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17 juin 1994
1192
Postulat Columberg
Schriftliche Erklärung des Bundesrates vom 11. Mai 1994 Déclaration écrite du Conseil fédéral du 11 mai 1994 Der Bundesrat ist bereit, das Postulat entgegenzunehmen.
Überwiesen - Transmis
94.3141 Postulat Schmid Peter Transportvergünstigungen bei Schüleraustausch Echanges d'écoliers. Rabais sur les titres de transport
Wortlaut des Postulates vom 17. März 1994 Der Bundesrat wird ersucht, im Sinne der Empfehlung der Ver- ständigungskommission (« .... das Missverhältnis soll uns be- kümmern»), der parlamentarischen Initiative Robert (Förde- rung der zweisprachigen Erziehung) und der Motion des Stän- derates (Verständigung zwischen den Sprachgebieten) fol- gende konkrete Massnahmen zu prüfen:
Schüleraustausch (Klassen- und Einzelaustausch) zwischen den verschiedenen Sprachgebieten, sofern damit Sprachauf- enthalte, Spracherwerb und Kontakte zwischen verschieden- sprachigen Schülern in der Schweiz gefördert werden, wird mit stark vergünstigten Fahrkarten für den öffentlichen Verkehr unterstützt. Vorstellbar wäre ein Einheitspreis von fünf Franken je Schüler und Schülerin je Fahrt Eine Abgeltung dieser gemeinwirtschaftlichen Leistung durch den Bund zugunsten der öffentlichen Verkehrsmittel wäre da- bei angebracht, mindestens aber zu prüfen.
Texte du postulat du 17 mars 1994
Le Conseil fédéral est invité, conformément aux recommanda- tions des Commissions de la compréhension (« .... nous sou- cier de nos incompréhensions»), à l'initiative parlementaire Robert (encouragement de l'éducation bilingue) et à la motion du Conseil des Etats (compréhension linguistique et régionale en Suisse), à examiner la mesure concrète suivante:
On soutiendra les échanges d'écoliers (par classes entières ou à titre individuel) entre les différentes régions linguisti- ques - à condition que cette mesure favorise les séjours lin- guistiques, l'acquisition d'une langue étrangère et les contacts entre des écoliers de Suisse ne parlant pas la même langue - en consentant des rabais importants sur l'utilisation des transports publics. Ainsi, le prix d'un trajet pourrait être fixé uniformément à cinq francs par écolier.
Il serait indiqué que la Confédération indemnise les entrepri- ses de transports publics pour cette prestation en faveur de l'économie générale ou, du moins, qu'elle examine cette pos- sibilité.
Mitunterzeichner - Cosignataires: Bär, Baumann, Borel Fran- çois, Brügger Cyrill, Bühlmann, Caccia, Carobbio, Cincera, Danuser, Deiss, Diener, Eggly, Gardiol, Gonseth, Gros Jean- Michel, Grossenbacher, Haering Binder, Hafner Rudolf, Hol- lenstein, Jeanprêtre, Maeder, Meier Hans, Meyer Theo, Mi- steli, Mühlemann, Nebiker, Rebeaud, Robert, Ruffy, Schmid- halter, Suter, Thür, Weder Hansjürg (33)
Schriftliche Begründung - Développement par écrit Der Urheber verzichtet auf eine Begründung und wünscht eine schriftliche Antwort
Schriftliche Erklärung des Bundesrates vom 11. Mai 1994 Déclaration écrite du Conseil fédéral du 11 mai 1994 Der Bundesrat ist bereit, das Postulat entgegenzunehmen.
Überwiesen - Transmis
94.3151
Postulat Columberg Abschaffung der Parahotellerie-Statistik Statistique de la parahôtellerie. Suppression
Wortlaut des Postulates vom 18. März 1994
Das Bundesamt für Statistik hat am 9. Februar 1994 ohne Kon- sultation der betroffenen Kreise bekanntgegeben, dass die Parahotellerie-Statistik der Schweiz ersatzlos abgeschafft wird. Der Bundesrat wird beauftragt zu prüfen, ob dieser für die Tourismuswirtschaft der Schweiz sehr folgenschwere Ent- scheid rückgängig gemacht werden kann. Insbesondere ist zu prüfen, ob die Parahotellerie-Statistik mit anderen Mitteln weitergeführt werden kann.
Texte du postulat du 18 mars 1994
Le 9 février 1994, l'Office fédéral de la statistique a annoncé, sans avoir consulté les milieux concernés, qu'il supprimait la statistique suisse de la parahôtellerie. Le Conseil fédéral est chargé d'examiner s'il n'est pas possible de revenir sur cette décision, qui a des conséquences très lourdes pour l'industrie touristique en Suisse. Il s'agit en particulier d'étudier si cette statistique peut continuer d'être établie par d'autres moyens.
Mitunterzeichner - Cosignataires: Aregger, Baumberger, Bez- zola, Bircher Peter, Blatter, Bühler Simeon, Bürgi, Caccia, Da- nuser, Darbellay, David, Dormann, Dünki, Engler, Epiney, Grossenbacher, Hari, Heberlein, Hegetschweiler, Hildbrand, Jaeger, Jäggi Paul, Keller Anton, Kühne, Leu Josef, Maeder, Maurer, Neuenschwander, Oehler, Rychen, Schmidhalter, Schnider, Segmüller, Seiler Hanspeter, Seiler Rolf, Stamm Judith, Steffen, Steinegger, Theubet, Vetterli, Wanner, Wittenwiler (42)
Schriftliche Begründung - Développement par écrit
Der Tourismus ist der drittwichtigste Exportzweig unserer Wirt- schaft, generiert mit Gesamteinnahmen von 22 Milliarden Franken über 6 Prozent des Bruttosozialproduktes und ist mit einer Beschäftigtenzahl von rund 300 000 Personen ein wichti- ger - im Berggebiet weitaus der bedeutendste - Arbeitgeber. Er leistet als wichtiger Dienstleistungszweig auch seinen finan- ziellen Beitrag. Demgegenüber profitiert er im Gegensatz zu anderen Branchen nur in sehr bescheidenem Masse von för- dernden Bundesleistungen (Verkehrszentrale, Hotelkredit, IHG, Ausbildung: rund 100 Millionen Franken pro Jahr). Er kennt weder Exportrisikogarantie noch Bundeshilfe für For- schung und Entwicklung.
Von den insgesamt 77 Millionen Übernachtungen entfielen 1992 in der Schweiz rund 41 Millionen oder 53 Prozent auf die Parahotellerie (24,3 Mio. auf Chalets und Ferienwohnungen, 8,3 Mio. auf Zelt- und Wohnwagenplätze, 7,3 Mio. auf Grup- penunterkünfte und 0,9 Mio. auf die Jugendherbergen). Der bundesrätliche Abbaubeschluss hat somit zur Folge, dass der übernachtende Tourismus bezüglich mehr als der Hälfte sei- ner mengenmässigen Produktion über keine statistischen An- gaben mehr verfügt. Damit wird ein zielgerichtetes Marketing auf allen Ebenen verunmöglicht
Postulat Deiss
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Die Tourismuswirtschaft hat aus eigener Kraft ein europaweit einzigartiges, nationales System zur Klassifizierung der Feri- enwohnungen geschaffen und damit einen wichtigen Schritt zur Qualitätsverbesserung in diesem Bereich getan. Die Ab- schaffung der Statistik verunmöglicht die Erfolgskontrolle der Klassifikation weitgehend.
In Europa werden grosse Anstrengungen für einen harmoni- sierten Ausbau der Tourismusstatistiken unternommen. Der Bund hat kürzlich in Slowenien beim Aufbau einer Parahotelle- rie-Statistik mitgewirkt. Aus diesen Gründen ist eine Abschaf- fung der Schweizer Parahotellerie-Statistik widersinnig.
Schriftliche Erklärung des Bundesrates vom 11. Mai 1994 Déclaration écrite du Conseil fédéral du 11 mai 1994 Der Bundesrat ist bereit, das Postulat entgegenzunehmen.
Überwiesen - Transmis
94.3154
Postulat Deiss Berufliche Vorsorge. Individuelle Äquivalenz Equivalence individuelle en matière de prévoyance professionnelle
Wortlaut des Postulates vom 18. März 1994
Der Bundesrat wird eingeladen, im Hinblick auf die anste- hende Revision des Bundesgesetzes über die berufliche Al- ters-, Hinterlassenen- und Invalidenvorsorge (BVG) die Reor- ganisation der zweiten Säule zu prüfen und dabei dem Grund- satz der individuellen Äquivalenz den Vorrang einzuräumen. Der Sinn einer solchen Umgestaltung würde im folgenden be- stehen: Die erste Säule, die auf dem Grundsatz des sozialen Ausgleichs beruht, hat den Zweck, den Existenzbedarf sicher- zustellen. Die zweite Säule, die auf den Grundsatz der indivi- duellen Äquivalenz abstellt, hat den Zweck, die Fortsetzung der gewohnten Lebenshaltung in angemessener Weise zu er- möglichen. Diese beiden Ziele sollten deutlicher voneinander getrennt werden. Die Beseitigung der bestehenden Verflech- tung zwischen AHV einerseits und beruflicher Vorsorge ande- rerseits würde einen klareren und effizienteren Einsatz der In- strumente ermöglichen, mit denen die spezifischen Ziele der zwei Säulen - Umverteilungssolidarität zur Sicherstellung des Existenzminimums (AHV); versicherungsmathematische Soli- darität jenseits der Schwelle des Existenzminimums (BVG) - erreicht werden können.
Eine striktere Trennung der beiden Säulen der Altersvorsorge sollte, was ihre Zielsetzungen und ihre Instrumente betrifft, die berufliche Vorsorge zum eigentlichen Gegengewicht der AHV werden lassen. Indem man die zweite Säule von den Umvertei- lungsfunktionen befreit, gibt man dem Wettbewerb mehr Raum, was eine höhere Effizienz zur Folge hat. Mit der Einfüh- rung der vollen Freizügigkeit, mit höheren Kapitalerträgen, mit der Senkung der Verwaltungskosten und einer verbesserten Transparenz könnten die heutigen Schwächen des Systems zum grossen Teil abgebaut werden.
Texte du postulat du 18 mars 1994
En vue de la prochaine révision de la loi fédérale sur la pré- voyance professionnelle vieillesse, survivants et invalidité (LPP), le Conseil fédéral est invité à examiner la réorganisation du deuxième pilier, en accordant la priorité à la règle de l'équi- valence individuelle. Le sens d'un tel réaménagement serait la distinction plus nette entre l'objectif de la couverture des be- soins vitaux par le premier pilier, fondé sur le principe de la pé-
réquation sociale, et celui du maintien approprié du niveau de vie antérieur par le deuxième pilier, axé sur le principe de l'équivalence individuelle. L'élimination de l'enchevêtrement actuel entre l'AVS, d'une part, et la prévoyance profession- nelle, d'autre part, devrait permettre d'attribuer de façon plus claire et plus efficace les instruments propres à la réalisation des objectifs spécifiques de chaque pilier: solidarité redistribu- tive pour garantir le minimum vital (AVS); solidarité actuarielle au-delà de ce seuil de survie (LPP).
La séparation plus stricte entre les deux piliers de la sécurité vieillesse, quant à leurs objectifs et leurs instruments, devrait installer la prévoyance professionnelle en tant que véritable contrepoids face à l'AVS. En libérant le deuxième pilier des fonctions redistributives, on ouvre le champ à davantage de concurrence et, par conséquent, une plus grande efficacité. Par l'établissement du libre passage intégral, la meilleure ren- tabilité des capitaux, la minimisation des frais d'administration et une meilleure transparence, les faiblesses actuelles du sys- tème seraient fortement diminuées.
Mitunterzeichner - Cosignataires: Keine - Aucun
Schriftliche Begründung - Développement par écrit
Manque de mobilité des salariés, rendements insatisfaisants des capitaux, frais de gestion importants, distorsions de la concurrence et manque de transparence constituent quel- ques-unes des faiblesses actuelles de la prévoyance profes- sionnelle. Cette situation inefficiente et insatisfaisante résulte essentiellement de l'enchevêtrement de l'AVS et de la LPP au niveau de leurs objectifs et des instruments employés. Pour- tant, l'article 34quater de la Constitution fédérale attribue des objectifs différents aux deux premiers piliers de la sécurité vieil- lesse helvétique. Dès lors, cette subordination à une finalité distincte voudrait que l'on y emploie des instruments diffé- rents. Car, pourquoi entretenir deux piliers, s'ils visent les mê- mes buts et utilisent les mêmes moyens?
En visant le minimum vital, le premier pilier implique la mise en oeuvre de la péréquation sociale. Dans la mesure où il n'est pas certain que chaque individu parvienne à atteindre cet ob- jectif à l'aide de ses propres moyens, une solidarité distributive est requise. Au niveau de l'AVS, la péréquation sociale n'est donc pas en cause. En revanche, la difficulté consiste à éva- luer dans quelle mesure cette assurance sociale répond à l'exigence de la garantie du minimum vital pour tous.
Les carences actuelles de la prévoyance professionnelle s'ex- pliquent dans une large mesure par le fait que les pratiques redi- stributives y sont aussi présentes. Cette conséquence est inévi- table, dès lors que l'on se fixe un objectif en termes de presta- tions - le maintien approprié du niveau de vie antérieur - sans que la certitude existe que chaque assuré puisse l'atteindre à l'aide de ses propres ressources. En voulant garantir des rentes de 60 pour cent du dernier revenu, des compensations de l'in- flation et de la croissance réelle des salaires, tout en aména- geant des conditions de faveur pour la génération d'entrée, on est placé en face de buts irréalisables sans redistribution.
Notre système de prévoyance-vieillesse gagnerait en effica- cité si une séparation plus nette pouvait être opérée. Laissant au premier pilier la solidarité redistributive, requise pour ga- rantir le minimum vital, le deuxième pilier devrait se concentrer sur le principe pourtant déjà souligné par le Conseil fédéral dans son message du 19 décembre 1975, relatif à la LPP: «Tant la structure des prestations que le financement de l'as- surance-pensions professionnelle reposent théoriquement sur le principe de l'équivalence individuelle qui impose, du point de vue de la technique de l'assurance, l'équivalence des prestations prévues et des cotisations.» Par conséquent, la prévoyance professionnelle remplirait le plus efficacement son rôle de maintien du niveau de vie antérieur, pour la part qui dépasse le minimum vital, en se fondant sur le principe de l'équivalence individuelle.
Cette approche permettrait, en particulier, d'ouvrir plus large- ment ce secteur aux vertus de la concurrence. En effet, parmi les freins actuels à la rationalité économique en la matière, il y a lieu de citer le lien qui existe entre l'emploi et l'institution de prévoyance, qui rend nécessaires les passages d'une caisse
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Postulat Columberg Abschaffung der Parahotellerie-Statistik Postulat Columberg Statistique de la parahôtellerie. Suppression
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Consiglio
Consiglio nazionale
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16
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Seduta
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Datum 17.06.1994 - 08:00
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