Pension splitting after divorce: transfer of Freizügigkeitsleistung

BV.2007.00074Tribunal des assurances sociales17 déc. 2007Granted

Extrait par Omnilex

Résumé Omnilex

Following the divorce of A. and B., the Zurich Social Insurance Court had to implement the split of the spouses' occupational pension vested benefits. The parties did not dispute the pension calculations. The court therefore ordered TRANSPARENTA Sammelstiftung für berufliche Vorsorge to transfer CHF 289,867.50 from A.'s vested-benefit account to B.'s account at Schweizerische National Sammelstiftung BVG, with interest from 12 April 2007. The proceedings were declared free of charge and no party compensation was granted.

Regeste Omnilex

Art. 122 ZGB; division of occupational pension exit benefits after divorce; where the parties do not dispute the actuarial calculation, the court may order the mathematical split without further evidentiary supplementation. The spouse with the higher accumulated vested benefits must compensate the other for the half-share difference. The pension institution holding the corresponding vested-benefit account is to execute the transfer. The awarded amount bears interest from the date of the divorce judgment’s finality until payment, at least at the minimum rate under Art. 12 BVV 2 for the mandatory part, or at any higher contractual default interest rate (consid. 3 ff.).

Texte intégral

BV.2007.00074

Sozialversicherungsgericht

des Kantons Zürich

IV. Kammer

Sozialversicherungsrichter Engler, Vorsitzender

Sozialversicherungsrichter Hurst

Sozialversicherungsrichterin Weibel-Fuchs

Gerichtssekretärin Randacher

Urteil vom 18. Dezember 2007

in Sachen

A.___

Kläger

vertreten durch Rechtsanwalt Roland Schaub

Schaub Steiger Rechtsanwälte

Limmatquai 72, Postfach, 8023 Zürich

gegen

1. B.___

2. Schweizerische National Sammelstiftung BVG

Wuhrmattstrasse 19, Postfach, 4103 Bottmingen

sowie

B.___

Klägerin

vertreten durch Rechtsanwalt Bruno Pellegrini

Streiff Pellegrini & von Kaenel

Bahnhofstrasse 67, Postfach 183, 8622 Wetzikon ZH

gegen

1. A.___

2. TRANSPARENTA Sammelstiftung für berufliche Vorsorge

Hauptstrasse 105, 4147 Aesch BL

3. Helvetia Schweizerische Lebensversicherungsgesellschaft AG

St. Alban-Anlage 26, Postfach 3855, 4002 Basel

Nachdem die Ehe zwischen A.___ und B.___ mit Urteil des Bezirksgerichts C.___ vom 19. Juli 2006 (Urk. 2/147) und mit Beschluss und Urteil des Obergerichts vom 30. April 2007 (Urk. 1/1) sowie Beschluss vom 15. Mai 2007 (Urk. 1/2) rechtskräftig geschieden worden ist und die Nebenfolgen der Scheidung geregelt worden sind,

nachdem das Obergericht des Kantons Zürich die Vereinbarung der Parteien geschützt hat, wonach die von ihnen während ihrer Ehe erworbenen Vorsorgeansprüche der zweiten Säule hälftig per Rechtskraft des Scheidungspunktes (12. April 2007) aufzuteilen sind (Urk. 1/1 S. 7),

In Erwägung,

dass nach Art. 122 Abs. 1 des Zivilgesetzbuches (ZGB) jeder Ehegatte Anspruch auf die Hälfte der nach dem Freizügigkeitsgesetz (Bundesgesetz über die Freizügigkeit in der beruflichen Alters-, Hinterlassenen- und Invalidenvorsorge, FZG) für die Ehedauer zu ermittelnden Austrittsleistung des anderen Ehegatten hat,

dass A.___ bei der TRANSPARENTA Sammelstiftung für berufliche Vorsorge sowie bei der Helvetia Schweizerische Lebensversicherungsgesellschaft AG über Freizügigkeitsguthaben und B.___ bei der Schweizerischen National Sammelstiftung BVG über ein Freizügigkeitsguthaben verfügen,

dass die TRANSPARENTA Sammelstiftung für berufliche Vorsorge dem Gericht eine zu teilende Austrittsleistung in Höhe von Fr. 495'603.-- (Urk. 5), die Helvetia Schweizerische Lebensversicherungsgesellschaft AG eine solche von Fr. 115'365.-- (Urk. 9/1-3) und die National Sammelstiftung BVG eine solche von Fr. 31'233.-- (Urk. 6) mitgeteilt hat,

dass die Parteien die korrekte Berechnung dieser Austrittsleistungen nicht beanstandet haben,

dass die (mathematische) Teilung daher ohne weitere Aktenergänzungen vorgenommen werden kann,

dass A.___ gesamthaft über während der Ehe gehäufte Freizügigkeitsleistungen im Umfang von Fr. 610'968.-- und B.___ über solche von Fr. 31'233.-- verfügen,

dass A.___ somit Anspruch auf Fr. 15'616.50 (Fr. 31'233.-- : 2) und B.___ Anspruch auf Fr. 305'484.-- (Fr. 610'968.-- : 2) aus dem jeweiligen Vorsorgeguthaben der Gegenpartei haben,

dass die Differenz der Summe Fr. 289'867.50 (Fr. 305'484.-- ./. Fr. 15'616.50) zu Gunsten von B.___ beträgt,

dass sich A.___ nicht darüber geäussert hat, von welcher Vorsorgeeinrichtung der geschuldete Betrag zu überweisen ist,

dass nur bei der TRANSPARENTA Sammelstiftung für berufliche Vorsorge ein Freizügigkeitsguthaben in entsprechender Höhe vorliegt,

dass diese demnach zu verpflichten ist, den Betrag von Fr. 289'867.50 zu Lasten von A.___ (geb. 24.6.1956) auf das entsprechende Vorsorgekonto von B.___ (Versicherungs-Nr. 318830) bei der National Sammelstiftung BVG zu überweisen,

dass rechtsprechungsgemäss (vgl. Urteil des Eidgenössischen Versicherungsgerichts vom 6. Juni 2006, B 17/06) die einem ausgleichsberechtigten Ehegatten im Falle der Scheidung zustehende Austrittsleistung vom massgebenden Stichtag der Teilung (Datum der Rechtskraft des Scheidungsurteils) an bis zum Zeitpunkt der Überweisung oder des Beginns der Verzugszinspflicht zu verzinsen ist,

dass die Vorsorgeeinrichtung dabei für den Bereich des Obligatoriums auf der Austrittsleistung den Mindestzinssatz gemäss Art. 12 der Verordnung über die berufliche Alters-, Hinterlassenen- und Invalidenvorsorge (BVV 2; ab 1. Januar 2005 mindestens 2,5 % p.a. [Art. 12 lit. d BVV 2]) oder den allenfalls höheren reglementarischen Zins zu vergüten hat,

dass demzufolge die geschuldete Austrittsleistung im Sinne der Erwägungen zu verzinsen ist und zwar zu mindestens 2,5 % ab 12. April 2007 (Datum der Rechtskraft des Scheidungsurteils) beziehungsweise nach Eintritt eines allfälligen Verzugsfalles nach dem genannten höheren Verzugszins,

dass A.___ beantragt (Urk. 12), aufgrund seines Obsiegens seien B.___ die Kosten aufzuerlegen und ihm eine Prozessentschädigung zu entrichten,

dass das Verfahren vor dem hiesigen Gericht grundsätzlich kostenlos ist,

dass nicht von einem Obsiegen oder Unterliegen ausgegangen werden kann, da das Gericht lediglich die mathematische Teilung der Austrittsleistungen vorgenommen hat,

dass die Parteikosten demnach wettzuschlagen sind,

erkennt das Gericht:

1. Die TRANSPARENTA Sammelstiftung für berufliche Vorsorge wird verpflichtet, den Betrag von Fr. 289'867.50 zu Lasten von A.___ auf das entsprechende Vorsorgekonto von B.___ bei der National Sammelstiftung BVG zu überweisen, wobei der genannte Betrag ab 12. April 2007 im Sinne der Erwägungen zu verzinsen ist.

2. Das Verfahren ist kostenlos.

3. Den Parteien wird keine Prozessentschädigung zugesprochen.

4. Zustellung gegen Empfangsschein an:

  •  TRANSPARENTA Sammelstiftung für berufliche Vorsorge
    
  •  Schweizerische National Sammelstiftung BVG
    
  •  Helvetia Schweizerische Lebensversicherungsgesellschaft AG
    
  •  Rechtsanwalt Roland Schaub
    
  •  Rechtsanwalt Bruno Pellegrini, unter Beilage des Doppels von Urk. 12
    
  •  Bundesamt für Sozialversicherungen
    

5. Gegen diesen Entscheid kann innert ** 30 Tagen** seit der Zustellung beim Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden (Art. 82 ff. in Verbindung mit Art. 90 ff. des Bundesgesetzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom siebten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern, vom 15. Juli bis und mit 15. August sowie vom 18. Dezember bis und mit dem 2. Januar (Art. 46 BGG).

Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, zuzustellen.

Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweismittel und die Unterschrift zu enthalten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Urkunden sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen hat (Art. 42 BGG).

Mots-clés

pension splittingdivorcevested benefitsinterestoccupational pensioncourt costsparty compensation

Extrait par Omnilex

Question juridique clé

How should the spouses' vested benefits be divided under divorce pension-splitting rules?

Solution extraite

The marital vested benefits were to be split mathematically and the difference paid so that B. receives CHF 289,867.50 from A.'s pension assets.

Motifs extraits

Under Art. 122 ZGB, each spouse is entitled to half of the other's exit benefit accrued during marriage. The parties did not contest the calculation, so the court could divide the amounts without further evidence.

Question juridique clé

From which pension institution must the transfer be made and with interest?

Solution extraite

TRANSPARENTA Sammelstiftung für berufliche Vorsorge was ordered to transfer the amount from A.'s account to B.'s account at the National Sammelstiftung BVG, with interest of at least 2.5% from 2007-04-12.

Motifs extraits

Only TRANSPARENTA held an exit benefit of matching amount. The awarded exit benefit must bear interest from the effective date of the divorce judgment until payment, at least at the BVV 2 minimum rate for the mandatory part or any higher contractual default interest.

Question juridique clé

Who bears the court costs and is a party compensation due?

Solution extraite

The proceedings were free of charge and no party compensation was awarded.

Motifs extraits

Because the court only carried out the mathematical split and neither party can be said to have won or lost, party costs were offset.

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