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HE160015 ΓÇó Standing for precautionary relief under trademark law denied
HE160015Tribunal de commerce6 janv. 2016Dismissed
The plaintiff applied for interim measures to prevent the Zurich customs office from handing over a retained wristwatch to the defendant. The Commercial Court of Zurich held that the plaintiff, a trade association, had not made credible standing under trademark law. Standing for such associations exists only in the limited situations covered by Art. 56 MSchG, namely in relation to origin indications, guarantee marks, or collective marks; none of this was alleged or plausibly shown. The request was therefore dismissed, and the plaintiff was ordered to pay the court fee of CHF 1,000.
Art. 56 MSchG; standing of trade associations in trademark matters; interim relief under Art. 253 ZPO. A trade association may act only within the narrowly defined scope of Art. 56 MSchG, namely where the dispute concerns origin indications, guarantee marks, or collective marks. If the applicant fails to allege and make plausible that one of these statutory constellations is involved, active legitimacy is not shown and the precautionary request must be dismissed. The court need not examine the merits of the requested measure once standing is lacking (consid. 3). Costs follow the outcome.
Handelsgericht des Kantons Zürich Einzelgericht
Geschä fts-Nr.: HE160015-O U/ee
Mitwirkend: der Oberrichter D r. Johann Zürcher sowie der Gerichtsschreiber Dr. David Egger
Urteil vom 6. Januar 2016
i n Sachen
A._____, Klägerin
gegen
B._____, Beklagter
betreffend vorsorgliche Massnahmen
Rechtsbegehren: (sinngemäss) "Es sei das Zollinspektorat Zürich anzuweisen, die unter dem 3. De- zember 2015 zurückbehaltene Armbanduhr "..." ei nstwei len ni cht an den Gesuchsgegner bzw. Beklagten herauszugeben." Der Einz elrichter zieht in Erwägung: 1. Das Massnahmebegehren ging heute ein (act. 1). 2. Die Gesuchstellerin (fortan Klägerin genannt) stützt ihre Aktivlegitimation auf die "Interessenvertretung der Marke [der Markeninhaberin] im Bereich des Be- schlagnahmeantrages beim Schweizer Zoll" (act. 1 S. 2). Zu den Akten reichte sie zudem eine "Verantwortlichkeitserklärung" der Markeninhaberin (act. 2/1). 3. Die Klägerin ist ein Wirtschaftsverband. Im Bereich des Markenrechts ist sie nur im Rahmen von Art. 56 MSchG aktivlegitimiert, d.h. in Bezug auf Herkunfts- angaben, Garantie- und Kollektivmarken (vgl. auch SIWR I/2, RZ 223). Es wird nicht geltend, geschweige denn glaubhaft gemacht, dass eines der genannten Gebiete betroffen ist. Folglich ist die Aktivlegitimation der Klägerin nicht glaubhaft gemacht, weshalb das Begehren abzuweisen ist (Art. 253 ZPO). 4. Ausgangsgemäss wird die Klägerin kostenpflichtig. Der Streitwert dürfte CHF 10'000 übersteigen. Der Einz elrichter erkennt: 1. Das Massnahmebegehren wird abgewiesen. 2. Die Gerichtsgebühr von CHF 1'000 wird der Klägerin auferlegt. 3. Schriftliche Mitteilung an die Parteien und das Zollinspektorat Zürich, Dienstabteilung Post, Zürcherstrasse 161, Postfach 24, 8010 Zürich - Mülli- gen, an den Beklagten mit Doppeln bzw. Kopien von act. 1 und act. 2/1 - 5.
Züri ch, 6. Januar 2016
Handelsgericht des Kantons Zürich Einzelgericht
Gerichtsschreiber:
Dr. David Egger