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Interpellation Reymond
hat. Ich würde nicht ausschliessen, dass vielleicht in einzelnen Fällen, weil keine Kontrolle bestanden hat, weil das nicht auf- einander abgestimmt war, zuwenig oder vielleicht auch zuviel abgezogen worden ist. Diese Fragen werden wir in jedem ein- zelnen Fall im Verlauf eines Jahres untersuchen, weil wir jedes einzelne Dossier daraufhin untersuchen, ob die Angaben übereinstimmen. Aber wir können die Garantie geben: Es wird nichts ausbezahlt, auch beim Austritt nicht, ohne dass es von Hand definitiv überprüft worden ist. Diese Garantie kann ich Ih- nen geben. Deshalb sind 20 bis 50 Millionen Franken eine Vor- stellung, die ich aufgrund meiner Anschauung nicht teilen kann.
Ich muss sagen: So langsam habe ich auch eine kleine Ah- nung von Pensionskassen. Ich kümmere mich in der letzten Zeit auch sehr intensiv um diese Pensionskasse. Wir werden weitere Fortschritte machen. Wir werden aber auch gewisse zusätzliche Dinge tun müssen.
94.3016
Motion FK-SR Änderung des Finanzhaushaltgesetzes. Rechnungsmässige Verselbständigung der Eidgenössischen Versicherungskasse (EVK) Motion CdF-CE Révision de la loi sur les finances de la Confédération. Indépendance des comptes de la Caisse fédérale d'assurance (CFA)
Wortlaut der Motion vom 8. Februar 1994
Der Bundesrat wird beauftragt, den eidgenössischen Räten eine Änderung des Finanzhaushaltgesetzes zu unterbreiten, damit die vollständige rechnungsmässige Verselbständigung der Sonderrechnung der Eidgenössischen Versicherungs- kasse in bezug auf die Rechnung der Eidgenossenschaft spä- testens mit dem Voranschlag 1997 verwirklicht werden kann.
Texte de la motion du 8 février 1994
Le Conseil fédéral est invité à soumettre aux Chambres fédéra- les une révision de la loi sur les finances de la Confédération, en vue de réaliser l'indépendance des comptes de la Caisse fédérale d'assurance par rapport aux comptes de la Confédé- ration, au plus tard dans le cadre du budget 1997.
Gemperli Paul (C, SG), Berichterstatter: Ich kann mich sehr kurz fassen: Es geht um die rechnungsmässige Behandlung der EVK in der Staatsrechnung des Bundes. Aus ökonomi- scher Sicht gehört die EVK nicht zum Sektor der öffentlichen Haushalte, sondern zum Bereich der privaten Sozialversiche rungen. Der von der EVK erzielte Einnahmenüberschuss ist mithin keine öffentliche Einnahme, sondern Ausfluss des für die zweite Säule massgeblichen Kapitaldeckungsverfahrens, nach welchem künftige Rentenleistungen durch Vorfinanzie- rung sicherzustellen sind. Es ist daher fachlich nicht richtig, wenn der Einnahmenüberschuss der EVK die Finanzrech- nung des Bundes im entsprechenden Umfang verbessert. Das Ergebnis der Staatsrechnung wird in dieser Situation re- gelmässig zu gut dargestellt
In der Erfolgsrechnung, die die Vermögensverschiebungen wiedergibt, erfolgt allerdings eine entsprechende Korrektur. Das wird jedoch kaum entsprechend wahrgenommen. Mit der Motion will die Finanzkommission den Bundesrat beauftra- gen, den eidgenössischen Räten eine Änderung des Finanz- haushaltgesetzes zu unterbreiten, damit die vollständige rech- nungsmässige Verselbständigung der Sonderrechnung der Eidgenössischen Versicherungskasse in bezug auf die Rech- nung der Eidgenossenschaft spätestens mit dem Voran-
schlag 1997 gewährleistet ist. Der Zeitpunkt 1997 wird deshalb gewählt, weil dannzumal eine grundlegende Sanierung der SBB-Finanzen vorgenommen werden soll. Dann kann man diese Bereinigung in einem Zug machen.
Namens der Finanzkommission beantrage ich Ihnen, die Mo- tion zu überweisen.
Stich Otto, Bundespräsident: Der Bundesrat ist um so mehr bereit, diese Motion entgegenzunehmen, als wir das darin Ver- langte vom Finanzdepartement her selber vorgeschlagen ha- ben. Das System, das wir damit korrigieren, haben wir im Zu- sammenhang mit Vereda nur eingeführt, weil es das Parla- ment verlangte. Jetzt korrigieren wir das zurück.
Die Korrektur erfolgt, wie der Sprecher der Finanzkommission es erwähnte, 1997 zusammen mit der Sanierung der SBB. Das wird für die Bundesfinanzen eine teure Geschichte werden. Hier wird wenigstens in bezug auf die Altlasten Transparenz hergestellt. Transparenz bei zukünftigen Lasten ist im Moment noch nicht gefragt.
Überwiesen - Transmis
94.3050
Interpellation Reymond MWSt-Verordnung. Aufrechterhaltung der Rolle der Schweiz im Edelsteinhandel
Ordonnance sur la TVA. Sauvegarde de la place de la Suisse dans le négoce des pierres précieuses
Wortlaut der Interpellation vom 28. Februar 1994
Der Edelsteinhandel und die damit verbundenen Tätigkeiten sind in der Schweiz von beträchtlicher Bedeutung. Während jedoch in unserem Lande im allgemeinen die Rohstoffimporte relativ gering sind und die Industrie sich aufgrund einer hohen Wertschöpfung entwickelte, verhält es sich bei den Edelstei- nen umgekehrt: Hier ist die Schweiz ein Zentrum des Handels; die Edelsteine, deren Wert sehr hoch ist, werden alle einge- führt
Wenn nun, wie es der Entwurf der Mehrwertsteuer-Verord- nung vorsieht, die Mehrwertsteuer direkt bei der Einfuhr von Edelsteinen und Perlen fällig wird, ergeben sich daraus so be- trächtliche, ja unerträgliche finanzielle Belastungen, dass die entsprechenden wirtschaftlichen Tätigkeiten ihre heutige starke Position innerhalb der internationalen Konkurrenz kaum mehr beibehalten können.
Gewisse Länder der Europäischen Union haben es verstan- den, angesichts solcher Probleme bei der Mehrwertsteuer ei- nen Ausgleich zwischen den Bestimmungen der Gemein- schaft und der Wahrung der Eigeninteressen ihrer Märkte zu finden. Dies geschah entweder über Steuerbefreiungen oder über die Erstreckung der Zahlungsfristen. Zu beachten ist in diesem Zusammenhang, dass in der Schweiz zwar vor allem der Handel von Bedeutung ist, dass aber die Exporte in die- sem Bereich 95 Prozent des Werts der Importe ausmachen; im Falle der Rohdiamanten, deren Handel von einem renom- mierten Unternehmen in Luzern betrieben wird, sogar 100 Prozent. Beim Handel dieser Erzeugnisse, die im Ausland gekauft werden und wieder dorthin zurückkehren, werden die Erträge der Mehrwertsteuer also nicht von grosser Bedeutung sein.
Angesichts der Wichtigkeit dieses Handels im Inland frage ich den Bundesrat an, ob er nicht der Ansicht ist, dass es unerläss- lich ist, die betroffenen Firmen von der unverzüglichen Bezah- lung der Mehrwertsteuer auf den Einfuhren von Edelsteinen im Zeitpunkt ihrer Einfuhr zu befreien; selbstverständlich müsste
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Interpellation Reymond
die Steuer in dem Moment entrichtet werden, da die Ware im Inland verkauft wird.
Wäre der Bundesrat andernfalls wenigstens bereit, bei der Ein- fuhr eine Erstreckung der Zahlungsfristen für die Steuer vorzu- sehen? Statt dass die Mehrwertsteuer am Zoll bezahlt werden müsste, könnte sie innerhalb der Abrechnungsperioden nach Artikel 37 der Mehrwertsteuer-Verordnung abgerechnet und wie die Vorsteuer abgezogen werden. Damit könnten auch umfängliche finanzielle Transaktionen zwischen den Händlern und den Steuerbehörden und unnötiger Verwaltungsaufwand vermieden werden. Aus diesem Grunde wäre es wichtig, dass die Zahlungsfristen mit den Abrechnungsperioden zeitlich ko- ordiniert sind.
Texte de l'interpellation du 28 février 1994
L'importance du négoce des pierres précieuses et des activi- tés qui lui sont liées est considérable dans notre pays. Alors que ce dernier a vu généralement son industrie se développer sur la base d'une importation relativement faible de matière première et avec une très forte valeur ajoutée, la situation est inversée avec les pierres précieuses, qui sont toutes impor- tées, dont la valeur est très élevée, et dont la Suisse est un cen- tre de négoce.
Or si, comme le prévoit le projet d'ordonnance, la TVA est exi- gible au moment de l'importation de pierres et perles précieu- ses, il en résultera des charges financières considérables, voire insupportables, pour que l'activité économique concer- née maintienne sa position concurrentielle internationale par- ticulièrement forte aujourd'hui.
Confrontés au même problème, certains pays de l'Union euro- péenne ont su concilier les impératifs communautaires liés à la TVA avec la sauvegarde des intérêts de chacun de leur mar- ché. Ils l'ont fait soit par la voie d'exonération, soit par celle des délais de paiement. Il faut rappeler que, pour la Suisse, ce né- goce est de première importance, mais les exportations attei- gnent dans ce secteur 95 pour cent de la valeur des importa- tions, voire 100 pour cent dans le cas des diamants bruts, né- gociés par une entreprise renommée de Lucerne. Ce n'est donc pas sur le négoce de ces produits achetés à l'étranger et destinés à y retourner que la TVA sera d'un grand rapport
Compte tenu de l'importance de ce marché à l'intérieur de no- tre pays, je demande au Conseil fédéral s'il ne juge pas indis- pensable d'exempter les entreprises concernées du paiement immédiat de la TVA sur les importations de pierres précieuses au moment de leur importation, étant entendu bien sûr que l'impôt serait payé au moment de la vente effective en Suisse. Subsidiairement, le Conseil fédéral est-il disposé à prévoir des délais de paiement de l'impôt à l'importation? Au lieu d'être payé à la douane, la TVA serait alors comptabilisée dans le dé- compte prévu à l'article 37 de l'ordonnance sur la TVA et dé- duite au même titre que l'impôt préalable. Ainsi seront évités d'importants mouvements de trésorerie entre les négociants et l'administration fiscale, et d'inutiles complications admini- stratives. Pour ce faire, il est particulièrement important que le délai de paiement soit de la même durée que la période du dé- compte.
Mitunterzeichner - Cosignataires: Cavadini Jean, Coutau, Mar- tin Jacques (3)
Reymond Hubert (L, VD): Comme vous le savez, la Suisse oc- cupe la position de plaque tournante dans le commerce des pierres précieuses et des bijoux. Sa stabilité politique et moné- taire, autant que la tenue à Bâle de la plus importante foire mondiale de l'horlogerie et de la bijouterie ont fait d'elle, du- rant les 30 dernières années, le lieu privilégié du commerce de la bijouterie et de la joaillerie.
Il faut cependant préciser que l'essentiel des pierres et des bi- joux importés dans notre pays n'est pas destiné à notre mar- ché national. Il ne fait qu'y transiter pour être examiné et négo- cié. Aussi, plus de 95 pour cent est-il réexporté. Ce nombre at- teint même 100 pour cent pour les diamants bruts que négo- cie le groupe De Beers à Lucerne. Cette affirmation est d'ail- leurs confirmée par la statistique du commerce extérieur de la Suisse en la matière. Ainsi, en quatre ans, de 1989 à 1992, les
importations ont varié entre 5,3 et 6,3 milliards de francs, alors que les exportations variaient entre 5,3 et 5,7 milliards de francs. Pour un pays non producteur de métaux précieux comme la Suisse, ces chiffres qui se réfèrent à l'ensemble de la joaillerie et de la bijouterie sont évidemment très élevés.
Avec une telle balance commerciale dans ce secteur, et qui porte sur des montants si considérables, on voit bien que cette activité ne générera guère de taxe à la valeur ajoutée; les sommes dues à l'entrée seront comprises lors du dé- compte. Il en résulte que l'importance de ce marché doit être mesurée à l'aune des autres rentrées fiscales qu'il procure à la Confédération, aux cantons et aux communes qui héber- gent ces activités.
De plus, le nombre et le poids économique de la clientèle en- gendrent ou soutiennent une pléiade d'activités annexes - hô- tellerie, commerces de haut de gamme, etc.
Mon interpellation ne vise nullement à mettre en cause le prin- cipe de la TVA qui doit s'appliquer. Le problème vient du fait que, aux termes du projet d'ordonnance, la créance d'impôts est exigible au moment de l'importation. Les importateurs se- ront donc dans l'obligation d'avancer des sommes considera- bles qui, même à titre d'avances et récupérables, impliquent des charges financières insupportables qui auront des consé- quences néfastes sur leurs résultats et sur leur compétitivité internationale. La branche sera donc confrontée à un choix dif- ficile: soit réduire son volume d'importations pour maintenir l'impôt dans les limites tolérables, soit maintenir ces importa- tions à leur niveau actuel, avec pour conséquence une mise en danger de sa trésorerie ou des frais financiers considéra- bles. Dans les deux hypothèses, le marché s'effondrera à plus ou moins long terme.
Si les négociants en pierres précieuses sont contraints de limi- ter les volumes d'importation en fonction du montant d'impôts qu'ils peuvent payer, le choix de la clientèle, élément essentiel de la capacité concurrentielle de la branche, ira en s'amenui- sant. Par rapport au système actuel qui permet d'importer sous réserve des seuls droits de douane, la TVA aura pour ef- fet, indésirable et certainement indésiré, une restriction de la li- berté d'entreprendre, plus précisément d'importer.
Il serait donc souhaitable de parvenir à établir des aménage- ments convenant aussi bien à l'administration fiscale qu'au secteur d'activité concerné afin de ne pas priver ce dernier des conditions qui lui permettent de travailler efficacement, c'est- à-dire ne pas perdre sa clientèle étrangère et, finalement lui éviter de disparaître. L'expérience malheureuse de l'Icha sur l'or a eu pour conséquence la disparition de ce marché en Suisse, ce qui a conduit au retrait de cet impôt.
Il faut rappeler aussi que certains pays de l'Union européenne ont su concilier une législation sur la TVA favorisant le secteur d'activité ici concerné. Ainsi, les importations entre membres de l'Union européenne ne sont pas imposables. Ainsi aussi, la France, le Royaume-Uni, l'Allemagne, la Belgique ont trouvé des systèmes - contingent annuel non soumis à la TVA, paie- ment différé de celle-ci, TVA réduite, etc. - qui ont tous pour but de maintenir les activités économiques dans leurs pays, des prélèvements immédiats de la TVA à l'importation étant considérés chaque fois comme un handicap lourd pour une activité économique s'exerçant au moyen de pierres précieu- ses dont le prix est élevé.
En conclusion, je demande au Conseil fédéral s'il ne juge pas indispensable d'exempter les entreprises concernées du paiement immédiat de la TVA sur les importations de pierres précieuses et de bijoux au moment de leur importation. Bien évidemment, l'impôt serait payé au moment de la vente effec- tive en Suisse.
Subsidiairement, le Conseil fédéral est-il disposé à prévoir des délais de paiement de l'impôt à l'importation? Au lieu d'être payée à la douane, la TVA serait comptabilisée dans le dé- compte prévu à l'article 37 de l'ordonnance sur la TVA et dé- duite au même titre que l'impôt préalable. Ainsi seront évités d'importants mouvements de trésorerie entre les négociants et l'administration fiscale et d'inutiles complications admini- stratives. Pour ce faire, il est particulièrement important que le délai de paiement soit de la même durée que la période du dé- compte.
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D'avance, je remercie le Conseil fédéral de la réponse qu'il me donnera.
Stich Otto, Bundespräsident: Der Übergang von der Waren- umsatzsteuer zur Mehrwertsteuer bedeutet einen Wechsel in der Erhebungsmethode, der bei den Einfuhren besonders spürbar ist Denn unter dem Regime der Warenumsatzsteuer haben die Steuerpflichtigen die Möglichkeit, Wiederverkaufs- waren und Werkstoffe gegen Abgabe ihrer Grossistenerklä- rung an das Einfuhrzollamt steuerfrei zu importieren. Der Mehrwertsteuer ist das System einer solchen Verwendungser- klärung fremd. Der Steuerpflichtige muss die Steuer der Zoll- verwaltung grundsätzlich schon im Zeitpunkt der Einfuhr ent- richten. Diese Einfuhrsteuer kann er später, d. h. im Rahmen der periodischen Steuerabrechnung mit der Steuerverwal- tung, als Vorsteuer abziehen, sie also von der Steuer, die er auf seinen eigenen Umsätzen schuldet, wieder in Abzug bringen, sofern er die eingeführten Gegenstände für eine steuerbare Tätigkeit verwendet.
Nach dem geltenden Recht ist die Einfuhrsteuer innert 48 Stunden fällig. Zwischen der Entrichtung der Einfuhrsteuer an die Zollverwaltung und der Steuerabrechnung mit der Steuerverwaltung können aber einige Monate liegen, was zu einer zeitweiligen Kapitalbindung im Ausmass der bezahlten Einfuhrsteuer führt. Der Bundesrat teilt die Auffassung des In- terpellanten, wonach diese Kapitalbindung in jenen Fällen mit geeigneten Massnahmen zu verhindern ist, in denen die Steuer, die dem Bund definitiv zusteht - d. h. bei Verkäufen an inländische Endverbraucher -, nur einen kleinen Bruchteil der dem Zoll zu entrichtenden Steuer ausmacht. Das ist insbeson- dere bei der Einfuhr hochwertiger Waren der Fall, ist doch un- ser Land namentlich dank dem geltenden Warenumsatz- steuer-System zu einem der wichtigsten Zentren für den Edel- stein- und Edelmetallhandel wie auch für den Kunst- und Anti- quitätenhandel geworden. Es gilt, die Abwanderung dieser sehr umworbenen Sparten des Welthandels zu vermeiden.
Dazu kommt, dass in den meisten Fällen die Einfuhrabferti- gung durch Spediteure im Auftrag von Handels- und Fabrikati- onsfirmen besorgt wird. Als Einfuhrsteuerschuldner werden die Spediteure ebenfalls verpflichtet, der Zollverwaltung die Einfuhrsteuer innert 48 Stunden zu entrichten. Sie würden zwar diese Steuer an ihre Auftraggeber weiterfakturieren, müssten jedoch nicht nur eine beachtliche Kapitalbindung fi- nanzieren, sondern auch das Delkredererisiko ihrer Auftrag- geber übernehmen. Auch diese unnötigen und für die Spediti- onsbranche fatalen Konsequenzen sind zu vermeiden.
Aus diesen Gründen sieht die Verordnung des Bundesrates folgende Lösung vor: Der steuerpflichtige Importeur, der re- gelmässig Waren einführt, soll befugt werden, auf Antrag über seine Umsätze monatlich statt vierteljährlich abzurechnen. An- derseits macht der Zoll beim Einfuhrsteuerpflichtigen zwar die Einfuhrsteuer geltend, räumt ihm aber für deren Tilgung eine Zahlungsfrist ein. Geht man davon aus, dass die Spediteure ihren Auftraggebern die Rechnung, die ja auch die geschul- dete Einfuhrsteuer miteinschliesst, mit einer Zahlungsfrist von 30 bis 40 Tagen stellen können, und rechnet man eine zusätz- liche Marge für etwaige Mahnungen ein, um die Einfuhrsteuer von den Auftraggebern auch tatsächlich erstattet zu erhalten, so ist die Zahlungsfrist für die Entrichtung der Einfuhrsteuer an die Zollverwaltung auf 60 Tage festzusetzen. Allerdings wird die Einräumung einer Zahlungsfrist mit der Pflicht verbunden, für die betreffenden Steuerbeträge Sicherheit zu leisten. Mit diesen verfahrensrechtlichen Massnahmen wird dem Anlie- gen des Interpellanten voll Rechnung getragen.
Zwecks Förderung der Kompetitivität unseres Landes be- stimmt zudem Artikel 81 Buchstabe e der Mehrwertsteuer-Ver- ordnung, dass das Eidgenössische Finanzdepartement zu- ständig ist, für bestimmte Steuerpflichtige, die regelmässig hochwertige Gegenstände importieren und exportieren und regelmässig Vorsteuerüberschüsse aufweisen, ein verein- fachtes Erhebungsverfahren vorzusehen. Ob und wann allen- falls von dieser Möglichkeit Gebrauch gemacht werden muss, hängt sowohl von der weiteren Entwicklung der entsprechen- den Regelungen in unseren Konkurrenzländern wie auch von der Bereitschaft der interessierten Kreise ab, administrative
Kautelen auf sich zu nehmen, welche in jedem Fall die Erhe- bung der geschuldeten Inlandsteuer gewährleisten müssen. Wir sind auf jeden Fall bereit, diese Probleme mit den Vertre- tern dieser Branche zu diskutieren. Voraussetzung ist aber, dass gewisse Sicherheiten geleistet und administrative Pro- bleme gelöst werden.
Reymond Hubert (L, VD): Je remercie Monsieur le Président de la Confédération de sa réponse extrêmement circonstan- ciée et précise. Je me déclare satisfait de cette réponse.
Schluss der Sitzung um 21.25 Uhr La séance est levée à 21 h 25
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Interpellation Reymond MWSt-Verordnung. Aufrechterhaltung der Rolle der Schweiz im Edelsteinhandel
Interpellation Reymond Ordonnance sur la TVA. Sauvegarde de la place de la Suisse dans le négoce des pierres précieuses
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Rat
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Consiglio
Consiglio degli Stati
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09
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13.06.1994 - 17:15
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