4 octobre 1995
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Assemblée fédérale (Chambres réunies)
Mittwoch, 4. Oktober 1995 Mercredi 4 octobre 1995
08.00 h
Vorsitz - Présidence: Frey Claude (R, NE)
Le président: Je déclare ouverte la séance de l'Assemblée fédérale, Chambres réunies.
Les députés des deux Conseils ont été régulièrement convo- qués à la séance de ce jour. Ils ont reçu, avec le programme de la session, l'ordre du jour de la séance de l'Assemblée fé- dérale.
Je constate que la majorité absolue des membres du Conseil des Etats et du Conseil national est réunie; l'Assemblée fé- dérale peut dès lors valablement délibérer.
94.408
Parlamentarische Initiative (Ruf)
Vorbereitung der Wahlen in die eidgenössischen Gerichte. Einsetzung einer ständigen Kommission Initiative parlementaire (Ruf) Election des juges fédéraux. Institution d'une commission permanente
Wortlaut der Initiative vom 18. März 1994
Die eidgenössischen Räte werden ersucht, die rechtlichen Grundlagen dafür zu schaffen, dass die durch die Vereinigte Bundesversammlung vorzunehmenden Wahlen in die eidge- nössischen Gerichte durch eine ständige gemeinsame Kom- mission von National- und Ständerat vorbereitet werden, in der sämtliche Fraktionen des Parlamentes vertreten sind.
Texte de l'initiative du 18 mars 1994
Je demande aux Chambres fédérales de créer les bases lé- gales pour que l'élection des juges fédéraux, à laquelle pro- cède l'Assemblée fédérale, soit préparée par une commis- sion permanente, qui comprendra des membres du Conseil national et des membres du Conseil des Etats, et au sein de laquelle seront représentés tous les groupes parlementaires.
Mitunterzeichner - Cosignataires: Blatter, Borel François, Borradori, Bühlmann, Couchepin, Frey Claude, Grendelmei- er, Leuba, Meier Samuel, Steinemann, Zwygart (11)
Nebiker Hans-Rudolf (V, BL), Nationalrat, unterbreitet im Na- men der Spezialkommission der Vereinigten Bundesver- sammlung den folgenden schriftlichen Bericht:
Die Kommission hat die von Nationalrat Ruf am 18. März 1994 eingereichte parlamentarische Initiative gemäss Artikel 21ter des Geschäftsverkehrsgesetzes vorgeprüft.
Die Initiative verlangt die Schaffung der rechtlichen Grundla- gen, damit die durch die Vereinigte Bundesversammlung vor- zunehmenden Wahlen in die eidgenössischen Gerichte durch eine ständige Kommission der Vereinigten Bundesver- sammlung vorbereitet werden, in der sämtliche Fraktionen des Parlamentes vertreten sind.
Die Kommission hat den Initianten am 22. Februar 1995 an- gehört.
Begründung des Initianten
Die Richterwahlen der Vereinigten Bundesversammlung werden seit längerem von einer nichtoffiziellen «Interfraktio- nellen Arbeitsgruppe» (ohne formellen Organstatus) vorbe- reitet, der nur Vertreter jener Fraktionen angehören, die selbst bereits im Bundesgericht bzw. im Eidgenössischen Versicherungsgericht vertreten sind. Die übrigen Fraktionen werden erst kurz vor dem Wahlgang mit den Personalien der Kandidaturen konfrontiert; eine eingehende, seriöse Prüfung der Wahlvorschläge ist für sie dadurch nicht möglich.
Diese Situation ist unbefriedigend. Bei den Wahlen in die obersten eidgenössischen Gerichte handelt es sich um Ent- scheide von eminenter Bedeutung. Ähnlich wie bei den übri- gen Parlamentsgeschäften muss es allen Fraktionen möglich sein, eine seriöse Vorbereitung zu treffen, welche diesen Na- men verdient, namentlich die Kandidatinnen bzw. Kandida- ten besser kennenzulernen.
Die Richterwahlen sind deshalb durch eine ständige gemein- same Kommission beider Räte vorzubereiten, in der sämtli- che Fraktionen des Parlamentes vertreten sind.
Erwägungen der Kommission
Die Wahlen in die eidgenössischen Gerichte werden durch die «Interfraktionelle Arbeitsgruppe für die Vorbereitung der Richterwahlen» vorbereitet. Ihr gehören nur jene Fraktionen an, die im Bundesgericht oder im Eidgenössischen Versiche- rungsgericht vertreten sind. Heute sind dies die Fraktionen der FDP, SP, CVP, SVP, der Liberalen und der LdU/EVP. Die Arbeitsgruppe ist ein Organ der Fraktionen. Sie prüft zuhan- den der Fraktionen die fachliche Qualifikation der Kandidaten und Kandidatinnen, unabhängig von der parteipolitischen Zu- gehörigkeit. Die Arbeitsgruppe arbeitet im Auftrag der Frak- tionen und hat kein Vorschlagsrecht; dieses liegt ausschliess- lich bei den Fraktionen. Die Mitglieder dieser Arbeitsgruppe werden für die Sitzungsteilnahme nicht entschädigt.
Grundsätzlich begrüsst die Kommission die Vorbereitung der Richterwahlen durch die bestehende Arbeitsgruppe der Frak- tionen. Insbesondere möchte die Kommission das Vor- schlagsrecht für die Wahlen in die eidgenössischen Gerichte weiterhin in der Verantwortung der Fraktionen belassen. Eine ständige Kommission analog der Begnadigungskommission (Art. 11 des Reglementes der Vereinigten Bundesversamm- lung), die aus 9 Mitgliedern des Nationalrates und 4 Mitglie- dern des Ständerates besteht, würde direkt der Vereinigten Bundesversammlung Antrag stellen. Daher lehnt die Kom- mission die Schaffung einer ständigen Kommission ab.
Die Kommission stellt aber fest, dass die heutige Situation für Fraktionen, die nicht in der Arbeitsgruppe vertreten sind, nicht befriedigend ist. Diesen Fraktionen fehlen beispiels- weise Informationen über allfällige Vakanzen in den eidge- nössischen Gerichten, um überhaupt einen Kandidaten oder eine Kandidatin vorschlagen zu können. Im weiteren werden die Wahlvorschläge den Fraktionen relativ kurzfristig mitge- teilt, so dass eine eingehende Prüfung der Wahlvorschläge fast nicht mehr möglich ist. Das Anliegen des Initianten, den Informationsfluss für jene Fraktionen zu verbessern, die in der Arbeitsgruppe nicht vertreten sind, könnte nach Auffas- sung der Kommission mit der Öffnung der Interfraktionellen Arbeitsgruppe für alle Fraktionen verwirklicht werden.
Die Kommission beschloss daher an ihrer Sitzung vom 22. Februar 1995, den Fraktionen diese Erweiterung vorzu- schlagen. Der Präsident der Interfraktionellen Arbeitsgruppe wurde beauftragt, diesen Vorschlag in der Arbeitsgruppe zu diskutieren und den beteiligten Fraktionen zum Entscheid zu unterbreiten. Im weiteren beschloss die Arbeitsgruppe, dass künftig alle Fraktionen frühzeitig über allfällige Vakanzen in den eidgenössischen Gerichten informiert werden sollen. Die Interfraktionelle Arbeitsgruppe stimmte dem Vorschlag unserer Kommission zu, die Arbeitsgruppe für alle Fraktionen zu öffnen, und unterbreitete den Vorschlag den Fraktionen. Die Öffnung der Arbeitsgruppe wurde nun aber von den Frak- tionen der SP, CVP und SVP abgelehnt und kann daher nicht verwirklicht werden.
Die Kommission bedauert, dass die Öffnung der Arbeits- gruppe nicht von allen Fraktionen unterstützt wurde. Sie lehnt
Vereinigte Bundesversammlung
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aber die Schaffung einer ständigen Kommission ab, da das Vorschlagsrecht für die Wahlen in die eidgenössischen Ge- richte bei den Fraktionen belassen werden soll.
Nebiker Hans-Rudolf (V, BL), conseiller national, présente au nom de la Commission spéciale de l'Assemblée fédérale le rapport écrit suivant:
Conformément à l'article 21ter de la loi sur les rapports entre les Conseils, la commission a procédé à l'examen préalable de l'initiative parlementaire déposée le 18 mars 1994 par M. Ruf, conseiller national.
L'initiative demande la création des bases légales nécessai- res afin que l'élection des juges fédéraux, à laquelle procède l'Assemblée fédérale (Chambres réunies), soit préparée par une commission permanente de l'Assemblée fédérale au sein de laquelle seront représentés tous les groupes parle- mentaires.
La commission a entendu l'auteur de l'initiative, le 22 février 1995.
Développement de l'auteur de l'initiative
Depuis de longues années, c'est un «groupe de travail parle- mentaire» (sans statut formel) qui prépare l'élection des ju- ges, à laquelle procèdent les Chambres réunies; or, n'en font partie que des membres des groupes parlementaires qui sont déjà représentés au Tribunal fédéral ou au Tribunal fé- déral des assurances. Les autres groupes parlementaires ne sont informés que peu avant l'élection de l'identité des candi- dats; ils sont par conséquent dans l'incapacité de procéder à un examen approfondi et sérieux des candidatures.
Cette situation est insatisfaisante. En effet, l'élection des ju- ges devant siéger dans les tribunaux suprêmes de notre pays est une décision de la plus haute importance. Comme pour les autres affaires traitées par le Parlement, il faut que tous les groupes parlementaires puissent se préparer sérieuse- ment, notamment en ayant la possibilité de mieux connaître les candidates et candidats.
C'est pourquoi il faut confier la préparation de l'élection des juges fédéraux à une commission permanente comprenant des membres des deux Chambres et au sein de laquelle soient représentés tous les groupes parlementaires.
Considérations de la commission
A l'heure actuelle, la préparation des élections des juges fé- déraux est assurée par le Groupe de travail interpartis pour la préparation de l'élection des juges. Or, n'en font partie que des membres des groupes parlementaires qui sont déjà re- présentés au Tribunal fédéral ou au Tribunal fédéral des as- surances, à savoir les groupes PRD, PS, PDC, UDC, libéral et Adł/PEP. Le groupe de travail, organe des groupes parle- mentaires, examine à l'intention de ceux-ci les qualifications professionnelles des candidats, indépendamment de leur ap- partenance politique. Le groupe de travail oeuvre sur mandat des groupes parlementaires et ne jouit d'aucun droit de pro- position, lequel est réservé exclusivement aux groupes. Les membres de ce groupe de travail ne sont pas indemnisés pour leur participation aux séances.
La commission approuve la formule actuelle, à savoir la pré- paration de l'élection des juges par le groupe de travail inter- partis. Elle désire en particulier que les groupes parlementai- res conservent leur droit de proposition pour l'élection des ju- ges fédéraux. Une commission permanente analogue à la Commission des grâces (art. 11 du règlement de l'Assem- blée fédérale, Chambres réunies), composée de 9 membres du Conseil national et de 4 membres du Conseil des Etats, soumettrait directement des propositions à l'Assemblée fédé- rale (Chambres réunies), raison pour laquelle la commission rejette la création d'une commission permanente.
La commission reconnaît néanmoins que la situation actuelle est insatisfaisante pour les groupes parlementaires non re- présentés dans le groupe de travail, lesquels, n'étant pas in- formés des éventuelles vacances dans les tribunaux fédé- raux, ne peuvent même pas présenter de candidat. Les can- didatures ne sont par ailleurs communiquées que peu de
temps avant l'élection aux groupes parlementaires qui se voient par conséquent dans l'impossibilité de procéder à un examen approfondi. De l'avis de la commission, un élargisse- ment du groupe de travail interpartis à tous les groupes par- lementaires permettrait d'améliorer la transmission des infor- mations exigée par l'auteur de l'initiative.
La commission a donc décidé, lors de sa séance du 22 février 1995, de proposer aux groupes parlementaires l'extension du groupe de travail. Le président du groupe de travail interpartis a été chargé de débattre de cette proposi- tion au sein du groupe de travail et de la soumettre aux grou- pes parlementaires concernés pour décision. Le groupe de travail a par ailleurs décidé qu'à l'avenir tous les groupes par- lementaires devraient être informés à temps des vacances dans les tribunaux fédéraux.
Le groupe de travail interpartis a approuvé la proposition de notre commission visant à ouvrir le groupe de travail à tous les groupes parlementaires et l'a ensuite soumise aux grou- pes parlementaires.
L'extension du groupe de travail, rejetée par les groupes PS, PDC et UDC, ne pourra être réalisée.
La commission déplore que tous les groupes parlementaires ne se soient pas prononcés en faveur d'une ouverture du groupe du travail. Elle s'oppose néanmoins à la création d'une commission permanente, estimant que le droit de pro- position pour les élections des juges fédéraux doit exclusive- ment revenir aux groupes parlementaires.
Antrag der Kommission
Die Kommission beantragt mit 4 zu 3 Stimmen bei 4 Enthal- tungen, der Initiative keine Folge zu geben.
Proposition de la commission
La commission propose, par 4 voix contre 3 et avec 4 absten- tions, de ne pas donner suite à l'initiative.
Ruf Markus (D, BE): Meine parlamentarische Initiative ver- langt die Schaffung der rechtlichen Grundlagen, damit die durch die Vereinigte Bundesversammlung vorzunehmenden Wahlen in die eidgenössischen Gerichte durch eine ständige Kommission der Vereinigten Bundesversammlung vorberei- tet werden, in der sämtliche Fraktionen des Parlamentes ver- treten sind.
Der Nationalrat hatte sich bereits früher wiederholt mit dieser Frage zu befassen, namentlich vor bald zwanzig Jahren, 976, im Rahmen der Behandlung einer Motion von alt Kollege Felix Auer. Der Motionär führte damals in seiner Begründung u. a. aus: «Jeweils an der Fraktionssitzung am Dienstag nachmittag - ausnahmsweise eine Woche früher - wurde zwischendurch und in der Eile der Sachgeschäfte mitgeteilt, die am anderen Morgen zusammentretende Vereinigte Bun- desversammlung habe eine Richterwahl vorzunehmen, die Fraktion X unterbreite die Kandidatur Y, die aus einem ge- meinsamen Vorschlag der Bundesgerichts-Parteien> über- nommen werden solle. Man erfährt einige wenige Daten über den Vorgeschlagenen. Wenn's gut geht, ist er wenigstens ei- nem der Fraktionsangehörigen persönlich bekannt und wird von diesem empfohlen. Und nur summarisch und wenig auf- schlussreich sind auch die vervielfältigten Curricula vitae, die anderentags auf die Pulte gelegt werden.» Weiter führte er aus: «Die in der Motion vorgeschlagene Vorbereitungskom- mission, mit der eine Idee des verstorbenen Staatsrechtlers Professor Max Imboden wieder aufgenommen wird, verfolgt den Zweck, das Verfahren für Richterwahlen zu versachli- chen, tunlichst zu entpolitisieren und eine möglichst sorgfäl- tige Vorbereitung zu gewährleisten.» (AB 1976 N 829f.)
Leider stimmte Herr Auer, obwohl 101 Parlamentarier seinen Vorstoss mitunterzeichnet hatten, der Umwandlung in ein Postulat zu, mit der Folge, dass die verlangte Kommission letztlich nicht eingesetzt wurde. Immerhin setzten die Fraktio- nen, die im Bundesgericht vertreten sind, 1983 eine inoffizi- elle Arbeitsgruppe für die Vorbereitung der Richterwahlen ein.
Sicherlich hat sich die Situation gegenüber den siebziger Jahren in der Zwischenzeit verbessert. Befriedigend ist sie
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jedoch noch heute in keiner Weise. Die im Bundesgericht und im Eidgenössischen Versicherungsgericht nicht vertretenen Fraktionen der Bundesversammlung haben in der genannten Arbeitsgruppe keinen Einsitz und werden deshalb erst relativ kurz vor dem Wahlgang - etwa zwei Wochen vorher - über die Wahlvorschläge der grossen Fraktionen informiert. Dies geschieht normalerweise mittels eines in der Regel recht kur- zen Lebenslaufs der vorgeschlagenen Personen, nebst ei- nem Begleitbrief. Eine vertiefte Prüfung der Vorschläge ist in der kurzen verfügbaren Zeit praktisch nicht möglich.
Bei den Wahlen in die obersten eidgenössischen Gerichte handelt es sich um Parlamentsbeschlüsse auch von staats- politisch eminenter Bedeutung. Ähnlich wie bei den übrigen Parlamentsgeschäften, die in ihrer Bedeutung und Konse- quenz oft weniger gewichtig sind, muss es deshalb allen Fraktionen möglich sein, das Wahlgeschäft seriös vorzube- reiten und, wenn nötig die vorgeschlagenen Kandidaten per- sönlich anzuhören oder sogar Alternativvorschläge abzuklä- ren. Diesem elementaren Bedürfnis nach sorgfältiger Parla- mentsarbeit vermag auch die Möglichkeit nicht zu genügen, beim Präsidenten der bestehenden Interfraktionellen Arbeits- gruppe summarische Auskünfte einzuholen.
Ich muss mich leider kurz fassen. Wie Sie feststellen, haben Nationalrätinnen und Nationalräte aus fast allen Fraktionen die Initiative mitunterzeichnet, darunter auch mehrere Frak- tionspräsidentinnen und -präsidenten. Es wird offensichtlich die Auffassung geteilt, dass im Bereich der Vorbereitung der Richterwahlen ein Handlungsbedarf bestehe. Auch die vor- beratende Kommission war mehrheitlich der Auffassung, dass die heutige Situation für Fraktionen, die nicht in der Ar- beitsgruppe vertreten sind, unbefriedigend sei.
Ich zitiere kurz aus dem Ihnen vorliegenden Bericht: «Diesen Fraktionen fehlen beispielsweise Informationen über allfällige Vakanzen in den eidgenössischen Gerichten, um überhaupt einen Kandidaten oder eine Kandidatin vorschlagen zu kön- nen. Im weiteren werden die Wahlvorschläge den Fraktionen relativ kurzfristig mitgeteilt, so dass eine eingehende Prüfung der Wahlvorschläge fast nicht mehr möglich ist. Das Anliegen des Initianten, den Informationsfluss für jene Fraktionen zu verbessern, die in der Arbeitsgruppe nicht vertreten sind, könnte nach Auffassung der Kommission mit der Öffnung der Interfraktionellen Arbeitsgruppe für alle Fraktionen verwirk- licht werden.»
Dem Wunsch der Kommission entsprechend, wurde das An- liegen der Öffnung der Interfraktionellen Arbeitsgruppe so- wohl den beteiligten Fraktionen als auch der Arbeitsgruppe selbst unterbreitet. Die Arbeitsgruppe sprach sich daraufhin für eine Erweiterung aus, verschiedene Fraktionen ebenfalls. Eine Öffnung wurde nun aber in völlig unverständlicher Weise von den Fraktionen der SP, CVP und SVP abgelehnt und kann daher nicht verwirklicht werden.
Ich zitiere nochmals aus dem Bericht: «Die Kommission be- dauert, dass die Öffnung der Arbeitsgruppe nicht von allen Fraktionen unterstützt wurde. Sie lehnt aber die Schaffung ei- ner ständigen Kommission ab, da das Vorschlagsrecht für die Wahlen in die eidgenössischen Gerichte bei den Fraktio- nen belassen werden soll.» Es besteht also die Auffassung, dass durchaus Handlungsbedarf gegeben sei. Man lehnt aber den vorgeschlagenen Weg einer ständigen Kommission ab.
Eine realistische Lagebeurteilung ergibt nun, dass die vorlie- gende Initiative wohl heute in der Vereinigten Bundesver- sammlung kaum eine Mehrheit finden würde.
Ich ziehe deshalb die Initiative zurück, damit das Anliegen die Chance hat, bei nächster Gelegenheit erfolgversprechend wiederaufgenommen zu werden. Wir werden das Thema in einer allgemeineren Form neu aufgreifen und dabei den Be- denken der vorberatenden Kommission, wie sie geäussert worden sind, entsprechend Rechnung tragen.
Zurückgezogen - Retiré
Bundesgericht Tribunal fédéral
Huber Annemarie, Generalsekretärin, verliest folgendes Rücktrittsschreiben:
Huber Annemarie, secrétaire générale, donne lecture de la lettre de démission suivante:
Monsieur le Président, Mesdames et Messieurs les députés Ayant commencé d'exercer mes fonctions de juge au Tribu- nal fédéral le 1er janvier 1979, je vous prie de m'en relever avec effet au 31 janvier 1996. Lourde de responsabilités, cette charge fut aussi pour moi la source d'un grand intérêt et de profondes satisfactions. J'exprime à l'Assemblée fédérale ma gratitude pour la confiance qu'elle m'a ainsi témoignée. Veuillez agréer, Monsieur le Président, Mesdames et Mes- sieurs les députés, l'expression de ma haute considération. Lausanne, le 30 avril 1995 Jean-François Egli
Le président: M. Jean-François Egli a démissionné du Tri- bunal fédéral après 17 ans de brillante magistrature. M. Egli a fait ses études à l'Université de Neuchâtel qui lui a décerné le titre de docteur honoris causa.
M. Egli fut successivement président du Tribunal du district de La Chaux-de-Fonds, puis juge cantonal à Neuchâtel pen- dant 14 ans. C'est en 1978 que l'Assemblée fédérale l'a élu au Tribunal fédéral. Pendant sa longue carrière, il fut prési- dent de la Première Cour de droit public et président de la Cour de cassation extraordinaire. Il fut également membre de la Première Cour civile et membre de la Commission admi- nistrative. Le couronnement de sa carrière survint le 9 décembre 1992, lorsqu'il fut appelé à la présidence du Tri- bunal fédéral pour les années 1993 et 1994.
Ses collègues de Lausanne lui reconnaissent une grande puissance de travail, alliée à un sens aigu du droit et une grande précision en droit civil comme en droit public. Le jus- ticiable qui a perdu une cause rapportée par M. Egli a le sen- timent d'avoir été traité avec justice et équité.
Parmi les publications de M. le juge fédéral Egli, il faut men- tionner d'importantes contributions à la doctrine. Je cite parmi ses oeuvres les plus récentes: «L'entraide judiciaire pour la répression des délits d'initiés», «Le Tribunal fédéral face à l'Espace économique européen», «La protection de la bonne foi dans le procès», «Les premières expériences en matière de législation sur la protection de l'environnement», «L'immunité de juridiction des Etats étrangers», «La jurispru- dence du Tribunal fédéral sur les mesures contre les abus dans le secteur locatif».
Comme d'autres entrent dans les ordres, M. Jean-François Egli est entré dans l'ordre judiciaire. Il a apporté au Tribunal fédéral ses qualités de très grand juriste et sa rigueur tou- jours.
L'Assemblée fédérale lui adresse des sentiments de pro- fonde gratitude et des voeux pour un avenir qui lui permettra de s'adonner davantage à ses passe-temps favoris, en parti- culier le violon.
Au nom de l'Assemblée fédérale, Monsieur le Juge fédéral Egli, merci. (Applaudissements)
Wahl eines Richters Election d'un juge
Ergebnis der Wahl - Résultat du scrutin
Ausgeteilte Wahlzettel - Bulletins délivrés 170
eingelangt - rentrés 170
leer - blancs 17
ungültig - nuls 0
gültig - valables 153
absolutes Mehr - Majorité absolue
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Anno
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IV
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Herbstsession
Session
Session d'automne
Sessione
Sessione autunnale
Rat
Vereinigte Bundesversammlung
Conseil
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Consiglio
Assemblea federale
Sitzung
Annex
Séance
Seduta
Geschäftsnummer 94.408
Numéro d'objet
Numero dell'oggetto
Datum 04.10.1995 - 08:00
Date
Data
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2332-2334
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