Loss of side job does not create unemployment benefits entitlement

AL.2004.00398Tribunal des assurances sociales23 nov. 2004Dismissed

Extrait par Omnilex

Résumé Omnilex

The claimant challenged the unemployment fund’s refusal of benefits from 1 June 2004. He had lost a part-time kitchen helper job, but he still remained employed full-time as a helper cook at an old-age home for 42 hours per week. The court held that the loss of a side job outside normal working hours does not make a person unemployed under AVIG when a full-time main employment continues. The fact that contributions were paid on both jobs did not alter the result. The complaint was dismissed and the proceedings were declared free of charge.

Regeste Omnilex

Art. 8 Abs. 1 lit. a and Art. 10 AVIG; unemployment status despite loss of a secondary job: the decisive criterion is whether the insured person is without employment on the basis of normal weekly working hours. If a full-time main employment within the ordinary operating time continues, the loss of a marginal or side activity outside those hours does not constitute unemployment and does not trigger entitlement to unemployment benefits. Contribution liability for several employment relationships does not override the requirements of unemployment within the meaning of Art. 10 AVIG.

Texte intégral

AL.2004.00398

Sozialversicherungsgericht

des Kantons Zürich

III. Kammer

Sozialversicherungsrichter Faesi, Vorsitzender

Sozialversicherungsrichterin Daubenmeyer

Ersatzrichterin Condamin

Gerichtssekretär Bachofner

Urteil vom 24. November 2004

in Sachen

R.___

Beschwerdeführer

gegen

Arbeitslosenkasse Comedia

Stauffacherstrasse 60, Postfach 1272, 8026 Zürich

Beschwerdegegnerin

Nachdem die Arbeitslosenkasse Comedia mit Verfügung vom 17. Juni 2004 (Urk. 7/4) - bestätigt mit Einspracheentscheid vom 27. Juli 2004 (Urk. 2) - einen Anspruch von R.___ auf Arbeitslosenentschädigung ab dem 1. Juni 2004 abgewiesen hat,

nach Einsicht in die Beschwerdeschrift vom 24. August 2004, mit welcher R.___ sinngemäss die Aufhebung des angefochtenen Einspracheentscheids beantragt hat (Urk. 1), und in die Beschwerdeantwort vom 14. September 2004 (Urk. 6), mit der die Arbeitslosenkasse Comedia auf eine Stellungnahme verzichtet hat, sowie in die übrigen Akten;

in Erwägung, dass

die versicherte Person Anspruch auf Arbeitslosenentschädigung hat, wenn sie unter anderem ganz oder teilweise arbeitslos ist (Art. 8 Abs. 1 lit. a des Bundesgesetzes über die obligatorische Arbeitslosenversicherung und die Insolvenzentschädigung [AVIG]),

als ganz arbeitslos gilt, wer in keinem Arbeitsverhältnis steht und eine Vollzeitbeschäftigung sucht (Art. 10 Abs. 1 AVIG); als teilweise arbeitslos gilt, wer in keinem Arbeitsverhältnis steht und lediglich eine Teilzeitbeschäftigung sucht (Art. 10 Abs. 2 lit. a AVIG) oder eine Teilzeitbeschäftigung hat und eine Vollzeit- oder eine weitere Teilzeitbeschäftigung sucht (Art. 10 Abs. 2 lit. b AVIG),

Massstab für die Beurteilung, ob Ganzarbeitslosigkeit vorliegt, und damit gleichzeitig auch für die Abgrenzung zur Teilarbeitslosigkeit eine auf einer normalen wöchentlichen Arbeitszeit des betreffenden Betriebes oder der betreffenden Branche beruhendes Arbeitsverhältnis ist; der Verlust von Beschäftigungen ausserhalb der normalen wöchentlichen Arbeitszeit, wie Nebenverdienste an Wochenenden oder täglichen Randzeiten, ausser Betracht fällt und keinen Anspruch auf Arbeitslosenentschädigung gibt (Nussbaumer, Arbeitslosenversicherung, in: Schweizerisches Bundesverwaltungsrecht [SBVR], S. 44 f. Rz. 104),

streitig und zu prüfen ist, ob dem Beschwerdeführer ab 1. Juni 2004 ein Anspruch auf Arbeitslosenentschädigung zusteht,

die Arbeitslosenkasse den Anspruch des Beschwerdeführers mit der Begründung verneinte, dass er nicht als arbeitslos gelte, da er auch nach dem Verlust seiner Nebenerwerbstätigkeit weiterhin in einem ungekündigten und unbefristeten Vollzeitarbeitsverhältnis stehe (Urk. 2, 7/4),

der Beschwerdeführer demgegenüber geltend macht, er habe auch von seinem ehemaligen Nebenverdienst Beiträge an die Arbeitslosenversicherung bezahlt (Urk. 1),

aufgrund der Akten feststeht und unbestritten ist, dass der Beschwerdeführer seit dem 20. Juli 2002 teilzeitlich als Kochaushilfe für das Restaurant A.___ in Y.___ arbeitete, bis das Arbeitsverhältnis vom Arbeitgeber per 31. Mai 2004 gekündigt wurde (Urk. 7/9), worauf sich der Beschwerdeführer am 28. Mai 2004 zur Arbeitsvermittlung anmeldete (Urk. 7/6) und Antrag auf Arbeitslosenentschädigung stellte (Urk. 7/5),

der Beschwerdeführer jedoch ebenso unbestrittenermassen seit dem 20. März 1997 (und weiterhin) im Umfang der normalen betrieblichen Arbeitszeit von 42 Stunden pro Woche als Hilfskoch für das Altersheim B.___ tätig ist (Urk. 7/5 S. 2, 7/6), weshalb er - gemäss den obigen Erwägungen - trotz Verlust seines Nebenverdienstes nicht arbeitslos im Sinne von Art. 10 AVIG ist, so dass die Arbeitslosenkasse einen Anspruch auf Arbeitslosenentschädigung zu Recht verneint hat (Art. 8 Abs. 1 lit. a AVIG),

daran auch die Tatsache nichts ändert, dass der Beschwerdeführer für jedes der beiden Arbeitsverhältnisse bis zum vorgesehenen Höchstbetrag der Beitragspflicht unterlag beziehungsweise unterliegt (Art. 2 Abs. 1 lit. a und Art. 3 Abs. 1 und 2 AVIG; vgl. Nussbaumer, a.a.O., S. 25 Rz. 56 ff.);

erkennt das Gericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Das Verfahren ist kostenlos.

3. Zustellung gegen Empfangsschein an:

  •  R.\_\_\_
    
  •  Arbeitslosenkasse Comedia
    
  •  Staatssekretariat für Wirtschaft seco
    
  •  AWA Amt für Wirtschaft und Arbeit
    

4. Gegen diesen Entscheid kann innert ** 30 Tagen** seit der Zustellung beim Eidgenössischen Versicherungsgericht Verwaltungsgerichtsbeschwerde eingereicht werden.

Die Beschwerdeschrift ist dem Eidgenössischen Versicherungsgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, in dreifacher Ausfertigung zuzustellen.

Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweismittel und die Unterschrift der beschwerdeführenden Person oder ihres Vertreters zu enthalten; die Ausfertigung des angefochtenen Entscheides und der dazugehörige Briefumschlag sowie die als Beweismittel angerufenen Urkunden sind beizulegen, soweit die beschwerdeführende Person sie in Händen hat (Art. 132 in Verbindung mit Art. 106 und 108 OG).

Mots-clés

unemployment insurancefull-time employmentpart-time employmentside jobbenefit entitlementcontribution liabilitynormal working hours

Extrait par Omnilex

Question juridique clé

Whether the claimant was unemployed within the meaning of Art. 10 AVIG after losing his side job.

Solution extraite

No. Because he continued to work in a full-time position corresponding to the normal operating time, he was not unemployed despite losing the side job.

Motifs extraits

For the distinction between full and partial unemployment, the decisive factor is whether the person lacks employment based on normal weekly working hours. Loss of work outside normal hours, such as a weekend or marginal side job, does not create entitlement to unemployment benefits when a full-time main employment continues.

Question juridique clé

Whether contributions paid on both employment relationships created entitlement to unemployment benefits.

Solution extraite

No. The fact that both jobs were subject to contribution up to the statutory maximum does not change the unemployment qualification.

Motifs extraits

Contribution liability is not decisive for unemployment status under Art. 8 and Art. 10 AVIG.

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