Postulat WBK-NR
2205
93.3531
Postulat WBK-NR (93.050) MICR. Museumskonzept Postulat Csec-CN (93.050) Concept pour le MICR
Wortlaut des Postulates vom 28. Oktober 1993
Der Bundesrat wird gebeten, dafür besorgt zu sein, dass inner- halb eines Jahres ein Konzept zur Erhöhung der Besucherfre- quenzen und der Verankerung des Internationalen Rotkreuz- und Rothalbmondmuseums in der Bevölkerung des ganzen Landes erstellt wird.
Texte du postulat du 28 octobre 1993
Le Conseil fédéral est invité à faire en sorte qu'un concept vi- sant à l'augmentation de la fréquence des visiteurs et l'implan- tation dans la population de tout le pays du Musée internatio- nal de la Croix-Rouge et du Croissant-Rouge soit mis sur pied dans les douze mois.
M. Zwahlen, rapporteur: Le débat a quelque peu été écourté du fait d'une certaine confusion entre le débat d'entrée en ma- tière et la proposition Steinemann.
Dans le rapport de commission, en deuxième partie, nous van- tons les mérites de ce musée que nous devons absolument soutenir. Il fait partie de notre patrimoine, de notre mémoire historique. Nous n'allons pas refaire complètement le débat maintenant. Nous sommes également convaincus de la né- cessité d'intervenir, comme cela a été dit par M. le conseiller fédéral, par ma collègue et par moi-même.
Quant au postulat de la commission, approuvé par 16 voix sans opposition, il a précisément pour objet d'activer les cho- ses et de faire en sorte que des mesures soient prises au ni- veau du marketing, d'une part, et de la gestion, d'autre part. Nous sommes en effet convaincus, au sein de la Commission de la science, de l'éducation et de la culture, que des mesures urgentes doivent être prises et qu'il est absolument nécessaire d'envisager une aide financière pour que ce musée reste ou- vert et ne subisse pas le risque d'un mauvais fonctionnement. Par conséquent, la commission, à l'unanimité, vous recom- mande de transmettre ce postulat.
Frau Robert, Berichterstatterin: Die Kommission hat einstim- mig ein Postulat verabschiedet, in dem der Bundesrat gebeten wird, dafür zu sorgen, dass innerhalb eines Jahres ein Kon- zept zur Erhöhung der Besucherfrequenzen und zwecks Ver- ankerung des Internationalen Rotkreuz- und Rothalbmond- museums in der Bevölkerung des ganzen Landes erstellt wird. Wir haben uns lange darüber unterhalten, was für Massnah- men möglich sind, um dieses Museum auf eine solidere Basis zu stellen. Wir sind uns bewusst, dass unser Postulat leicht in den Geruch kommen könnte, es sei ein frommer Wunsch.
Wenn wir die Entwicklung der Besucherzahlen ansehen - Herr Bundesrat Cotti hat auch darauf hingewiesen -, müssen wir sagen: Es ist schon eine ganz beachtliche Leistung, was das Museum hier mit einem Ueberlebensbudget, das in bezug auf PR keine grossen Sprünge erlaubt, überhaupt erreicht hat. Diese Steigerung der Besucherzahlen von 1989 bis 1993 um mindestens das Doppelte ist eine gewaltige Leistung, wenn man bedenkt, was dieses Museum einem zumutet. Es ist ja keine einfache Kost!
Ich glaube, wir müssen realistisch genug sein, die Grenzen zu sehen, was punkto Eintritte ohne Zwangsmassnahmen mög- lich ist. Wir haben solche in der Kommission ja auch diskutiert: Man sollte die Rekruten zwangsweise schicken, man sollte über die EDK versuchen, die Schulen zwangsweise zu schicken. Ohne Zwangsmassnahmen wird es schwierig sein, wesentlich mehr Besucher anzuziehen.
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Es ist von Herrn Botschafter Nordmann auch mit Recht gesagt worden, dass eine gesteigerte Attraktivität ganz eng an die Ak- tualisierung des Museums gebunden ist, weil das Museum heute nur bis 1989 aufdatiert ist. Dafür braucht es aber auch wieder Investitionen, darüber müssen wir uns im klaren sein. Es wurde immer wieder gesagt: Der zweite Pfeiler wären die privaten Sponsoren. Diese waren sehr grosszügig, als es um den Bau ging; sie sind nun sehr zurückhaltend, einerseits weil es um Betriebsinvestitionen geht, anderseits aber natürlich auch, weil die Wirtschaftslage anders geworden ist.
Ich möchte deshalb den Appell der Kommission an Sie alle richten, besonders aber auch an die Mitglieder von Verwal- tungsräten florierender Unternehmen: Tragen Sie diesen Ap- pell weiter! Wir brauchen private Sponsoren, sonst wird dieses Museum ewig auf dem Minimum und auf der Sparflamme ei- nes Ueberlebensbudgets vegetieren müssen; dann können wir noch so lange Konzepte und Attraktivitätssteigerungen auf dem Papier verlangen - es wird dann einfach nicht möglich sein. Das Museum macht unseres Erachtens in dieser Bezie- hung wirklich bereits sehr viel.
Ich möchte noch Herrn Bundesrat Stich zitieren, der in der letz- ten Debatte 1992 gesagt hat - und er ist ja nicht bekannt dafür, dass er das Geld mit leichter Hand ausgibt -: «Es ist mehr als ein Museum, es ist die Verkörperung einer Idee, die sehr stark mit der Schweiz verbunden ist, und es ist zugleich ein Mahn- mal.» Es wäre verhängnisvoll, wenn wir nicht bereit wären, diese Idee und das Museum, das diese Idee verkörpert, weiter zu unterstützen, auch wenn es eine längerfristige Unterstüt- zung ist. Es wäre gegen aussen nicht verständlich. Bundesrat Stich: «Es würde dann heissen: Für die Schweiz zählt nur das Geld.»
Ich glaube, wir haben hier wirklich eine humanitäre Tradition der Schweiz weiterzutragen, nach innen und nach aussen. Die Kommission hat deshalb einstimmig bei einer Enthaltung der Vorlage zugestimmt und einstimmig und ohne Enthaltung auch das Postulat angenommen, das versuchen will, diesem Museum, das wir brauchen und das wir wollen, einen etwas si- chereren Boden zu geben.
M. Cotti, conseiller fédéral: Nous avons dit que les représen- tants de la Confédération, au sein du Conseil de fondation, vont s'efforcer d'obtenir les décisions adéquates de la part du conseil afin qu'un concept visant à l'augmentation de la fré- quentation des visiteurs et l'implantation du musée dans la po- pulation de tout le pays soit présenté dans les plus brefs dé- lais. Mais je rappelle encore une fois que les représentants de la Confédération ne sont qu'une minorité dans le Conseil de fondation.
Le Conseil fédéral est prêt à accepter le postulat, mais en si- gnalant que, naturellement, cela doit se faire dans le cadre des possibilités objectives laissées à nos représentants dans le Conseil de fondation.
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Postulat WBK-NR (93.050) MICR. Museumskonzept Postulat Csec-CN (93.050) Concept pour le MICR
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Geschäftsnummer 93.3531
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Datum
06.12.1993 - 14:30
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