Interpellation Strahm Rudolf
2546
N
17 décembre 1993
Ich bitte den Bundesrat um die Beantwortung folgender Fragen:
Entsprechen die vorgängig geschilderten Sachverhalte im Grundsatz den tatsächlichen Gegebenheiten?
Welche Funktion haben die Angehörigen der Hilfswerke bei der Befragung?
Werden die Hilfswerkvertreter tatsächlich mit 200 Franken pro befragten Asylsuchenden entschädigt, sofern sie an der Befragung teilnehmen?
Wie wird diese grosszügige Entschädigung begründet?
Sind die an die Hilfswerke oder deren Vertreter ausgerichte- ten Entschädigungen zweckgebunden, oder können diese über den Einsatz und die Verwendung der Gelder selber ent- scheiden?
Texte de l'interpellation du 8 octobre 1993
Selon certaines informations, il arrive que des représentants des oeuvres d'entraide prennent part à l'audition des requé- rants d'asile, en plus des fonctionnaires compétents de l'OFR et de l'interprète. Il semblerait également que ces représen- tants reçoivent pour cela une indemnité de 200 francs par per- sonne interrogée, plus les frais.
Comme les fonctionnaires qui mènent l'audition des requé- rants d'asile reçoivent une formation appropriée, la fonction du représentant des oeuvres d'entraide ne s'explique guère. En outre, les motifs de ce généreux dédommagement ne sont pas évidents.
Je demande au Conseil fédéral de répondre aux questions suivantes:
Les choses se passent-elles réellement comme je l'ai ex- posé?
Quel rôle jouent les représentants des oeuvres d'entraide lors des auditions?
Sont-ils vraiment indemnisés à raison de 200 francs par re- quérant d'asile s'ils prennent part à l'audition?
Comment justifie-t-on cette large indemnisation?
L'indemnité versée à l'oeuvre d'entraide ou à son représen- tant a-t-elle une affectation spéciale ou bien décident-ils eux- mêmes de son utilisation?
Mitunterzeichner - Cosignataires: Dreher, Giezendanner, Jenni Peter, Kern, Moser, Scherrer Jürg, Steinemann (7)
Schriftliche Begründung - Développement par écrit Der Urheber verzichtet auf eine Begründung und wünscht eine schriftliche Antwort.
Schriftliche Stellungnahme des Bundesrates vom 17. November 1993 Rapport écrit du Conseil fédéral du 17 novembre 1993
Die Anhörung zu den Asylgründen erfolgt von Gesetzes we- gen grundsätzlich in Anwesenheit eines Vertreters der Hilfs- werke. Es trifft zu, dass der Bund die Hilfswerke für die Erfül- lung dieser Aufgabe entschädigt.
Die Mitwirkung der Hilfswerkvertreter bei der Anhörung ist in Artikel 15a des Asylgesetzes verankert. Ein Hilfswerkvertreter hat die Anhörung zu beobachten und kann Fragen zur Erhel- lung des Sachverhaltes stellen. Er bestätigt im Protokoll seine Mitwirkung und kann Einwendungen anmelden und weitere Abklärungen anregen. Hingegen kommen ihm keine Partei- rechte zu.
Die Anwesenheit eines Hilfswerkvertreters während der Befra- gung soll eine möglichst umfassende Sachverhaltsermittlung gewährleisten und damit einen Beitrag zu einem fairen Verfah- ren leisten (vgl. im übrigen Botschaft zum Bundesbeschluss über das Asylverfahren und zu einem Bundesgesetz über die Schaffung eines Bundesamtes für Flüchtlinge, vom 25. April 1990; 90.025; S. 65).
fenden Revision der Asylverordnung 2 wird eine Anpassung der Pauschale geprüft
Gemessen am Leistungsauftrag erachtete der Bundesrat bei Verabschiedung der Asylverordnung 2 eine Pauschale von 230 Franken als zu hoch und setzte per 1. Januar 1992 eine solche von 200 Franken fest. Inzwischen machen die Hilfs- werke in Zusammenhang mit ihren Aufwendungen für die Mit- wirkung bei der Anhörung einen Fehlbetrag von 1,6 Millionen Franken geltend.
Erklärung des Interpellanten: befriedigt Déclaration de l'interpellateur: satisfait
93.3442
Interpellation Strahm Rudolf Verschärfung der Emissionsvorschriften für Lastwagen Renforcement des prescriptions en matière d'émission des poids lourds
Wortlaut der Interpellation vom 30. September 1993 Die Verschärfung der Emissionsgrenzwerte für Lastwagen ist im Rückstand.
Wir bitten den Bundesrat, den Fahrplan für den Erlass von Massnahmen bekanntzugeben und folgende Fragen zu be- antworten:
Wann und auf welchen Zeitpunkt gedenkt er die Verschär- fung der Emissionsvorschriften für neuzugelassene Lastwa- gen zu verordnen?
Welche Emissionsgrenzwerte für CO, HC, NO, und Partikel gedenkt er für Lastwagen festzulegen?
Welche Massnahmen der Grenzwertsenkung gedenkt er für Dieselfahrzeuge unter 3,5 Tonnen zu ergreifen? Mit welchem Fahrplan?
Ist er bereit, im Rahmen der Beschaffungen des Bundes und seiner Betriebe nur noch Lastwagen und Cars zu erwer- ben, die dem technisch fortschrittlichsten Emissionsstand ent- sprechen?
Texte de l'interpellation du 30 septembre 1993
Les travaux relatifs au renforcement des prescriptions en matière d'émission concernant les poids lourds traînent en longueur.
2547
Interpellation Pini
Nous prions le Conseil fédéral de publier le calendrier des me- sures à prendre et de répondre aux questions suivantes:
Quand entend-il arrêter les mesures renforçant les disposi- tions relatives aux émissions concernant les poids lourds nou- vellement homologués?
Quelles sont les valeurs limites en CO, HC, NOx et en parti- cules qu'il prévoit de fixer pour les poids lourds?
Quelles mesures d'abaissement des valeurs limites a-t-il l'intention de prendre pour les véhicules diesel de moins de 3,5 tonnes? Selon quel calendrier?
Est-il disposé, dans le cadre des acquisitions de la Confédé- ration et de ses entreprises, à ne plus se procurer que des poids lourds et des cars conformes à l'état le plus avancé de la technique en ce qui concerne les émissions?
Mitunterzeichner - Cosignataires: Bäumlin, Borel François, Danuser, von Felten, Hämmerle, Herczog, Ledergerber, Mauch Ursula, Rechsteiner (9)
Schriftliche Begründung - Développement par écrit Der Urheber verzichtet auf eine Begründung und wünscht eine schriftliche Antwort.
Schriftliche Stellungnahme des Bundesrates vom 17. November 1993 Rapport écrit du Conseil fédéral du 17 novembre 1993
Der Bundesrat hat am 30. Juni 1993 beschlossen, im Zuge der marktwirtschaftlichen Erneuerung u. a. auch die schweizeri- schen Bau- und Ausrüstungsvorschriften für Personenwagen, Nutzfahrzeuge und Busse einschliesslich der Lärm-, Ab- gas- und allfälliger künftiger Energiesparvorschriften dem EG-Recht anzupassen. Die schweizerischen Vorschriften sind dabei so zu gestalten, dass sie nicht strengere Anforderungen als diejenigen der EG stellen.
Diese Anpassung der Vorschriften soll auf den 1. Januar 1995 erfolgen und ab dem 1. Oktober 1995 gelten.
Die letztmalige Aenderung der Verordnung über Abgas- emissionen schwerer Motorwagen (FAV 2) ist in der Schweiz am 13. Januar 1993 erfolgt und am 1. Oktober 1993 in Kraft ge- treten. Daraus resultierte die Angleichung an die bezüglich Partikelemissionen etwas strengeren Grenzwerte der ersten Stufe der obengenannten EG-Richtlinie.
Wie bereits aus der Antwort zur ersten Frage hervorgeht, strebt der Bundesrat die Anpassung der FAV 2 an die Vor- schriften der zweiten Stufe der EG-Richtlinie 91/542/EWG an. Deren Grenzwerte in g/kWh lauten wie folgt: CO: 4,0 (heute: 4,9); HC: 1,1 (heute: 1,23); NOx: 7,0 (heute: 9,0); Parti- kel: 0,15 (heute: 0,4 bzw. 0,68). Der Grenzwert für den Partike- lausstoss ist jedoch mit einem Vorbehalt versehen. Gemäss Artikel 5 Absatz 2 der EG-Richtlinie 91/542/EWG muss die Kommission dem Rat vor Ende 1993 einen Bericht über den Entwicklungsstand (Verfügbarkeit von Techniken zur Kon- trolle luftverunreinigender Emissionen aus Dieselmotoren) übergeben. Aufgrund dieses Berichtes beschliesst der Rat dann bis spätestens am 30. September 1994 die endgültigen Grenzwerte.
Auch die Fahrzeuge mit einem Gesamtgewicht von weni- ger als 3500 Kilogramm sind vom Bundesratsbeschluss vom 30. Juni 1993 betroffen. Es sollen deshalb die Bestimmungen
der entsprechenden EG-Abgasvorschriften für leichte Mo- torwagen (EG-Richtlinie 70/220/EWG bzw. Aenderungsrichtli- nie 93/59/EWG) auf 1. Oktober 1995 ebenfalls übernommen werden. Die heute in der EG dafür geltenden Abgasvorschrif- ten entsprechen in ihren Auswirkungen auf den Schadstoff- ausstoss in etwa denjenigen der schweizerischen Verordnung über Abgasemissionen leichter Motorwagen (FAV 1). Da die Schadstoffkomponenten jedoch nach anderen Prüfverfahren (nicht derselbe Fahrzyklus) ermittelt werden, sind diese nicht direkt miteinander vergleichbar.
In der EG-Richtlinie 93/59/EWG ist, analog der zweiten Stufe für die schweren Motorwagen, ebenfalls eine erneute Ver- schärfung der Abgasvorschriften für leichte Motorwagen in Aussicht gestellt worden. Gemäss Artikel 4 dieser Richtlinie entscheidet der Rat bis zum 31. Dezember 1994 über einen Vorschlag für eine neue Senkung der Grenzwerte auf 1. Ja- nuar 1996 bzw. 1. Januar 1997, den die Kommission bis zum 31. Dezember 1993 vorlegen muss. Die Schweiz beab- sichtigt, diese Verschärfung zeitgleich mit der EG in Kraft zu setzen.
Erklärung des Interpellanten: teilweise befriedigt Déclaration de l'interpellateur: partiellement satisfait
92.3535
Interpellation Pini Totalrevision der Bundesverfassung
Interpellanza Pini Revisione totale della Costituzione federale Interpellation Pini Révision totale de la Constitution fédérale
Wortlaut der Interpellation vom 16. Dezember 1992 Der Interpellant bittet den Bundesrat um Beantwortung folgen- der Fragen:
a. Werden die mit der Vernehmlassung bei den Kantonen ab- geschlossenen Arbeiten zu den Motionen Dürrenmatt und Obrecht, die eine Totalrevision der Bundesverfassung anreg- ten, als aussagekräftig genug angesehen, um eine allfällige Neuauflage dieses historischen Vorhabens zu rechtfertigen?
b. Hat der Bundesrat nicht die Absicht, das Problem der Total- revision der Bundesverfassung im Laufe der gegenwärtigen Legislaturperiode neu zur Diskussion zu stellen?
Testo dell'interpellanza del 16 dicembre 1992 L'interpellante chiede al Consiglio federale:
a. I lavori intrapresi e conclusi con la consultazione cantonale in merito alle mozioni Dürrenmatt e Obrecht, tendenti a pro- porre la revisione totale della costituzione, sono ritenuti validi per un eventuale rilancio di questo storico oggetto?
b. Non ritiene, il Governo federale, di riproporre il problema della revisione totale della costituzione nel corso della pre- sente legislatura?
Schweizerisches Bundesarchiv, Digitale Amtsdruckschriften Archives fédérales suisses, Publications officielles numérisées Archivio federale svizzero, Pubblicazioni ufficiali digitali
Interpellation Strahm Rudolf Verschärfung der Emissionsvorschriften für Lastwagen Interpellation Strahm Rudolf Renforcement des prescriptions en matière d'émission des poids lourds
In
Dans
In
Amtliches Bulletin der Bundesversammlung Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale
Jahr
1993
Année
Anno
Band
V
Volume
Volume
Session
Wintersession
Session
Session d'hiver
Sessione
Sessione invernale
Rat
Nationalrat
Conseil
Conseil national
Consiglio
Consiglio nazionale
Sitzung
15
Séance
Seduta
Geschäftsnummer 93.3442
Numéro d'objet
Numero dell'oggetto
Datum 17.12.1993 - 08:00
Date
Data
Seite
2546-2547
Page
Pagina
Ref. No
20 023 543
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