Änderung des Zivilgesetzbuches. Mündigkeitsalter
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Ich habe diesen Antrag mit verschiedenen Kollegen bespro- chen und so eingereicht. Es war ein ehrlicher Versuch, nach der gestrigen Debatte Transparenz herzustellen. Aber mein Antrag ist nicht konsens- fähig. Aufgrund des Zerrisses ziehe ich ihn zurück. (Beifall)
Präsidentin: Herr Peter Bircher hat seinen Antrag zurückge- zogen.
Namentliche Gesamtabstimmung Vote sur l'ensemble, par appel nominal
Für Annahme des Entwurfes stimmen - Acceptent le projet: Aguet, Aubry, Béguelin, Berger, Bezzola, Binder, Bircher Pe- ter, Bischof, Blatter, Bonny, Borel François, Borer Roland, Bor- radori, Bortoluzzi, Brunner Christiane, Bürgi, Camponovo, Ca- vadini Adriano, Chevallaz, Cincera, Comby, Couchepin, Daepp, Darbellay, David, Deiss, Dormann, Dreher, Ducret, Du- voisin, Eggly, Engler, Epiney, Eymann Christoph, Fehr, Fi- scher-Hägglingen, Fischer-Seengen, Fischer-Sursee, Frey Claude, Frey Walter, Friderici Charles, Giezendanner, Giger, Gobet, Graber, Gros Jean-Michel, Grossenbacher, Gysin, Hari, Hegetschweiler, Hess Peter, Hildbrand, Iten Joseph, Jeanprêtre, Jenni Peter, Keller Anton, Keller Rudolf, Kern, Kühne, Lepori Bonetti, Leu Josef, Leuba, Loeb François, Mai- tre, Mamie, Maspoli, Matthey, Mauch Rolf, Miesch, Moser, Mühlemann, Müller, Oehler, Perey, Philipona, Pini, Poncet, Raggenbass, Reimann Maximilian, Rohrbasser, Ruckstuhl, Ruf, Ruffy, Rutishauser, Sandoz, Savary, Scherrer Jürg, Scher- rer Werner, Scheurer Rémy, Schmidhalter, Schmied Walter, Schnider, Schwab, Schweingruber, Seiler Hanspeter, Spiel- mann, Stalder, Stamm Judith, Steffen, Steinemann, Steiner Rudolf, Theubet, Tschopp, Tschuppert Karl, Vetterli, Wanner, Weyeneth, Wick, Wyss William, Zisyadis, Zwahlen (111)
Dagegen stimmen - Rejettent le projet:
Bär, Baumann, Bäumlin, Blocher, Bodenmann, Brügger Cyrill, Bühler Simeon, Bühlmann, Bundi, Carobbio, Caspar-Hutter, Columberg, Danuser, Dünki, Eggenberger, Fankhauser, von Felten, Goll, Gonseth, Grendelmeier, Gross Andreas, Haering Binder, Hafner Rudolf, Hafner Ursula, Hämmerle, Herczog, Hess Otto, Hollenstein, Hubacher, Ledergerber, Leemann, Maeder, Marti Werner, Mauch Ursula, Meier Hans, Meier Sa- muel, Misteli, Ostermann, Rebeaud, Rechsteiner, Robert, Schmid Peter, Steiger Hans, Strahm Rudolf, Thür, Tschäppät Alexander, Vollmer, Zbinden, Ziegler Jean, Züger, Zwygart (51)
Der Stimme enthalten sich - S'abstiennent: Bührer Gerold, Caccia, Dettling, Fasel, Fritschi Oscar, Früh, Heberlein, Leuenberger Ernst, Meyer Theo, Nebiker, Seiler Rolf, Spoerry, Stamm Luzi, Stucky, Wittenwiler, Wyss Paul (16)
Abwesend sind - Sont absents: Allenspach, Aregger, Baumberger, de Dardel, Diener, Jaeger, Jäggi Paul, Jöri, Leuenberger Moritz, Maurer, Nabholz, Nar- bel, Neuenschwander, Pidoux, Rychen, Segmüller, Sieber, Steinegger, Suter, Weder Hansjürg, Wiederkehr (21)
Präsidentin, stimmt nicht - Présidente, ne vote pas: Haller (1)
Cavadini Adriano (R, TI), rapporteur: Je précise qu'à la page 1 du message figurent six interventions parlementaires - trois initiatives parlementaires et trois motions - qui n'ont pas en- core été discutées par la commission.
Trois de ces interventions concernent l'article 36sexies alinéa 3, et trois l'ensemble de la législation d'application dé- coulant de ce nouvel article constitutionnel.
Elles doivent donc rester en suspens, en attendant que la commission les discute ou que leurs auteurs les retirent en fonction des décisions que nous avons prises.
Binder Max (V, ZH), Berichterstatter: Es gibt der Vollständig- keit halber noch etwas zu parlamentarischen Vorstössen zu sagen: Es sind drei Initiativen und drei Motionen zu diesem
Thema hängig. Drei davon betreffen Absatz 3 des eben be- schlossenen Bundesgesetzes, drei den ganzen Artikel 36. Die Kommission hat über diese Geschäfte noch nicht befunden. Sie bleiben aufrechterhalten, bis sie behandelt sind oder allen- falls aufgrund der gestrigen und der heutigen Beschlüsse zu- rückgezogen werden.
An den Ständerat - Au Conseil des Etats
93.022
Änderung des Zivilgesetzbuches (Herabsetzung des zivilrechtlichen Mündigkeits- und Ehefähigkeitsalters) Code civil. Révision (Abaissement de l'âge de la majorité civile et matrimoniale)
Botschaft und Gesetzentwurf vom 17. Februar 1993 (BBI I 1169) Message et projet de loi du 17 février 1993 (FF | 1093) Beschluss des Ständerates vom 23. September 1993 Décision du Conseil des Etats du 23 septembre 1993 Kategorie III, Art. 68 GRN - Catégorie III, art. 68 RCN
Antrag der Kommission Mehrheit Eintreten Minderheit (Stamm Judith, Frey Claude, Poncet) Nichteintreten
Proposition de la commission Majorité Entrer en matière Minorité (Stamm Judith, Frey Claude, Poncet) Ne pas entrer en matière
Marti Werner (S, GL), Berichterstatter: Herabsetzung des zivil- rechtlichen Mündigkeitsalters auf 18 Jahre - dieses Thema ist nicht neu. Es wurde bereits bei der Revision des Kindesrechts im Jahre 1976 diskutiert. Der eigentliche Startschuss für diese Vorlage war aber die Herabsetzung des Stimm- und Wahl- rechtsalters auf 18 Jahre. Bereits in der Botschaft des Bundes- rates wurde damals angekündigt, dass auch das Mündigkeits- alter angepasst werden sollte. In der Folge wurden dann parla- mentarische Initiativen eingereicht, denen vorerst keine Folge gegeben wurde; gleichzeitig erhielt der Bundesrat aber den Auftrag, eine separate Vorlage auszuarbeiten, um diese An- passung vorzunehmen.
In Anbetracht des üblichen Tempos des bundesrechtlichen Gesetzgebungsverfahrens im Zivilrecht kann man hier sagen, dass diese Gesetzgebung in eigentlichem Schnellzugstempo vorangekommen ist. Die Vernehmlassung stiess auf breite Un- terstützung. Im Rahmen der Vernehmlassung ist praktisch keine Opposition entstanden. Auch im Ständerat passierte die Vorlage praktisch widerspruchslos mit 33 zu 1 Stimmen.
In der nationalrätlichen Kommission wurden dann aber Be- denken gegenüber dieser Vorlage geäussert. Das hat dazu geführt, dass wir von einem Rückweisungsbeschluss abgese- hen, aber zusätzliche Abklärungen zur Botschaft verlangt ha- ben. Diese zusätzlichen Abklärungen betrafen schwergewich- tig das Verhältnis zu den Kinderschutzmassnahmen; das Ver- hältnis zum Strafrecht, insbesondere zum Jugendstrafrecht; die Frage der Unterhaltspflicht der Eltern; den Schutz vor un- überlegten finanziellen Verpflichtungen sowie sozialversiche rungsrechtliche Aspekte im weiteren Sinne, unter Einbezug der beruflichen Vorsorge.
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N
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Damit hat man aber auch den Bedenken der Minderheit, die Nichteintreten beantragt, Rechnung getragen. Wir haben über diese Bedenken diskutiert, man hat diese nicht einfach unter den Tisch gewischt. Nach den zusätzlichen Abklärungen des Bundesamtes ist die Kommissionsmehrheit klar der Auffas- sung, dass diese Vorlage nun behandelt und im Sinne der Bot- schaft verabschiedet werden sollte. Die Gründe hierfür sind im wesentlichen die folgenden:
Es ist eine soziale Tatsache, dass Jugendliche heutzutage bedeutend früher selbständig und unabhängig werden als frü- here Generationen. Wer heute 18 oder 19 Jahre alt ist, ist ein Faktor unserer Wirtschaft, sei dies im Berufsleben, sei dies als Konsument. Er zahlt Sozialversicherungsbeiträge, er zahlt Steuern, er oder sie lebt oftmals bereits in einem eigenen Haushalt.
Angleichung an das Stimm- und Wahlrechtsalter: Es ent- spricht einer langen Tradition, dass diese beiden Altersgren- zen übereinstimmen sollen. Mit der Herabsetzung des Stimm- und Wahlrechtsalters ist es eine Selbstverständlichkeit, dass auch das Mündigkeitsalter angepasst wird.
Wir brauchen eine europakonforme Lösung. Eine Anpas- sung an das Recht unserer Nachbarstaaten ist in diesem Be- reich besonders wichtig, denn mit dem EWR-Nein ist das Be- dürfnis der Jungen, auch andere Länder kennenzulernen, nicht zurückgegangen, sondern es besteht nach wie vor. Es besteht deshalb ein dringender Bedarf nach Vereinheitli- chung. Ausser Liechtenstein und Island, welche ebenfalls das Mündigkeitsalter von 20 Jahren kennen, und ausser Öster- reich, welches ein Mündigkeitsalter 19 kennt, haben alle euro- päischen Staaten sowie Teile Kanadas und der USA das Mün- digkeitsalter bei 18 Jahren festgelegt.
Die geltende Regelung im ZGB, wonach Heirat mündig macht, verstösst gegen Artikel 4 BV, da gemäss Artikel 96 Ab- satz 1 ZGB Frauen mit 18 Jahren und Männer erst mit 20 Jah- ren heiraten können. Mit der Herabsetzung des Mündigkeits- alters und des Ehefähigkeitsalters auf 18 Jahre wird diese Un- gleichheit aufgehoben.
Die Kommission beantragt Ihnen deshalb mit 15 zu 5 Stimmen Eintreten auf die Vorlage.
Chevallaz Olivier (R, VD), rapporteur: Nous avons tous suivi avec assiduité les propos du rapporteur de langue allemande, M. Marti Werner. Je vais à mon tour m'efforcer de dresser un tableau succinct, mais si possible assez complet, des ré- flexions qui ont marqué les travaux de la Commission des affai- res juridiques sur la révision du Code civil portant sur l'abais- sement de l'âge de la majorité civile et matrimoniale.
Il me paraît utile de rappeler une fois encore que le 3 mars 1991, à une forte majorité, peuple et cantons suisses accep- taient l'abaissement de l'âge de la majorité à 18 ans pour l'exercice des droits de vote et d'éligibilité. Si l'âge de la majo- rité civile ne doit pas forcément être identique à celui de la ma- jorité politique, la concordance de ces deux âges correspond cependant à une certaine tradition fédérale. M. Koller, conseil- ler fédéral, nous a d'ailleurs rappelé de manière pertinente qu'initialement le projet soumis au peuple en 1991 - droit de vote et d'éligibilité - devait aussi comporter le volet où figurait la proposition de la majorité civile et matrimoniale, mais que la complexité ou plutôt la confusion qui aurait pu en résulter avait conduit à présenter ces objets séparément Un engagement quasi moral avait donc été pratiquement pris par le Parlement et pouvait être ressenti comme tel par le peuple souverain.
Des travaux de la commission il est notamment ressorti, audi- tions à l'appui des professeurs Herzog de l'Université de Berne et Jaffé de l'Université de Genève, que les jeunes gens et jeunes filles jouissent actuellement de davantage de libertés et sont indépendants plus rapidement qu'autrefois. La relation adultes-jeunes filles/jeunes gens a profondément évolué au cours de ces dernières décades. Parmi les principales modifi- cations de cette relation, la mobilité accrue apparaît comme décisive. Mme le professeur Jaffé, spécialisée en psychologie légale de l'enfance, nous a fait admettre que, sur le plan cogni- tif, il y avait très peu de différence entre un jeune de 18 ans et un jeune de 20 ans, le consensus actuel situant entre 12 et 14 ans l'âge auquel les compétences cognitives sont ou ne
sont pas acquises. Les instruments de la connaissance - le langage, la mémoire et, par extension, l'intelligence - sont déjà cristallisés au début de l'adolescence, l'évolution, une fois cette période passée, étant plutôt quantitative que qualita- tive. Voilà des propos à méditer!
Les spécialistes s'accordent pour distinguer dans le dévelop- pement les phases suivantes: la petite enfance, de 0 à 6 ans, l'enfance, de 6 ans à la puberté, l'adolescence, de la puberté jusqu'à environ 18 ans, la jeunesse, de 18 à 25/26 ans et, en- fin, l'âge adulte - que l'on subdivise encore - et les âges de la vieillesse - pour l'instant, seulement deux catégories, le 3e et le 4e âge! Ces propos présentent au moins l'avantage de défi- nir un certain vocabulaire commun.
Nous avons pris pour bonne leçon - à bon entendeur salut - que les jeunes font aujourd'hui preuve d'une maturité plus avancée qu'à n'importe quelle autre époque de notre civilisa- tion. Un jeune de 18 ans en a vu beaucoup plus que n'importe lequel d'entre nous au même âge. Toutes les études menées auprès de jeunes révèlent que ceux-ci désirent exercer davan- tage leur autonomie et leurs droits propres.
Aux yeux de la grande majorité de votre commission, l'abais- sement de l'âge de la majorité civile et matrimoniale passerait pour un acte de réalisme légal, reconnaissant ainsi à cette catégorie sociale, les jeunes. des droits et des obligations pro- pres. Lors de la procédure de consultation sur l'avant-projet de révision du Code civil, objet du présent débat, l'approba- tion a été quasi générale sur le principe. Tous les cantons et demi-cantons, ainsi que tous les partis politiques, approuvent le principe. Les principaux éléments ou arguments qui ressor- tent de cette procédure de consultation, ou plutôt des résultats de celle-ci, sont l'adaptation à d'autres domaines du droit suisse - majorité civique, droit pénal des adultes applicable dès 18 ans, permis de conduire, etc. -; un hiatus qui serait par- ticulièrement choquant au regard du droit d'éligibilité des jeu- nes de 18 à 20 ans, lesquels demeureraient civilement mi- neurs; une telle harmonisation, qui est une suite presque obli- gatoire ou logique en tous les cas de l'abaissement de l'âge de la majorité civique; l'adaptation enfin à la situation juridique prévalant dans la quasi-totalité des pays d'Europe occidentale en limitant ainsi les problèmes de droit international privé.
Les résistances et oppositions à la procédure de consultation et à l'entrée en matière ont porté essentiellement sur le fait que l'abaissement de l'âge de la majorité pourrait poser problème en matière d'indépendance économique, de crédit à la consommation, de séparation au sein de la famille, même de taux de divorce pour certains, ou encore pourrait sensible- ment modifier le domaine ou le champ d'application de l'obli- gation d'entretien des parents pour les enfants qui ne seraient pas en formation, par exemple.
Passant au vote, la commission a décidé, par 15 voix contre 5 et sans abstention, d'entrer en matière après que les explica- tions demandées par la commission aient été apportées. Nous vous invitons à en faire de même.
Dans la discussion de détail, en me réservant la possibilité d'apporter au besoin quelques précisions au cours de la dis- cussion qui va suivre, je tiens à apporter les quelques éclaira- ges suivants. Au titre quatrième, «Du divorce», à l'article 156 alinéa 2, une discussion importante provoquée par M. Luzi Stamm a occupé notre commission sur la sécurité du droit. La version adoptée par le Conseil des Etats a la teneur suivante: «Les relations personnelles de l'époux avec les enfants qui ne lui sont pas confiés, ainsi que la contribution qu'il est tenu de verser pour leur entretien, sont réglées d'après les disposi- tions sur les effets de la filiation; si nécessaire, la contribution d'entretien peut aussi être maintenue au-delà de l'âge de la majorité.» C'est ce «si nécessaire» qui a été principalement la raison de la discussion en commission. Votre commission unanime vous propose de suivre le Conseil des Etats en sup- primant toutefois les mots «si nécessaire» ou «soweit nötig».
Au titre final, votre commission vous propose un article 13c nouveau, qui a la teneur suivante: «Les aliments fixés avant l'entrée en vigueur de la loi fédérale du .... jusqu'à l'accession à la majorité sont dus jusqu'à l'âge de 20 ans révolus.» Au chiffre II, Modification d'autres textes légaux, une proposition de minorité Allenspach vous sera présentée portant sur les
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articles 29 alinéa 1er et 329a alinéa 1er de la loi sur le travail. Cette proposition, en commission, a obtenu respectivement 9 voix contre 11 et 2 abstentions pour l'article 29, et 8 voix contre 11 et 3 abstentions pour l'article 329a.
Enfin, en cas d'acceptation par le Parlement du présent projet de révision du Code civil, la loi fédérale sur les prestations de la Confédération dans le domaine de l'exécution des peines et des mesures serait modifiée aux articles 2 alinéa 2 et 5 ali- néa 1er lettre b portant sur le subventionnement par la Confé- dération tant des institutions que des établissements publics et privés d'utilité publique qui prennent en charge des enfants et des adolescents jusqu'à l'âge de 22 ans. Il en va de même en ce qui concerne la loi fédérale sur l'assurance-invalidité, qui serait modifiée, le cas échéant, en ses articles 5 alinéas 1er et 2, 8 alinéa 3 lettre c et 9 alinéas 2 et 3, toutes modifications qui n'avaient pas été prises en compte au cours de l'examen du projet de la révision du Code civil, lors de son passage au Conseil des Etats, mais qui ont été relevées par votre commis- sion. Avec ces nouvelles propositions, l'administration a ainsi réparé ce qui ne doit plus être considéré que comme une «panne» selon l'expression même de M. Koller, conseiller fé- déral. Dont acte!
Ces deux propositions de modification ont été acceptées prati- quement à l'unanimité par la commission, la première par 18 voix sans opposition et avec 3 abstentions, et la seconde par 21 voix sans opposition et sans abstention. Enfin, au vote sur l'ensemble, c'est par 16 voix sans opposition et avec 5 abstentions que la commission vous invite à accepter le pro- jet ainsi présenté de révision du Code civil concernant l'abais- sement de l'âge de la majorité civile et matrimoniale.
Stamm Judith (C, LU), Sprecherin der Minderheit: Das Fest- setzen eines Mündigkeitalters ist immer willkürlich. Es gibt Menschen, die zeit ihres Lebens nie mündig werden, und es gibt andere, die schon mit 14, 15 Jahren grosse Verantwor- tung übernehmen können. Wir haben in der Schweiz zum Glück ein stufenweises Mündigwerden. Mit 16 Jahren ent- scheiden unsere Jugendlichen über ihre Konfessionszugehö- rigkeit, mit 18 Jahren können sie Auto fahren, können sie auch politische Entscheidungen fällen. Aber bis zu 18 Jahren gilt auch noch das Jugendstrafrecht, ein Erziehungsstrafrecht mit Massnahmen, die bis zu 20, ja 22 Jahren dauern können. Die jungen Menschen werden also bei Verstössen gegen das Strafrecht anders behandelt als Erwachsene, weil man von ih- nen annimmt, sie seien noch in Entwicklung, noch auf dem Weg zum Erwachsenwerden, man könne sie noch positiv be- einflussen.
Der Umstand, dass unsere Heranwachsenden mit 20 Jahren mündig werden, hinderte die jungen Menschen in unserem Lande bis heute nicht daran, sich zu entfalten. Unsere Rechts- ordnung sieht auch für Ausnahmefälle in bezug auf ein frühe- res Heiratsalter oder die volle Handlungsfähigkeit das Nötige vor.
Mit dem Herabsetzen des Mündigkeitsalters auf 18 Jahre schaffen wir also für unsere jungen Menschen keine nen- nenswerten Vorteile. Wir bauen aber einige Schutzvorschrif- ten ab, die ich zugunsten eines Teils der Heranwachsenden beibehalten möchte. Sie alle wissen, dass das Alter zwischen 16 und 20 Jahren anspruchsvoll ist. Die Jungen lösen sich von zu Hause oder haben sich schon gelöst, treffen ihre erste Berufswahl, machen ihre Erfahrungen mit Freundinnen und Freunden und sind in den allermeisten Fällen wirtschaftlich immer noch von zu Hause abhängig. Es gibt viele junge Men- schen, welche diese Jahre ohne besondere Schwierigkeiten durchlaufen. Es gibt aber andere, welche sich langsam ent- wickeln, welche von Unsicherheiten geplagt sind, Schwierig- keiten haben: mit der Ablösung, mit der Berufsfindung, mit der Wahl von Partnerinnen und Partnern. Diese Gruppe ist grösser, als wir meinen, und durchzieht alle Gesellschafts- schichten. Diesen jungen Menschen machen wir kein Ge- schenk, wenn wir sie mitten in der krisenhaften Zeit zu Er- wachsenen erklären. Sie können die zwei Jahre, bis sie 20 sind, für ihre persönliche Reifung sehr gut gebrauchen. Na- türlich können Sie mir entgegenhalten, dass wir Gesetze für sogenannt normale Jugendliche und nicht für sogenannt
schwierige Fälle machen müssten. Meine Rückfrage an Sie: Warum sollen wir in einer Zeit, in der die Menschen immer älter werden, ausgerechnet das Fundament schmälern, die Zeit des Reifens verkürzen, auf der das Erwachsenenleben auf- baut? Auch die Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber, die Lehr- linge ausbilden, sind sich der Problematik voll bewusst. Sie bejahen zwar die Herabsetzung des Mündigkeitsalters, schrei- ben aber in der Vernehmlassung, dass der Lehrmeister in Zu- kunft eine höhere Verantwortung wahrzunehmen habe, weil das Weisungsrecht der Eltern wegfalle. Damit erklären sie na- türlich indirekt, dass sie die Lehrlinge ab 18 Jahren eben doch nicht wie volle Erwachsene behandeln können. Warum erklä- ren wir sie dann als erwachsen?
Wie Sie dem Minderheitsantrag Allenspach auf der Fahne ent- nehmen, hindert diese Besorgnis die Arbeitgeber aber nicht daran, zu versuchen, den jungen Arbeitnehmern, die nicht Lehrlinge sind, ab 18 Jahren eine Woche Ferien abzu- zwacken. Wir werden in der Detailberatung darauf zu spre- chen kommen. Ich befürchte, dass es in Zukunft zu noch mehr ähnlichen Vorstössen kommen wird.
Gewisse Leistungen der Invalidenversicherungen wollen wir heute gemäss Vorlage doch bis zu 20 Jahren ausrichten. In zwei bis drei Jahren wird sich niemand mehr daran erinnern, warum wir das getan haben, und es wird Vorstösse geben, diese Beiträge herabzusetzen.
In fast allen Antworten zur Vernehmlassung - ich habe sie ge- nau gelesen - kam diese Zwiespältigkeit zum Ausdruck. Die Herabsetzung wurde zwar bejaht. Es wurde aber häufig der Befürchtung Ausdruck gegeben, die jungen Leute könnten sich dann ab 18 Jahren unvorsichtig in finanzielle Verpflichtun- gen stürzen, denen sie nicht gewachsen seien. Diese Gefahr besteht sicher. Dagegen ist kein Kraut gewachsen, ausser wir würden bei 20 Jahren bleiben.
Ich komme nun zur Gruppe jener Heranwachsenden, die mir besonders ans Herz gewachsen sind: jene jungen Menschen, die in schwierigen Verhältnissen aufwachsen. Unser Zivilge- setzbuch sieht vor, dass für diese jungen Menschen Kinder- schutzmassnahmen ergriffen werden können. Das kann durch Begleitung oder Beratung einer Familie geschehen, durch Plazierung ausserhalb der eigenen Familie in einem Lehrlingsheim, in einer geeigneten Institution, oder wie auch immer. Schon heute ist es meiner Erfahrung nach so, dass die zuständigen Behörden zivilrechtlich für über Achtzehnjährige nicht mehr gerne etwas unternehmen: Diese würden ja doch bald mündig, heisst es jeweils. Diese Zurückhaltung - so be- fürchte ich - wird in Zukunft bereits gegenüber den Sech- zehn-, Siebzehnjährigen geübt werden, da sie ja dann mit 18 Jahren mündig und den Bemühungen der Behörden ent- wachsen sind. Wir bauen Schutz für die Schwächsten ab und überlassen sie sich selbst.
Wer nicht das Glück hatte, in günstigen Familienverhältnissen aufzuwachsen, gehört zu den gefährdeten jungen Menschen. Natürlich schaffen es viele trotzdem und werden durch die Überwindung widriger Umstände stark. Aber andere kommen unter die Räder und werden in Zukunft zwei für die Jugend wichtige Jahre früher unter die Räder kommen, und dies des- halb, weil wir Erwachsenen ein Auseinanderklaffen zwischen politischer und zivilrechtlicher Mündigkeit unlogisch finden und wenigstens in diesem Punkt europakompatibel sein wol- len. Solche Ungereimtheiten nehme ich gerne in Kauf, wenn ich dadurch einigen Heranwachsenden mehr die Zeit und die Chance geben kann, den «Rank» zum Erwachsenenleben doch noch zu finden.
Was mich an dieser Vorlage am meisten überrascht, ist die Tat- sache, dass über diesem Thema ein bleiernes Schweigen liegt. Es musste bei der Schweizerischen Arbeitsgemeinschaft der Jugendverbände und der Eidgenössischen Kommission für Jugendfragen von der Kommission für Rechtsfragen des Nationalrates auf den Busch geklopft werden, um sie zu einer Stellungnahme zu veranlassen. Sie sprachen sich dann posi- tiv für die Herabsetzung aus.
Ich habe mir seit längerer Zeit die Mühe genommen, Erwach- sene und Jugendliche nach ihrer Meinung zu fragen. Die we- nigsten Leute wissen, worum es geht Die meisten Jugendli- chen, denen ich begegnete, waren nicht daran interessiert,
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weil es ihnen ja doch nichts bringe, solange sie in die Schule oder in die Lehre gingen, wie sie sich äusserten.
Die beiden Psychologieprofessoren, die wir in der Kommis- sion angehört haben, haben sich nach Abwägen aller Argu- mente für die Herabsetzung ausgesprochen. Die Praktiker, mit denen ich gesprochen habe - Berufsschullehrer, Lehrmeister, Mütter, Väter -, stehen dem Vorschlag des Bundesrates eher skeptisch gegenüber.
Ich bitte Sie, das Mündigkeitsalter nicht auf 18 Jahre herabzu- setzen, weil dies nicht nötig und nicht dringend ist. Hier, wo es um die Jungen und das Erwachsenwerden geht, sollten wir das Gesetz nicht nur für die tüchtigen und starken Jugendli- chen machen, sondern auch auf die langsamen, die unbehol- fenen und die schwachen Jugendlichen Rücksicht nehmen. Den tüchtigen und starken Jugendlichen schadet es nicht, erst mit 20 Jahren mündig zu werden. Den langsamen, unbe- holfenen und schwachen Jugendlichen geben wir mit diesen zwei Jahren eine zusätzliche Chance für ihr Wachsen und Rei- fen und damit für einen besseren Start ins Erwachsenenleben. Lassen wir ihnen diese Chance!
Von Felten Margrith (S, BS): Namens der SP-Fraktion bean- trage ich Eintreten. Ich bitte Sie, die Anträge der Kommis- sionsmehrheit zu unterstützen und die Minderheitsanträge abzulehnen.
Dazu folgende Begründung: Das zivilrechtliche Mündigkeits- alter ist in erster Linie eine Rechtsfigur, eine formale Vorausset- zung der Handlungsfähigkeit, das heisst der Fähigkeit, durch seine Handlungen Rechte und Pflichten zu begründen. Dahin- ter steht die Vorstellung, dass Jugendliche von einem be- stimmten Alter an eine ausreichende Reife erreicht haben, um selbständig am Rechtsleben teilnehmen und die nötigen Ent- scheidungen fällen zu können.
Die Rechtsordnung knüpft bei verschiedenen Rechtsfragen an die Mündigkeit einer Person an. Unmündige stehen unter der elterlichen Gewalt. Im Gegensatz zu gewissen ausländi- schen Rechtsordnungen kennt das schweizerische Zivilrecht die sogenannte stufenweise Mündigkeit. Schon vor dem zwanzigsten Lebensjahr können Jugendliche Rechte selb- ständig ausüben. Ich nenne ein paar Bereiche: höchstpersön- liche Rechte, relevant bei der Einwilligung in medizinische Be- handlungen; sie sind zivilrechtlich voll verantwortlich für rechtswidrige, schuldhafte, schädigende Handlungen, das heisst voll haftbar. Bezüglich ihres Arbeitsverdienstes und im Rahmen einer Berufs- und Geschäftstätigkeit handeln sie schon heute, vor der Mündigkeit, wie Erwachsene. Dies mag der Grund dafür sein, dass sich die Herabsetzung des Mün- digkeitsalters bei uns nicht früher aufdrängte. Inzwischen ken- nen alle Staaten der Europäischen Union das Mündigkeitsal- ter 18, und die in nächster Zeit anstehende Ratifikation der Konvention über die Rechte des Kindes macht klar, dass auch hier der Anwendungsbereich auf Jugendliche unter 18 Jahren beschränkt ist. Die Anpassung an die internationale Rechts- entwicklung ist heute angezeigt. Ich möchte auch noch daran erinnern, dass vor drei Jahren eine Verfassungsänderung an- genommen wurde, wonach das Stimm- und Wahlrechtsalter auf 18 Jahre festgelegt ist. Die Diskrepanz zwischen zivilrecht- licher und politischer Mündigkeit leuchtet im alltäglichen Rechtsverständnis nicht ein, am wenigsten den Jugendlichen selbst.
Aus gesellschaftspolitischer Sicht ist die Herabsetzung des Mündigkeitsalters eine notwendige Reaktion auf veränderte Verhältnisse. Noch in den fünfziger Jahren war der Weg der Kinder und Jugendlichen in die Erwachsenenwelt gekenn- zeichnet von einer fast lückenlosen Kontrolle durch Eltern, Lehrerschaft, Lehrmeister. Über Kleidung, Frisur, Wohnung, Ferien, Freizeitbeschäftigung, Freundeskreis, Schul- und Be- rufswahl konnten, durften, mussten die Jugendlichen nicht frei bestimmen. Es galten die Werte von Gehorsam, Disziplin, Un- terordnung und Ordnungsliebe. Die Jugendzeit galt als Vorbe- reitungszeit für das Erwachsenenleben. Dieses Bild gilt schon seit Jahrzehnten nicht mehr.
Die steigende Zukunftsunsicherheit und die Vielzahl mögli- cher Lebensmuster haben dazu geführt, dass Jugendliche im Vergleich zu früher mehr entscheiden können, aber auch
mehr entscheiden müssen. Eine Fülle von Erfahrungen, Le- bensgrundsätzen und Verhaltensweisen, die noch vor vierzig oder fünfzig Jahren den Erwachsenen vorbehalten waren, sind heute auch den Jugendlichen zugänglich.
Da die Schulen beauftragt sind, auf das Leben vorzubereiten, steht seit über zwanzig Jahren die Erziehung zur Selbständig- keit, zur Autonomie im Zentrum aller pädagogischen Bemü- hungen.
Parallel zur Entwicklung zu grösserer und früherer Selbstän- digkeit der Jugendlichen verläuft die kontinuierliche Verlänge- rung der Schul- und Ausbildungszeiten. Das bedeutet, dass die Selbständigkeit mit einer längeren Dauer der ökonomi- schen Abhängigkeit gekoppelt ist. Dies kann zu Konflikten füh- ren, die jedoch lösbar sind. Die Situation der Jugendlichen in der Schweiz unterscheidet sich nicht von derjenigen der Ju- gendlichen in den Nachbarländern, wo gute Lösungen gefun- den worden sind. Die Dauer der Ausbildungszeit kann kein Grund dafür sein, das höhere Mündigkeitsalter beizubehalten. Schule und Ausbildung sind schon lange nicht mehr an das Jugendalter gekoppelt. Um mit dem gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Wandel Schritt zu halten, gehören die Fort- und Weiterbildung, die Umschulung, das Erlernen von Zweit- und Drittberufen zur lebenslangen Tätigkeit aller. Die «éduca- tion permanente» kennzeichnet die heutige Zeit, Bildung ist kein Privileg der Jugend.
Es ist wohl richtig, dass die Zeit zwischen dem 18. und 20. Le- bensjahr für manche Jugendliche krisenhaft verlaufen kann. Dies um so mehr, als die Alltagsbewältigung für alle komplexer und schwieriger geworden ist Auch dies kann nicht Grund da- für sein, das höhere Mündigkeitsalter beizubehalten. Zum ei- nen widerspricht dies dem Grundsatz, wonach sich die Ge- setzgebung am sogenannten Normalfall und nicht an den Ausnahmen orientieren sollte, zum andern erscheint es als un- zeitgemäss, Eltern und Behörden weiterhin die Möglichkeit einzuräumen, erzieherische Massnahmen gegen den Willen der Jugendlichen zu ergreifen. Entscheidend sind hier die Stellungnahmen der Jugendlichen selbst. Die Eidgenössi- sche Kommission für Jugendfragen und die Schweizerische Arbeitsgemeinschaft der Jugendverbände (SAJV) befürwor- ten die Vorlage. Aus den Stellungnahmen geht klar hervor, dass die Jugendlichen vermehrter Eigenverantwortung und Unabhängigkeit erste Priorität einräumen.
Schon heute werden öffentliche und private Hilfsangebote und Beratungsstellen für Jugendliche freiwillig aufgesucht. Es fällt mir schwer, die Schutzfunktion der Bevormundung in schwierigen Fällen zu erkennen, im Gegenteil: Vielmehr ist da- von auszugehen, dass der Erfolg von erzieherischen Interven- tionen entscheidend davon abhängt, dass die Jugendlichen freiwillig mitmachen.
Wichtig ist, dass die Herabsetzung des Mündigkeitsalters nicht mit einem Abbau des Sozialschutzes einhergeht; wir werden in der Detailberatung auf diese Korrekturen eingehen. Die Herabsetzung des Mündigkeitsalters darf auch nicht dazu führen, dass die berufliche Ausbildung von Jugendlichen ge- fährdet ist, dazu sind Korrekturen im Bereich der Unterhalts- pflicht zentral. Ich denke, dass die Revision der Subventions- norm notwendig ist, damit sinnvolle erzieherische Interventio- nen nicht an finanziellen Problemen der Kantone scheitern. Eine generelle Verstärkung des Konsumentenschutzes im Kleinkreditwesen ist in Aussicht gestellt worden. Ich bitte den Bundesrat, diese Vorarbeiten zügig voranzutreiben.
Die Minderheitsanträge zum speziellen Teil der Vorlage beab- sichtigen einen Sozialabbau. Ich bitte Sie schon jetzt, diese abzulehnen.
Zunächst ist auf die Vorlage einzutreten.
Comby Bernard (R, VS): Nonobstant quelques réserves, le groupe radical est favorable à l'abaissement de l'âge de la ma- jorité civile et matrimoniale.
Plusieurs arguments plaident en effet en faveur de cette révi- sion qui s'inscrit dans le contexte de l'évolution de la société et des moeurs que nous avons observée durant les dernières dé- cennies, notamment sur le plan européen. La structure et les relations familiales ont engendré de nouveaux rapports entre les parents, les enfants et les adolescents. Certes, il y a néces-
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sairement une part d'arbitraire dans la fixation d'une limite gé- néralisée pour atteindre l'âge de la maturité. Les besoins des adolescents peuvent en effet varier d'un individu à l'autre et d'une famille à l'autre. Toutefois, selon plusieurs analyses qui relèvent des sciences humaines, il faut bien admettre que l'abaissement de l'âge de la majorité civile et matrimoniale ré- pond à des nécessités individuelles et collectives.
Lors de la procédure de consultation concernant ce projet de révision, les cantons notamment ont clairement exprimé leur volonté de réaliser ce changement. L'introduction de cette ré- forme ne devrait toutefois pas conduire à un affaiblissement de la protection dont jouissent les jeunes dans notre pays. Par exemple, les besoins de formation et d'entretien en cas de di- vorce devraient, en particulier, être couverts à satisfaction. Je souhaiterais connaître, Monsieur le Conseiller fédéral, la posi- tion du Conseil fédéral au sujet du maintien d'une protection efficace de la jeunesse au-delà de l'âge de 18 ans, malgré la réforme préconisée ici. Plusieurs orateurs ont déjà attiré l'at- tention sur ce problème important. Et, pour ma part, je me ral- lie aux arguments qui ont déjà été présentés par les rappor- teurs, MM. Chevallaz et Marti Werner.
Le vieillissement, voire le survieillissement, de la population a déjà postulé l'abaissement de l'âge de la majorité civique à 18 ans. Cet argument peut bien sûr aussi être invoqué pour l'abaissement de l'âge de la majorité civile et matrimoniale. Il faut se poser la question s'il n'y a pas lieu, à l'avenir, d'utiliser davantage ce facteur qui est un facteur de dynamisation de l'ensemble de la société. L'harmonisation avec l'abaissement de l'âge de la majorité civique à 18 ans et l'adaptation au droit européen en la matière constituent bien sûr des éléments im- portants pour justifier la révision qui nous est proposée.
Dans cet esprit je vous invite, au nom du groupe radical, à vo- ter en faveur de l'entrée en matière sur ce projet et à soutenir également la révision qui nous est proposée.
Vetterli Werner (V, ZH): Die Fraktion der SVP plädiert mit gros- ser Mehrheit für Eintreten, sozusagen mit grösserer Mehrheit, als wir sie gegenwärtig gerade im Saal haben.
Wir finden, dass auf das 1991 beschlossene Stimm- und Wahl- rechtsalter 18 konsequenterweise auch das zivilrechtliche Mündigkeits- und Ehefähigkeitsalter 18 folgen muss. Wer mit 18 u. a. das passive Wahlrecht erhält, muss doch logischer- weise ebenfalls die rechtliche Handlungsfähigkeit besitzen, sonst kann er oder sie kein politisches Amt sauber bekleiden. Ein zusätzlicher Grund ist auch die internationale Rechtshar- monisierung. In praktisch allen europäischen Ländern - Herr Marti Werner hat es gesagt - gilt das Mündigkeitsalter 18.
Zur Frage der körperlichen und vor allem der geistigen Reife: Jugendliche integrieren sich heute viel früher in die soziale Er- wachsenenwelt als anno dazumal. Sie übernehmen früher Selbstverantwortung. Sie werden früher flügge, selbständig, unabhängig, mobil, und sie treffen bereits als Teenager auto- nom wichtige Entscheidungen, z. B. bezüglich Partnerschaft, Wohnsituation, Sexualität, Beschäftigung und Beruf, Anschaf- fungen usw. Das Verhältnis zu den Eltern wechselt heutzutage früh von Er-Ziehung zu Be-Ziehung, von Autoritätsrecht zu Partnerschaft, Kameradschaft, Freundschaft. Mit der Herab- setzung des Mündigkeitsalters von 20 auf 18 Jahre machen wir eigentlich gar nichts anderes, als die heutigen Zustände zu reglementieren.
Ist die neue Festsetzung des Mündigkeitsalters auf 18 Jahre, wie das die Gegner behaupten, Willkür? Ich meine nein. Oder dann wäre das mit dem Mündigkeitsalter 20 ebenso der Fall. Das Mündigkeitsalter lässt sich nicht genau messen, nicht ex- akt bestimmen. Es ist ja nicht mehr identisch mit dem Ab- schluss der Lehre oder der Ausbildung, denn nicht nur Ju- gendliche, sondern auch Erwachsene bleiben heutzutagetän- dig und ihr Leben lang in Aus- und Weiterbildung. Zwischen 18 und 20 verändern sich Jugendliche offensichtlich weniger stark und weniger deutlich als im Pubertätsalter.
Noch ein kleiner zusätzlicher Grund, dieser Gesetzesände- rung zuzustimmen: In Anbetracht der Gleichstellung von Frau und Mann ist es natürlich erfreulich, dass junge Männer bezüglich Ehefähigkeit nun den jungen Frauen gleichgestellt werden. Auch junge Männer werden, wie das bei Frauen
schon bisher der Fall war, jetzt schon mit 18 Jahren ehe- mündig.
Keinen Handlungsbedarf sehen wir bezüglich Sonderschutz für achtzehnjährige Mündige bezüglich Kredit- und Kleinkre- ditgeschäften. Der Konsumentenschutz ist genügend ausge- baut, und wenn wir das Mündigkeitsalter auf 18 Jahre senken, so müssen wir auch davon überzeugt sein, dass diese vollwer- tigen Bürger auch in dieser Beziehung Selbstverantwortung übernehmen können und auch wollen. Mit dem Mündigkeits- alter 18 zeigen wir, dass wir die jungen Erwachsenen ernst nehmen, dass wir sie voll anerkennen.
Sicher gibt es Ausnahmen, Frau Stamm, Achtzehnjährige, die in diesem Alter noch nicht reif sind. Aber wir richten auch die- ses Gesetz nicht nach kleinen Minoritäten, sondern nach der grossen Mehrheit aus. Bei Leuten, die mit 18 noch rückständig sind, bezweifle ich, ob sie dann mit 20 mündig sind.
Aus diesen Überlegungen unterstützen wir auch die Minder- heitsanträge Allenspach zum Arbeitsgesetz und zum OR. Wir finden es notwendig und richtig, im Arbeitsgesetz zwischen Lehrlingen und Arbeitnehmern bis zum vollendeten 18. Alters- jahr zu differenzieren. Bei Lehrlingen bleibt die Ferienregelung gemäss OR mit fünf Wochen klar geregelt. Ebenso klar und konsequent ergibt sich daraus, dass ein Achtzehn-, Neun- zehn- oder Zwanzigjähriger eben mündig und damit ein Er- wachsener ist und demzufolge nicht mehr die Privilegien des Jugendlichen beanspruchen kann. Diese arbeitsrechtliche Konsequenz mag für gewisse Leute hart erscheinen, aber man kann auch hier nicht den Fünfer und das Weggli haben. Man wird mit 18 mündig - mit allen Rechten und Pflichten, mit allen Vor- und Nachteilen.
Die SVP bittet Sie, auf das Geschäft einzutreten.
Grendelmeier Verena (U, ZH): Wohl kaum jemand ist - inner- halb und ausserhalb dieses Saales - imstande, zur Festle- gung eines fixen Mündigkeitsalters leichten Herzens einfach ja oder nein zu sagen, und das aus dem einfachen Grund, dass es sich um eine absolut willkürliche Grenze handelt; dies ist bereits mehrfach gesagt worden.
Niemand kann mit Sicherheit sagen, ab wann ein Mensch «er- wachsen» ist, und zwar heute weniger denn je. So konnten wir in der Kommission verschiedene Expertenmeinungen hören, die eine immer grössere Lücke ausmachen konnten, gewis- sermassen eine Art Niemandsland, zwischen Kindheit bzw. Jugendalter und Erwachsensein, also zwischen jener be- rühmten körperlichen Reife, die immer früher eintritt, und der geistig-seelischen Reife, die immer weiter hinauf- und hinaus- geschoben wird; das nicht zuletzt aus gesellschaftlichen Gründen.
Waren in früheren Gesellschaften die Zukunftsvorstellungen weitgehend identisch mit den Erfahrungen der Vergangen- heit, steht heute jede Generation vor ganz neuen und durch- aus nicht berechenbaren Aussichten, und zwar weitgehend diktiert von der technischen Entwicklung, die sowohl Wirt- schaft wie Gesellschaft prägt und nachhaltig beeinflusst Spielte sich in früheren Generationen die Jugendzeit etwa zwi- schen dem 15. und 20. Altersjahr kurz, heftig und konzentriert ab, also während etwa fünf Jahren, so muss heute mit einer Jugendzeit von einer dreifachen Länge gerechnet werden, nämlich zwischen dem 13. und dem 27./28. Altersjahr. Diese fünfzehn Jahre schaffen natürlich Probleme rechtlicher wie auch gesellschaftlicher Natur.
Die Frage nach dem offiziellen, rechtlichen Erwachsenenalter stellte sich also immer dringlicher. Das Erwachsenenalter wurde über Jahrzehnte hinweg auf verschiedene Stufen locker verteilt. Frau Stamm hat diese Stufen begrüsst: Es gibt eine Möglichkeit, nach «Fachgebiet» sozusagen, erwachsen zu werden: zuerst im religiösen Bereich, bis hin zum Ehefähig- keitsalter und zum zivilrechtlichen Mündigkeitsalter. So hatten wir schliesslich mit dieser Verschiedenheit der Mündigkeitsal- ter eine erhebliche Rechtsunsicherheit.
Wenn wir nun heute einen neuen Schritt in Richtung Verein- heitlichung tun und das zivilrechtliche Mündigkeits- und Ehe- fähigkeitsalter dem politischen anpassen - das wir ja vor kur- zer Zeit auf 18 Jahre heruntergesetzt haben -, so handelt es sich um einen Schritt, sagen wir einmal, der nüchternen Über-
Code civil. Révision. Majorité civile
934
N
8 juin 1994
legung und schliesslich der Anerkennung der Tatsache, dass die heutigen Jugendlichen tatsächlich früher selbständiger denken und handeln können. Es handelt sich um eine europa- konforme Regelung; wir wissen, dass fast alle europäischen Länder das Mündigkeitsalter gesenkt haben. Und schliesslich - es ist eben erwähnt worden - handelt es sich auch um die Aufhebung einer Ungleichheit zwischen Männern und Frauen bezüglich des Ehefähigkeitsalters.
Dass man dieser Gesetzesänderung durchaus mit Skepsis begegnen kann, sei dabei keineswegs verschwiegen. Ich sel- ber - ich gebe es zu - habe grosses Verständnis für gewisse Einwände. Sie wurden von Frau Stamm sehr präzise und vor allem aus einer grossen Fachkenntnis heraus umrissen. Die Frage stellt sich also einmal mehr: Sollen wir ein Spezialgesetz für besonders schwierige Jugendliche machen oder für den sogenannten Normalfall, der so genau auch nicht zu umreis- sen ist? Ich gebe zu, ich bin da etwas hin- und hergerissen. Wir haben in der Fraktion intensiv und eingehend darüber disku- tiert und sind schliesslich trotz allem dazu gekommen, auf diese Vorlage einzutreten. Wir tun es ohne besondere Begei- sterung und im Bewusstsein, dass auch die Altersgrenze von 18 Jahren eine willkürliche ist und dass wir damit einen rein politischen Entscheid fällen.
Aber vergessen Sie etwas nicht: Auch 20 Jahre waren willkür- lich; jedes Alter, das ins Gesetz geschrieben wird, ist willkür- lich und wird dem Phänomen Erwachsensein in keiner Weise gerecht.
Ich bitte Sie, auf die Vorlage einzutreten und den Minderheits- antrag Allenspach abzulehnen.
Borradori Marco (D, TI): 3 marzo 1991. Quel giorno popolo e Cantoni, a larga maggioranza, hanno deciso di riconoscere ai diciottenni il diritto di voto e di eleggibilità.
Oggi siamo qui a discutere se vogliamo compiere un passo ul- teriore. Un passo logico, non un passo avventato. Chi, a di- ciotto anni, può decidere per lo Stato deve infatti poterlo fare anche per rapporto alla sua vita personale. A questa conclu- sione non ci si può sottrarre, se si vuole essere conseguenti. E' una questione di giustizia e equità oltre che, appunto, di lo- gica. Ma ci sono altri motivi importanti che militano a favore di un riconoscimento della maggiore età a diciotto anni.
Innanzi tutto è incontestabile che oggi i giovani sono più indi- pendenti che non in passato e sono anche più pronti ad assu- mersi delle responsabilità.
Gli esperti che sono stati sentiti in commissione lo hanno pun- tualmente confermato. I giovani aspirano oggi ad una maggiore autonomia. In secondo luogo, in ragione della accresciuta mo- bilità su scala internazionale, di cui sovente beneficiano e ap- profittano proprio i giovani adulti, gioca un ruolo importante l'ar- monizzazione del nostro diritto con quello delle nazioni a noi vi- cine. Non dimentichiamo che quasi tutti gli Stati europei preve- dono il raggiungimento della maggiore età a diciotto anni. In terzo luogo è tempo di eliminare una disparità di trattamento tra uomo e donna legata all'età richiesta per poter contrarre il matri- monio. Con il consenso dei genitori le ragazze possono infatti sposarsi già a diciotto anni, i ragazzi soltanto a venti.
E' evidente che l'abbassamento della maggiore età civile rap- presenta un atto eminentemente politico, a cui non sono impli- citi soltanto aspetti positivi, e che lo stabilire una barriera fissa contiene sempre degli aspetti e degli elementi arbitrari.
Nonostante ciò siamo convinti che i vantaggi prevalgono, e nettamente, rispetto agli svantaggi, e in particolare che di- cendo «SÌ» oggi daremmo la dimostrazione concreta di pren- dere veramente sul serio i giovani, di considerarli per quello che realmente valgono. E' un segnale importante, da non sot- tovalutare assolutamente.
Oggi, un giovane può guidare a diciotto anni, com'è detto può votare a diciotto anni. A quest'età può prendere delle decisioni importanti, è possibile che lavori e che paghi già imposte e contributi sociali. In una parola, la sua integrazione nel mondo degli adulti avviene spesso molto presto. Però diviene mag- giorenne solo a vent'anni. Una nota stonata nel nostro sistema giuridico, che per giunta non poggia più su nessuna ragione concreta plausibile. Un'armonizzazione interna si impone, dunque, e con urgenza.
Certo, non possiamo nasconderci che esistono dei casi - e non sono pochi - per i quali il mantenimento della maggiore età a vent'anni sarebbe più che opportuno. La legislazione e il diritto non devono però indirizzarsi verso i casi limite, difficili, fuori dall'ordinario, per quanto numerosi possano essere, ma devono invece orientare le loro scelte verso la normalità, verso il caso tipico, ritenuta sempre la possibilità di intervenire con correttivi e misure fiancheggiatrici laddove sono da temere dei problemi.
Già per ragioni di sicurezza giuridica non è assolutamente possibile adottare un sistema differenziato secondo criteri psi- cologici, per esempio, inteso a tutelare i casi patologici. E' ne- cessaria una norma generale con nel mirino il caso tipico. E il caso tipico è incontestabilmente quello del giovane a cui l'ab- bassamento della maggiore età civile non pone alcun pro- blema, ma porta al contrario svariati benefici. Al proposito non è fuori luogo rammentare le prese di posizione favorevoli dei giovani e delle relative associazioni. C'è chi sostiene, e non a torto, che la maturità non sopraggiunge per tutti al medesimo momento e che quindi l'abbassamento della maggiore età rappresenta un atto arbitrario. Non sono d'accordo. La sicu- rezza giuridica, di nuovo, impone una decisione generale che esplichi i suoi effetti nei confronti di tutti e allo stesso modo per tutti.
Dire sì alla presente proposta non significa solamente com- piere un atto di doveroso rispetto verso i giovani, ma anche considerare questi ultimi come persone compiute e responsa- bili ed accettare che partecipino fino in fondo alla vita econo- mica e sociale, con tutti i diritti e tutti i doveri che questa parteci- pazione inevitabilmente comporta
Die Beratung dieses Geschäftes wird unterbrochen Le débat sur cet objet est interrompu
Schluss der Sitzung um 10.55 Uhr La séance est levée à 10 h 55
Schweizerisches Bundesarchiv, Digitale Amtsdruckschriften Archives fédérales suisses, Publications officielles numérisées Archivio federale svizzero, Pubblicazioni ufficiali digitali
Änderung des Zivilgesetzbuches (Herabsetzung des zivilrechtlichen Mündigkeits- und Ehefähigkeitsalters) Code civil. Révision (Abaissement de l'âge de la majorité civile et matrimoniale)
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Sommersession
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Session d'été
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Rat
Nationalrat
Conseil
Conseil national
Consiglio
Consiglio nazionale
Sitzung
08
Séance
Seduta
Geschäftsnummer 93.022
Numéro d'objet
Numero dell'oggetto
Datum 08.06.1994 - 08:00
Date
Data
Seite
929-934
Page
Pagina
Ref. No
20 024 109
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