Early entitlement to a full disability pension granted

IV.2007.00937Tribunal des assurances sociales23 sept. 2007Granted

Extrait par Omnilex

Résumé Omnilex

The Zurich Social Insurance Court dealt with an appeal against an IV office decision that granted a full disability pension only from 1 December 2005. The insured sought pension entitlement from 1 May 2005. After the respondent partly reconsidered its decision and asked for dismissal, the court found that the agreed annulment of the challenged decision matched the file and allowed the appeal. It declared entitlement to a full disability pension from 1 May 2005, charged court costs of CHF 300 to the respondent, and awarded the appellant CHF 500 as procedural compensation.

Regeste Omnilex

Art. 69 Abs. 1bis IVG; cost consequences in proceedings concerning disability insurance benefits; where the dispute concerns the granting or refusal of insurance benefits, the proceedings are chargeable, with costs fixed according to procedural effort and irrespective of the amount in dispute. If the insured party prevails, costs are borne by the losing authority and a procedural indemnity is to be awarded according to the cantonal cost rules (cf. § 34 Abs. 1 and 3 GesVR in conjunction with § 7 Abs. 1 GebV SVGer). Where the parties agree to set aside the contested decision and that agreement accords with the file and legal position, the appeal is to be upheld and the contested decision annulled.

Texte intégral

IV.2007.00937

Sozialversicherungsgericht

des Kantons Zürich

IV. Kammer

Sozialversicherungsrichter Engler, Vorsitzender

Sozialversicherungsrichter Hurst

Ersatzrichterin Arnold Gramigna

Gerichtssekretärin Spross

Urteil vom 24. September 2007

in Sachen

Z.___

Beschwerdeführerin

vertreten durch Rechtsanwältin Dr. Judith Widmer

Stierlin, Ruckstuhl & Ott, Rechtsanwälte

Stadthausstrasse 39, Postfach 75, 8402 Winterthur

gegen

Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle

Röntgenstrasse 17, Postfach, 8087 Zürich

Beschwerdegegnerin

Sachverhalt:

Mit Verfügung vom 24. Mai 2007 sprach die Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, Z.___ ab dem 1. Dezember 2005 eine ganze Rente der Invalidenversicherung zu (Urk. 2). Dagegen liess sie am 26. Juni 2007 durch Rechtsanwältin Dr. Judith Widmer, Winterthur, Beschwerde erheben mit dem Antrag, ihr sei ab dem 1. Mai 2005 eine ganze Invalidenrente zuzusprechen (Urk. 1 S. 2). Mit Beschwerdeantwort vom 3. September 2007 (Urk. 7) ersuchte die Beschwerdegegnerin um Abschreibung des Verfahrens mit der Begründung, sie habe die angefochtene Verfügung insofern in Wiedererwägung gezogen, als der Beschwerdeführerin eine Invalidenrente ab dem 1. Mai 2005 verweigert worden war. Sie stellte einen neuen Rentenbeschluss in Aussicht. Dem Gericht ging am 6. September 2007 der Beschluss vom 31. Mai 2007 zu (Urk. 10). Im Begleitschreiben vom 4. September 2007 (Urk. 9) wies die Beschwerdegegnerin darauf hin, dass die Ausgleichkasse um Erlass einer neuen Verfügung ersucht worden sei und die Sache pendent sei. Auf telefonische Nachfrage nach dem Verbleib der neuen Verfügung teilte A.___, Rechtsdienst der Beschwerdegegnerin, dem Gericht am 11. September 2007 (Urk. 11) mit, dass die in Aussicht stehende Verfügung noch längere Zeit auf sich warten lasse, nachdem sich die Rechtsvertreterin der Beschwerdeführerin trotz mehrmaligem Abmahnen bis anhin geweigert habe, die Verrechnungsanträge zu unterzeichnen bzw. unterzeichnen zu lassen.

Das Gericht zieht in Erwägung:

1. Nachdem übereinstimmende Anträge auf Aufhebung der Verfügung vom 24. Mai 2007 vorliegen und diese mit der Rechts- und Aktenlage übereinstimmen, ist die Beschwerde gutzuheissen.

2. Da es um die Bewilligung oder Verweigerung von Versicherungsleistungen geht, ist das Verfahren kostenpflichtig. Die Gerichtskosten sind nach dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert festzulegen (Art. 69 Abs. 1bis des Gesetzes über die Invalidenversicherung [IVG] in der seit dem 1. Juli 2006 in Kraft stehenden Fassung) und auf Fr. 300.-- anzusetzen. Entsprechend dem Ausgang des Verfahrens sind sie der unterliegenden Beschwerdegegnerin aufzuerlegen.

3. Ausgangsgemäss hat die Beschwerdeführerin gestützt auf § 34 Abs. 1 und 3 des Gesetzes über das Sozialversicherungsgericht in Verbindung mit § 7 Abs. 1 der Verordnung über die Gebühren, Kosten und Entschädigungen vor dem Sozialversicherungsgericht Anspruch auf eine Prozessentschädigung. Diese ist unter Berücksichtigung der Bedeutung der Streitsache und der Schwierigkeit des Prozesses auf Fr. 500.-- (inkl. Mehrwertsteuer und Barauslagen) festzusetzen.

Das Gericht erkennt:

1. In Gutheissung der Beschwerde wird die Verfügung der Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, vom 24. Mai 2007 aufgehoben, und es wird festgestellt, dass die Beschwerdeführerin ab 1. Mai 2005 Anspruch auf eine ganze Invalidenrente hat.

2. Die Gerichtskosten von Fr. 300.-- werden der Beschwerdegegnerin auferlegt. Rechnung und Einzahlungsschein werden der Kostenpflichtigen nach Eintritt der Rechtskraft zugestellt.

3. Die Beschwerdegegnerin wird verpflichtet, der Beschwerdeführerin eine Prozessentschädigung von Fr. 500.-- (inkl. Barauslagen und MWSt) zu bezahlen.

4. Zustellung gegen Empfangsschein an:

  •  Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle
    
  •  Rechtsanwältin Dr. Judith Widmer unter Beilage eines Doppels von Urk. 7 und einer Kopie von Urk. 9 und Urk. 10
    
  •  Bundesamt für Sozialversicherungen
    
  •  Helsana Versicherungen AG, Postfach, 3063 Ittigen
    
  • Galenica Personalvorsorgestiftung, Grubenstrasse 11, 3322 Schönbühl

sowie an:

  • die Gerichtskasse (nach Eintritt der Rechtskraft)

5. Gegen diesen Entscheid kann innert ** 30 Tagen** seit der Zustellung beim Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden (Art. 82 ff. in Verbindung mit Art. 90 ff. des Bundesgesetzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom siebten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern, vom 15. Juli bis und mit 15. August sowie vom 18. Dezember bis und mit dem 2. Januar (Art. 46 BGG).

Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, zuzustellen.

Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweismittel und die Unterschrift zu enthalten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Urkunden sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen hat (Art. 42 BGG).

Mots-clés

disability pensionreconsiderationappealcourt costsprocedural indemnitybenefit entitlement

Extrait par Omnilex

Question juridique clé

Whether the appealed administrative decision should be set aside and the claimant awarded a full disability pension from 2005-05-01.

Solution extraite

The appeal was upheld; the decision of 24 May 2007 was annulled and entitlement to a full disability pension from 1 May 2005 was confirmed.

Motifs extraits

The parties agreed to set aside the decision, and that agreement was consistent with the legal and evidentiary record.

Question juridique clé

Who bears the court costs of the proceedings.

Solution extraite

Court costs of CHF 300 were imposed on the respondent.

Motifs extraits

Because the case concerned entitlement to insurance benefits, the proceedings were subject to fees; costs followed the outcome.

Question juridique clé

Whether the appellant is entitled to a procedural indemnity.

Solution extraite

The respondent must pay a procedural indemnity of CHF 500 to the appellant.

Motifs extraits

The appellant prevailed and was therefore entitled to compensation, assessed according to the importance and difficulty of the case.

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