projets
HE120180 ΓÇó Proceedings struck out as moot after defect cured
HE120180Tribunal de commerce22 nov. 2012Other
The Zurich Commercial Court dealt with a claim by the cantonal commercial register office seeking measures for an organizational defect in A._____ GmbH. During the proceedings, the defendant cured the defect and later changed its seat and address. The court held that the case had become moot and struck it from the docket under Art. 242 ZPO. Because the defendant had caused the proceedings, it was ordered to bear the court fee of CHF 2,200 and to pay CHF 300 in expenses to the plaintiff.
Art. 242 ZPO; mootness after removal of the defect: If the organizational defect that gave rise to proceedings is cured during the action, the case loses its object and is to be struck out as moot. The allocation of costs follows equitable discretion under Art. 107 Abs. 1 lit. e ZPO; where the defendant’s conduct necessitated the proceedings, court costs and a party indemnity may be imposed on it pursuant to Art. 95 Abs. 3 lit. c ZPO. The decisive criterion is which party caused the institution of the proceedings, not the later procedural outcome.
Handelsgericht des Kantons Zürich Einzelgericht
Geschäfts-Nr.: HE120180-O U/mb
Mitwirkend: der Oberrichter Dr. Johann Zürcher sowie der Gerichtsschreiber lic. iur. Christian Fischbacher
Verfügung vom 22. November 2012
in Sachen
Kanton Zürich, Handelsregisteramt des Kantons Zürich, Kläger
gegen
A._____ GmbH, Beklagte
betreffend Organisationsmangel
Rechtsbegehren: (act. 1) "Infolge Mängeln in der gesetzlich zwingend vorgeschriebenen Organi- sation der Gesuchsgegnerin seien die erforderlichen Massnahmen zu ergreifen; dies unter Kosten- und Entschädigungsfolge."
Der Einzelrichter zieht in Erwägung: 1. Am 24. April 2012 ging die Klage ein (act. 1). In jenem Zeitpunkt fehlte der Beklagten eine Vertretung mit Wohnsitz in der Schweiz (act. 2/1). Der Beklagten wurde Frist bis 18. Juni 2012 zur Mangelbehebung angesetzt (Prot. S. 2). Am 8. Juni 2012 wurde der Mangel behoben. Am 20. Juli 2012 verlegte die Beklagte ihren Sitz nach B._____. Auch ihre Adresse änderte. Nach der Mangelbehebung kann das vorliegende Verfahren zufolge Gegenstandslosigkeit abgeschrieben werden (Art. 242 ZPO). 2. Die Prozesskosten sind nach Ermessen zu verteilen (Art. 107 Abs. 1 lit. e ZPO). Die Beklagte hat die Ursache für die Einleitung des Verfahrens gesetzt. Deshalb sind ihr die Gerichtskosten aufzuerlegen und hat sie dem Kläger eine Umtriebsentschädigung zu zahlen (Art. 95 Abs. 3 lit. c ZPO). Der Streitwert be- trägt – wie schon früher mitgeteilt – mindestens CHF 30'000.00. Der Einzelrichter verfügt: 1. Von der neuen Adresse der Beklagten wird Vormerk genommen. 2. Das Verfahren wird zufolge Gegenstandslosigkeit abgeschrieben. 3. Die Gerichtsgebühr wird festgesetzt auf CHF 2'200.00. 4. Die Kosten werden der Beklagten auferlegt.
lic. iur. Christian Fischbacher