Proceedings struck out after cure of organizational defect

HE120247Tribunal de commerce5 déc. 2012Other

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Résumé

The Zurich Commercial Court dealt with an action concerning an alleged organizational defect in A._____ AG in liquidation. During the proceedings, the defendant cured the defect by being dissolved, having a liquidator appointed, and obtaining a liquidation address in the commercial register. The court therefore struck the case off as moot under Article 242 ZPO. Because the defendant had caused the proceedings to be initiated, it was ordered to pay the court fee of CHF 2,200 and an expense allowance of CHF 300 to the plaintiff.

Regest

Art. 242 ZPO; organizational defect cured during pending proceedings; mootness and costs. If the defect underlying an action for measures under company law is remedied before judgment, the proceedings are to be struck off as moot. For costs, the court may depart from the ordinary allocation and charge the party that caused the proceedings to be brought. An expense allowance may likewise be awarded to the prevailing party on equitable grounds where that party had to litigate because of the opposing party’s conduct.

Texte intégral

Handelsgericht des Kantons Zürich Einzelgericht

Geschäfts-Nr.: HE120247-O U/st

Mitwirkend: der Oberrichter Dr. Johann Zürcher sowie der Gerichtsschreiber lic. iur. Christian Fischbacher

Verfügung vom 5. Dezember 2012

in Sachen

Kanton Zürich, Handelsregisteramt des Kantons Zürich, Kläger

gegen

A._____ AG in Liquidation, Beklagte

betreffend Organisationsmangel

Rechtsbegehren: (act. 1) "Infolge Mängeln in der gesetzlich zwingend vorgeschriebenen Organi- sation der Gesuchsgegnerin seien die erforderlichen Massnahmen zu ergreifen; dies unter Kosten- und Entschädigungsfolge."

Der Einzelrichter zieht in Erwägung: 1. Am 19. Juni 2012 ging die Klage ein (act. 1). In jenem Zeitpunkt fehlte der Beklagten eine Regelung betreffend Vertretung in der Schweiz und gültigem Do- mizil (act. 2/1). Der Beklagten wurde Frist zur Mangelbehebung angesetzt (Prot. S. 2). Sie blieb säumig. Vor Fällung des Entscheides wurde die Beklagte durch GV-Beschluss auf- gelöst und am 8. November 2012 ein Liquidator eingesetzt sowie eine Liquidati- onsadresse eingetragen. Nach der Mangelbehebung kann das vorliegende Verfahren zufolge Gegen- standslosigkeit abgeschrieben werden (Art. 242 ZPO). 2. Die Prozesskosten sind nach Ermessen zu verteilen (Art. 107 Abs. 1 lit. e ZPO). Die Beklagte hat die Ursache für die Einleitung des Verfahrens gesetzt. Deshalb sind ihr die Gerichtskosten aufzuerlegen und hat sie dem Kläger eine Umtriebsentschädigung zu zahlen (Art. 95 Abs. 3 lit. c ZPO). Der Streitwert be- trägt – wie schon früher mitgeteilt – mindestens CHF 30'000.00. Der Einzelrichter verfügt: 1. Das Verfahren wird zufolge Gegenstandslosigkeit abgeschrieben. 2. Die Gerichtsgebühr wird festgesetzt auf CHF 2'200.00. 3. Die Kosten werden der Beklagten auferlegt.

  1. Die Beklagte wird verpflichtet, dem Kläger eine Umtriebsentschädigung von CHF 300.00 zu bezahlen. 5. Schriftliche Mitteilung an die Parteien. 6. Eine bundesrechtliche Beschwerde gegen diesen Entscheid ist innerhalb von 30 Tagen von der Zustellung an beim Schweizerischen Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, einzureichen. Zulässigkeit und Form einer solchen Be- schwerde richten sich nach Art. 72 ff. (Beschwerde in Zivilsachen) oder Art. 113 ff. (subsidiäre Verfassungsbeschwerde) in Verbindung mit Art. 42 und 90 ff. des Bundesgesetzes über das Bundesgericht (BGG). Der Streitwert beträgt CHF 30'000.00. _____________________________________ HANDELSGERICHT DES KANTONS ZÜRICH Der Gerichtsschreiber:

lic. iur. Christian Fischbacher

Mots-clés

organizational defectmootnesscompany liquidationcost allocationexpense compensation