Appeal dismissed as late; legal aid refused

RT160158Tribunal supérieur3 oct. 2016Dismissed

Extrait par Omnilex

Résumé Omnilex

The Zurich High Court held that the appellant's challenge to the Bezirksgericht Meilen order was filed one day late, because the deadline expired on 15 September 2016 and the brief was only submitted on 16 September 2016. The court therefore did not enter into the appeal. It also refused legal aid for the appeal because the late appeal was manifestly hopeless. The appellant was ordered to pay the second-instance fee of CHF 500, and no party compensation was granted.

Regeste Omnilex

Art. 143 ZPO, Art. 321 Abs. 2 ZPO; timeliness of an appeal is satisfied only if the submission is lodged with the court or handed to Swiss Post no later than the final day of the period. A filing presented after expiry is late and renders the appeal inadmissible. Where the appeal is manifestly without prospects of success, legal aid for the appeal proceedings must be refused under Art. 117 lit. b ZPO. In appeal proceedings, the exemption from costs applicable to the application for legal aid under Art. 119 Abs. 6 ZPO does not apply; appellate costs are allocated according to outcome (Art. 106 Abs. 1 ZPO).

Texte intégral

Obergericht des Kantons Zürich I. Zivilkammer

Geschäfts-Nr.: RT160158-O/U

Mitwirkend: Oberrichterin Dr. L. Hunzi ker Schni der, Vorsitzende, Oberrichter Dr. H.A. Müller und Oberrichter lic. i ur. M. Spahn sowie Gerichtsschreiberin lic. i ur. K. Montani Schmi dt Beschluss vom 3. Oktober 2016

i n Sachen

A._____, Gesuchstellerin und Beschwerdeführerin

gegen

Kanton Zürich, Beschwerdegegner

vertreten durch Bezirksgericht Meilen, Einzelgericht im summarischen Verfahren,

betreffend Rechtsöffnung (Revision: unentgeltliche Rechtspflege)

Beschwerde gegen eine Verfügung des Einzelgerichts im summarischen Verfahren am Bezirksgericht Meilen vom 26. August 2016 (BR160003-G)

Nach Einsicht in die Beschwerdeschrift der Beschwerdeführerin vom 15. September 2015 [recte: 2016] (überbracht am 16. September 2016, Urk. 1), mit welcher sich die Beschwerdeführerin gegen die Verfügung der Vorinstanz vom 26. August 2016 stellt, in der unter anderem ihr Gesuch um Gewährung der un- entgeltlichen Rechtspflege abgewiesen worden ist (Urk. 2 S. 7 Dispositivzi ffer 1), in der Erwägung, dass der Beschwerdeführerin die genannte Verfügung der Vorinstanz vom 26. August 2016 am 5. September 2016 zugestellt worden ist (Urk. 6/4/1), dass demgemäss die 10-tägige Beschwerdefrist am 15. September 2016 abgelaufen ist (Art. 142 Abs. 1 i.V.m. Art. 143 Abs. 1, Art. 144 Abs. 1, Art. 145 Abs. 2 lit. b ZPO und Art. 321 Abs. 2 ZPO), dass die Beschwerdeschrift gegen die Verfügung der Vori nstanz vom 26. August 2016 zwar vom 15. September 2015 [recte: 2016] datiert, die Be- schwerdeführeri n diese jedoch erst am 16. September 2016 dem Gericht über- bracht hat (Urk. 1), dass Eingaben zur Einhaltung der Frist spätestens am letzten Tag der Frist beim Gericht eingereicht oder zu dessen Handen der Schweizerischen Post über- geben werden müssen (Art. 143 ZPO), dass die Beschwerde damit verspätet ist und demzufolge auf die Beschwer- de ni cht ei nzutreten i st, in der weiteren Erwägung, dass die Kostenlosigkeit des Gesuchsverfahrens betreffend die unentgeltli- che Rechtspflege (Art. 119 Abs. 6 ZPO) gemäss bundesgerichtlicher Rechtspre- chung nicht für das Beschwerdeverfahren gilt (BGE 137 III 470), weshalb für das vorliegende Beschwerdeverfahren Gerichtskosten festzusetzen und ausgangs- gemäss der unterliegenden Beschwerdeführerin aufzuerlegen sind (Art. 106 Abs. 1 ZPO),

dass die Beschwerdeführerin sinngemäss auch für das Beschwerdeverfah- ren ein Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege stellt (Urk. 1), welches jedoch zufolge Aussichtslosigkeit der Beschwerde (vgl. vorstehende Er- wägungen) abzuweisen ist (Art. 117 lit. b ZPO), dass die Beschwerdeführerin zufolge Unterliegens keinen Anspruch auf Par- teientschädigung hat (Art. 106 Abs. 1 ZPO), wird beschlossen: 1. Das Gesuch der Beschwerdeführerin um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege für das Beschwerdeverfahren wird abgewiesen. 2. Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten. 3. Die zweitinstanzliche Entscheidgebühr wird auf Fr. 500.– festgesetzt. 4. Die Gerichtskosten des Beschwerdeverfahrens werden der Beschwerdefüh- rerin auferlegt. 5. Es werden keine Parteientschädigungen zugesprochen. 6. Schriftliche Mitteilung an die Parteien, an den Beschwerdegegner unter Bei- lage eines Doppels von Urk. 1, Urk. 3 und Urk. 4/2-6, sowie an die Ge- suchsgegner des vorinstanzli che n Verfahrens, je gegen Empfangsschein. Die erstinstanzlichen Akten gehen nach unbenütztem Ablauf der Rechtsmit- telfrist an die Vorinstanz zurück. 7. Eine Beschwerde gegen diesen Entscheid an das Bundesgericht ist i nnert 30 Tagen von der Zustellung an beim Schweizerischen Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, einzureichen. Zulässigkeit und Form einer solchen Be- schwerde ri chten si ch nach Art. 72 ff. (Beschwerde in Zivilsachen) oder Art. 113 ff. (subsidiäre Verfassungsbeschwerde) in Verbindung mit Art. 42 des Bundesgesetzes über das Bundesgericht (BGG).

Dies ist ein Zwischenentscheid im Sinne von Art. 93 BGG. Es handelt sich um eine vermögensrechtliche Angelegenheit. Der Streitwert der Haupt- sache beträgt Fr. 25'565.–. Die Beschwerde an das Bundesgericht hat keine aufschiebende Wirkung. Hinsichtlich des Fristenlaufs gelten die Art. 44 ff. BGG.

Züri ch, 3. Oktober 2016

Obergericht des Kantons Zürich I. Zivilkammer Die Gerichtsschreiberi n:

li c. i ur. K. Montani Schmi dt

versandt am: mc

Mots-clés

timelinessappeal inadmissibilitylegal aidcourt costssummary proceedingsdebt enforcement

Extrait par Omnilex

Question juridique clé

Whether the appeal against the first-instance order was filed within the statutory time limit.

Solution extraite

The appeal was filed too late because the 10-day deadline expired on 2016-09-15 and the submission reached the court only on 2016-09-16.

Motifs extraits

For compliance with the deadline, the filing had to be lodged with the court or handed to Swiss Post by the last day of the period; this was not done.

Question juridique clé

Whether the appellant was entitled to legal aid for the appeal proceedings.

Solution extraite

Legal aid for the appeal proceedings was denied because the appeal had no prospects of success.

Motifs extraits

The appeal was inadmissible as late, which made it manifestly hopeless within the meaning of Art. 117 lit. b ZPO.

Question juridique clé

Whether court costs and party compensation should be awarded in the appeal proceedings.

Solution extraite

Court costs were imposed on the appellant, and no party compensation was awarded.

Motifs extraits

Costs follow the outcome; the unsuccessful appellant bears the second-instance fee and has no entitlement to compensation.

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