No jurisdiction over legal aid request in pending divorce-modification case

VO140134Tribunal supérieur30 sept. 2014Inadmissible

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Résumé

A._____ applied to the President of the Zurich High Court for legal aid in a divorce-modification case already pending before the Zurich District Court. The President held that, under § 128 GOG, he is competent only for pre-litigation legal-aid requests and not for requests in proceedings already pending before the district court. The request therefore was not entered into; the High Court proceeding was declared free of charge. The decision also noted that any challenge must be brought by complaint under Art. 121 ZPO.

Regest

§ 128 GOG; competence of the High Court President for legal aid requests; Art. 119 Abs. 6 ZPO, cost-free legal-aid proceedings; Art. 121 ZPO, complaint remedy. The High Court President is competent only for legal-aid requests filed before commencement of proceedings, including requests up to the end of conciliation. Once a case is already pending before the district court, competence lies with that court; the High Court President must not enter into the request. Proceedings concerning legal aid are cost-free. The fact that the decision is rendered by the High Court President in first instance does not alter the available remedy under Art. 121 ZPO.

Texte intégral

Obergericht des Kantons Zürich Präsident

Geschäfts-Nr.: VO140134-O/U Mitwirkend: Der Obergerichtspräsident lic. iur. R. Naef sowie die Gerichtsschreiberin lic. iur. A. Leu

Verfügung vom 30. September 2014

i n Sachen

A._____,

Gesuchsteller

betreffend Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege

Erwägungen: 1. Mit Eingabe vom 23. September 2014 stellte A._____ (nachfolgend: Ge- suchsteller) beim Präsidenten des Obergerichts des Kantons Zürich ein Ge- such um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege für ein beim Bezirks- geri cht Züri ch hängiges Verfahren betreffend Abänderung des Scheidungs- urteils, Verfahrensnummer FP140166-L (act. 1). 2. Dem Präsidenten des Obergerichts des Kantons Zürich obliegt gemäss § 128 GOG nur die Beurteilung von Gesuchen um Gewährung der unent- geltlichen Rechtspflege vor Einreichung einer Klage bei einem zürcheri- schen Geri cht, namentli ch für ei n Schli chtungsverfahren vor ei ner zürcheri- schen Schli chtungsbehörde. In sachli cher Hi nsi cht i st er dami t nur für vor- prozessuale Gesuche bzw. Gesuche bis zum Abschluss eines allfälligen Schlichtungsverfahrens zuständig. Nicht zuständig ist er hingegen für die Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege im Rahmen eines bereits hän- gigen Verfahrens vor einem Bezirksgericht, wie dies der Gesuchsteller bean- tragt (act. 1). Ein solches Gesuch ist direkt beim betreffenden Gericht, vor- liegend beim Bezirksgericht Züri ch im Verfahren FP140166-L, zu stellen. Auf das Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege ist daher nicht ei nzutreten. 3. Gemäss Art. 119 Abs. 6 ZPO ist das Verfahren um unentgeltliche Rechts- pflege kostenlos. 4. Wird die unentgeltliche Rechtspflege ganz oder teilweise abgelehnt oder entzogen, so kann die gesuchstellende Person den Entscheid mit Be- schwerde gemäss Art. 121 ZPO beim Obergericht anfechten. Dass vorlie- gend der Obergerichtspräsident über das Gesuch befindet, vermag daran nichts zu ändern. Der Obergerichtspräsident fällt in diesem Verfahren ei nen erstinstanzlichen Entscheid i.S.v. Art. 319 lit. b ZPO und fungi ert ni cht als obere kantonale Instanz, gegen deren Entscheide lediglich ein Rechtsmittel ans Bundesgericht gegeben wäre.

Es wird verfügt: 1. Auf das Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege für das vor dem Bezirksgericht Züri ch hängige Verfahren betreffend Abänderung des Scheidungsurteils, Verfahrensnummer FP140166-L, wird nicht eingetre- ten. 2. Das obergerichtliche Verfahren ist kostenlos. 3. Schri ftli che Mi ttei lung an den Gesuchsteller, gegen Empfangsschein. 4. Eine Beschwerde gegen diesen Entscheid kann innert 10 Tagen von der Zustellung an im Doppel und unter Beilage dieses Entscheids beim Oberge- richt des Kantons Zürich, Zivilkammern, Postfach 2401, 8021 Zürich, einge- rei cht werden. In der Beschwerdeschrift sind die Anträge zu stellen und zu begründen. Allfällige Urkunden sind mit zweifachem Verzeichnis beizulegen. Die gesetzlichen Fristenstillstände gelten nicht (Art. 145 Abs. 2 ZPO).

Züri ch, 30. September 2014 __________________________________ OBERGERICHT DES KANTONS ZÜRICH Die Gerichtsschreiberin:

lic. iur. A. Leu

versandt am:

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