Costs reserved after Federal Supreme Court remand

LZ170020Tribunal supérieur7 déc. 2017Modified

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Résumé Omnilex

The Zurich High Court issued a procedural order after the Federal Supreme Court annulled its earlier appellate judgment and remanded the case for a DNA expert opinion. The court set the second-instance fee at CHF 3,600, equal to the fee fixed in the set-aside decision. It also reserved the allocation of appeal costs and party compensation to the new first-instance decision, citing Art. 104(4) ZPO. The order states that any appeal to the Federal Supreme Court must be filed within 30 days and characterizes the decision as an interlocutory decision in a non-pecuniary matter.

Regeste Omnilex

Art. 104 Abs. 4 ZPO; Kosten- und Entschädigungsfolgen nach Rückweisung: Wird ein Berufungsentscheid vom Bundesgericht aufgehoben und die Sache zur neuen Entscheidung an die Vorinstanz zurückgewiesen, so sind die Kosten- und Entschädigungsfolgen des Rechtsmittelverfahrens grundsätzlich dem neuen Sachentscheid vorzubehalten. Die Rechtsmittelinstanz kann indessen die Entscheidgebühr für das Berufungsverfahren bereits festsetzen, namentlich wenn der Kostenrahmen aus dem aufgehobenen Entscheid übernommen werden kann. Die Kostenregelung folgt dem Ausgang des zurückgewiesenen Hauptverfahrens und ist nicht definitiv zu regeln, solange die Vorinstanz noch neu zu befinden hat (vgl. auch die vom Bundesgericht angeordnete Rückweisung).

Texte intégral

Obergericht des Kantons Zürich I. Zivilkammer

Geschäfts-Nr.: LZ170020-O/U

Mitwirkend: Oberrichterin Dr. L. Hunziker Schnider, Vorsitzende, Oberrichterin Dr. D. Scherrer und Oberrichter Dr. M. Kriech sowie Gerichtsschrei- berin lic. i ur. N. Gerber Beschluss vom 7. Dezember 2017

i n Sachen

  1. Gemeindeamt des Kantons Zürich, 2. Stadt Winterthur, 3. Gemeinde A._____, Klägeri nnen und Berufungsklägeri nne n

1, 2, 3 vertreten durch Gemeindeamt des Kantons Zürich

gegen

  1. B., 2. C., Beklagte und Berufungsbeklagte

1 vertreten durch Rechtsanwältin Dr. iur. X1._____ 2 vertreten durch Rechtsanwältin lic. iur. X2._____

betreffend Anfechtung Kindesanerkennung

Berufung gegen ein Urteil des Einzelgerichts im vereinfachten Verfahren am Bezirksgericht Winterthur vom 30. November 2015 (FP130070-K)

Rückweisung: Urteil des Bundesgerichts vom 12. Oktober 2017 (vormaliges Verfahren: LZ160001-O)

Nach Einsicht in das Urteil des Bundesgerichts, II. zivilrechtliche Abteilung, vom 12. Oktober 2017 (Urk. 55), in der Erwägung, dass das Bundesgericht das Urteil der erkennenden Kammer vom 16. Juni 2016 (Prozess-Nr. LZ160001; Urk. 54/65) zur Rückweisung der Sache an die Vor- i nstanz zwecks D urchführung ei nes D NA-Gutachtens aufgehoben hat (Urk. 55 S. 24 Dispositiv-Ziffer 2), dass das Bundesgericht im Weiteren die Sache zur Neuverlegung der Gerichts- kosten und Parteientschädigungen für das Berufungsverfahren an die erkennende Kammer zurückgewiesen hat (Urk. 55 S. 25 Dispositiv-Ziffer 7), dass bei diesem Verfahrensausgang die Entscheidgebühr für das Berufungsver- fahren auf Fr. 3'600.– festzusetzen ist, was betragsmässig der Entscheidgebühr entspricht, welche im aufgehobenen Entscheid festgesetzt worden ist (Urk. 54/65 S. 20), dass der Entscheid über die Kostenauflage und die Regelung der Entschädi- gungsfolgen dem neuen Entscheid der Vorinstanz vorzubehalten ist (Art. 104 Abs. 4 ZPO), wird beschlossen: 1. Die zweitinstanzliche Entscheidgebühr wird auf Fr. 3'600.– festgesetzt. 2. Die Regelung der Prozesskosten des Berufungsverfahrens (Prozess- Nr. LZ160001) wird dem neuen Entscheid der Vorinstanz vorbehalten. 3. Schriftliche Mitteilung an die Parteien sowie an die Vorinstanz, an letztere unter Beilage der erst- und zwei ti nstanzli che n Akten, je gegen Empfangs- schei n.

  1. Eine Beschwerde gegen diesen Entscheid an das Bundesgericht ist i nnert 30 Tagen von der Zustellung an beim Schweizerischen Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, einzureichen. Zulässigkeit und Form einer solchen Be- schwerde ri chten si ch nach Art. 72 ff. (Beschwerde in Zivilsachen) oder Art. 113 ff. (subsidiäre Verfassungsbeschwerde) in Verbindung mit Art. 42 des Bundesgesetzes über das Bundesgericht (BGG). Dies ist ein Zwischenentscheid im Sinne von Art. 93 BGG. Es handelt sich um eine nicht vermögensrechtliche Angelegenheit. Die Beschwerde an das Bundesgericht hat keine aufschiebende Wirkung. Hinsichtlich des Fristenlaufs gelten die Art. 44 ff. BGG.

Züri ch, 7. Dezember 2017

Obergericht des Kantons Zürich I. Zivilkammer

Die Gerichtsschreiberin:

lic. iur. N. Gerber

versandt am: kt

Mots-clés

cost allocationremandinterlocutory decisioncourt feeparty compensationDNA expert opinionpaternity acknowledgment

Extrait par Omnilex

Question juridique clé

Setting the second-instance court fee after remand

Solution extraite

The appellate court fee is set at CHF 3,600, matching the fee fixed in the annulled decision.

Motifs extraits

Because the Federal Supreme Court remanded the case only for further proceedings and cost allocation, the same fee amount remained appropriate for the appellate instance.

Question juridique clé

Allocation of appellate proceedings costs and party compensation

Solution extraite

The regulation of procedural costs and party compensation for the appeal proceedings is reserved to the new decision of the first instance.

Motifs extraits

Under Art. 104(4) ZPO, when a case is remanded, cost and compensation consequences are to be decided together with the new lower-court decision.

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