29 septembre 1994
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Interpellation Simmen
Mit dem vorliegenden Übereinkommen wird das ERO zu einer ständigen internationalen Organisation mit Sitz in Kopenha- gen (Dänemark).
Das Übereinkommen, von der Schweiz am 20. Oktober 1993 vorbehaltlich Ratifizierung unterzeichnet, wird voraussichtlich Ende 1994 in Kraft treten.
Gadient Ulrich (V, GR) présente au nom de la Commission des transports et des télécommunications (CTT) le rapport écrit suivant:
La Suisse a adhéré en 1959 à la CEPT qui regroupe 36 pays européens et elle y joue dès lors un rôle non négligeable, puisqu'elle compte parmi les cinq pays qui ont le plus de poids dans la prise des décisions.
Le BER est donc conçu comme un organe de conseil et d'ex- pertise pour les questions de nature technique et administra- tive. Il constitue un centre permanent de compétences techni- ques en matière de radiocommunications qui est chargé d'entreprendre des analyses à long terme sur les besoins en fréquence à l'échelle européenne et d'assurer la liaison avec les autorités nationales compétentes ainsi qu'avec d'autres or- ganisations internationales.
La convention dont il est question ici a pour but de donner un statut permanent au BER qui est une organisation internatio- nale dont le siège est à Copenhague (Danemark).
La Suisse a signé la convention le 20 octobre 1993 sous ré- serve de ratification et son entrée en vigueur est prévu pour la fin de l'année 1994.
Antrag der Kommission
Die Kommission beantragt einstimmig, den Bundesbe- schluss, mit dem der Bundesrat zur Ratifikation des Überein- kommens zur Gründung des Europäischen Büros für Funkan- gelegenheiten ermächtigt wird, anzunehmen.
Proposition de la commission
La commission propose, à l'unanimité, d'accepter l'arrêté fé- déral autorisant le Conseil fédéral à ratifier la Convention pour la création du Bureau Européen des Radiocommunications.
Eintreten wird ohne Gegenantrag beschlossen L'entrée en matière est décidée sans opposition
Gesamtberatung - Traitement global
Titel und Ingress, Art. 1, 2 Titre et préambule, art. 1, 2
Gesamtabstimmung - Vote sur l'ensemble Für Annahme des Entwurfes 21 Stimmen (Einstimmigkeit)
An den Nationalrat - Au Conseil national
94.3095
Interpellation Simmen UKW-Sendernetzplanung Plan des réseaux d'émetteurs OUC
Wortlaut der Interpellation vom 9. März 1994
Regionalsender tragen, zusammen mit regionalen Zeitungen, wesentlich zur Schaffung und Erhaltung regionaler und kanto- naler Identität bei. Je nachdem, wie die Sendegebiete einge- teilt sind, werden historisch gewachsene Einheiten gestärkt oder geschwächt. Vor allem Kantone mit langen Grenzen und schmaler Form wie z. B. der Kanton Solothurn laufen Gefahr, von verschiedenen Seiten zugedeckt zu werden.
Die UKW-Sendernetzplanung hat deshalb eine Bedeutung, die weit über blosse Organisationsmassnahmen hinausgeht. Die laufende Planung befasst sich in einer Phase I mit der Süd- und Westschweiz. Diese Phase I hat jedoch auch grosse Aus- wirkungen auf die Phase II, indem verschiedene Sender über die Ränder des zu regelnden Gebietes hinausstrahlen. Damit wird die spätere Verteilung präjudiziert.
Ich stelle deshalb folgende Fragen: Ist der Bundesrat bereit,
für solothurnische Gebiete eine A-Versorgung durch ein so- lothurnisches Radio zu garantieren, insbesondere für jene Ge- biete, in denen Überschneidungen mit Gebieten der Regionen Biel und Bern nicht zu vermeiden sind;
in Phase II der UKW-Sendernetzplanung das Gebiet des Ju- rasüdfusses als einheitlichen Kommunikationsraum zu be- handeln, welcher die Gebiete innerhalb der solothurnischen Kantonsgrenzen von Grenchen bis Schönenwerd umfasst;
diesen Kommunikationsraum als Versorgungsgebiet im Sinne von Artikel 22 Buchstabe a RTVG zu definieren;
für das Schwarzbubenland ein Gebiet mit A-Versorgung festzulegen, das die Bezirke Dorneck und Thierstein umfasst?
Texte de l'interpellation du 9 mars 1994
Les émetteurs régionaux, comme les journaux régionaux d'ail- leurs, contribuent de manière déterminante à forger et à mainte- nir l'identité d'une région et d'un canton. En fonction de la répar- tition des zones desservies, les entités historiques se trouvent soit renforcées soit affaiblies. Ce sont surtout les cantons de forme étroite et allongée comme le canton de Soleure qui cou- rent le risque d'être desservis par plusieurs émetteurs à la fois. La planification des réseaux des émetteurs OUC a donc une importance qui dépasse les seules mesures d'organisation. La planification en cours porte sur la phase I (ouest et sud de la Suisse). Cette phase I a cependant de grandes répercussions sur la phase II, en ce sens que plusieurs émetteurs émettent au-delà des régions dont il faut régler la couverture. Par consé- quent, la répartition ultérieure en pâtira.
Voici les questions que j'adresse au Conseil fédéral: Est-il disposé:
à garantir, grâce à une radio soleuroise, une couverture en zone A pour les territoires soleurois, notamment ceux où il est impossible d'éviter des chevauchements de diffusion avec les régions de Bienne et de Berne;
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Interpellation Simmen
à considérer, dans la phase Il de la planification des réseaux des émetteurs OUC, la région du pied du Jura comme un es- pace de communication uniforme qui englobe les territoires si- tués à l'intérieur des frontières cantonales soleuroises, de Granges à Schönenwerd;
à définir cet espace de communication comme une zone de diffusion au sens de l'article 22 lettre a LRTV;
à définir, pour le Schwarzbubenland, un territoire qui corres- ponde à une zone de couverture A et qui comprenne les di- stricts de Dorneck et de Thierstein?
Mitunterzeichner - Cosignataires: Büttiker (1)
Simmen Rosmarie (C, SO): In der Sommersession wurden im Ständerat aus zeitlichen Gründen praktisch keine persönli- chen Vorstösse behandelt. Das hat dazu geführt, dass meine Interpellation zu einem Zeitpunkt traktandiert ist, wo sich der Markt praktisch «verlaufen» hat. Ich sage das ohne den gering- sten Vorwurf an den Ratssekretär, der ja nicht für die Anzahl der Vorstösse, sondern lediglich für deren Unterbringung auf der Traktandenliste verantwortlich ist.
Ich möchte jetzt diese Interpellation trotzdem kurz begründen. Ihr Inhalt ist auch durch den inzwischen erfolgten Beschluss des Bundesrates nicht obsolet geworden. Es geht in meiner Interpellation um die Ausgestaltung der Gebiete für die Lokal- radioversorgung. Diese Ausgestaltung hat eine Bedeutung, die weit über die rein technische Zuteilung von elektromagne- tischen Wellenbereichen hinausgeht. Sie ist von grosser politi- scher und auch kultureller Bedeutung für die Kantone und ihre Regionen. Es sind die Verhältnisse in meinem Kanton, die mich auf diese Problematik aufmerksam gemacht haben. In einer ersten Phase werden die Süd- und die Westschweiz in solche Sendegebiete eingeteilt. Darüber hat der Bundesrat in- zwischen entschieden, nämlich am 31. August 1994.
Nun liegt der Kanton Solothurn aber weder in der Süd- noch in der Westschweiz. Und Sie könnten sich fragen, ob ich mich da nicht in Dinge einmische, die uns gar nicht betreffen, und mir Sorgen mache um Eier, die noch gar nicht gelegt sind. Es ist keines von beidem der Fall.
Der Kanton Solothurn grenzt an die Westschweiz, und die Ent- scheidungen, die in der ersten Phase der Zuteilung getroffen werden, beeinflussen und präjudizieren die späteren. Daher kommt mein Interesse an einer Regelung, die den Kanton So- lothurn nicht von vornherein benachteiligt und Zustände schafft, die nachher nicht mehr zu ändern sind.
Die elektronischen Medien spielen heute für die Menschen eine ganz zentrale Rolle. Einerseits sind wir via Satellit und CNN mit der ganzen Welt verbunden, am anderen Ende der Gefühlsskala spielen die Lokalsender für das Heimatgefühl und die Nestwärme der Leute eine grosse Rolle. Es ist also wichtig, dass dieser Identitätsfaktor der Bevölkerung aller Lan- desteile zur Verfügung steht - das ist kein ausschliessliches Solothurner Problem. Alle Kantone mit ungünstigen topogra- phischen Bedingungen haben hier Probleme. Ungünstige Be- dingungen: Das müssen nicht unbedingt Berge, das kann auch eine bestimmte Form des Kantons sein. Dieser letztere Fall trifft für den Kanton Solothurn zu. Mit seiner zerrissenen Form und den verschiedensten, schmalen Kantonsteilen läuft der Kanton Gefahr, von allen Seiten elektronisch zugedeckt zu werden. Es ist also kein voreiliges Sorgen und Klagen, son- dern weise Voraussicht, die mich dazu bewogen hat, den Bun- desrat auf die Probleme, die entstehen könnten, aufmerksam zu machen.
Der Bundesrat hat in seiner Antwort auf meine Interpellation, die bereits vom 11. Mai 1994 stammt, auf die Entscheidung verwiesen, die im kommenden Sommer - also im vergange- nen Sommer - fallen solle. Ich bin nun gespannt auf die Ant- wort von Herrn Bundesrat Ogi, welche sicher die inzwischen eingetretenen Entwicklungen berücksichtigen wird.
Ogi Adolf, Bundesrat: Frau Simmen hat darauf hingewiesen, dass der Bundesrat am 31. August den ersten Teil der Weisun- gen für die UKW-Sendernetzplanung erlassen hat. Damit sind die künftigen Lokalradiogebiete im Süden, im Westen und im Norden des Landes definiert. In seinen Weisungen hat der
Bundesrat zu Ihrer Frage 4 indirekt bereits Stellung genom- men. Aufgrund unserer Beurteilung der Lage sind die Voraus- setzungen für ein eigenständiges Lokalradio im Schwarzbu- benland nicht gegeben. Das Schwarzbubenland bietet einem Lokalradio keine genügende wirtschaftliche Basis; dies hat bereits das Scheitern des Senders Studio B vor zwei Jahren gezeigt.
Über den restlichen Teil des Kantons Solothurn wird der Bun- desrat im zweiten Teil der Weisungen entscheiden. Die ent- sprechenden Vorbereitungsarbeiten sind in vollem Gange. Frau Simmen wird sicher verstehen, dass wir heute noch keine verbindlichen Zusicherungen für ihren Kanton abgeben kön- nen, denn vorweggenommene Einzelentscheide gefährden die ganzheitliche Betrachtung und Beurteilung.
Im Hinblick auf Frage 1 können wir aber versichern, dass ein künftiges Solothurner Lokalradio mindestens gleich gute tech- nische Startchancen erhalten wird wie seine Konkurrenten. Zu den Fragen 2 und 3 kann ich sagen, dass der Bundesrat beim Entscheid über die Sendernetzplanung die Resultate früherer Anhörungen berücksichtigt hat. Die Kantone sowie die mei- sten interessierten Organisationen wünschten, die heutige Lo- kalradiosituation nicht vollständig umzukrempeln, sondern behutsam auszubauen und behutsam zu verbessern. Diesen Grundsatz wird der Bundesrat auch bei der Ausarbeitung des zweiten Teils der Weisungen beherzigen.
Generell darf ich noch anfügen, dass mein Departement hin- sichtlich der Sendernetzplanung sehr enge Kontakte zum Kanton Solothurn unterhält. So hat bereits im Frühjahr dieses Jahres ein direkter Gedankenaustausch zwischen dem Bun- desamt für Kommunikation (Bakom) und der Solothurner Re- gierung stattgefunden. Wir kennen also das Problem der Solo- thurner Regierung.
Noch ein Wort zur Frage, wie es weitergehen wird: Die Weisun- gen, die der Bundesrat nun erlassen hat, bilden die medienpo- litischen Leitplanken für die PTT-Betriebe. Für die lokalen Ver- sorgungsgebiete, die von den Weisungen betroffen sind, wer- den die PTT-Betriebe nun die entsprechenden frequenztech- nischen Pläne aufstellen müssen. Anschliessend werden im Verlaufe dieses Herbstes die Lokalradiokonzessionen für jene Gebiete öffentlich ausgeschrieben. Die Konzessionierung er- folgt dann im Frühjahr 1995. Die zweite Hälfte der Versor- gungsgebiete wird in einem Abstand von rund sechs Monaten im gleichen Verfahren behandelt werden. Das heisst, dass die öffentliche Ausschreibung für den grössten Teil des Kantons Solothurn voraussichtlich im Frühjahr 1995 erfolgen wird und die Konzessionierung dann etwa Ende 1995 vorgenommen werden kann.
Simmen Rosmarie (C, SO): Ich möchte dem Bundesrat für die Antwort danken und kann bestätigen, dass die Kontakte zwi- schen dem Bakom und dem ganzen Kanton Solothurn in sehr erfreulicher und offener Atmosphäre stattfinden.
Der Artikel 6 der neuen Weisungen für die UKW-Sendernetz- planung geht in eine Richtung, die auch unseren Anliegen durchaus entgegenkommt. Es liegt mir aber daran, auch hier in diesem Saale festzuhalten, dass es nicht nur um eine Ange- legenheit zwischen dem Kanton Solothurn, dessen Regierung und dem Bakom geht, sondern um eine Frage der regionalen und der kantonalen Betreuung auf elektronischem Gebiet, und dass es somit auch ein föderalistisches Anliegen ist.
In diesem Sinne möchte ich noch einmal dem Bundesrat für die Antwort danken. Ich hoffe, dass sich in diesem Sinne und in dieser Richtung auch die Lösungen konkretisieren, und ich erkläre mich von der Antwort als befriedigt.
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Interpellation Simmen UKW-Sendernetzplanung Interpellation Simmen Plan des réseaux d'émetteurs OUC
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Jahr
1994
Année
Anno
Band
III
Volume
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Session
Herbstsession
Session
Session d'automne
Sessione
Sessione autunnale
Rat
Ständerat
Conseil
Conseil des Etats
Consiglio
Consiglio degli Stati
Sitzung
08
Séance
Seduta
Geschäftsnummer 94.3095
Numéro d'objet
Numero dell'oggetto
Datum
29.09.1994 - 08:00
Date
Data
Seite
964-965
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