Parking-space calculation still uses former § 255 PBG

BRKE I Nrn. 0111-0112/1994Tribunal des recours en matière de construction6 mai 1994Confirmed

Extrait par Omnilex

Résumé Omnilex

The commission held that the City of Zurich’s parking ordinance continues to refer to the former gross floor area concept in § 255 PBG, despite the statutory revision that entered into force in 1992. Applying the new definition would undermine the ordinance’s parking-space ratio and produce unforeseeable, arbitrary consequences. The earlier calculation method therefore remains decisive.

Regeste Omnilex

Art. 3 Abs. 2 PPVO; § 255 PBG; determination of the relevant gross floor area for parking-space calculations: Where a municipal parking ordinance refers to the gross floor area under § 255 PBG, the reference is to the version of the provision in force when the ordinance was enacted, if the revised statute has abolished the former concept and substitution of the new calculation method would lead to a materially different and unforeseeable parking requirement ratio. In such a case, teleological and systematic interpretation precludes an implied adaptation of the ordinance; the earlier gross floor area basis remains applicable until the ordinance is redacted or amended.

Texte intégral

BRKE I Nrn. 111und 112/1994vom 6. Mai 1994 in BEZ 1994 Nr. 11 8. Strittig ist, welche Fassung von § 255 PBG bei der Ermittlung der für die Be- rechnung der Abstellplatzzahl massgeblichen Geschossfläche anzuwenden sei. Während die Vorinstanz für die Berechnung die neue, seit dem 1. Februar 1992 in Kraft stehende Fassung von § 255 PBG heranzieht, hält die Rekurrentin die frühere Fassung dieser Bestimmung für massgeblich. Art. 3 Abs. 2 der Städtischen Verordnung über Fahrzeugabstellplätze vom 8. Januar 1986/20. Dezember 1989 (Park platzverordnung, PPVO) bestimmt, dass sich die massgebliche Bruttogeschossfläche nach § 255 PBG berechnet. Der Verord- nungsgeber stellte demnach klar auf die Bruttogeschossfläche nach § 255 PBG in der Fassung vom 7. September 1975 ab. Gemäss Abs.1 dieser Norm entspricht die für die Ausnützungsziffer anrechenbare Fläche der Summe der Bruttomasse aller ober- und unterirdischen Geschossflächen. In Abs. 2 und 3 ist festgehalten, welche Flächen ausser Ansatz fallen. § 255 PBG ist mit der Gesetzesrevision vom 1. Sep- tember 1991 in allen Teilen neu gefasst worden und steht seit dem 1. Februar 1992 in Kraft. In der neuen Fassung wurde die Bruttogeschossfläche als Grundmass fallen gelas sen. An ihre Stelle trat eine Neudefinition der an die Ausnützung anrechenba- ren Flächen. Insbesondere zählen die Flächen in Dach- und Untergeschossen nur noch beschränkt zu der an die Ausnützung anrechenbaren Fläche. Die frühere Bruttogeschossfläche, auf welche Art. 3 Abs. 2 PPVO verweist, exis tiert somit im revidierten § 255 PBG nicht mehr. Würden daher für die Abstell- platzberechnung anstelle der bisherigen Bruttogeschossfläche die nach dem revi- dierten § 255 PBG an die Ausnützung anrechenbare Flächen herangezogen, so hät- te dies zur Folge, dass gegebenenfalls für ausgedehnte Flächen, die zu Wohn- oder Arbeitszwecken genutzt werden, Fahrzeugabstellplätze weder erstellt werden müss- ten noch dürften. Damit geriete das Verhältnis zwischen genutzter Fläche und Ab- stellplatzzahl völlig aus dem Lot, und es entstünde eine neue, zum Teil völlig willkür- liche und ausserordentlich stos sende "Regelung", die zur Zeit der Entstehung der Verordnung weder gewollt noch voraussehbar war. Bei der Anwendung der Park- platzverordnung ist des halb weiterhin auf die nach der früheren Fassung von § 255 PBG zu errechnende Bruttogeschossfläche abzustellen. (Hinweis: Das Verwaltungsgericht hat im Entscheid VB 94/0020 die bereits in BRKE I Nrn. 486,487/1993 geäusserte Rechtsauffassung hinsichtlich des Einbezugs von Flächen in Dach- und Untergeschossen bei der Abstellplatzberechnung bestätigt. Ob weiterhin auf die Aussenwandquerschnitte abzustellen sei oder ob neu die In-

nenwandquerschnitte massgebend seien, liess das Gericht im genannten Entscheid ausdrücklich offen, da die neue Berechnungsweise zwar eine 10% kleinere Ge- schossfläche zur Folge hatte, sich dadurch an der Zahl der erforderlichen Pflichtab- stellplätze aber nichts geändert habe. Das Gericht empfahl der Stadt Zürich, den seiner Ansicht nach infolge der Revision von § 255 PBG missverständlich geworde- nen Art. 3 Abs. 2 PPVO redaktionell zu bereinigen.)

Mots-clés

parking spacesgross floor areastatutory interpretationmunicipal ordinanceplanning law

Extrait par Omnilex

Question juridique clé

Which version of § 255 PBG governs the gross floor area used for parking-space calculation under Art. 3(2) PPVO?

Solution extraite

The parking-space calculation must continue to use the gross floor area as defined by the former version of § 255 PBG, not the revised provision in force from 1992.

Motifs extraits

Art. 3(2) PPVO refers to the gross floor area under § 255 PBG as it stood when the ordinance was enacted. The revised § 255 PBG no longer contains the former gross floor area concept; using the new taxable floor-area definition would distort the relationship between built area and parking requirements and create unforeseeable, arbitrary results that were neither intended nor foreseeable when the ordinance was adopted.

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