Invalidity pension decision annulled and remanded for further medical assessment

IV.2008.01183Tribunal des assurances sociales16 févr. 2009Partially Granted

Extrait par Omnilex

Résumé Omnilex

The claimant challenged an IV office decision granting only a half invalidity pension. The Zurich Social Insurance Court held that the medical record was insufficient because the expert had not defined the profile of a medically acceptable adapted job, making any income comparison premature. It therefore annulled the decision and remanded the case to the IV office for further medical investigation and a new pension ruling. Following established case law on remands, the court ordered court costs of CHF 200 against the respondent.

Regeste Omnilex

Art. 69 Abs. 1bis IVG; remand for further medical clarification and new decision in invalidity pension matters: Where the medical file does not sufficiently specify the work activities still reasonably exigible in an adapted occupation, the determination of invalid income and thus the pension assessment is premature. If the evidence situation is incomplete, the contested decision must be annulled and the matter remitted to the administration for further investigation and reassessment. A remand for additional clarification and new decision counts, as a rule, as full success of the appealing party for the purposes of costs (consid. 3).

Texte intégral

IV.2008.01183

Sozialversicherungsgericht

des Kantons Zürich

III. Kammer

Sozialversicherungsrichter Spitz, Vorsitzender

Sozialversicherungsrichterin Annaheim

Sozialversicherungsrichterin Daubenmeyer

Gerichtssekretär Vogel

Urteil vom 17. Februar 2009

in Sachen

X.___

Beschwerdeführer

vertreten durch Y.___

gegen

Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle

Röntgenstrasse 17, 8087 Zürich

Beschwerdegegnerin

Nachdem die Beschwerdegegnerin mit Verfügung vom 16. Oktober 2008 dem Beschwerdeführer mit Wirkung ab 1. Juni 2006 eine halbe Invalidenrente zugesprochen hatte (Urk. 2),

nach Einsicht in die Beschwerde vom 18. November 2008, mit welcher der Beschwerdeführer die Aufhebung der angefochtenen Verfügung und die Ausrichtung einer ganzen Rente der Invalidenversicherung beantragt hat (Urk. 1), in die Beschwerdeantwort vom 8. Januar 2009, mit welcher die Beschwerdegegnerin auf teilweise Gutheissung der Beschwerde im Sinne einer Rückweisung der Angelegenheit an die Verwaltung zur weiteren Abklärung und Neubeurteilung des Rentenanspruches geschlossen hat (Urk. 11), und in die Replik vom 30. Januar 2009, mit welcher sich der Beschwerdeführer mit der Rückweisung der Sache zur Vornahme weiterer Abklärungen einverstanden erklärt hat (Urk. 15),

in Erwägung,

dass Dr. med. Z.___, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie FMH, Leitender Arzt des Dienstes A.___, im Bericht vom 6. Juli 2007 den Beschwerdeführer in dessen angestammter Tätigkeit aufgrund einer Hirnverletzung für 100 % arbeitsunfähig hielt (Urk. 12/13 S. 7),

dass Dr. Z.___ weiter ausführte, er gehe auf längere Sicht von einer Arbeitsfähigkeit von 50 % in einer behinderungsangepassten Tätigkeit aus, wobei deren Anforderungsprofil im Rahmen einer Abklärung noch zu definieren sei (Urk. 12/13 S. 7),

dass eine solche Abklärung nicht erfolgt ist und auch keine weiteren Stellungnahmen zum Anforderungsprofil einer behinderungsangepassten Tätigkeit aktenkundig sind,

dass die Festlegung des Invalideneinkommens erst dann erfolgen kann, wenn klar ist, welche Tätigkeiten dem Beschwerdeführer aus medizinischer Sicht noch zumutbar sind,

dass der angefochtene Entscheid deswegen aufzuheben und die Sache an die Beschwerdegegnerin zur weiteren medizinischen Abklärung zurückzuweisen ist,

dass die Beschwerdegegnerin hernach auf dieser Grundlage erneut über den Rentenanspruch des Beschwerdeführers zu entscheiden hat, wobei der Bemessung der beiden Vergleichseinkommen besondere Aufmerksamkeit zu widmen ist,

dass das Verfahren gestützt auf Art. 69 Abs. 1bis des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG) in der seit dem 1. Juli 2006 in Kraft stehenden Fassung für die unterliegende Partei kostenpflichtig ist, die Kosten unabhängig vom Streitwert nach dem Verfahrensaufwand festzulegen und im vorliegenden Fall auf Fr. 200.-- anzusetzen sind,

dass die Rückweisung der Sache an die Verwaltung zur weiteren Abklärung und zum Neuentscheid nach ständiger Rechtsprechung als vollständiges Obsiegen gilt (vgl. Urteil des früheren Eidgenössischen Versicherungsgerichts vom 10. Februar 2004 i.S. K., U 199/02, Erw. 6 mit Hinweis auf BGE 110 V 57 Erw. 3a; SVR 1999 IV Nr. 10 S. 28 Erw. 3),

dass die Gerichtskosten somit der unterlegenen Beschwerdegegnerin aufzuerlegen sind;

erkennt das Gericht:

1. Die Beschwerde wird in dem Sinne gutgeheissen, dass die Verfügung vom 16. Oktober 2008 aufgehoben und die Sache an die Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, zurückgewiesen wird, damit sie im Sinne der Erwägungen verfahre und hernach über den Rentenanspruch des Beschwerdeführers neu verfüge.

2. Die Gerichtskosten von Fr. 200.-- werden der Beschwerdegegnerin auferlegt. Rechnung und Einzahlungsschein werden der Kostenpflichtigen nach Eintritt der Rechtskraft zugestellt.

3. Zustellung gegen Empfangsschein an:

  •  Y.\_\_\_
    
  •  Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, unter Beilage des Doppels von Urk. 15
    
  •  Bundesamt für Sozialversicherungen
    

sowie an:

  •  Gerichtskasse (im Dispositiv nach Eintritt der Rechtskraft)
    

4. Gegen diesen Entscheid kann innert ** 30 Tagen** seit der Zustellung beim Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden (Art. 82 ff. in Verbindung mit Art. 90 ff. des Bundesgesetzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom siebten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern, vom 15. Juli bis und mit 15. August sowie vom 18. Dezember bis und mit dem 2. Januar (Art. 46 BGG).

Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, zuzustellen.

Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweismittel und die Unterschrift des Beschwerdeführers oder seines Vertreters zu enthalten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Urkunden sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen hat (Art. 42 BGG).

Mots-clés

invalidity pensionmedical assessmentearning capacityremandcourt costsadapted worksocial insurance

Extrait par Omnilex

Question juridique clé

Whether the half invalidity pension decision could stand despite incomplete medical clarification of suitable work capacity.

Solution extraite

No. The medical file did not sufficiently define which adapted activities remained medically reasonable, so the income comparison and pension assessment were premature.

Motifs extraits

The expert report stated 100% incapacity in the previous job and 50% capacity in an adapted job, but the required profile of such adapted work had not been clarified and no further findings existed. Without that clarification, invalid income could not be determined.

Question juridique clé

Who bears the court costs after remand.

Solution extraite

The respondent must bear the costs because remand for further clarification counts as full success for the claimant.

Motifs extraits

Established case law treats a remand for additional investigation and new decision as complete victory for the appealing party; therefore the losing authority is charged costs.

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