Constitution du canton de Berne. Garantie
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E 7 juin 1994
Le 25 janvier 1994, le canton du Tessin a déposé une initiative cantonale par laquelle il demandait à l'Assemblée fédérale de réviser d'urgence et en profondeur la législation fédérale afin de libéraliser progressivement l'acquisition de biens-fonds par des étrangers.
Considérations de la commission
La Commission des affaires juridiques a examiné ladite initia- tive le 14 avril 1994. Elle note que la modification proposée par le canton du Tessin figure déjà parmi les points traités dans le cadre de la révision en cours de la loi dite «lex Friedrich», dont l'acquisition de biens-fonds par des étrangers constitue d'ail- leurs précisément l'objet principal. Au reste, la commission renvoie aux délibérations des Chambres concernant cette question.
Antrag der Kommission Die Kommission beantragt, der Initiative keine Folge zu geben.
Proposition de la commission La commission propose de ne pas donner suite à l'initiative.
Küchler Niklaus (C, OW), Berichterstatter: Die Standesinitia- tive Tessin verlangt unter anderem, «den Erwerb von Grund- stücken durch Personen im Ausland nach und nach zu liberali- sieren, und zwar durch eine dringlich grundlegende Änderung der einschlägigen Gesetzgebung des Bundes»,
Ihre Kommission ist der Auffassung, dass mit der Revisions- vorlage 94.032, die unserem Rat wirklich rasch unterbreitet worden ist, dem Anliegen der Standesinitiative voll und ganz Rechnung getragen wurde. Diese Vorlage enthält eine grund- legende Änderung, eine Lockerung der Lex Friedrich. Das Be- gehren des Kantons Tessin kann deshalb als erfüllt gelten; der Standesinitiative ist nach Ansicht der Kommission keine Folge zu geben.
Angenommen - Adopté
An den Nationalrat - Au Conseil national
93.096
Verfassung des Kantons Bern. Gewährleistung Constitution du canton de Berne. Garantie
Botschaft und Beschlussentwurf vom 6. Dezember 1993 (BBI 1994 | 401) Message et projet d'arrêté du 6 décembre 1993 (FF 1994 | 401)
Roth Jean-François (C, JU) unterbreitet im Namen der Staats- politischen Kommission (SPK) den folgenden schriftlichen Be- richt:
Nach Artikel 6 Absatz 1 der Bundesverfassung sind die Kan- tone verpflichtet, für ihre Verfassungen die Gewährleistung des Bundes einzuholen. Nach Absatz 2 des gleichen Artikels gewährleistet der Bund kantonale Verfassungen, wenn sie we- der die Bundesverfassung noch das übrige Bundesrecht ver- letzen, die Ausübung der politischen Rechte in republikani- schen Formen sichern, vom Volk angenommen worden sind und revidiert werden können, sofern die absolute Mehrheit der Bürger es verlangt. Erfüllt eine kantonale Verfassung diese Voraussetzungen, so muss sie gewährleistet werden; erfüllt eine kantonale Verfassungsnorm eine dieser Voraussetzun gen nicht, so darf sie nicht gewährleistet werden.
Die Prüfung der vom Berner Volk am 6. Juni 1993 beschlosse- nen Totalrevision der Kantonsverfassung hat ergeben, dass sämtliche Verfassungsartikel die Voraussetzungen für die Ge- währleistung erfüllen.
Im Rahmen der Diskussion über diese Prüfung wurde in der Kommission im übrigen festgestellt, dass diese Totalrevision sowohl in materieller wie auch in formeller Hinsicht als Vorbild für die wünschenswerte Totalrevision der Bundesverfassung gelten kann.
Roth Jean-François (C, JU) présente au nom de la Commis- sion des institutions politiques (CIP) le rapport écrit suivant:
En vertu de l'article 6 alinéa 1er de la Constitution fédérale, les cantons sont tenus de demander à la Confédération la garan- tie de leur constitution. Selon l'alinéa 2 de ce même article, la Confédération accorde la garantie, pour autant que ces consti- tutions soient conformes à la Constitution fédérale et à l'en- semble du droit fédéral, qu'elles assurent l'exercice des droits politiques selon des formes républicaines, qu'elles aient été acceptées par le peuple et qu'elles puissent être révisées lors- que la majorité absolue des citoyens le demande. Si une dis- position constitutionnelle cantonale remplit toutes ces condi- tions, la garantie fédérale doit lui être accordée; sinon, elle lui est refusée.
L'examen de la révision totale de la constitution bernoise adoptée par le peuble bernois, le 6 juin 1993, a révélé que tou- tes les dispositions de la nouvelle constitution remplissent les conditions requises pour l'octroi de la garantie.
En outre, il appert des discussions menées au sein de la com- mission que cette révision totale constitue, aussi bien du point de vue du fond que de celui de la forme, un modèle pour la ré- vision totale de la Constitution fédérale à laquelle on souhaite procéder.
Antrag der Kommission
Die Kommission beantragt einstimmig, den Bundesbeschluss über die Gewährleistung der Verfassung des Kantons Bern an- zunehmen.
Proposition de la commission
La commission propose, à l'unanimité, l'adoption de l'arrêté fédéral concernant la garantie de la constitution du canton de Berne.
Beerli Christine (R, BE): Ich halte mich kurz, damit Sie, Herr Präsident, Ihrem Versprechen nachkommen können, um 13 Uhr die Sitzung zu schliessen. Sie haben zur Gewährlei- stung der neuen bernischen Kantonsverfassung einen schrift- lichen Bericht erhalten. Dem bleibt nichts mehr beizufügen. Die am 6. Juni 1993 von den Bernerinnen und Bernern mit grossem Mehr angenommene Verfassung ist ein gutes, ein zeitgemässes und dennoch in der Tradition verwurzeltes Grundgesetz, dem die eidgenössische Gewährleistung ohne weiteres erteilt werden kann. Es ist daher nicht notwendig, über den Inhalt weitere Worte zu verlieren.
Über den Weg jedoch, der zur Realisierung der Totalrevision führte, möchte ich einen Gedanken weitergeben, denn wie so oft war auch hier der Weg bereits ein guter Teil des Zieles.
Als im Jahre 1986, unmittelbar nach der bernischen Finanzaf- färe, das Projekt der Totalrevision der Verfassung zur Sprache kam, haben viele «vernünftige» Politiker den Kopf geschüttelt und gesagt, wir hätten jetzt wirklich anderes, Wichtigeres zu tun. Sie haben prophezeit, das Projekt werde scheitern oder zumindest im Sand verlaufen. Das tat es nicht. Unter Mithilfe einer grossrätlichen Kommission, die das Projekt realisierte, der Universität und der gesamten Bevölkerung kam eine gute neue Verfassung zustande. Es brachte allen Beteiligten viel, sich wieder einmal von der Flut der Tagesgeschäfte zu lösen und über Partei- und Sprachgrenzen hinaus miteinander über grundsätzliche Werte zu diskutieren. Genau dies täte uns auf Bundesebene auch gut.
Die Zeiten sind vorbei, als man ziemlich konzeptlos ein wenig hier und dort reformieren konnte. Ein solches Vorgehen führt nur zu Flickwerk und damit bei der Bevölkerung zu Politikver-
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Verfassung des Kantons Bern. Gewährleistung
drossenheit. Wir müssen daher auch auf Bundesebene den Mut aufbringen, die Totalrevision der Verfassung an die Hand zu nehmen und wieder einmal vertieft miteinander diskutieren, welche Zukunft wir mit welchen Mitteln gestalten wollen. Wir haben eine entsprechende Motion Meier Josi überwiesen, und ich hoffe darauf, dass wir in relativ kurzer Zeit mit dieser Diskussion beginnen können.
Ich danke Ihnen dafür, dass Sie der neuen bernischen Verfas- sung die Gewährleistung erteilen.
Zimmerli Ulrich (V, BE): Darf ich einen einzigen Satz beifügen: Frau Beerli war Vizepräsidentin dieser Kommission des Gros- sen Rates des Kantons Bern.
Präsident: Wir gratulieren Frau Beerli zu ihrem Verfassungs- werk.
Koller Arnold, Bundesrat: Ich beschränke mich angesichts der vorgerückten Stunde auch auf einen Satz. Ich empfinde die geglückte Totalrevision der Berner Staatsverfassung als ein ausgesprochen gutes Omen für die Arbeiten, die wir in meinem Departement jetzt im Hinblick auf die Totalrevision der Bundesverfassung an die Hand genommen haben.
Eintreten ist obligatorisch L'entrée en matière est acquise de plein droit
Gesamtberatung - Traitement global
Titel und Ingress, Art. 1, 2 Titre et préambule, art. 1, 2
Gesamtabstimmung - Vote sur l'ensemble Für Annahme des Entwurfes 27 Stimmen (Einstimmigkeit)
An den Nationalrat - Au Conseil national
Schluss der Sitzung um 13.00 Uhr La séance est levée à 13 h 00
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Sessione estiva
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Conseil des Etats
Consiglio
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06
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Seduta
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Datum 07.06.1994 - 08:00
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