Social insurance appeal over disability pension denied

IV.2006.00299Tribunal des assurances sociales13 juin 2006Dismissed

Extrait par Omnilex

Résumé Omnilex

The Zurich Social Insurance Court dismissed the insured person’s appeal against the SVA’s opposition decision denying disability insurance benefits. The claimant, represented by Rudolf Ruch, asked for remittal so that further medical documents from the city hospital could be obtained. The court held that the file already contained sufficient medical evidence, including a persuasive expert report by Dr. C.___, and that the claimant had not attended the hospital examinations. The expert found only minor findings and concluded that she remained fully fit for her usual housewife work. The proceedings were declared free of charge.

Regeste Omnilex

Free assessment of evidence in social insurance proceedings; probative value of medical reports and consequences of an adequate file for judicial review. Medical reports are decisive if they are complete, based on thorough examinations, take account of the claimant’s complaints and prior records, are internally coherent, and provide reasoned conclusions (consid. 2). Where the available medical evidence permits a reliable assessment of the disputed entitlement, further evidentiary measures are unnecessary. If the expert convincingly excludes relevant functional incapacity, a disability pension claim fails.

Texte intégral

IV.2006.00299

Sozialversicherungsgericht

des Kantons Zürich

IV. Kammer

Sozialversicherungsrichter Engler, Vorsitzender

Sozialversicherungsrichterin Weibel-Fuchs

Ersatzrichterin Arnold Gramigna

Gerichtssekretärin Dürst

Urteil vom 14. Juni 2006

in Sachen

A.___

Beschwerdeführerin

vertreten durch Rudolf Ruch

gegen

Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich (SVA)

IV-Stelle

Röntgenstrasse 17, Postfach, 8087 Zürich

Beschwerdegegnerin

Nachdem die SVA, IV-Stelle, die Einsprache von A.___ vom 5. Januar 2006 (Urk. 8/53) gegen die Verfügung vom 23. November 2005 mit Entscheid vom 15. Februar 2006 (Urk. 8/50) abgewiesen hat (Urk. 2),

nach Einsicht in die Beschwerde vom 17. März 2006, mit welcher der Vertreter der Versicherten, Rudolf Ruch, sinngemäss beantragte, die Angelegenheit sei unter Anweisung des Stadtspitals B.___, "___", der IV-Stelle die ärztlichen Dokumente der Versicherten zuzustellen, zu neuer Entscheidung an die Vorinstanz zurückweisen (Urk. 1),

in Erwägung,

dass die Beschwerdegegnerin in ihrem Einspracheentscheid vom 15. Februar 2006 (Urk. 2) die Rechtsgrundlagen für die Beurteilung der Streitfrage, insbesondere die Grundsätze der Zusprache von Rentenleistungen der Invalidenversicherung zutreffend dargelegt hat, worauf verwiesen werden kann,

dass diesbezüglich zu ergänzen ist, dass nach dem Grundsatz der freien Beweiswürdigung Versicherungsträger und Sozialversicherungsgerichte die Beweise frei, d.h. ohne Bindung an förmliche Beweisregeln, sowie umfassend und pflichtgemäss zu würdigen haben, was für das Beschwerdeverfahren bedeutet, dass das Sozialversicherungsgericht alle Beweismittel, unabhängig davon, von wem sie stammen, objektiv zu prüfen und danach zu entscheiden hat, ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des streitigen Rechtsanspruches gestatten,

dass hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichtes beziehungsweise eines Gutachtens entscheidend ist, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen des Experten begründet sind (BGE 125 V 352 Erw. 3a, 122 V 160 Erw. 1c),

dass Dr. med. C.___, Innere Medizin FMH, "___", in seinem gutachterlichen Bericht vom 1. November 2005, welcher den genannten Anforderungen entspricht (vgl. Anamnese, subjektive Angaben der Versicherten, objektive Befunde, Diagnose, Kommentar), lediglich eine diskrete Besenreiservarikosis und eine fragliche depressive Verstimmung mit Somatisierungstendenz diagnostizierte und insbesondere nachvollziehbar erklärte, dass es aufgrund der unauffälligen Untersuchungsbefunde und fehlenden Hinweisen für kardiovaskuläre Risikofaktoren unwahrscheinlich sei, dass eine Herzkrankheit vorliege, beziehungsweise dass eine Diskrepanz bezüglich Leidensdruck und dem Verhalten der Versicherten bestehe,

dass aufgrund der Aktenlage das Stadtspital B.___ die relevanten ärztlichen Informationen bereits der Beschwerdegegnerin zugestellt hat und daraus ersichtlich ist, dass sich die Beschwerdeführerin, entgegen ihren Behauptungen, bei diesem Spital nie zu einer Untersuchung eingefunden, beziehungsweise die entsprechenden Aufgebote dazu unentschuldigt nicht wahrgenommen hat (vgl. Urk. 8/30, Urk. 8/32-37 und Urk. 8/40),

dass Dr. C.___ die Beschwerdeführerin für die bisher ausgeübte Tätigkeit als Hausfrau zu 100 % als arbeitsfähig erachtet (Urk. 8/47 S. 3),

dass demnach die Beschwerde abzuweisen ist,

erkennt das Gericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Das Verfahren ist kostenlos.

3. Zustellung gegen Empfangsschein an:

  •  Rudolf Ruch
    
  •  Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle
    
  •  Bundesamt für Sozialversicherung
    

4. Gegen diesen Entscheid kann innert ** 30 Tagen** seit der Zustellung beim Eidgenössischen Versicherungsgericht Verwaltungsgerichtsbeschwerde eingereicht werden.

Die Beschwerdeschrift ist dem Eidgenössischen Versicherungsgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, in dreifacher Ausfertigung zuzustellen.

Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweismittel und die Unterschrift der beschwerdeführenden Person oder ihres Vertreters zu enthalten; die Ausfertigung des angefochtenen Entscheides und der dazugehörige Briefumschlag sowie die als Beweismittel angerufenen Urkunden sind beizulegen, soweit die beschwerdeführende Person sie in Händen hat (Art. 132 in Verbindung mit Art. 106 und 108 OG).

Mots-clés

disability insurancemedical evidenceexpert reportfree evaluation of evidenceremittalcapacity to workhousehold workappeal dismissal

Extrait par Omnilex

Question juridique clé

Whether the refusal of disability insurance benefits should be set aside and the matter remitted for further medical investigation.

Solution extraite

The medical record was sufficient for adjudication; the request for remittal was rejected and the appeal failed.

Motifs extraits

The court found the expert report by Dr. C.___ comprehensive and convincing. The hospital records had already been transmitted, and the claimant had not attended the scheduled examinations. On that basis, the evidence allowed a reliable assessment.

Question juridique clé

Whether the insured person was entitled to a disability pension or other IV benefits on the available evidence.

Solution extraite

No entitlement was shown; the claimant was found fully capable of performing her usual housewife activity.

Motifs extraits

The expert diagnosed only minor venous issues and a questionable depressive mood with somatization tendency, while excluding a likely heart disease and finding no relevant functional incapacity.

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