Provisional construction lien entry confirmed

HE120289Tribunal de commerce16 août 2012Granted

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Résumé

A construction company sought provisional entry of a construction lien against the owner’s property for CHF 667,494.65. The Handelsgericht had already ordered a superprovisional entry on 20 July 2012. The defendant filed no response. Based on the application and supporting documents, the court found it credible that the claimant had performed work on the property and that the four-month deadline under Art. 839(2) ZGB was met. The court therefore confirmed the provisional entry, set a 60-day deadline for filing the merits action seeking determination of the lien claim and definitive registration, and fixed the court fee at CHF 6,000, reserving final cost allocation for the ordinary proceedings.

Regest

Art. 961 ZGB; Art. 837 Abs. 1 Ziff. 3 ZGB; Art. 839 Abs. 2 ZGB; provisional construction lien entry. The court confirms a superprovisional entry if the applicant credibly establishes a lien-eligible work performance on the encumbered property and compliance with the four-month time limit. For provisional protection, full proof of the claim is not required; prima facie substantiation suffices. The court must simultaneously set a period for filing the action on recognition of the lien claim and definitive registration; failure to sue in time permits deletion of the provisional entry (consid. implicit). Cost allocation may be reserved pending the main proceedings.

Texte intégral

Handelsgericht des Kantons Zürich Einzelgericht

Geschäfts-Nr.: HE120289-O U/dz

Mitwirkend: die Ersatzoberrichterin Franziska Egloff sowie der Gerichtsschreiber Christian Fischbacher

Urteil vom 16. August 2012

in Sachen

A._____ AG, Klägerin

vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. X._____

gegen

B._____ SA, Beklagte

betreffend Bauhandwerkerpfandrecht

Nach Einsicht in das nachfolgende Rechtsbegehren der Klägerin vom 19. Juli 2012 (act. 1 S. 2): "1. Das Grundbuchamt C._____ sei anzuweisen, auf dem Grund- stück der Gesuchsgegnerin an der D.-Strasse ..., ..., ..., ..., ... und ... in E. (Grundbuchblatt ..., Kataster Nr. ...) zu- gunsten der Gesuchstellerin ein Bauhandwerkerpfandrecht ge- mäss Art. 837 Abs. 1 Ziff. 3 ZGB im Betrag von Fr. 667'494.65 vorsorglich einzutragen. 2. Die Anweisung gemäss vorstehender Ziffer 1 sei superproviso- risch zu erlassen. 3. Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zu Lasten der Gegen- partei." mit dem Hinweis, - dass das Handelsgericht des Kantons Zürich das beantragte Bauhandwer- kerpfandrecht mit Verfügung vom 20. Juli 2012 für eine Pfandsumme von CHF 667'494.65 auf der Liegenschaft Kat. Nr. ..., GBBl. ..., D.- Strasse ..., ..., ..., ..., ... und ..., E., vorläufig im Grundbuch eintragen liess (act. 4, 7) und - dass innert Frist keine Stellungnahme der Beklagten eingegangen ist, wes- halb aufgrund der Akten zu entscheiden ist (act. 4 Disp. Ziff. 2), da aufgrund der Eingabe der Klägerin und der eingereichten Unterlagen (act. 1, 3/2-10) als glaubhaft erscheint, - dass sie für die eingetragene Pfandsumme auf dem Grundstück der Beklag- ten im Sinne von Art. 837 Abs. 1 Ziff. 3 ZGB Arbeit geleistet hat, und - dass die Klägerin die Arbeiten (unter anderem) am 24. März, 30. März und am 23. Mai 2012 ausführte, die Viermonatsfrist gemäss Art. 839 Abs. 2 ZGB mit der vorläufigen Eintragung am 20. Juli 2012 (act. 7) somit gewahrt ist,

erkennt die Einzelrichterin: 1. Die einstweilige Anweisung an das Grundbuchamt C._____ wird bestätigt als vorläufige Eintragung im Sinne von Art. 961 ZGB mit Wirkung ab vorläu- figer Eintragung gemäss Verfügung vom 20. Juli 2012 bis zur rechtskräftigen Erledigung des gemäss Dispositiv-Ziffer 2 einzuleitenden Prozesses auf der Liegenschaft Kat. Nr. ..., GBBl. ..., D.-Strasse ..., ..., ..., ..., ... und ..., E., für eine Pfandsumme von CHF 667'494.65. 2. Der Klägerin wird eine Frist von 60 Tagen ab Zustellung dieses Urteils an- gesetzt, um eine Klage auf Feststellung der Forderung als Pfandsumme und definitive Eintragung des Pfandrechts gegen die Beklagte anzuheben. Bei Säumnis kann die Beklagte den vorläufigen Eintrag (Dispositiv-Ziffer 1) lö- schen lassen. 3. Die Gerichtsgebühr beträgt CHF 6'000.–. 4. Die Kosten werden von der Klägerin bezogen. Vorbehalten bleibt der end- gültige Entscheid des Gerichts im ordentlichen Verfahren. Für den Fall, dass die Klägerin innert Frist gemäss Dispositiv-Ziffer 2 die Klage nicht anhängig macht, wird ihr die Entscheidgebühr definitiv auferlegt. 5. Die Regelung der Entschädigungsfolgen wird dem Gericht im ordentlichen Verfahren vorbehalten. 6. Schriftliche Mitteilung an die Parteien sowie an das Grundbuchamt C._____. 7. Eine bundesrechtliche Beschwerde gegen diesen Entscheid ist innerhalb von 30 Tagen von der Zustellung an beim Schweizerischen Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, einzureichen. Zulässigkeit und Form einer solchen Be- schwerde richten sich nach Art. 72 ff. (Beschwerde in Zivilsachen) oder Art. 113 ff. (subsidiäre Verfassungsbeschwerde) in Verbindung mit Art. 42 und 90 ff. des Bundesgesetzes über das Bundesgericht (BGG).

Zürich, 16. August 2012

H ANDELSGERICHT DES KANTONS ZÜRICH Einzelgericht

Der Gerichtsschreiber:

lic.iur. Christian Fischbacher

Mots-clés

construction lienprovisional entryprima facie prooftime limitinterim reliefcost allocation