Postulat Stamm Luzi
2201
95.3330 Postulat Theubet Ergänzungsleistungen. Hilflosenentschädigung Prestations complémentaires. Allocation pour impotent
Wortlaut des Postulates vom 23. Juni 1995 Ich ersuche den Bundesrat zu prüfen, ob die Verordnung vom 20. Januar 1971 über den Abzug von Krankheits- und Behin- derungskosten bei den Ergänzungsleistungen so geändert werden kann, dass bei Empfängerinnen und Empfängern von Hilflosenentschädigungen der AHV/IV die halbe Entschädi- gung als Pauschalbeitrag an pflegende Familienmitglieder ausgerichtet werden kann, selbst wenn die Voraussetzung ei- ner Erwerbseinbusse aufgrund der Betreuung nicht erfüllt ist.
Texte du postulat du 23 juin 1995
Le Conseil fédéral est invité à examiner si l'ordonnance du 20 janvier 1971 relative à la déduction des frais de maladie et des frais résultant de l'invalidité en matière de prestations complémentaires peut être modifiée de manière à ce que la moitié de l'allocation pour impotent de l'AVS/Al soit réservée à l'indemnisation forfaitaire de l'entourage familial, même si la condition de diminution de revenu n'est pas remplie.
Mitunterzeichner - Cosignataires: Darbellay, Epiney, Frai- nier (3)
Schriftliche Begründung - Développement par écrit Les usagers des services d'aide et de soins à domicile doivent payer une partie des prestations fournies par des infirmières, en ce qui concerne les bénéficiaires d'une allocation pour im- potent (API), et par des aides familiales ou ménagères. Si l'usager n'est pas bénéficiaire des prestations complé- mentaires (PC), il paiera au moyen de ses ressources. Dans le cas contraire, les factures seront transmises à la caisse de compensation qui les prendra en charge, mais avec une ré- serve importante. En effet, si ce même usager est également bénéficiaire d'API, la caisse de compensation déduira de la facture le montant que représente cette allocation.
Cette pratique est légalement correcte, mais elle pose le pro- blème de l'encouragement de l'aide fournie par des membres de la famille qui, contrairement aux services spécialisés et aux tiers non membres de la famille, n'ont pas la possibilité de présenter des factures reconnues au titre des PC. Or, l'ob- jectif du maintien à domicile n'est réalisable que si l'entou- rage de la personne concernée se mobilise et peut se voir in- demnisé pour cette aide.
Face à cette situation, nous estimons qu'il serait nécessaire que la caisse de compensation puisse calculer la réserve en cas d'API en ne prenant que la moitié de cette dernière en considération.
C'est pourquoi nous demandons au Conseil fédéral d'exami- ner s'il est possible d'adapter l'ordonnance relative à la dé- duction des frais de maladie et des frais résultant de l'invali- dité en matière de prestations complémentaires (OMPC; RS 831.301.1) et les directives s'y rapportant dans le sens indi- qué ci-dessus.
Ce faisant, il y aurait lieu de coordonner ces textes avec les futures dispositions concernant les prestations de soins et d'aide à domicile dans l'assurance-maladie actuellement en consultation.
Schriftliche Erklärung des Bundesrates vom 16. August 1995 Déclaration écrite du Conseil fédéral du 16 août 1995 Le Conseil fédéral est prêt à accepter le postulat. Überwiesen - Transmis
95.3337
Postulat Ruf Eingliederung behinderter Menschen. Überprüfung der bundesrechtlichen Erlasse
Insertion des handicapés. Evaluation des dispositions législatives et réglementaires fédérales
Wortlaut des Postulates vom 23. Juni 1995
Der Bundesrat wird ersucht, die Gesetze und Verordnungen des Bundes zu überprüfen und - wo erforderlich - Vor- schläge für Ergänzungen oder Änderungen ausarbeiten zu lassen mit dem Ziel, eine umfassende Eingliederung behin- derter Menschen zu fördern.
Texte du postulat du 23 juin 1995
Le Conseil fédéral est prié d'examiner les lois et les ordon- nances fédérales et, le cas échéant, de faire élaborer des propositions d'adjonction ou de modification dans le but de favoriser une meilleure insertion des personnes handica- pées.
Mitunterzeichner - Cosignataires: Bischof, Keller Rudolf, Stalder, Steffen (4)
Schriftliche Begründung - Développement par écrit
In der Schweiz leidet jede zehnte Einwohnerin bzw. jeder zehnte Einwohner an einer mittleren oder schwereren Behin- derung. Die gesellschaftliche Eingliederung der behinderten Menschen ist jedoch immer noch ungenügend. Trotz man- nigfaltiger Anstrengungen staatlicher und privater Stellen zur Unterstützung der Behinderten (z. B. Baupolizeivorschriften, Behindertentransporte) sind immer noch viele behinderte Mitmenschen in beruflichen, gesellschaftlichen oder kulturel- len Bereichen benachteiligt. Bei der Gesetzgebung wurden die Bedürfnisse der Behinderten bisher nur punktuell mit ein- bezogen.
Schriftliche Erklärung des Bundesrates vom 16. August 1995 Déclaration écrite du Conseil fédéral du 16 août 1995 Der Bundesrat ist bereit, das Postulat entgegenzunehmen.
Überwiesen - Transmis
95.3342
Postulat Stamm Luzi Genauere Aidsstatistik Sida. Amélioration des statistiques
Wortlaut des Postulates vom 23. Juni 1995 Der Bundesrat wird ersucht, dafür zu sorgen, dass die Aids- statistik entscheidend verbessert wird, insbesondere durch eine möglichst genaue Erfassung der tatsächlichen Anzahl der HIV-Infizierten.
Texte du postulat du 23 juin 1995 Le Conseil fédéral est invité à faire en sorte que les statisti- ques concernant le sida, en particulier le nombre de person- nes séropositives, soient sensiblement améliorées.
Mitunterzeichner - Cosignataires: Keine - Aucun
N 6 octobre 1995
2202
Postulat Loeb François
Schriftliche Begründung - Développement par écrit
Aus einer am 26. April 1995 in der «Schweizerischen Ärzte- zeitung» veröffentlichten Studie des Bundesamtes für Ge- sundheitswesen (BAG) und der Gesundheitsämter der Kan- tone Bern und Basel-Landschaft geht hervor, dass in diesen Kantonen mehr als die Hälfte der Aidserkrankungen nicht ge- meldet wurde. Offensichtlich wird die seit dem 1. Dezember 1987 bestehende Meldepflicht respektive die Meldeverord- nung von den Ärzten ungenügend eingehalten. Die Abwei- chungen sind gravierend. Im genannten Artikel in der «Schweizerischen Ärztezeitung» steht: «Es gibt Hinweise dafür, dass die Zahl lebender Aidspatientinnen und -patien- ten durch die verordnungsgemässen Meldungen stark unter- schätzt wird und für die Planung im Gesundheitswesen nicht herangezogen werden kann.»
Nach dieser Stichprobenerhebung in zwei Kantonen ist davon auszugehen, dass die wirkliche Zahl der Aidserkrankungen in der Schweiz wesentlich höher liegt, als dies die bisherige of- fizielle Aidsfallstatistik des BAG ausweist. Die tatsächliche Zahl der HIV-infizierten Menschen bzw. der Neuinfektionen in der Schweiz kann nach wie vor nicht einmal zuverlässig ge- schätzt werden.
Wie das BAG in der Publikation treffend festhält, sind «für eine zuverlässige Planung der Ressourcen für Prävention und Betreuung genaue Daten über die Zahl der lebenden Aidspatientinnen und -patienten unentbehrlich». Mindestens ebensowichtig für diese Ziele wären aber neben der Zahl der noch lebenden Aidskranken genaue Zahlen über die Anzahl der HIV-infizierten Menschen. Aufgrund der Latenzzeit von 10 bis 12 Jahren hinkt die Zahl der Kranken bekanntlich der Zahl der Infizierten entsprechend hintennach.
Die genaue Feststellung der Zahl der HIV-Infizierten wäre aber nicht nur «für eine zuverlässige Planung der Ressour- cen für Prävention und Betreuung» notwendig, sondern noch viel dringender als Information für die Bevölkerung zur Ver- meidung der Weiterverbreitung von Aids. Insbesondere Mit- glieder von «Risikogruppen» sind im wahrsten Sinne des Wortes auf Gedeih und Verderb auf verbesserte Information angewiesen. Nicht einmal das vom Datenschutz her völlig unbedenkliche «anonymous unlinked testing» wird angewen- det, von «contact-tracing» und ähnlichen Massnahmen ganz zu schweigen. Bezahlen dafür müssen Menschen, welche sich mit dem tödlichen Virus infizieren, weil sie über die tat- sächliche Verbreitung der Krankheit schlecht informiert sind und deshalb die Gefahr einer Ansteckung unterschätzen.
Der Bundesrat wird dringend ersucht, für eine zuverlässige Statistik besorgt zu sei. Geradezu zynisch wäre es, geltend zu machen, dies scheitere an finanziellen Mitteln, wenn man an die Kosten, die schon nur durch eine einzige Aidserkran- kung verursacht werden, denkt.
Schriftliche Erklärung des Bundesrates vom 18. September 1995 Déclaration écrite du Conseil fédéral du 18 septembre 1995 Der Bundesrat ist bereit, das Postulat entgegenzunehmen.
Le président: Mme von Felten combat cette intervention. La discussion est renvoyée.
Verschoben - Renvoyé
95.3298
Postulat Loeb François Änderung des Bundesgesetzes betreffend die Lotterien und die gewerbsmässigen Wetten Loi fédérale sur les loteries et les paris professionnels. Modification
Wortlaut des Postulates vom 21. Juni 1995
Der Bundesrat wird gebeten zu prüfen, zur Unterstützung der Neat-Finanzierung das Bundesgesetz betreffend die Lotte- rien und die gewerbsmässigen Wetten so zu ändern, dass die Durchführung eines Mittwochs-Zahlenlottos zur Teilfinan- zierung der Neat ermöglicht wird.
Texte du postulat du 21 juin 1995
Le Conseil fédéral est prié de modifier la loi fédérale sur les loteries et les paris professionnels de manière à permettre l'organisation d'un tirage de la loterie suisse à numéros tous les mercredis, les gains qui en résulteront devant servir au fi- nancement des NLFA.
Mitunterzeichner - Cosignataires: Allenspach, Aregger, Bezzola, Bührer Gerold, Camponovo, Comby, Dettling, Fi- scher-Seengen, Giger, Heberlein, Mühlemann, Pini, Witten- wiler (13)
Schriftliche Begründung - Développement par écrit
Der Bau der Neat ist für die Zukunft unseres Landes von grosser Bedeutung. Es zeigen sich aber bereits heute we- sentliche Finanzierungsprobleme, insbesondere dann, wenn wir kommende Generationen mit dem Zinsen- und Rückzah- lungsdienst nicht stark belasten wollen - ein Erfordernis, das es unter allen Umständen zu beachten gilt.
Bis heute drehte sich die ganze Finanzierungsdiskussion ein- zig um die Beschaffung von Mitteln über neue Steuern und Abgaben oder eben über den sich jetzt als problematisch er- weisenden Weg der Gewährung verzinslicher und rückzahl- barer Darlehen. Um Jahrhundertbauwerke wie die Neat fi- nanzieren zu können, sollten aber auch neue Wege, kreative Ansätze gesucht werden.
Ein solcher Ansatz zur Teilfinanzierung könnte die Durchfüh- rung eines Mittwochs-Zahlenlottos darstellen, wie es übri- gens Deutschland bereits kennt. Das Mittwochs-Zahlenlotto könnte problemlos und analog von der bereits bestehenden Zahlenlotto-Organisation durchgeführt werden. Das beste- hende Samstags-Zahlenlotto ergab 1993 inklusive Jokerzahl Einnahmen von 479 533 062 Franken. Davon wurde die Hälfte als Gewinne ausbezahlt. Daneben sind die Kosten der Administration angefallen. Der Nettoerlös, der für Sportförde- rung zur Verfügung stand, betrug weit über 200 Millionen Franken.
Bereits heute fliessen erkleckliche Summen aus unserem Land ins deutsche Mittwochs-Zahlenlotto. (Im Grenzraum sind gemäss Auskunft eines deutschen Lottostellen-Leiters bis zu 80 Prozent der Gesamtkundschaft Schweizer!) Diese Abflüsse lassen die Annahme zu - es sei besonders darauf hingewiesen, dass auf diesen Gewinnen wohl nur in seltenen Fällen Steuern in unserem Land bezahlt werden -, dass nach einer Anlaufzeit ein Mittwochs-Zahlenlotto durchaus Erfolg haben könnte und ein Ertrag von über hundert Millionen Franken pro Jahr möglich wäre. Bis zur Vollendung der Neat stehen rund zwanzig Jahre zur Verfügung, so dass mit einer solchen neuen Idee mit Zins und Zinseszins Mittel in der Grössenordnung von weit über zwei Milliarden Franken als Teilfinanzierung an die Neat zur Verfügung stehen könnten. Da im Bundesgesetz betreffend die Lotterien und die ge- werbsmässigen Wetten aus dem Jahre 1923 in Artikel 5
Schweizerisches Bundesarchiv, Digitale Amtsdruckschriften Archives fédérales suisses, Publications officielles numérisées Archivio federale svizzero, Pubblicazioni ufficiali digitali
Postulat Stamm Luzi Genauere Aidsstatistik Postulat Stamm Luzi Sida. Amélioration des statistiques
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1995
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IV
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Herbstsession
Session
Session d'automne
Sessione
Sessione autunnale
Rat
Nationalrat
Conseil
Conseil national
Consiglio
Consiglio nazionale
Sitzung
13
Séance
Seduta
Geschäftsnummer 95.3342
Numéro d'objet
Numero dell'oggetto
Datum 06.10.1995 - 08:00
Date
Data
Seite
2201-2202
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20 026 187
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