projets
HE120341 ΓÇó Proceedings discontinued as moot after organizational defect cured
HE120341Tribunal de commerce30 nov. 2012Other
The Zurich Commercial Court dealt with a claim by the Commercial Register Office against A._____ AG concerning an organizational defect. At the time of filing, the company lacked the mandatory provision on the audit office. Before the decision, the defect was cured by registration, so the court discontinued the proceedings as moot. Because the defendant had caused the filing, it was ordered to bear the court fee of CHF 2,200 and to pay CHF 300 in expenses to the plaintiff.
Art. 242 CPC; mootness after cure of the defect in organizational proceedings. If the organizational deficiency giving rise to the request is remedied before judgment, the proceedings are discontinued as moot. Costs are allocated according to equity under Art. 107 Abs. 1 lit. e CPC; the party that caused the proceedings by the defect may be charged with court costs and ordered to reimburse the opposing party's expenses under Art. 95 Abs. 3 lit. c CPC.
Handelsgericht des Kantons Zürich Einzelgericht
Geschäfts-Nr.: HE120341-O U/st
Mitwirkend: der Oberrichter Dr. Johann Zürcher sowie der Gerichtsschreiber lic. iur. Roger Büchi
Verfügung vom 30. November 2012
in Sachen
Kanton Zürich, Handelsregisteramt des Kantons Zürich, Kläger
gegen
A._____ AG, Beklagte
betreffend Organisationsmangel
Rechtsbegehren: (act. 1) "Infolge Mängeln in der gesetzlich zwingend vorgeschriebenen Organi- sation der Gesuchsgegnerin seien die erforderlichen Massnahmen zu ergreifen; dies unter Kosten- und Entschädigungsfolge."
Der Einzelrichter zieht in Erwägung: 1. Am 6. September 2012 ging die Klage ein (act. 1). In jenem Zeitpunkt fehlte der Beklagten eine Regelung betreffend Revisionsstelle (act. 2/1). Nach der Mangelbehebung (Eintragung am 24. Oktober 2012, act. 5) kann das vorliegende Verfahren zufolge Gegenstandslosigkeit abgeschrieben werden (Art. 242 ZPO). 2. Die Prozesskosten sind nach Ermessen zu verteilen (Art. 107 Abs. 1 lit. e ZPO). Die Beklagte hat die Ursache für die Einleitung des Verfahrens gesetzt. Deshalb sind ihr die Gerichtskosten aufzuerlegen und hat sie dem Kläger eine Umtriebsentschädigung zu zahlen (Art. 95 Abs. 3 lit. c ZPO). Der Streitwert be- trägt – wie schon früher mitgeteilt – mindestens CHF 30'000.00. Der Einzelrichter verfügt: 1. Das Verfahren wird zufolge Gegenstandslosigkeit abgeschrieben. 2. Die Gerichtsgebühr wird festgesetzt auf CHF 2'200.00. 3. Die Kosten werden der Beklagten auferlegt. 4. Die Beklagte wird verpflichtet, dem Kläger eine Umtriebsentschädigung von CHF 300.00 zu bezahlen. 5. Schriftliche Mitteilung an die Parteien, an die Beklagte unter Beilage einer Kopie von act. 5.
lic. iur. Roger Büchi