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HE170167 ΓÇó Proceedings declared moot after defect was cured
HE170167Tribunal de commerce5 déc. 2017Dismissed
The Handelsregisteramt sued A._____ AG for organizational deficiency because the company lacked the required board-of-directors arrangement. After the defendant successfully requested restoration of the deadline to remedy the defect, the earlier default judgment was set aside and the deficiency was cured. The single judge therefore struck the case off as moot. Because the defendant had caused the proceedings, it was ordered to pay the CHF 2,200 court fee and CHF 300 compensation to the plaintiff.
Art. 242 ZPO; mootness after cure of defect in proceedings for organizational deficiency; once the object of the action ceases to exist because the organizational defect is remedied, the proceedings are to be struck off. Costs are allocated according to equitable discretion under Art. 107 Abs. 1 lit. e ZPO; where the defendant caused the litigation by its defective organization, it may be charged with court costs and ordered to compensate the plaintiff for expenses under Art. 95 Abs. 3 lit. c ZPO.
Handelsgericht des Kantons Zürich Einzelgericht
Geschäfts-Nr.: HE170167-O U1/pz
Mitwirkend: der Oberrichter Dr. Johann Zürcher sowie der Gerichtsschreiber Jan Busslinger
Verfügung vom 5. Dezember 2017
in Sachen
Handelsregisteramt des Kantons Zürich, Kläger
gegen
A._____ AG, Beklagte
betreffend Organisationsmangel
Rechtsbegehren: (act. 1) "Infolge Mängeln in der gesetzlich zwingend vorgeschriebenen Organi- sation der Gesuchsgegnerin seien die erforderlichen Massnahmen zu ergreifen; dies unter Kosten- und Entschädigungsfolge."
Der Einzelrichter zieht in Erwägung: 1. Am 18. Mai 2017 ging die Klage ein (act. 1). In jenem Zeitpunkt fehlte der Beklagten eine Regelung betreffend Verwaltungsrat (act. 2/1). Gegen die säumige Beklagte erging am 11. Juli 2017 das Urteil (act. 6). 2. Am 6. November 2017 wurde ein Gesuch der Beklagten betreffen Wie- derherstellung der Frist zur Mangelbehebung gutgeheissen und das Urteil vom 11. Juli 2017 aufgehoben (act. 17). Am 7. November 2017 wurde der Mangel be- hoben (act. 20). 3. Nach der Mangelbehebung kann das vorliegende Verfahren zufolge Ge- genstandslosigkeit abgeschrieben werden (Art. 242 ZPO). 4. Die Prozesskosten sind nach Ermessen zu verteilen (Art. 107 Abs. 1 lit. e ZPO). Die Beklagte hat die Ursache für die Einleitung des Verfahrens gesetzt. Deshalb sind ihr die Gerichtskosten aufzuerlegen und hat sie dem Kläger eine Umtriebsentschädigung zu zahlen (Art. 95 Abs. 3 lit. c ZPO). Der Streitwert be- trägt – wie schon früher mitgeteilt – über CHF 30'000.00. Der Einzelrichter verfügt: 1. Das Verfahren wird zufolge Gegenstandslosigkeit abgeschrieben. 2. Die Gerichtsgebühr wird festgesetzt auf CHF 2'200.00. 3. Die Kosten werden der Beklagten auferlegt.
Zürich, 5. Dezember 2017
Handelsgericht des Kantons Zürich Einzelgericht
Gerichtsschreiber:
Jan Busslinger