- Dezember 1982
1781Motion Bundi
und dass diese mit der Beendigung des Prozesses von
neuem zu laufen beginnt. Ein neuer Fristenlauf beginnt
auch im Zeitpunkt der letzten Prozesshandlung einer Partei
oder des Gerichtes, wenn der Prozess in Stillstand gerät,
beispielsweise weil er nicht weiterbetrieben wird. Es ist zu
bezweifeln, ob-die Übernahme einer solchen Lösung ins
schweizerische Recht dem nicht rechtskundigen Kläger
helfen würde.
c. Jede neue Lösung muss zudem im Hinblick auf die kan-
tonalen Prozessordnungen und insbesondere auf das
unterschiedlich geregelte Institut der Prozessverwirkung
überprüft werden, um stossende Widersprüche zwischen
kantonalem und Bundesrecht zu vermeiden.
Die Überprüfung des Problems, wozu der Bundesrat bereit
ist, muss diesen Gesichtspunkten Rechnung tragen.
Schriftliche Erklärung des Bundesrates
Déclaration écrite du Conseil fédéral
Der Bundesrat beantragt, die Motion in ein Postulat umzu-
wandeln.
Überwiesen als Postulat - Transmis comme postulat
#ST# 80.924
Motion Bundi
Bäuerlicher Grundbesitz
Propriété foncière rurale
Wortlaut der Motion vom 18. Dezember 1980
Der Bundesrat wird eingeladen, mit einer Revision des Bun-
desgesetzes über die Erhaltung des bäuerlichen Grundbe-
sitzes Bestimmungen zu erlassen, die gutes und geeigne-
tes Kulturland der Landwirtschaft tatsächlich auch sichern
und erhalten. Insbesondere wird die Revision von Artikel 3
angestrebt.
Texte de la motion du 18 décembre 1980
Le Conseil fédéral est chargé de préparer une révision de la
loi fédérale sur le maintien de la propriété foncière rurale,
de manière à établir des dispositions garantissant effective-
ment aux agriculteurs la propriété de terres cultivables fer-
tiles qui se prêtent à l'exploitation agricole, et empêchant
véritablement un changement d'affectation de ces terres. Il
s'agira en particulier de modifier l'article 3 de ladite loi.
Mitunterzeichner - Cosignataires: Affolter, Akeret,
Ammann-St. Gallen, Bäumlin, Bircher, Bratschi, Bühler-
Tschappina, Christinat, Deneys, Dürr, Duvoisin, Felber,
Frei-Romanshorn. Geissbühler, Gloor, Hofmann, Houmard,
Hubacher, Jaggi, Kaufmann, Kühne, Lang, Loetscher, Mei-
zoz, Morel, Muheim, Nef, Neukomm, Nussbaumer, Oester,
Ogi, Räz, Reiniger, Renschier, Riesen-Freiburg, Risi-
Schwyz, Robbiani, Roth, Rutishauser, Rüttimann, Schal-
cher, Scherer, Uchtenhagen, Vannay, Wagner (45)
Schriftliche Begründung - Développement par écrit
Ein Hauptzweck des Bundesgesetzes über die Erhaltung
des bäuerlichen Grundbesitzes vom Jahre 1951 war der
Schutz des bäuerlichen Grundbesitzes als Träger eines
gesunden und leistungsfähigen Bauernstandes. Rückblik-
kend muss man feststellen, dass das Gesetz in diesem
Punkte seinen Zweck in keiner Weise erfüllt hat.
Die jüngsten Zahlen über die Entwicklung der landwirt-
schaftlichen Nutzflächen in der Schweiz von 1939 bis 1975
(vgl. «Die Volkswirtschaft» August 1979) zeigen ein bedenk-
liches Bild. Hier bestätigt eine wissenschaftliche Untersu-
chung frühere Befürchtungen, Annahmen und Schätzungen
über einen wesentlichen Kulturlandverlust in den betreffen-
den 36 Jahren. Im besagten Zeitraum ging nämlich die in
der Betriebszählung ausgewiesene landwirtschaftliche
Nutzfläche um 112747 Hektaren oder um durchschnittlich
etwa 3130 Hektaren pro Jahr zurück. Dieses Areal ist grös-
ser als die Bodenfläche der Kantone Thurgau oder Uri. In 36
Jahren gingen mehr als 10 Prozent der heute bestehenden
landwirtschaftlichen Fläche der Schweiz (1 032000 Hekta-
ren) verloren. In der Tat dürfte der eigentliche Verlust an
landwirtschaftlicher Nutzfläche aber noch über den ausge-
wiesenen 112747 Hektaren liegen; denn die Untersuchung
bezieht eine Flächenzunahme in manchen Berggebieten
ein, die nur statistisch bedingt ist und auf unpräzisen und
im Laufe der Zeit sich verändernden Abgrenzungen zwi-
schen Heim- und Sömmerungsweiden beruht.
Die Entwicklung auf dem Bau- und Verkehrssektor ver-
drängt fortlaufend landwirtschaftliche Betriebe aus ihrem
angestammten Gebiet. Allein für den ruhenden Verkehr
(Parkplätze) werden heute in grösseren Gemeinden bis zu
einem Drittel des Siedlungsareals beansprucht. Verschie-
dene Planungen auf Quartier-, Orts- und Regionalebene
führen zur Einengung und schliesslichen indirekten Ver-
drängung landwirtschaftlicher Tätigkeiten. Dies hat insbe-
sondere an Fremdenverkehrsorten bis zur völligen Aus-
schaltung bäuerlicher Betriebe geführt. Bekanntlich sind
nach bisherigem Planungsrecht an vielen Orten zu grosse
und unzweckmässige Bauzonen ausgeschieden worden. Es
ist vorauszusehen, dass diese Entwicklung (zu grosse Bau-
zonen, zu bescheidene Landwirtschaftszonen) auch nach
Inkrafttreten des eidgenössischen Raumplanungsgesetzes
weitergeht. Für die Landwirtschaft ergibt sich dadurch der
Zwang zur noch stärkeren Konzentration und Intensivbe-
wirtschaftung. Gutes, intensiv genutztes Land nimmt pro-
portional stärker ab als extensiv genutzte Böden. Der
anhaltende Einbezug guten Kulturlandes in die Bauzonen
führt nicht selten dazu, dass bei Hofübertragungen (Erbtei-
lungen) der Sohn den Bauernbetrieb in der Zukunft nicht
mehr bewirtschaften kann. Dazu kommt das Problem der
indirekten Aufwertung des landwirtschaftlichen Bodens
zum Baulandpreis, wodurch der Hofnachfolger sich über-
haupt ausserstande sieht, seine Geschwister dementspre-
chend abzugelten. Ihm bleibt schliesslich nur die Veräusse-
rung des Betriebes und die Hinwendung zu einem anderen
Beruf übrig. Womit nicht nur eine Schmälerung des bäuerli-
chen Grundbesitzes eintritt, sondern auch ein weiterer
Rückgang der in der Landwirtschaft tätigen Bevölkerung.
Und bei diesem Stand der Dinge muss man feststellen,
dass unser Bundesgesetz in mehreren Punkten nicht zu
genügen vermag.
Die Fragen des Bodenpreises, des Vorkaufsrechtes und
des Einspracheverfahrens bildeten Gegenstand einer
Motion Broger vom Jahre 1973, die der Ständerat damals
als Postulat überwies. Der Bundesrat erklärte sich bereit,
diese Probleme im Hinblick auf die nächste umfassende
Revision des Gesetzes zeitgerecht abzuklären. Unterdes-
sen sind sieben Jahre vergangen. - Ein Haupthindernis für
die Zweckmässigkeit des genannten Bundesgesetzes
scheint mir auch im Artikel 3 zu liegen, wo es heisst: «Die
Kantone können die Anwendung dieses Gesetzes auf Bau-
zonen, die für die Entwicklung einer Ortschaft unentbehr-
lich sind, ausschliessen. Sie können diese Befugnis den
von ihnen bezeichneten Gemeinden übertragen, unter Vor-
behalt der Genehmigung der von diesen erlassenen Vor-
schriften durch eine kantonale Behörde.» Unter dem Titel
der für eine Ortschaft unentbehrlichen Entwicklung kann
alles mögliche untergebracht und bäuerlicher Grundbesitz
noch und noch zweckentfremdet werden. In diesem Zusam-
menhang muss auch erwähnt werden, dass bereits eine
starke Belastung von Grundstücken mit öffentlich-rechtli-
chen Dienstbarkeiten eine Erschwerung der praktischen
Bewirtschaftung herbeiführen und letztlich deren Aufgabe
erzwingen kann. Dies geht zum Beispiel aus dem Fall her-
vor, wo die zuständige Behörde den Betrieb eines geplan-
ten Skiliftes als in einem «eminenten öffentlichen Interesse»
liegend bezeichnete und damit der Erteilung des Enteig-
nungsrechtes zustimmte. Artikel 3 muss demnach minde-
225-N
Motion Bundi1782
17 décembre 1982
stens soweit angepasst werden, dass Klarheit über die für
eine Ortschaft unentbehrliche Bauzone besteht und der
Vollzug dieser Bestimmung im Hinblick auf den Zweck des
Gesetzes auch wirksam wird.
Zu verhindern, dass der Kulturlandverlust weiter schreitet
und dafür zu sorgen, dass die bäuerliche Grundsubstanz
erhalten bleibt, ist für die Schweiz eine staatspolitische Auf-
gabe. Wie bedeutsam der längerfristige Flächenbedarf der
Landwirtschaft in Zeiten mit gestörten Zufuhren («Kriegs-
vorsorge») für unser Land ist, braucht nicht besonders
unterstrichen zu werden. Aus diesen Gründen - und damit
auch in Erfüllung von Artikel 22quater der Bundesverfas-
sung - ist es dringend notwendig, das Gesetz über die
Erhaltung des bäuerlichen Grundbesitzes den heutigen
Anforderungen anzupassen und es so auszugestalten, dass
es auch seine Wirkung tut.
Schriftliche Stellungnahme des Bundesrates
Rapport écrit du Conseil fédéral
Der Motionär ist beunruhigt ob dem erheblichen Rückgang
der landwirtschaftlichen Nutzfläche in den letzten Jahrzehn-
ten. Zur Verhinderung eines weiteren Kulturlandverlustes
wünscht er insbesondere die Änderung von Artikel 3 des
Bundesgesetzes vom 12. Juni 1951 über die Erhaltung des
bäuerlichen Grundbesitzes (EGG; SR 211.412.11). Jene
Bestimmung besagt, dass die Kantone die Anwendung die-
ses Gesetzes auf Bauzonen, die für die Entwicklung einer
Ortschaft unentbehrlich sind, ausschliessen können. Die
Kantone sind befugt, dieses Recht auf die Gemeinden zu
übertragen.
Der Geltungsbereich des bäuerlichen Bodenrechts kann je
nach den einzelnen Rechtsinstituten variieren. Abgesehen
vom allgemeinen Geltungsbereich des Bundesgesetzes
über die Erhaltung des bäuerlichen Grundbesitzes, kennt
dieses Gesetz einen besonderen Geltungsbereich für das
Vorkaufsrecht. Ferner besteht je ein besonderer Geltungs-
bereich für das Bundesgesetz vom 12. Dezember 1940 über
die Entschuldung landwirtschaftlicher Heimwesen (LEG; SR
211.412.12) und das bäuerliche Erbrecht (Art. 619 ff ZGB).
Das LEG findet auf alle Heimwesen und Liegenschaften
Anwendung, die ausschliesslich oder vorwiegend landwirt-
schaftlich genutzt werden (Art. 1 Abs. l LEG). Gemäss Arti-
kel 620 ZGB ist dagegen das bäuerliche Erbrecht nur
anwendbar auf landwirtschaftliche Gewerbe, die eine wirt-
schaftliche Einheit bilden und eine ausreichende landwirt-
schaftliche Existenz bieten. Durch die Rechtsprechung des
Bundesgerichtes ist indessen die Anwendung des bäuerli-
chen Erbrechts auf Gewerbe, die ganz oder teilweise in
einer Bauzone liegen, weiter eingeschränkt worden. Diejeni-
gen Teile, die in der Bauzone liegen, müssen nun oftmals
zum Verkehrswert zugewiesen werden, was tatsächlich zur
Folge haben kann, dass die ungeteilte Übernahme durch
einen zur Selbstbewirtschaftung geeigneten Erben aus
finanziellen Gründen verunmöglicht wird.
Seit dem 1. Januar 1980 ist das Bundesgesetz vom 22. Juni
1979 über die Raumplanung (RPG; SR 700) in Kraft, das
zwingend die Schaffung von Nutzungszonen (Bau-, Land-
wirtschafts- und Schutzzonen) vorsieht. Die Bauzonen
umfassen das Land, das sich für die Überbauung eignet
und entweder bereits weitgehend überbaut ist oder voraus-
sichtlich innert 15 Jahren benötigt und erschlossen wird.
Die Landwirtschaftszonen umfassen das Land, das sich für
die landwirtschaftliche Nutzung und den Gartenbau eignet
oder im Gesamtinteresse landwirtschaftlich genutzt werden
soll. Die Kantone prüfen somit einerseits, ob das als Bau-
zone bezeichnete Land wirklich als Bauland taugt und dafür
auch zur Verfügung steht. Andererseits haben sie dafür zu
sorgen, dass bei der Zonenausscheidung das Land, das
sich für die landwirtschaftliche Nutzung eignet oder im
Gesamtinteresse landwirtschaftlich genutzt werden soll,
grundsätzlich der Landwirtschaft erhalten bleibt. Solches
Land darf nicht ohne zwingende Gründe einer anderen Nut-
zung zugeführt werden. Die nach bisherigem Recht ausge-
schiedenen, offensichtlich zu grossen Bauzonen werden
indessen durch das Raumplanungsgesetz nicht unmittelbar
angepasst, sondern die Korrekturen sind durch eine Ände-
rung des Zonenplanes vorzunehmen (vgl. die Botschaft
vom 27. Februar 1978 zum Raumplanungsgesetz, BB11978 l
Seite 1023/24). Ob die Erwartungen der Landwirtschaft in
das Raumplanungsgesetz erfüllt werden, hängt also
wesentlich von seinem Vollzug ab. Dieser, insbesondere die
Genehmigung der Nutzungspläne, obliegt den Kantonen.
Ein erstes Raumplanungsgesetz, welches eine weiterge-
hende Mitwirkung des Bundes für die Festlegung der
Besiedlungs- und Nutzungsordnung vorsah, wurde
bekanntlich in der Volksabstimmung vom 13. Juni 1976 ver-
worfen.
Das Bundesgesetz über die Erhaltung des bäuerlichen
Grundbesitzes wurde letztmals 1972 geändert. Seither ist
von verschiedener Seite eine neue Revision gefordert wor-
den; dabei wurde unter anderem auch darauf hingewiesen,
dass der Geltungsbereich des bäuerlichen Bodenrechts
nicht auf die Landwirtschaftszone nach dem Raumpla-
nungsgesetz beschränkt werden dürfe. Der Bundesrat hat
diese Entwicklung stets mit Aufmerksamkeit verfolgt. Im
fünften Landwirtschaftsbericht vom 22. Dezember 1976
stellte er fest, dass die Revision von 1972 des Bundesge-
setzes über die Erhaltung des bäuerlichen Grundbesitzes
noch Lücken offen gelassen habe. Er hat damals die Prü-
fung aller Fragen anlässlich der nächsten Revision des
erwähnten Bundesgesetzes zugesichert. Die geltende Ord-
nung bedarf anerkanntermassen einer Korrektur. Nach heu-
tiger Sicht soll diese nicht nur eine nach der Sache gerecht-
fertigte, materielle Übereinstimmung der Ziele der einzelnen
Rechtsinstitute des bäuerlichen Bodenrechts anstreben,
sondern auch eine Koordination der eingangs erwähnten
besonderen Geltungsbereiche dieser Rechtsinstitute und
deren Verhältnis zum Raumplanungsrecht miteinbeziehen.
Ursprünglich war vorgesehen, das bäuerliche Bodenrecht
als Ganzes zu revidieren. Zufolge der besonderen Dringlich-
keit einer Änderung der Bestimmungen über den Pächter-
schutz wurde dann die Revision des landwirtschaftlichen
Pachtrechts aus diesem Gesamtrahmen herausgelöst und
gesondert vorgezogen. Das Eidgenössische Justiz- und
Polizeidepartement hat nun im Sommer 1980 eine Experten-
kommission für die Änderung des bäuerlichen Bodenrechts
eingesetzt. Diese Expertenkommission, die ihre Tätigkeit in
der Zwischenzeit aufgenommen hat, hat den ausdrückli-
chen Auftrag, die verschiedenen Revisionsbegehren zum
bäuerlichen Bodenrecht, einschliesslich diejenigen des
bäuerlichen Erbrechts betreffend, auch im Verhältnis zu den
Zielen und Auswirkungen der Raumplanung zu prüfen und
entsprechende Vorschläge auszuarbeiten.
Der Umstand, dass das bäuerliche Bodenrecht gegenwärtig
in seiner Gesamtheit von einer Expertenkommission über-
prüft wird, verunmöglicht es dem Bundesrat, sich bereits
heute auf den konkreten Vorschlag des Motionärs festzule-
gen.
Schriftliche Erklärung des Bundesrates
Déclaration écrite du Conseil fédéral
Der Bundesrat beantragt, die Motion in ein Postulat umzu-
wandeln.
Präsident: Herr Reichling hat den Antrag gestellt, diesen
Vorstoss als Motion beizubehalten. Herr Reichling wünscht
das Wort für eine kurze Erklärung.
Reichling: Ich möchte meiner grossen Enttäuschung, wenn
nicht Empörung Ausdruck geben, dass der Motionär, damit
die zweijährige Frist nicht überschritten wird, praktisch
gezwungen war, seinen Vorstoss in ein Postulat umwandeln
zu lassen, damit er überhaupt vom Rat behandelt wird.
Da die Diskussion auf unbestimmte Zeit verschoben und
dadurch das Ganze wirkungslos wird, ist es zudem nicht
einmal möglich, die Motion aufrechtzuerhalten. Eine ausser-
ordentlich dringliche Angelegenheit in der Raumplanung
und in der Erhaltung des bäuerlichen Bodens wird so von
diesem Rat zur Wirkungslosigkeit verdammt. Wir wissen,
dass mit jedem Monat wertvollstes Kulturland unnötiger-
- Dezember 1982
1783
Motion Crevoisier
weise verlorengeht, weil wir darauf keinen Einfluss nehmen
können.
Ich bin leider gezwungen, meinen Antrag zurückzuziehen.
Ich muss jedoch erklären, dass ich über dieses Prozedere
zutiefst enttäuscht bin.
Präsident: Herr Reichling hat seinen Antrag zurückgezo-
gen. Das Postulat Bundi ist nicht bekämpft und damit ange-
nommen.
Überwiesen als Postulat - Transmis comme postulat
#ST# 82.479
Motion Meizoz
Wohnbau- und Eigentumsförderungsgesetz.
Neuer Rahmenkredit
Loi encourageant la construction
et l'accession à la propriété de logements.
Nouveau crédit de programme
Wortlaut der Motion vom 20. September 1982
Der Bundesrat wird eingeladen, dem Parlament den Entwurf
zu einem Beschluss für einen zusätzlichen Rahmenkredit
zu unterbreiten, der ausreicht, um die Anwendung des
Wohnbau- und Eigentumsförderungsgesetzes in den näch-
sten Jahren zu sichern.
Texte de la motion du 20 septembre 1982
Le Conseil fédéral est invité à soumettre au Parlement un
projet d'arrêté ouvrant un crédit de programme supplémen-
taire suffisamment important pour assurer l'application de
la loi fédérale sur le logement au cours des prochaines
années.
Mitunterzeichner - Cosignataires: Affolter, Bäumlin, Borei,
Bratschi, Brélaz, Bundi, Carobbio, Christinat, Crevoisier,
Darbellay, Deneys, Eggenberg-Thoune, Eggli, Flubacher,
Forel, Ganz, Gloor, Hubacher, Jaggi, Longet, Mauch, Morf,
Muheim, Müller-Berne, Nauer, Neukomm, Ott, Riesen-Fri-
bourg, Robbiani, Ruffy, Vannay, Wagner, Weber-Arbon (33)
Schriftliche Begründung - Développement par écrit
Le Parlement a voté en juin 1982, en application de loi fédé-
rales sur le logement du 4 octobre 1974, un crédit de pro-
gramme supplémentaire de 200 millions de francs pour
encourager la construction et l'accession à la propriété de
logements.
Selon les prévisions faites à l'époque, ce montant devait
suffire à couvrir les besoins nouveaux en matière de cau-
tionnements et d'engagements de la Confédération jusqu'à
fin 1983.
Or, comme l'Office fédéral du logement enregistre, depuis
quelques mois, un fort accroissement du nombre des
requêtes tendant à l'octroi de l'aide fédérale, il semble bien
que ce crédit sera épuisé plus tôt que prévu, peut-être déjà
au printemps 1983.
Cette évolution s'explique par le fait qu'en raison de la
hausse générale des coûts de construction et des frais de
capitaux, il n'est plus possible aujourd'hui de mettre sur le
marché, sans l'appui des pouvoirs publics, des apparte-
ments dont les loyers seraient supportables pour la
majeure partie de la population. Il n'est donc pas étonnant,
dans ces conditions, que beaucoup d'investisseurs immobi-
liers soient ainsi amenés à découvrir les vertus d'un sys-
tème d'aide au logement qui a pour effet de réduire très for-
tement les loyers initiaux.
L'heure paraît donc venue de soumettre aux Chambres un
projet d'arrêté ouvrant un substantiel crédit de programme
dans le but d'accorder à la Confédération les moyens de
poursuivre, sans discontinuer et durablement, sa politique
d'encouragement à la construction de logements.
Cette proposition va dans le sens des déclarations faites le
2 mars 1982 devant le Conseil national par le chef du Dépar-
tement de l'économie publique, aux termes desquelles
celui-ci a donné l'assurance que le Conseil fédéral sollicite-
rait, si nécessaires et en temps utile, un nouveau crédit de
programme.
Schriftliche Erklärung des Bundesrates
Déclaration écrite du Conseil fédéral
Le Conseil fédéral est prêt à accepter la motion.
Überwiesen - Transmis
An den Ständerat - Au Conseil des Etats
#ST# 82.525
Motion Crevoisier
Schulden von Arbeitslosen. Stundung
Dettes des chômeurs complets. Moratoire
Wortlaut der Motion vom 28. September 1982
Der Bundesrat wird gebeten, alle erforderlichen Massnah-
men zu treffen, damit die Bank- und Steuerschulden von
Ganzarbeitslosen, die ihren Anspruch auf Versicherungslei-
stungen ausgeschöpft haben, so schnell als möglich
gestundet werden können.
Texte de la motion du 28 septembre 1982
Le Conseil fédéral est invité à prendre toutes les disposi-
tions utiles permettant de faire bénéficier, dans les délais
les plus brefs, les chômeurs complets ayant épuisé leur
droit aux prestations de l'assurance, d'un moratoire pour
toutes leurs dettes bancaires et fiscales.
Mitunterzeichner - Cosignataires: Carobbio, Dafflon, Forel,
Herczog, Magnin, Mascarin (6)
Schriftliche Begründung - Développement par écrit
Le revenu des travailleurs mis au chômage complet est, du
jour au lendemain, sérieusement amputé. Malgré cela, les
charges diverses et les dépenses de base ne peuvent,
elles, pas être réduites dans la même proportion. Ceci peut
avoir des conséquences dramatiques pour les ménages de
nombreux travailleurs. C'est, par exemple, la petite maison
ou le logement, acquis souvent au prix d'énormes sacri-
fices, qui doivent être vendus parce que les charges finan-
cières sont devenues trop lourdes. Ce sont les retards qui
s'accumulent dans le paiement des impôts avec toutes les
angoisses et les traumatismes que cela entraîne.
Comme la clef du problème de l'emploi se trouve, pour une
part, entre les mains des banques et, pour une autre part,
entre celles des pouvoirs publics, il nous apparaît logique
de demander à ces deux catégories d'institution de suppor-
ter également les conséquences des difficultés - passa-
gères, nous le souhaitons tous - que connaissent les per-
sonnes ne touchant plus d'indemnités de chômage.
Le moratoire introduit pour toutes les dettes bancaires et
fiscales des chômeurs devrait évidemment être accompa-
gné d'une suspension des intérêts dus pour celles-ci.
Schriftliche Stellungnahme des Bundesrates
Rapport écrit du Conseil fédéral
- Le droit qui régit actuellement l'assurance-chômage ne
contient pas de base juridique qui permettrait au Conseil
fédéral de faire bénéficier - conformément au vœu de
Schweizerisches Bundesarchiv, Digitale Amtsdruckschriften
Archives fédérales suisses, Publications officielles numérisées
Archivio federale svizzero, Pubblicazioni ufficiali digitali
Motion Bundi Bäuerlicher Grundbesitz
Motion Bundi Propriété foncière rurale
In
Amtliches Bulletin der Bundesversammlung
Dans
Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale
In
Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale
Jahr
1982
Année
Anno
Band
V
Volume
Volume
Session
Wintersession
Session
Session d'hiver
Sessione
Sessione invernale
Rat
Nationalrat
Conseil
Conseil national
Consiglio
Consiglio nazionale
Sitzung
13
Séance
Seduta
Geschäftsnummer
80.924
Numéro d'objet
Numero dell'oggetto
Datum
17.12.1982 - 08:00
Date
Data
Seite
1781-1783
Page
Pagina
Ref. No
20 011 036
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