Accident insurance daily allowance rate and repayment annulled

UV.2009.00429Tribunal des assurances sociales30 janv. 2010Granted

Extrait par Omnilex

Résumé Omnilex

The Zurich Social Insurance Court upheld the insured’s appeal against SUVA. It annulled the objection decision of 5 November 2009, confirmed that the insured was entitled to accident daily allowances at CHF 156.25 for the accident of 26 February 2008, and thereby removed the basis for the repayment claim of CHF 35,717.85. Because the appeal succeeded, the request for free legal representation became moot. SUVA was ordered to pay a procedural indemnity of CHF 1,000, and the proceedings were declared free of charge.

Regeste Omnilex

Daily allowances under accident insurance; repayment of overpaid benefits and determination of the applicable daily allowance rate: where the factual basis for a reduced rate is not confirmed and the respondent accepts the appeal, the challenged objection decision must be annulled and the higher daily allowance rate declared binding. If the recovery claim depends on the reduced rate, it falls with the annulment. A request for free legal representation becomes moot when the appeal is fully upheld and a party indemnity is awarded. Costs may be awarded according to cantonal procedural rules irrespective of the amount in dispute.

Texte intégral

UV.2009.00429

Sozialversicherungsgericht

des Kantons Zürich

I. Kammer

Sozialversicherungsrichterin Grünig, Vorsitzende

Sozialversicherungsrichter Spitz

Ersatzrichterin Maurer Reiter

Gerichtssekretärin Hartmann

Urteil vom 31. Januar 2010

in Sachen

A.___

Beschwerdeführer

vertreten durch Rechtsanwältin Christina Ammann

Sautter & Ammann

Bahnhofstrasse 12, Postfach 25, 8610 Uster

gegen

Schweizerische Unfallversicherungsanstalt

Rechtsabteilung

Postfach 4358, 6002 Luzern

Beschwerdegegnerin

Nachdem die Schweizerische Unfallversicherungsanstalt (SUVA) mit Einsprache-entscheid vom 5. November 2009 die von ihr erlassene Verfügung vom 30. Juni 2009 bestätigt hatte (Urk. 2), womit sie A.___ zur Rückerstattung von Taggeld in der Höhe von insgesamt Fr. 35’717.85 verpflichtet hatte (Urk. 9/84),

nach Einsicht in die Beschwerde vom 3. Dezember 2009 (Urk. 1), mit welcher der Beschwerdeführer beantragt hat, es sei festzustellen, dass er in der Zeit vom 5. Januar bis 27. Februar 2008 (richtig: 26. Februar 2008) voll erwerbstätig gewesen sei, dass der Taggeldansatz auf der Basis des bei der K.___ und bei der Personalberatung B.___ bezogenen Einkommens auf Fr. 156.25 festzusetzen sei und dass die Rückforderung von Fr. 35’717.85 unberechtigt sei,

sowie in das Gesuch des Beschwerdeführers um Bestellung einer unentgeltlichen Rechtsvertretung (Urk. 1 S. 2), und in die Beschwerdeantwort der Beschwerdegegnerin vom 11. Januar 2010, in welcher sie beantragte, die Beschwerde sei gutzuheissen, die Verfügung vom 30. Juni 2009 sei aufzuheben und das Taggeld sei wie vom Beschwerdeführer beantragt auf Fr. 156.25 festzusetzen (Urk. 7),

mit Hinweis darauf, dass die Beschwerdegegnerin mit Verfügung vom 27. März 2009 die von ihr ausgerichteten Taggelder zum Ansatz von Fr. 156.25 auf den Ansatz von Fr. 56.80 reduziert hat (Urk. 9/52), nachdem sie erfahren hatte, dass der Beschwerdeführer zum Zeitpunkt des Unfalles vom 26. Februar 2008 (Urk. 9/1) Arbeitslosenentschädigung bezogen hatte (Urk. 9/46), und daraus geschlossen hatte, dass er im Sinne von Art. 6 Abs. 4 der Verordnung über die Unfallversicherung von arbeitslosen Personen bei der Personalberatung B.___ im Zwischenverdienst gestanden hatte (Urk. 9/52), worauf sie mit Verfügung vom 30. Juni 2009 den Differenzbetrag an zu viel bezahlten Taggeldern für die Zeit vom 29. Februar 2008 bis 30. Juni 2009 zuzüglich 1 % Vergütung (Urk. 9/84 S. 3) vom Beschwerdeführer zurückforderte (Urk. 9/84 S. 1 f.),

in Erwägung,

dass der Beschwerdeführer seine Beschwerde damit begründete, dass er im Zeitpunkt des Unfalls vom 26. Februar 2008 nicht im Zwischenverdienst gestanden, sondern seit dem 15. Januar 2008 bis zum Unfall vollzeitlich gearbeitet habe, und zwar vom 15. Januar bis 3. Februar 2008 bei der K.___ und vom 4. Februar bis 14. Februar 2008 bei der Personalberatung B.___ und damit insgesamt Fr. 6’271.10 in eineinhalb Monaten erzielt habe, was weit mehr sei, als die Arbeitslosentaggelder basierend auf dem versicherten Verdienst von Fr. 1’881.-- pro Monat ergeben hätten, weshalb er in den Monaten Januar und Februar 2008 zu Unrecht Arbeitslosentaggelder bezogen habe und diese von der Arbeitslosenversicherung mit Verfügung vom 23. November 2009 (Urk. 3/3) zurückgefordert worden seien (Urk. 1 S. 3 ff.),

dass die Beschwerdegegnerin die Beschwerde vollumfänglich anerkannt hat und der Begründung des Beschwerdeführers gefolgt ist (Urk. 7),

dass der von den Parteien dargelegte Sachverhalt mit den Akten übereinstimmt (Urk. 3/3-9, Urk. 9/37, Urk. 9/45-46) und auch in rechtlicher Hinsicht zutreffend gewürdigt wurde, wozu auf die Beschwerdeantwort vom 11. Januar 2010 (Urk. 7 S. 1) verwiesen werden kann, weshalb die Beschwerde antragsgemäss gutzuheissen und der angefochtene Einspracheentscheid vom 5. November 2009 (Urk. 2) aufzuheben ist, wobei festzustellen ist, dass der Beschwerdeführer Anspruch auf Taggelder für das Unfallereignis vom 26. Februar 2008 zu einem Taggeldansatz von Fr. 156.25 hat,

dass sich das Gesuch um Bestellung einer unentgeltlichen Rechtsvertretung bei diesem Ausgang des Verfahrens als gegenstandslos erweist und der Beschwerdeführer Anspruch auf eine Prozessentschädigung hat, die gestützt auf § 34 des Gesetzes über das Sozialversicherungsgericht und §§ 7 ff. der Verordnung über die sozialversicherungsgerichtlichen Gebühren, Kosten und Entschädigungen ohne Rücksicht auf den Streitwert nach der Bedeutung der Streitsache, nach der Schwierigkeit des Prozesses, dem Zeitaufwand und den Barauslagen auf Fr. 1’000.-- (inkl. Barauslagen und Mehrwertsteuer) festzusetzen ist,

erkennt das Gericht:

1. In Gutheissung der Beschwerde wird der angefochtene Einspracheentscheid der Schweizerischen Unfallversicherungsanstalt vom 5. November 2009 aufgehoben und es wird festgestellt, dass der Beschwerdeführer Anspruch auf Taggelder für das Unfallereignis vom 26. Februar 2008 zu einem Taggeldansatz von Fr. 156.25 hat.

2. Das Verfahren ist kostenlos.

3. Die Beschwerdegegnerin wird verpflichtet, dem Beschwerdeführer eine Prozessentschädigung von Fr. 1’000.-- (inkl. Barauslagen und MWSt) zu bezahlen.

4. Zustellung gegen Empfangsschein an:

  •  Rechtsanwältin Christina Ammann
    
  •  Schweizerische Unfallversicherungsanstalt
    
  •  Bundesamt für Gesundheit
    

5. Gegen diesen Entscheid kann innert ** 30 Tagen** seit der Zustellung beim Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden (Art. 82 ff. in Verbindung mit Art. 90 ff. des Bundesgesetzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom siebten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern, vom 15. Juli bis und mit 15. August sowie vom 18. Dezember bis und mit dem 2. Januar (Art. 46 BGG).

Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, zuzustellen.

Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweismittel und die Unterschrift des Beschwerdeführers oder seines Vertreters zu enthalten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Urkunden sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen hat (Art. 42 BGG).

Mots-clés

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Extrait par Omnilex

Question juridique clé

Whether the insured was entitled to accident daily allowances at a rate of CHF 156.25 instead of the reduced rate.

Solution extraite

The insured remained entitled to daily allowances at CHF 156.25 for the accident of 26 February 2008.

Motifs extraits

The parties' account matched the file and the respondent accepted the appeal; the legal assessment was correct, so the challenged decision had to be set aside and the higher rate confirmed.

Question juridique clé

Whether the repayment order for CHF 35,717.85 plus 1% compensation was lawful.

Solution extraite

The repayment order was annulled together with the challenged objection decision.

Motifs extraits

Because the higher daily allowance rate was correct, the basis for reclaiming overpaid benefits fell away.

Question juridique clé

Whether the request for appointment of free legal representation should be dealt with.

Solution extraite

The request became moot in view of the success of the appeal.

Motifs extraits

Since the appeal was allowed and costs were awarded, no separate decision on free legal representation was necessary.

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