Fondation des immeubles. Nouveau prêt
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N
15 juin 1994
Zwölfte Sitzung - Douzième séance
Mittwoch, 15. Juni 1994, Vormittag Mercredi 15 juin 1994, matin
08.15 h
Vorsitz - Présidence: Haller Gret (S, BE)/Frey Claude (R, NE)
93.085
Immobilienstiftung für die internationalen Organisationen (Fipoi). Neues Darlehen (Haus der Umwelt im Palais Wilson)
Fondation des immeubles pour les organisations internationales (Fipoi). Nouveau prêt (Maison de l'environnement au Palais Wilson)
Botschaft und Beschlussentwurf vom 20. Oktober 1993 (BBI IV 421) Message et projet d'arrêté du 20 octobre 1993 (FF IV 433) Kategorie IV, Art. 68 GRN - Catégorie IV, art. 68 RCN
Antrag der Kommission Mehrheit Eintreten Minderheit
(Moser)
Eintreten und Rückweisung an den Bundesrat
Das Projekt ist unter Beachtung folgender Punkte neu vorzu- legen:
Das Projekt Palais Wilson ist aus Gründen der Kostenwahr- heit einer Fachexpertise zu unterziehen.
Für das Projekt Palais Wilson sind Generalunternehmer- Offerten einzuholen, und die Realisierung erfolgt durch eine Generalunternehmung.
Proposition de la commission Majorité Entrer en matière Minorité
(Moser)
Entrer en matière et renvoi au Conseil fédéral en le priant de tenir compte des éléments suivants:
Le projet Palais Wilson est soumis à une expertise pour des raisons de réalité des coûts.
Pour le projet Palais Wilson, un appel d'offres est effectué auprès d'entreprises générales et la réalisation est assurée par une entreprise générale.
Vollmer Peter (S, BE), Berichterstatter: Es geht um einen Ver- pflichtungskredit von 75 Millionen Franken. Dass wir über- haupt darüber sprechen müssen, hängt damit zusammen, dass ein Antrag der Minderheit Moser auf Rückweisung vor- liegt Herr Moser ist in dieser Minderheit zwar alleine, aber den- noch müssen wir den Antrag behandeln.
Dieses Geschäft ist kein einfaches Geschäft. Es gibt tatsäch- lich sehr viele Fragen, die sich im Laufe der Diskussion den Kommissionen gestellt haben. Ein Unikum ist sicher auch, dass dieses Geschäft drei Kommissionssitzungen bean- sprucht hat: zwei Sitzungen der Aussenpolitischen Kommis- sion (APK) und eine Sitzung der Kommission für öffentliche
Bauten (KöB) - diese hat sich für eine ganztägige Sitzung nach Genf bemüht -, an der auch Bundespräsident Stich teil- genommen hat. Sie sehen also: Man hat diesem Geschäft eine nicht unwesentliche Bedeutung beigemessen. Dieses aufwendige Prozedere hat immerhin ein konkretes und auch in Franken auszudrückendes Resultat gebracht.
Wie Sie dem neuen Antrag des Bundesrates entnehmen kön- nen, hat der ursprüngliche Kreditbetrag von 80 Millionen Fran- ken auf 75 Millionen Franken herabgesetzt werden können, und wir haben erst noch die Zusicherung, dass der Kanton Genf die Garantie für allfällige Mehrkosten übernommen hat, die beim Umbau des Hauses der Umwelt im Palais Wilson in Genf entstehen könnten. Diese Mehrkosten würden also nicht dem Bund angelastet, sondern würden vom Kanton Genf übernommen. Wir sind also in der äusserst komfortablen Si- tuation, dass wir heute einen Kredit zu beschliessen haben, der garantiert nicht überschritten werden kann, weil all das, was überschritten würde, zu Lasten des Kantons Genf ginge. Es gibt diesbezüglich eine Vereinbarung zwischen der Genfer Regierung und dem Bundesrat. Es ist dies nicht zuletzt ein Re- sultat des Verhandlungsgeschickes von Bundespräsident Stich, der im Interesse unserer Bundeskasse dafür gesorgt hat, dass diese schadlos gehalten wird.
Der Minderheitsantrag Moser hat in der Kommission immerhin dieses ganze Prozedere ausgelöst. Ihm ist es indirekt zu ver- danken, dass wir heute einen um 5 Millionen Franken niedri- geren Kredit vorlegen können. Die Kommissionsmehrheit ist der Meinung, der aufrechterhaltene Minderheitsantrag ziele nun ins Leere, weil seine Anliegen mit der Zusicherung, die die Genfer Regierung abgegeben hat, erfüllt seien. Es ist der Kom- missionsmehrheit unverständlich, dass der Minderheitsantrag Moser aufrechterhalten wird.
Ein paar Stichworte zum Geschäft selber: Es geht darum, dass der Bund ein Gebäude, das ehemalige Palais Wilson, in ein Haus der Umwelt umbaut und der Immobilienstiftung für die internationalen Organisationen (Fipoi) zur Verfügung stellt Diese Stiftung wird das Gebäude dann an das Umweltpro- gramm der Uno weitergeben.
Auch nach der Abstimmung vom letzten Sonntag ist es unbe- stritten, dass die Rolle der Schweiz als Gastland von internatio- nalen Organisationen und Konferenzen ein wichtiger Bestand- teil der schweizerischen Aussenpolitik ist und bleiben soll. Mit der Zustimmung zu diesem Kredit, der den Umbau dieses Hauses ermöglicht, leisten wir einen aussenpolitischen Bei- trag, den wir ausdrücklich erwähnen müssen. Deshalb ist die- ses Geschäft in der Aussenpolitischen Kommission abschlies- send behandelt worden.
In der APK und vor allem auch in der Kommission für öffentli- che Bauten wurden sehr viele Fragen detailliert studiert. Es ging vor allem um die Frage: Braucht es dieses grosse Park- haus? Ist dieses Parkhaus nicht überdimensioniert? Weitere Fragen lauteten: Hat man bei der Wahl der Architekten richtig gehandelt? Geben diese Architekten auch Gewähr, dass die- ses Haus entsprechend umgebaut werden kann und wir uns nicht auf ein Abenteuer einlassen? Und schliesslich: Wie steht es mit der Aufsicht in bezug auf die Bauherrschaft?
Ich kann Ihnen mitteilen: Die Kommission ist nach gründlich- sten Abklärungen zum Schluss gekommen, dass bei der Frage des Parkings, bei der Frage der Architektenwahl und auch bei der Frage der Bauherrschaft heute absolut befriedi- gende Antworten gegeben werden können. Die Bauherrschaft hat die Koordinationsstelle Bauwesen Zivil (KBZ) des Eidge- nössischen Finanzdepartementes inne. Diese KBZ bietet, nach Meinung der Kommission, hundertprozentig Gewähr, dass dieses Geschäft positiv abgewickelt werden kann. Ich er- innere an meine einleitenden Worte: Auch wenn es zu Über- schreitungen käme, müsste dafür nicht der Bund geradeste- hen, sondern der Kanton Genf.
Der Minderheitsantrag Moser ist insofern überholt, als die APK die Rückweisung mit 18 zu 1 Stimmen abgelehnt hat; sie emp- fiehlt Ihnen mit 17 zu 1 Stimmen bei 4 Enthaltungen Zustim- mung zum Geschäft. Nachdem wir gesehen haben, dass es sich um ein schwieriges Geschäft handelt, zeigt diese Deut- lichkeit doch, dass die Abklärungen in den Kommissionen nützlich waren, dass sie auch zu positiven Ergebnissen ge-
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führt haben. Wir können Ihnen heute diesen Antrag mit sehr gutem Gewissen unterbreiten.
Ich bitte Sie deshalb als Kommissionssprecher, auf das Ge- schäft einzutreten, den Rückweisungsantrag der Minderheit Moser abzulehnen und den Kredit von 75 Millionen Franken zu genehmigen.
Frey Claude (R, NE), rapporteur: La Suisse doit se battre, ici et maintenant, pour que Genève conserve ses institutions inter- nationales et puisse en attirer d'autres. Nous pensons en parti- culier à l'Organisation mondiale du commerce. Or, la concur- rence devient plus vive. Bonn disposera bientôt de nombreux bâtiments vides et pratiquera une politique toujours plus agressive. Nous devons donc être déterminés et unis pour atti- rer maintenant des institutions qui participent au rayonnement international de la Suisse. C'est dans ce contexte que doit se situer la discussion sur le crédit concernant l'aménagement du Palais Wilson en Maison de l'environnement.
La majorité de la Commission de politique extérieure l'a bien compris, et elle vous prie, par 19 voix contre 1 et avec 2 absten- tions, de repousser la proposition de la minorité Moser de ren- voi et vous prie, par 17 voix contre 1 et avec 4 abstentions, d'accepter le crédit demandé.
Avant d'en arriver à ces propositions, votre commission avait décidé, en première lecture, en janvier de cette année, de de- mander à la Commission des constructions publiques d'examiner le dossier et d'adresser un corapport, certains postes de dépenses nous paraissant en effet particulièrement élevés. Cet avis était d'ailleurs partagé par le président du Dé- partement cantonal des travaux publics de la République et Canton de Genève.
En février de cette année, une délégation du gouvernement genevois a rencontré le chef du Département fédéral des fi- nances. Il a alors été convenu de remanier le projet, en re- voyant à la baisse les chiffres mis en cause. Les postes «Ré- serve pour imprévus» et «Réserve pour renchérissement» ont été diminués. Il en est résulté une diminution du crédit de- mandé de 5 millions de francs. Ainsi, le coût total du projet est passé de 80 à 75 millions de francs. Il faut souligner qu'en cas de dépassement de ce plafond, l'Etat de Genève prendra à sa charge toute dépense supplémentaire. Le Conseil d'Etat de la République et Canton de Genève a confirmé cet engagement dans une lettre adressée au chef du Département fédéral des finances en date du 14 mars 1994.
Nous voulons saluer ici le rôle décisif joué par le gouverne- ment genevois, et en particulier par le chef du Département cantonal des travaux publics. Par son attitude, responsable et constructive, le gouvernement genevois a contribué à sauver ce dossier important.
Comme je l'ai rappelé, la Commission des constructions pu- bliques de votre Conseil a examiné ce projet. Je vous livre sa conclusion.
Sur la base de la visite du bâtiment et des nombreuses explica- tions fournies durant la séance par les architectes et les repré- sentants de l'administration, la commission a acquis la convic- tion que le projet de rénovation du Palais Wilson était le fruit d'études sérieuses et approfondies. La commission estime que le passé historique du bâtiment et sa qualité architecturale méritent amplement cet investissement. Genève sera ainsi do- tée d'un nouvel instrument qui lui permettra de continuer à jouer son rôle de centre international, et notre pays à assumer son rôle d'Etat hôte.
La Commission des constructions publiques recommande, à l'unanimité, à la Commission de politique extérieure d'approu- ver le crédit d'engagement de 75 millions de francs destiné au financement de la transformation et de l'aménagement du Pa- lais Wilson.
La majorité de la Commission de politique extérieure vous prie, par 19 voix contre 1 et avec 2 abstentions, de refuser la proposition de la minorité Moser de renvoi et, par 17 voix contre 1 et avec 4 abstentions, d'accepter le crédit.
Moser René (A, AG), Sprecher der Minderheit: Herr Vollmer, die Bemerkung wäre an und für sich nicht nötig gewesen, aber es ist schon so: Wenn jeder in diesem Saal eine Minderheit in
der Kommission bildet und jedes Mal 5 Millionen Franken Er- sparnis herausholt, dann würde ich das noch gut finden.
Ich muss die Geschichte der zuletzt bewilligten öffentlichen Bauten zuerst etwas aufarbeiten. In der Herbstsession 1993 in Genf habe ich den Nachtragskredit für militärische Bauten kri- tisiert, für welche der Bund mindestens 25 Prozent zuviel be- zahlt hatte. Ich habe damals angekündigt, dass die Freiheits- Partei künftig alle Bauprojekte unter die Lupe nehmen wolle. Und siehe da, ich bin bereits zwei Mal fündig geworden. Durch meine Hartnäckigkeit erreichte ich nämlich bereits, dass der Planungskredit der Fipoi für das WMO-Gebäude von 6 Millio- nen Franken auf 4,5 Millionen Franken gekürzt wurde (AB 1994 N 275). Bei diesem Projekt wollte die Fipoi auf raffi- nierte Art 1,5 Millionen Franken Steuergelder zu viel abknöp- fen. Still und leise wurde damals dem Parlament eine neue Vorlage vorgelegt, die dann auch verabschiedet wurde. Wir fragen uns nun ernsthaft, ob wir nicht einmal eine PUK ein- schalten sollten, die diese Fipoi untersuchen sollte. Wir müs- sen bei dieser Organisation unbedingt mehr Transparenz schaffen.
Heute soll ein weiteres internationales Projekt, das Haus der Umwelt im Palais Wilson, zur Finanzierung freigegeben wer- den. Es gibt ein Sprichwort: «Ein Fettauge schwimmt selten al- lein in der Suppe.» Auch bei diesem Projekt habe ich ein re- spektables Fettauge gefunden. In der ersten Botschaft des Bundesrates vom 20. Oktober 1993 wurde ein Verpflichtungs- kredit von 80 Millionen Franken vorgelegt. Sie haben es ge- hört: In der zuständigen Aussenpolitischen Kommission stellte ich dieses Projekt in Frage, weil auch hier die Berech- nungen nicht aufgingen. Ich stellte verschiedene Detailfragen über Ungereimtheiten und beantragte einen Mitbericht der Kommission für öffentliche Bauten (KöB). Die KöB tagte zu- sammen mit dem Bundespräsidenten in Genf und erstellte da- nach einen wohlwollenden Mitbericht zuhanden unserer Kom- mission.
Herr Vollmer hat es gesagt: Eigentlich hätte ich jetzt beruhigt sein müssen, denn das Projekt wurde ja um 5 Millionen Fran- ken gekürzt, und der Kanton Genf übernimmt die Defizitgaran- tie. Weshalb der Kanton Genf eine allfällige Baukostenüber- schreitung übernehmen will, ist mir allerdings schleierhaft, denn sachlich kann dies nicht begründet werden. Warum stelle ich Ihnen trotzdem einen Rückweisungsantrag?
Meinem Anliegen, das Projekt sei einer Fachexpertise zu unterziehen, wurde nicht entsprochen. Wir sind keine Fach- leute in dieser Kommission, wir können das nicht so einfach überprüfen. Das bestellte Architekturbüro hat die notwendige Erfahrung in Renovation und Umbau von Gebäuden in der Art des Palais Wilson nicht. Die beigezogenen Architekten mit Sanierungserfahrung bei historischen Gebäuden lösen das Hauptproblem der Höchstanforderung an das Baumanage- ment in keiner Weise. Zudem sind die berechneten Architek- tenhonorare nach SIA auf der obersten Stufe angesetzt.
Die Kostenreduktion um 5 Millionen Franken ist lediglich durch den Verzicht auf die Reserven entstanden. Das Projekt selbst wurde also nicht in Frage gestellt. Wir wissen nach wie vor nicht, ob die 75 Millionen Franken für dieses Projekt zu hoch sind oder nicht. Mit Sicherheit kann aber jetzt schon gesagt werden, dass zum Beispiel die Kosten von 35 000 Franken pro Parkplatz ausserordentlich hoch ausgefallen sind.
Dem Projekt Palais Wilson wurde nie eine Variante Neubau gegenübergestellt. Die Nutzfläche von 51 Prozent beim Palais Wilson ist miserabel. Die Kosten liegen über denjenigen eines Fünfsternhotels.
Die Projektleitung, die Bauherrin und die Aussenpolitische Kommission haben sich gegen einen Generalunternehmer- wettbewerb ausgesprochen. Das ist weder verständlich noch akzeptabel, wissen wir doch ganz genau, dass eine General- unternehmung (GU) nebst der Gesamtverantwortung eine Preisgarantie abgibt. Ich habe dieses Projekt einer speziali- sierten Generalunternehmung zur Überprüfung vorgelegt, und es wurde mir versichert, dass diese 75 Millionen Franken bei einer GU-Vergabe mit Sicherheit unterschritten würden. Selbstverständlich würden dadurch auch die Honorare der Ar- chitekten geringer ausfallen.
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Da glaube ich auch den Grund für die Ablehnung einer GU durch die Architektengemeinschaft gefunden zu haben. Ich sehe überhaupt nicht ein, warum ausgerechnet beim Haupt- gebäude - im Gegensatz zur Garage -, kein Generalunterneh- mer eingesetzt werden soll. Bei dieser Entscheidung muss doch etwas falsch sein, denn das Risiko ist bei einer Altbausa- nierung viel höher als bei einem Neubau. Ich wage zu behaup- ten, dass die zuständigen Verwaltungsvertreter bei öffentli- chen Bauten dazu neigen, alles zu vergolden; nichts ist ihnen zu teuer. Dazu kommen noch die teilweise fragwürdigen Pro- jekt- und Bauvergaben.
Bedenkt man, dass ein Arbeitsplatz inklusive Garagen- platz ohne das Land im Palais Wilson sage und schreibe 190 000 Franken kosten soll, darf man schon von einem lockeren Umgang mit unseren Steuergeldern sprechen. Bei unserer katastrophalen Finanzlage muss mit diesen Luxus- palästen für internationale Organisationen endgültig Schluss gemacht werden. Oder ist es etwa so, dass die internationa- len Organisationen nur in die Schweiz kommen, wenn wir für sie Prunkpaläste bereitstellen? Ist es bei diesem Projekt nicht geradezu grotesk, dass die künftigen Mieter Umweltschützer aus aller Welt sein werden? Es sind also genau jene, die überall Bescheidenheit beim Bauen fordern! Auffallend bei diesem Projekt ist letztlich auch die Tatsache, dass die Bau- herrin die Eidgenossenschaft direkt ist und nicht, wie in der Vergangenheit üblich, die Fipoi. Das ist vielleicht auch richtig so, denn ich habe es gesagt: Die Rolle der Fipoi ist mir ohne- hin unklar. Wie eingangs erwähnt, wäre es gut, wenn der Lei- stungsauftrag der Fipoi einmal unter die Lupe genommen würde und klar abgegrenzt würde, was ihre Aufgabe ist. Aus diesen Gründen beantrage ich Ihnen die Rückweisung mit der Auflage, das Projekt sei aus Gründen der Kostenwahr- heit einer Fachexpertise zu unterziehen.
Letztlich - das ist für mich sehr wichtig, weil ich Differenzen vorgefunden habe - sei für das gesamte Projekt eine General- unternehmerofferte einzuholen. Das ist doch nicht zuviel ver- langt. Es geht um diesen Sockel von 75 Millionen Franken, den wir bestätigt haben wollen.
Maitre Jean-Philippe (C, GE): L'intervention de M. Moser n'est pas surprenante; ça ne l'empêche pas d'être extrêmement dé- cevante. On constate que M. Moser revient à la charge, malgré toutes les explications qui ont été données en commission, malgré le vote pris à l'unanimité par la Commission des constructions publiques, malgré la garantie qui est donnée par le canton de Genève que tout dépassement de crédit sera assumé par lui.
En réalité, il ne faut pas être dupe. Derrière l'intervention de M. Moser se cache une vision politique complètement diffé- rente. Tout cela est un prétexte. M. Moser ne veut pas d'orga- nisations internationales dans notre pays; ce serait plus sim- ple qu'il le dise clairement. Il ne faut pas tomber dans ce piège.
Cotti Flavio, conseiller fédéral: Au contraire, le Conseil fédéral considère la présence d'organisations internationales à Ge- nève comme un élément essentiel de sa politique étrangère, à une époque où - nous le constatons - la Suisse risque forte- ment de s'isoler sur le plan politique dans ses relations interna- tionales. Le projet de rénovation du Palais Wilson et la mise à disposition de ce dernier pour les structures environnementa- les internationales à Genève répond à cette exigence politique prioritaire.
Je me permets d'ajouter que, dans le cadre de cette action, le Conseil fédéral s'est engagé en faveur du Geneva Executive Center (GEC) dans le court délai d'une année, avec des inves- tissements très importants. La proposition présentée il y a quelques semaines pour l'Organisation mondiale du com- merce (OMC) représente aussi un effort sensible face à une concurrence internationale qui - je tiens à le souligner - de- vient de plus en plus forte et acharnée.
Je ne peux pas éviter de signaler que, lorsqu'un pays avance un projet concurrentiel, il n'a généralement pas d'autres insti- tutions internationales. Il peut donc concentrer dans sa propo- sition tous les moyens financiers et autres possibles pour la
rendre attractive. Un pays qui, comme la Suisse dans le cas de Genève, réunit un nombre important d'institutions internatio- nales sera de plus en plus confronté avec l'exigence - dans le cadre de l'égalité de traitement de toutes les organisations - d'améliorer ses propositions. Cela ne va pas pouvoir se faire sans quelques sacrifices, même financiers.
Alors, lorsque M. Moser émet des restrictions quant à l'évalua- tion du projet, en particulier au sujet du budget concernant les coûts de la rénovation, je pourrais simplement dire que la Commission de politique extérieure - MM. Vollmer et Frey Claude l'ont dit de manière très claire - a examiné à fond ce problème. Elle a même exprimé quelques restrictions au dé- but qui l'ont conduite à approfondir la question.
D'entente avec le Département fédéral des finances qui est responsable des évaluations financières de ce type, on a aussi fait appel à la Commission des constructions publiques qui a évalué elle-même le projet. Franchement, du point de vue de celui qui observe la situation financière avec toute l'objectivité possible, on se demande quel contrôle supplémentaire aurait pu être effectué, surtout du fait - je le souligne - que l'engage- ment de la Confédération n'est pas sans limite. Les 75 millions de francs prévus représentent le maximum de l'engagement de la Confédération. Au-delà, ce sera le canton de Genève qui interviendra. Il y a donc aussi cette garantie supplémentaire.
Ma tâche est surtout de souligner l'importance capitale de la Maison de l'environnement à Genève. Ces dernières années, nous nous sommes battus avec acharnement pour attirer à Genève les principales institutions internationales en matière d'environnement et, en particulier, les organismes perma- nents qui ont la tâche de réaliser le Suivi de Rio en vertu des dif- férentes conventions signées à Rio. Après tout cela, le fait d'avoir à Genève une concentration en matière d'environne- ment représente un investissement très important pour le fu- tur, pour la Genève internationale et, donc, pour notre politi- que extérieure.
Abstimmung - Vote Für den Antrag der Mehrheit Für den Antrag der Minderheit
108 Stimmen 22 Stimmen
Detailberatung - Discussion par articles
Titel und Ingress Antrag der Kommission Zustimmung zum Entwurf des Bundesrates
Titre et préambule Proposition de la commission Adhérer au projet du Conseil fédéral
Angenommen - Adopté
Art. 1 Antrag der Kommission Zustimmung zum neuen Entwurf des Bundesrates ( .... ein Verpflichtungskredit von 75 Millionen Franken .... )
Art. 1 Proposition de la commission Adhérer au nouveau projet du Conseil fédéral (Un crédit d'engagement de 75 millions de francs .... )
Angenommen - Adopté
Art. 2 Antrag der Kommission Zustimmung zum Entwurf des Bundesrates Proposition de la commission Adhérer au projet du Conseil fédéral
Angenommen - Adopté
Parlamentarische Initiative. Finanzierungsbeihilfen
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Namentliche Gesamtabstimmung Vote sur l'ensemble, par appel nominal
Für Annahme des Entwurfes stimmen - Acceptent le projet: Bär, Baumann, Baumberger, Bäumlin, Béguelin, Berger, Bez- zola, Binder, Bircher Peter, Bonny, Borradori, Bortoluzzi, Brun- ner Christiane, Bühlmann, Bührer Gerold, Bundi, Bürgi, Cac- cia, Camponovo, Carobbio, Caspar-Hutter, Cavadini Adriano, Chevallaz, Columberg, Comby, Couchepin, Danuser, Darbel- lay, David, Deiss, Dettling, Diener, Ducret, Dünki, Duvoisin, Eggenberger, Epiney, Eymann Christoph, Fehr, Fischer-Sur- see, Frey Claude, Friderici Charles, Giger, Grendelmeier, Gros Jean-Michel, Gross Andreas, Grossenbacher, Hafner Ursula, Hämmerle, Hari, Herczog, Hess Otto, Hess Peter, Hildbrand, Hollenstein, Hubacher, Jeanprêtre, Jöri, Keller Anton, Kühne, Ledergerber, Leemann, Lepori Bonetti, Leuba, Loeb François, Maitre, Mamie, Matthey, Mauch Rolf, Mauch Ursula, Meier Sa- muel, Meyer Theo, Misteli, Nabholz, Ostermann, Perey, Phili- pona, Pini, Poncet, Rebeaud, Rohrbasser, Ruffy, Rutishauser, Rychen, Savary, Scheurer Rémy, Schmid Peter, Schmidhal- ter, Schmied Walter, Schnider, Seiler Hanspeter, Seiler Rolf, Stamm Judith, Stamm Luzi, Steiger Hans, Stucky, Theubet, Thür, Tschopp, Vetterli, Vollmer, Wanner, Wiederkehr, Züger, Zwahlen (105)
Dagegen stimmen - Rejettent le projet:
Aregger, Borer Roland, Dreher, Fritschi Oscar, Giezendanner, Jenni Peter, Keller Rudolf, Kern, Miesch, Moser, Ruckstuhl, Scherrer Jürg, Scherrer Werner, Stalder, Steffen, Steinemann, Steiner Rudolf, Tschuppert Karl (18)
Der Stimme enthalten sich - S'abstiennent: Allenspach, Früh, Jäggi Paul, Raggenbass, Sandoz, Wittenwi- ler, Zbinden (7)
Abwesend sind - Sont absents:
Aguet, Aubry, Bischof, Blatter, Blocher, Bodenmann, Borel François, Brügger Cyrill, Bühler Simeon, Cincera, Daepp, de Dardel, Dormann, Eggly, Engler, Fankhauser, Fasel, von Fel- ten, Fischer-Hägglingen, Fischer-Seengen, Frey Walter, Go- bet, Goll, Gonseth, Graber, Gysin, Haering Binder, Hafner Ru- dolf, Heberlein, Hegetschweiler, Iten Joseph, Jaeger, Leu Jo- sef, Leuenberger Ernst, Leuenberger Moritz, Maeder, Marti Werner, Maspoli, Maurer, Meier Hans, Mühlemann, Müller, Narbel, Nebiker, Neuenschwander, Oehler, Pidoux, Rechstei- ner, Reimann Maximilian, Robert, Ruf, Schwab, Schweingru- ber, Segmüller, Sieber, Spielmann, Spoerry, Steinegger, Strahm Rudolf, Suter, Tschäppät Alexander, Weder Hansjürg, Weyeneth, Wick, Wyss Paul, Wyss William, Ziegler Jean, Zisya- dis, Zwygart (69)
Präsidentin, stimmt nicht - Présidente, ne vote pas: Haller (1)
An den Ständerat - Au Conseil des Etats
94.410
Parlamentarische Initiative (WAK-NR)
Bundesbeschluss über die Fortführung des Bundesbeschlusses vom 6. Oktober 1978 über Finanzierungsbeihilfen zugunsten wirtschaftlich bedrohter Regionen
Initiative parlementaire (CER-CN) Arrêté fédéral concernant la reconduction de l'arrêté fédéral du 6 octobre 1978 instituant une aide financière en faveur des régions dont l'économie est menacée
Differenzen - Divergences Siehe Seite 872 hiervor - Voir page 872 ci-devant Beschluss des Ständerates vom 13. Juni 1994 Décision du Conseil des Etats du 13 juin 1994
Art. 15 Abs. 1 Antrag der Kommission Zustimmung zum Beschluss des Ständerates
Antrag Seiler Hanspeter .... von 30 Millionen Franken ....
Art. 15 al. 1 Proposition de la commission Adhérer à la décision du Conseil des Etats
Proposition Seiler Hanspeter .... de 30 millions de francs ....
David Eugen (C, SG), Berichterstatter: Der Ständerat hat un- serer Initiative in der Gesamtabstimmung ebenfalls zuge- stimmt, und zwar mit 30 zu 4 Stimmen. Es sind zwei Differen- zen verblieben. Die Kommission beantragt Ihnen, in beiden Differenzen dem Ständerat zu folgen. Ich äussere mich kurz zu diesen zwei Differenzen:
Ich beantrage Ihnen auch, den Antrag Seiler Hanspeter abzu- lehnen. Wir haben bis jetzt pro Jahr zwischen drei und fünf Mil- lionen Franken für Zinsverbilligungen ausgegeben, und es wäre absolut falsch, jetzt für zwei Jahre einen Rahmenkredit von 30 Millionen festzulegen. Ich glaube, das können wir auch finanzpolitisch nicht verantworten, solche Rahmenkredite zu eröffnen, wenn wir wissen, dass der Bedarf in der Grössenord- nung sicher nicht über 20 Millionen liegt, auch in der jetzt schwierigen wirtschaftlichen Situation nicht. Ich bitte Sie also, hier bei diesen 20 Millionen Franken zu bleiben.
Ich muss auch sagen - und zwar zur Ehrenrettung des Bun- desrates -, dass auf dem Antragsblatt Seiler Hanspeter fälsch- licherweise «gemäss Bundesrat» steht. Der Bundesrat hat hier keinen Antrag gestellt. Es war die erste Fassung der WAK des
Schweizerisches Bundesarchiv, Digitale Amtsdruckschriften Archives fédérales suisses, Publications officielles numérisées Archivio federale svizzero, Pubblicazioni ufficiali digitali
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Dans
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Jahr
1994
Année
Anno
Band
II
Volume
Volume
Session
Sommersession
Session
Session d'été
Sessione
Sessione estiva
Rat
Nationalrat
Conseil
Conseil national
Consiglio
Consiglio nazionale
Sitzung
12
Séance
Seduta
Geschäftsnummer 93.085
Numéro d'objet
Numero dell'oggetto
Datum 15.06.1994 - 08:15
Date
Data
Seite
1042-1045
Page
Pagina
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20 024 138
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