
sociaux ou culturels importants se révélant beaucoup trop
vague et imprécise pour constituer un critère valable et
surtout uniformément applicable.
Lors des séances de commission, il a été fait largement
référence à l'Autriche et au Tyrol pour tenter de justifier le
bien-fondé de ces critères. Cela n'a pas été très convaincant
et les experts faisant partie de la commission étaient fort
empruntés pour définir ce que l'on voulait entendre par
«atteinte à des intérêts sociaux ou culturels importants».
Enfin, dans une loi qui délègue aux cantons et aux com-
munes certaines compétences en matière de répartition et
de distribution des autorisations de ventes aux étrangers, il
convient de ne pas oublier que ces mêmes cantons et
communes sont parfaitement légitimés à introduire, par voie
législative, des restrictions plus sévères encore que celles
qui sont prescrites par la loi fédérale que nous discutons ici.
Alors, de grâce, faisons confiance à ceux à qui nous délé-
guons des pouvoirs et évitons de leur imposer de nouveaux
motifs de refus qui par leur imprécision et leur caractère
nébuleux et superflu, n'apportent rien à la qualité et à
l'efficacité que nous entendons donner à la présente loi.
Bundi: Ich möchte Sie bitten, an unserem früheren
Beschluss festzuhalten und den Antrag der Minderheit
abzulehnen. Wir hatten in der Herbstsession beschlossen,
dass die Bewilligung verweigert werde, wenn wichtige
soziale und kulturelle Interessen beeinträchtigt werden. Wir
haben also damals die Verweigerungsgründe um einen ver-
mehrt.
Nun ist heute sicher nicht der Moment, um auf eine einge-
hende Begründung auch des Begriffes der sozialen Interes-
sen und der kulturellen Interessen einzugehen, weil diese in
der Herbstsession hier geliefert worden ist. Immerhin einige
wenige Feststellungen zu diesem Problem:
Es ist wohl so, dass wenn wir Ortschaften oder Regionen
antreffen, wo durch die Akkumulation des Verkaufes von
Boden an Schweizer und dazu auch noch an Ausländer die
Bodenpreise in unermessliche Höhen gestiegen sind, wir
von einer Überfremdung und von einer Verfremdung unse-
rer Gesellschaft sprechen können. Ich meine, dass es hier
nicht immer nur eine Aufgabe der betreffenden Gemeinde
ist. Diese kann das Problem nicht immer allein lösen; solche
Dinge gehören zum nationalen Interesse. Aus diesen
Gründen ist es meines Erachtens eben wichtig, dass diese
Bestimmung da hinein kommt.
Nicht viel anders ist es mit den sogenannten kulturellen
Interessen. Sie wissen alle, was für eine grosse Mühe wir
haben, die Eigenständigkeit unserer Minderheitensprachen
in unseren Regionen des Kantons Graubünden und des
Tessins beizubehalten und zu bewahren. Es geht nicht an,
201-N
dass man dann hier in den ganz konkreten Fällen diese
Situation nicht gebührend mitberücksichtigt.
Ich möchte noch auf einen Umstand hinweisen : Der Stände-
rat hat, indem er den Absatz 4 des Artikels 8 weitgehend
gestrichen hat - nämlich den zweiten Teil desselben -,
diesen Artikel auch sehr stark abgeschwächt. Das Gesetz
hat also eine namhafte Abschwächung erfahren; denn dort
hatte sich die nationalrätliche Kommission sehr grosse
Mühe gegeben, Kriterien zu finden, welche die Kantone bei
der Verteilung ihrer Kontingente berücksichtigen müssten.
Diese Verteilung musste örtlich, regional und im Verhältnis
zu anderen Beherbergungsformen ausgewogen sein und
die Interessen der ortsansässigen Bevölkerung berücksich-
tigen. Gerade diesen Grundsatz der Berücksichtigung der
ortsansässigen Bevölkerung wollten wir verankert wissen.
Das ist jetzt nicht mehr im Gesetz enthalten, und aus diesen
Gründen möchte ich Sie dringend bitten, mindestens diesen
Passus im Artikel 9 beizubehalten.
Ich beantrage deshalb also Festhalten an unserem früheren
Beschluss und Ablehnung des Minderheitsantrages.
M. Jeanneret: En tant que signataire de la proposition de la
minorité, nous voudrions vous demander, pour des raisons
de principe, de soutenir la solution du Conseil des Etats.
M. de Chastonay a évoqué tout à l'heure les arguments
décisifs qui militent en faveur de l'adoption de cette solu-
tion; il nous plairait d'en ajouter un qui nous paraît d'impor-
tance et qui a été mentionné en séance de commission. La
notion d'«intérêts sociaux ou culturels» est de toute évi-
dence extrêmement vague et difficilement applicable. Il
appartiendrait au Tribunal fédéral, en cas de doute ou de
recours, de la définir. Or, ce dernier, à juste raison, laisse en
cette matière une grande liberté aux cantons dans l'applica-
tion de notions générales et indéterminées. Il se trouve que
l'expert qui assiste aux travaux de la commission est juge
fédéral. Il a eu l'occasion de développer très sagement cette
position en souhaitant qu'on ne charge pas davantage le
bateau sous le poids de notions, comme on l'a dit, aussi
vagues et difficilement applicables.
Nous pourrons encore, au cours de cette session et à
d'autres occasions, reparler de la surcharge de travail du
Tribunal fédéral et du fait que le Parlement doit donner
l'exemple en n'obligeant pas notre haute Cour à se saisir de
tâches qu'elle ne souhaiterait pas avoir.
Pour ce motif, et parce qu'il s'agit d'une notion vague et
difficilement applicable, nous vous demandons de soutenir
la proposition de la minorité et de vous rallier à l'avis du
Conseil des Etats.
Rubi, Berichterstatter: Ich kann mich kurz fassen. Die unter-
schiedlichen Standpunkte sind dargelegt worden, die Mehr-
heit der Kommission schliesst sich - allerdings nur mit 12 zu
10 Stimmen - den Überlegungen von Herrn Bundi an.
Ich möchte Sie bitten, der Kommissionsmehrheit zuzu-
stimmen.
M. Houmard, rapporteur: La divergence existant entre le
Conseil des Etats et le Conseil national se rapporte à ce
motif impératif de refus supplémentaire.
La majorité de la commission est d'avis qu'il s'agit d'une
notion de portée générale, difficilement définissable, et que
l'article 10 précisant que les cantons peuvent soumettre
l'acquisition de logements à des restrictions plus sévères
suffisait. Toutefois, par 63 voix contre 59, vous avez soutenu
la proposition de M. Bundi, qui est reprise aujourd'hui et qui
tient à inscrire dans la loi qu'une autorisation peut être
refusée si l'acquisition porte atteinte à des intérêts sociaux
ou culturels importants.
Le Conseil des Etats revient à la proposition initiale de notre
commission. Il propose de supprimer cette lettre g. A l'appui
de sa décision, le Conseil des Etats invoque la difficulté que
M. Jeanneret a soulevée tout à l'heure. Il est d'avis que les
cantons et les communes sont mieux à même de juger dans
quelle mesure les intérêts sociaux et culturels doivent être
Acquisition d'immeubles par des étrangers. Loi 1594 N 28 novembre 1983
préservés. Toutefois, par 12 voix contre 10, votre commis-
sion décide de maintenir cette lettre g.
Vous avez entendu les arguments, c'est une question de
restrictions. Je le répète, l'article 10 peut également être
utilisé aux mêmes fins.
Bundesrat Friedrich: Es ist keine sehr wichtige Differenz, die
hier zur Diskussion steht. Ich bitte Sie trotzdem, der Minder-
heit und somit dem Ständerat zu folgen und die Differenz zu
bereinigen.
Es bestehen Bedenken betreffend Praktikabilität einer sol-
chen Vorschrift. Sie können im Einzelfall kaum objetive
Kriterien für die Anwendung dieser Vorschrift finden. Sie
bliebe wahrscheinlich blosse Deklamation. Es ist nicht ein-
zusehen, wie die Vorschrift im Einzelfall durchzusetzen
wäre. Den Schutz, den Herr Bundi anstrebt, kann man
trotzdem erreichen, und zwar mit der gesamten Bewilli-
gungspraxis. Die Artikel 8, 8b und 10 des Gesetzes geben
den Kantonen und - nach dem Beschluss des National rates,
den auch der Bundesrat unterstützt - den Gemeinden alle
notwendigen Instrumente. Die Gemeinden werden also
jederzeit das Mass der Verkäufe an Ausländer auf ihrem
Gebiet bestimmen können. Dort liegen die wesentlichen
Instrumente, und das macht diesen Antrag von Herrn Bundi
überflüssig.
Daher noch einmal: Stimmen Sie bitte der Minderheit zu.
Abstimmung - Vote
Für den Antrag der Mehrheit ' 70 Stimmen
Für den Antrag der Minderheit 79 Stimmen
Hier wird die Beratung dieses Geschäftes unterbrochen
Le débat sur cet objet est interrompu
Schluss der Sitzung um 19.05 Uhr
La séance est levée à 19 h 05
Schweizerisches Bundesarchiv, Digitale Amtsdruckschriften
Archives fédérales suisses, Publications officielles numérisées
Archivio federale svizzero, Pubblicazioni ufficiali digitali
Grundstückerwerb durch Ausländer. Bundesgesetz
Acquisition d'immeubles par des étrangers. Loi
In
Amtliches Bulletin der Bundesversammlung
Dans
Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale
In
Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale
Jahr
1983
Année
Anno
Band
V
Volume
Volume
Session
Wintersession
Session
Session d'hiver
Sessione
Sessione invernale
Rat
Nationalrat
Conseil
Conseil national
Consiglio
Consiglio nazionale
Sitzung
01
Séance
Seduta
Geschäftsnummer
81.062
Numéro d'objet
Numero dell'oggetto
Datum
28.11.1983 - 15:30
Date
Data
Seite
1588-1594
Page
Pagina
Ref. No
20 012 020
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