Appeal dismissed for failure to pay security for costs

UE120114Tribunal supérieur13 nov. 2012Dismissed

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Résumé

A._____ appealed against a non-prosecution order by the Zurich-Limmat public prosecutor. The Court of Appeal ordered him to provide security for costs and extended the deadline once, but he still did not pay. The Third Criminal Chamber therefore did not enter into the appeal. It also charged him CHF 800 in court fees and ordered him to pay party compensation to B._____ and C._____, while D._____ received none because no compensable expenses were shown.

Regest

Art. 428 Abs. 1 StPO; Art. 432 Abs. 1 i.V.m. Art. 436 Abs. 1 StPO: Failure to pay ordered security for costs despite a duly warned extension leads to non-entry into the criminal appeal. Where the appeal is not entered into, costs are borne by the appellant. Party compensation may be awarded for substantiated legal expenses if claimed and documented; absent a request or proven relevant expenses, no compensation is due (consid. 1-3).

Texte intégral

Obergericht des Kantons Zürich III. Strafkammer

Geschäfts-Nr.: UE120114-O/U/bee

Mitwirkend: die Oberrichter lic. iur. K. Balmer, Präsident, lic. iur. W. Meyer und Ersatzoberrichter lic. iur. A. Schärer sowie der Gerichtsschreiber lic. iur. U. Gassmann

Beschluss vom 13. November 2012

in Sachen

A._____, Beschwerdeführer

gegen

  1. B., 2. C., 3. D._____, 4. Staatsanwaltschaft Zürich-Limmat, Beschwerdegegner

1 verteidigt durch Rechtsanwalt lic. iur. X._____ 2 verteidigt durch Rechtsanwalt lic. iur. Y._____

betreffend Nichtanhandnahme

Beschwerde gegen die Nichtanhandnahmeverfügung der Staatsanwalt- schaft Zürich - Limmat vom 2. Mai 2012, DAST3/2012/2259

Erwägungen: 1. Am 21. Mai 2012 liess A._____ (Beschwerdeführer) durch seinen (dama- ligen) Rechtsvertreter, Rechtsanwalt Dr. Z., Beschwerde gegen die Nicht- anhandnahmeverfügung der Staatsanwaltschaft Zürich-Limmat vom 2. Mai 2012 einreichen (Urk. 2; Urk. 5). Am 30. Mai 2012 erging der erste Schriftenwechsel- entscheid der erkennenden Kammer (Urk. 6); in der Folge wurde der Schriften- wechsel bis und mit Duplik der Beschwerdegegner 1 und 2 (B. bzw. C.) durchgeführt (Urk. 37, Urk. 40). Mit Verfügung vom 3. September 2012 verpflichtete die erkennende Kammer - Anträgen der beiden genannten Be- schwerdegegner folgend (vgl. Urk. 21, Urk. 26) - den Beschwerdeführer zur Leis- tung einer Prozesskaution von Fr. 4'800.– innert 20 Tagen, mit der Androhung, dass ansonsten auf die Beschwerde nicht eingetreten werde (Urk. 45). Auf Ersu- chen von Rechtsanwalt Dr. Z. wurde dem Beschwerdeführer die Frist zur Leistung der Kaution mit Verfügung vom 14. September 2012 letztmals bis 16. Oktober 2012 erstreckt (Urk. 47; Urk. 50). Am 11. Oktober 2012 teilte Rechtsan- walt Dr. Z._____ dem Gericht mit, er lege sein Mandat zur Vertretung des Be- schwerdeführers mit sofortiger Wirkung nieder (Urk. 52). Der Beschwerdeführer hat die Prozesskaution innert erstreckter Frist nicht geleistet (vgl. Urk. 54). Andro- hungsgemäss ist somit auf seine Beschwerde nicht einzutreten. 2. Bei diesem Ausgang des Verfahrens trägt der Beschwerdeführer die Kos- ten des Beschwerdeverfahrens (Art. 428 Abs. 1 StPO). Die Gerichtsgebühr ist auf Fr. 800.– festzusetzen (§ 17 Abs. 1 GebV OG). 3. Der Beschwerdeführer ist ferner zu verpflichten, die Beschwerdegegner 1- 3 für ausgewiesene Aufwendungen im Beschwerdeverfahren zu entschädigen (Art. 432 Abs. 1 i.V.m Art. 436 Abs. 1 StPO). Die Verteidiger der Beschwerdegeg- ner 1 und 2 haben Honorarnoten zu den Akten gereicht; diese erweisen sich so- wohl hinsichtlich des verwendeten Stundenansatzes (Fr. 320.– in beiden Fällen) wie auch bezüglich des verrechneten Zeitaufwands (Beschwerdegegner 1: 16.68 Std., Urk. 56; Beschwerdegegner 2: 14.8 Std., Urk. 59) als angemessen. Der Be- schwerdeführer ist demnach zu verpflichten, B._____ mit Fr. 5'937.55 (inkl. 8%

MwSt) sowie C._____ mit Fr. 5'114.90 (inkl. 8% MwSt) zu entschädigen. Von D._____ liegt kein Antrag auf Prozessentschädigung vor (vgl. Urk. 24); mangels ausgewiesener erheblicher Aufwendungen ist ihm keine Entschädigung zuzu- sprechen.

Es wird beschlossen:

  1. Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten. 2. Die Gerichtsgebühr wird auf Fr. 800.– festgesetzt und dem Beschwerdefüh- rer auferlegt. 3. Die Beschwerdeführer wird verpflichtet, dem Beschwerdegegner 1 (B.) eine Prozessentschädigung von Fr. 5'937.55 sowie dem Be- schwerdegegner 2 (C.) eine Prozessentschädigung von Fr. 5'114.90 zu bezahlen. 4. Schriftliche Mitteilung an: − den Beschwerdeführer (gegen Rückschein) − Rechtsanwalt lic. iur. X., im Doppel (per Gerichtsurkunde) − Rechtsanwalt lic. iur. Y., im Doppel (per Gerichtsurkunde) − D._____ (gegen Rückschein) − die Staatsanwaltschaft Zürich-Limmat (gegen Empfangsbestätigung) sowie - nach Ablauf der Rechtsmittelfrist bzw. nach Erledigung allfälliger Rechtsmittel - unter Rücksendung der beigezogenen Akten (Urk. 12) 5. Rechtsmittel: Gegen diesen Entscheid kann Beschwerde in Strafsachen erhoben wer- den. Die Beschwerde ist innert 30 Tagen, vom Empfang an gerechnet, bei der Ersten öffentlich-rechtlichen Abteilung des Bundesgerichtes (1000 Lausanne 14) in der in Art. 42 des Bundesgerichtsgesetzes vorgeschriebenen Weise

schriftlich einzureichen. Die Beschwerdelegitimation und die weiteren Beschwerdevoraussetzungen richten sich nach den massgeblichen Bestimmungen des Bundesgerichts- gesetzes.

Zürich, 13. November 2012

Obergericht des Kantons Zürich III. Strafkammer

Präsident:

lic. iur. K. Balmer Gerichtsschreiber:

lic. iur. U. Gassmann

Mots-clés

security for costsnon-entrycriminal appealcourt costsparty compensationwithdrawal of counsel