Postulat Ruffy
594
N
18 mars 1994
Schriftliche Begründung Die Urheber verzichten auf eine Begründung und wünschen eine schriftliche Antwort.
Développement par écrit Les auteurs renoncent au développement et demandent une réponse écrite.
Schriftliche Erklärung des Bundesrates vom 6. Dezember 1993 Der Bundesrat ist bereit, das Postulat entgegenzunehmen.
Déclaration écrite du Conseil fédéral du 6 décembre 1993 Le Conseil fédéral est prêt à accepter le postulat
Überwiesen - Transmis
93.3625
Postulat Jenni Peter Jugendsession Session des jeunes
Wortlaut des Postulates vom 15. Dezember 1993 Bevor eine weitere Jugendsession stattfindet, bitte ich den Bundesrat, folgende Punkte zu prüfen:
Um die Reinigungsarbeiten in Grenzen zu halten, soll ge- prüft werden, ob verschiedene Artikel aus dem Ratsreglement auch an der Jugendsession anzuwenden sind.
Es ist zu prüfen, wie eine gerechtere Sitzverteilung erreicht werden kann. Allenfalls sind die Sitze nach dem bestehenden Parteienproporz aufzuteilen. Die im Parlament vertretenen Parteien hätten so die Möglichkeit, ihre Anzahl Sitze an die Ju- gendverbände und Jungpolitiker zu verteilen. Sie müssten sich somit auch mit der Jugendpolitik auseinandersetzen!
Zudem ist zu prüfen, ob es nicht sinnvoller wäre, die Tribü- nenplätze über die Parlamentsdienste zu verteilen.
Texte du postulat du 15 décembre 1993
Avant qu'une nouvelle session des jeunes n'ait lieu, je prie le Conseil fédéral d'étudier les points suivants:
Ne faudrait-il pas appliquer certains articles du règlement du Conseil national à la session des jeunes, afin de limiter les tra- vaux de nettoyage?
Par quel moyen pourrait-on parvenir à une répartition équita- ble des sièges? Ne pourrait-on les partager entre les partis se- lon le nombre de sièges qu'ils ont au Parlement? Les partis re- présentés au Parlement auraient ainsi la possibilité d'attribuer leurs sièges aux associations de jeunes ainsi qu'à des jeunes engagés en politique, ce qui obligerait aussi ces partis à se préoccuper de la politique des jeunes!
Mitunterzeichner - Cosignataires: Bischof, Borer Roland, Dre- her, Giezendanner, Keller Rudolf, Kern, Maspoli, Moser, Scherrer Jürg, Scherrer Werner, Seiler Hanspeter, Stalder, Steffen, Steinemann (14)
Schriftliche Begründung - Développement par écrit
Der Ablauf der Jugendsession 1993 lässt vermuten, dass ver- schiedene organisatorische Angelegenheiten nicht geregelt sind. Ob Transparente in den Ratssaal gehören oder ob das Picknicken und Velofahren im Bundeshaus toleriert werden
müssen, ist fraglich. Zudem wurde von verschiedenen Seiten festgestellt, dass die politische Auswahl der Teilnehmer sehr einseitig war. Sogar die Tribünenbillette für die Parlamentarier wurden anscheinend nur an Bevorzugte abgegeben.
Schriftliche Stellungnahme des Bundesrates vom 2. Februar 1994 Rapport écrit du Conseil fédéral du 2 février 1994
Die Gewährung des Gastrechtes zur Durchführung von Ju- gendsessionen im Nationalratssaal liegt in der Kompetenz der eidgenössischen Räte. Es ist deshalb grundsätzlich auch nicht Aufgabe des Bundesrates, die Anwendung verschiede- ner Artikel aus dem Ratsreglement für Jugendsessionen zu überprüfen.
Der Ordnungsdienst und die Durchsetzung von Verhaltensre- geln liegen in der Verantwortung der Parlamentsdienste, wel- che direkt den eidgenössischen Räten unterstellt sind. Des- halb kann der Bundesrat auch nicht über die Verteilung von Tribünenplätzen bestimmen.
Die Jugendlichen, welche Jugendsessionen in eigener Initia- tive organisieren, sind auch für eine möglichst repräsentative und demokratische Vertretung selber verantwortlich. Das Pa- tronat hat die Eidgenössische Kommission für Jugendfragen übernommen, welche das Projekt begleitet hat und für eine korrekte Durchführung besorgt war. Die Jugendsession vom 4. Dezember 1993 wurde von der Schweizerischen Arbeitsge- meinschaft der Jugendverbände (SAJV) organisiert, in wel- cher ein breites Spektrum von Jugendorganisationen vertre- ten ist. An der Jugendsession interessierte Jugendliche konn- ten sich aufgrund einer Ausschreibung melden, welche über verschiedenste Kanäle erfolgt ist (SAJV-Mitglieder, andere Ju- gendverbände, Zeitschrift Dialog, kantonale Erziehungsdirek- tionen, Schüler- und Schülerinnen-Zeitschriften, Medien, Ju- gendzentren, kantonale und kommunale Jugendparlamente). Aufgrund der eingegangenen Anmeldungen wurde ein mög- lichst breites Spektrum (Herkunft, Geschlecht usw.) berück- sichtigt. Politische Gesichtspunkte standen bei der Auswahl allerdings nicht im Vordergrund. Der Bundesrat sieht keine Notwendigkeit, den Jugendlichen entsprechende Vorschrif- ten zu machen.
Da die Jugendsession eine von den Jugendlichen und ihren Verbänden in eigener Verantwortung durchgeführte Veranstal- tung ist, in die der Bundesrat nicht zuletzt aus staatsbürgerli- chen Überlegungen so wenig als möglich eingreifen will, be- antragt er Ablehnung des Postulates.
Schriftliche Erklärung des Bundesrates Déclaration écrite du Conseil fédéral Der Bundesrat beantragt, das Postulat abzulehnen.
Abgelehnt - Rejeté
93.3670 Postulat Ruffy Nationales Forschungsprogramm. Studien über die Korruption Recherches sur la corruption. Programme national de recherche
Wortlaut des Postulates vom 17. Dezember 1993 Der Bundesrat wird eingeladen, dafür zu sorgen, dass im Rah- men des vor kurzem beschlossenen Nationalen Forschungs- programms «Gewalt im Alltag und organisierte Kriminalität» ein besonderes Gewicht auf die Korruption und die Mittel zu ihrer Bekämpfung gelegt wird.
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Postulat Grendelmeier
Texte du postulat du 17 décembre 1993
Dans le cadre du programme national de recherche «Violence au quotidien et criminalité organisée» récemment décidé, le Conseil fédéral est prié de mettre un accent particulier sur le thème de la corruption et sur les moyens de la combattre.
Mitunterzeichner - Cosignataires: Aguet, Béguelin, Boden- mann, Brügger Cyrill, Carobbio, de Dardel, Duvoisin, Gross Andreas, Haering Binder, Hafner Ursula, Hämmerle, Hu- bacher, Jeanprêtre, Ledergerber, Leemann, Matthey, Mauch Ursula, Rechsteiner, Steiger Hans, Strahm Rudolf, Vollmer, Zbinden, Ziegler Jean, Züger (24)
Schriftliche Begründung - Développement par écrit
La corruption en Suisse n'a pratiquement pas été étudiée jusqu'à nos jours. Les professeurs Mark Pieth et Dieter Frei- burghaus dans leur rapport sur l'importance du crime orga- nisé en Suisse, demandé par le Département fédéral de justice et police, parviennent à la conclusion que les recherches ayant spécialement trait à la corruption et aux moyens de la combattre sont d'une urgente nécessité. En matière de cor- ruption, il s'agira d'accorder une attention particulière à la di- mension internationale. Les derniers cas de corruption décou- verts montrent combien cette corruption s'est répandue dans toute l'Europe. De plus en plus, on constate d'étroits liens entre le crime organisé et la corruption, ce qui ne laisse pas d'inquiéter l'opinion publique en Suisse.
Schriftliche Erklärung des Bundesrates vom 23. Februar 1994 Déclaration écrite du Conseil fédéral du 23 février 1994 Le Conseil fédéral est prêt à accepter le postulat.
Überwiesen - Transmis
93.3651
Postulat Wyss William Bewussteres und gesünderes Konsum- und Ernährungsverhalten Comportement alimentaire et consommation. Information
Wortlaut des Postulates vom 16. Dezember 1993 Mit dem Ziel einer Verbesserung der Volksgesundheit wird der Bundesrat ersucht, Möglichkeiten zu prüfen, durch eine ver- stärkte Information und Aufklärung, vor allem bei der Jugend, ein bewussteres und gesünderes Konsum- und Ernährungs- verhalten der Bevölkerung zu erreichen.
Dabei sind insbesondere Möglichkeiten im Rahmen beste- hender Institutionen (BAG, Schulen, private Trägerorganisa- tionen usw.) zu prüfen.
Texte du postulat du 16 décembre 1993
Dans le but d'améliorer la santé de la population, le Conseil fé- déral est invité à examiner les moyens de dispenser une meil- leure information, notamment auprès de la jeunesse, afin que la population adopte une meilleure hygiène alimentaire et un comportement plus raisonnable en matière de consomma- tion.
Il convient d'examiner les moyens qu'offrent les institutions déjà en place (OFSP, écoles, organisations privées, etc.).
Mitunterzeichner - Cosignataires: Binder, Bühler Simeon, Daepp, Grossenbacher, Hafner Rudolf, Hari, Heberlein, Hess Otto, Jäggi Paul, Kühne, Leu Josef, Maurer, Meier Hans, Mül-
ler, Ruckstuhl, Rutishauser, Rychen, Schmid Peter, Schwab, Seiler Hanspeter, Sieber, Stamm Judith, Tschuppert Karl, Wick, Wittenwiler, Zölch, Zwygart (27)
Schriftliche Begründung - Développement par écrit
Wie bereits in anderen Ländern zeigt sich aufgrund eines ver- fehlten Konsum- und Ernährungsverhaltens auch in der Schweiz eine Häufung von damit verbundenen gesundheitli- chen Schäden. Diese Schädigungen verursachen jährliche Gesundheitskosten in Millionenhöhe. So tritt beispielsweise als Folge von Kalziummangel in vermehrtem Ausmass Kno- chenschwund (Osteoporose) auf. Schätzungen gehen davon aus, dass heute 60 Prozent der Schweizer Bevölkerung eine Unterversorgung mit Kalzium aufweisen. Das Osteoporose- Zentrum der ETH Zürich hat errechnet, dass die Osteoporose in der Schweiz mittlerweile zu jährlichen Kosten in der Höhe von 400 Millionen Franken führt. Mit einem entsprechenden Ernährungsverhalten (zum Beispiel vermehrter Konsum von Milchprodukten) könnte ein Grossteil dieser Schäden und Ko- sten vermieden werden.
Ähnliche Resultate zeigen Untersuchungen unter Jugendli- chen. Eine Studie unter Waadtländer Jugendlichen hat ge- zeigt, dass in vielen Bereichen eine klare Fehlernährung fest- zustellen ist (Kalziummangel, Vitamin-C-Mangel, zu fettreiche Ernährung usw.). Hinzu kommt immer häufiger der Miss- brauch von eindeutig schädlichen Produkten (Drogen, Alko- hol usw.).
Gerade bei Jugendlichen, aber auch in der gesamten Bevöl- kerung ist ein klares Fehlen an Wissen und Information über ein gesundes Konsum- und Ernährungsverhalten festzustel- len. Im Sinne einer präventiven Massnahme sollten hier Ver- besserungen vorgenommen werden. Mit gezielten Anstren- gungen im präventiven und erzieherischen Bereich (wie zum Beispiel bei Aids und Krebs) könnten immense und heute ständig wachsende volkswirtschaftliche Kosten vermieden werden.
Schriftliche Erklärung des Bundesrates vom 23. Februar 1994 Déclaration écrite du Conseil fédéral du 23 février 1994 Der Bundesrat ist bereit, das Postulat entgegenzunehmen.
Überwiesen - Transmis
92.3593
Postulat Grendelmeier Periodische Extremismusberichte Rapports périodiques sur l'extrémisme
Wortlaut des Postulates vom 18. Dezember 1992 Der Bundesrat wird eingeladen, den eidgenössischen Räten im Abstand von zwei Jahren, beginnend im Jahre 1994, Be- richt über die Entwicklungen auf dem Gebiete des gewalttäti- gen Extremismus und der entsprechenden Propaganda zu er- statten.
Texte du postulat du 18 décembre 1993
Le Conseil federal est invite à soumettre aux Chambres, tous les deux ans dès 1994, un rapport sur l'évolution de l'extré- misme violent et de la propagande en sa faveur.
Mitunterzeichner - Cosignataires: Blatter, Carobbio, Comby, Cotti, de Dardel, David, Dormann, Ducret, Dünki, Grossenba- cher, Guinand, Jaeger, Jeanprêtre, Leemann, Loeb François, Maeder, Rebeaud, Ruffy, Stamm Judith, Wanner, Weder Hansjürg, Wiederkehr, Ziegler Jean, Züger, Zwygart (25)
Schweizerisches Bundesarchiv, Digitale Amtsdruckschriften Archives fédérales suisses, Publications officielles numérisées Archivio federale svizzero, Pubblicazioni ufficiali digitali
Postulat Ruffy Nationales Forschungsprogramm. Studien über die Korruption Postulat Ruffy Recherches sur la corruption. Programme national de recherche
In
Dans
In
Amtliches Bulletin der Bundesversammlung Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale
Jahr
1994
Année
Anno
Band
I
Volume
Volume
Session
Frühjahrssession
Session
Session de printemps
Sessione
Sessione primaverile
Rat
Nationalrat
Conseil
Conseil national
Consiglio
Consiglio nazionale
Sitzung
18
Séance
Seduta
Geschäftsnummer 93.3670
Numéro d'objet
Numero dell'oggetto
Datum
18.03.1994 - 08:00
Date
Data
Seite
594-595
Page
Pagina
Ref. No
20 023 860
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