Appeal dismissed as untimely in debt enforcement

RT180043Tribunal supérieur8 mars 2018Inadmissible

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Résumé

The Zurich High Court declared the debtor’s appeal inadmissible because it was not filed within the statutory deadline. The first-instance decision had granted definitive legal enforcement for CHF 54,000. The court held that the appeal period ended on 20 February 2018; handing the appeal to the post in Bosnia and Herzegovina did not preserve the deadline because Art. 143 ZPO requires filing with the court or delivery to the Swiss Post or a Swiss diplomatic or consular mission. The appellant was ordered to pay the second-instance court fee of CHF 400, and no party compensation was awarded to the respondent.

Regest

Art. 142–143 ZPO; timeliness of appeal and filing through postal channels abroad; an appeal is timely only if, before expiry of the deadline, it is filed with the court or handed to the Swiss Post or to a Swiss diplomatic or consular mission. Delivery to a foreign postal operator does not preserve the deadline. If the appeal is late, the appellate court must not enter into the matter. Costs follow the outcome under Art. 106 ZPO; party compensation requires relevant, compensable effort under Art. 95 Abs. 3 ZPO.

Texte intégral

Obergericht des Kantons Zürich I. Zivilkammer

Geschäfts-Nr.: RT180043-O/U

Mitwirkend: Oberrichterin Dr. L. Hunziker Schnider, Vorsitzende, Oberrichter Dr. H.A. Müller und Oberrichterin Dr. S. Janssen sowie Gerichtsschreiber lic. i ur. F. Rieke Beschluss vom 8. März 2018

i n Sachen

A._____, Gesuchsgegner und Beschwerdeführer

gegen

B., Gesuchstellerin und Beschwerdegegnerin vertreten durch Rechtsanwälti n li c. i ur. X.

betreffend Rechtsöffnung

Beschwerde gegen einen Entscheid des Einzelgerichts Audienz am Bezirksgericht Zürich vom 2. Februar 2018 (EB170612-L)

Nach Ei nsi cht i n den Entscheid der Vorinstanz vom 2. Februar 2018, mit welchem der Gesuchstellerin in der Betreibung Nr. ... des Betreibungsamts Regensdorf (Zahlungsbefehl vom 15. Februar 2017) definitive Rechtsöffnung erteilt wurde für Fr. 54'000.-- (Urk. 24 = Urk. 27; im Mehrumfang wurde das Rechtsöffnungs- gesuch abgewiesen bzw. darauf nicht eingetreten), sowie nach Einsicht in die dagegen erhobene Beschwerde des Gesuchsgegners vom 15. Januar (recte: Februar) 2018 (Urk. 26), da der angefochtene Entscheid dem Gesuchsgegner an dessen Zustelladresse (Sohn) am 10. Februar 2018 zugestellt wurde (Urk. 25a), womit die Frist zur Ein- reichung einer Beschwerde am 20. Februar 2018 ablief (Art. 142 ZPO), da die Frist eingehalten ist, wenn die Beschwerde bis Fristablauf entweder beim Obergericht eingereicht wird oder zu Handen des Obergerichts der Schweizeri- schen Post oder einer schweizerischen diplomatischen oder konsularischen Ver- tretung übergeben wird (Art. 143 Abs. 1 ZPO), da die vorliegende Beschwerde zwar am 17. Februar 2018 der Post in C._____ (Bosnien und Herzegowina) übergeben wurde, jedoch erst am 23. Februar 2018 bei der Schweizerischen Post und am 26. Februar 2018 beim Obergericht ei nge- troffen ist (Briefumschlag bei Urk. 26), weshalb die Beschwerde nicht innert Frist erhoben wurde und demgemäss auf diese nicht eingetreten werden kann, da die Gerichtskosten des Beschwerdeverfahrens ausgangsgemäss dem Ge- suchsgegner aufzuerlegen si nd und der Gesuchstellerin für das Beschwerdever- fahren mangels relevanter Umtriebe keine Parteientschädigung zuzusprechen ist (Art. 95 Abs. 3 ZPO, Art. 106 Abs. 1 ZPO), wird beschlossen: 1. Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.

  1. Die zweitinstanzliche Entscheidgebühr wird auf Fr. 400.-- festgesetzt. 3. Die Gerichtskosten des Beschwerdeverfahrens werden dem Gesuchsgegner auferlegt. 4. Für das Beschwerdeverfahren werden keine Parteientschädi gungen zuge- sprochen. 5. Schriftliche Mitteilung an die Parteien, an die Gesuchstellerin unter Beilage des Doppels von Urk. 26, und an die Vorinstanz, je gegen Empfangsschein. Die vorinstanzlichen Akten gehen nach unbenütztem Ablauf der Rechtsmit- telfrist an di e Vori nstanz zurück. 6. Eine Beschwerde gegen diesen Entscheid an das Bundesgericht ist innert 30 Tagen von der Zustellung an beim Schweizerischen Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, einzureichen. Zulässigkeit und Form einer solchen Be- schwerde ri chten si ch nach Art. 72 ff. (Beschwerde in Zivilsachen) oder Art. 113 ff. (subsidiäre Verfassungsbeschwerde) in Verbindung mit Art. 42 des Bundesgesetzes über das Bundesgericht (BGG). Dies ist ein Endentscheid im Sinne von Art. 90 BGG. Es handelt sich um eine vermö- gensrechtliche Angelegenheit. Der Streitwert beträgt Fr. 54'000.--. Die Beschwerde an das Bundesgericht hat keine aufschiebende Wirkung. Hinsichtlich des Fristenlaufs gelten die Art. 44 ff. BGG.

Züri ch, 8. März 2018

Obergericht des Kantons Zürich I. Zivilkammer

Der Gerichtsschreiber:

lic. iur. F. Rieke

versandt am: sf

Mots-clés

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