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Interpellation der freisinnig-demokratischen Fraktion
siert ihn auch nicht. Für ihn gelten die Arbeitsverträge. Ist kein Gesamtarbeitsvertrag vorhanden, gilt das OR. Es ist sicher auch nicht Sache des Gesetzgebers, Vertragsinhalte minutiös vorzuschreiben. Gerade in Rezessionszeiten sind einfache, unbürokratische Wege vonnöten: Warum nicht einem Kolle- gen aushelfen, der einen Personalengpass hat, wenn man da- mit die Entlassung eines Mitarbeiters vermeiden oder Kurzar- beit verhindern kann? Einfache und unbürokratische Lösun- gen, die rasch zum Ziele führen, müssen vorhanden sein. Je- dermann spricht gerne von Deregulierung, konkret ist bis heute aber sehr wenig getan worden, im Gegenteil: Heute bie- tet sich auch uns die Gelegenheit zur Deregulierung. Mit die- ser Aenderung des Arbeitsvermittlungsgesetzes schaffen Sie bessere Voraussetzungen für Wirtschaft, Arbeitnehmer und Arbeitgeber.
Ich bitte Sie, die Motion zu überweisen.
M. Delamuraz, conseiller fédéral: La loi fédérale sur le service de l'emploi et la location de services reflète une volonté politi- que d'offrir une protection juridique et sociale aux travailleurs dont les services sont loués et l'obligation du contrat écrit est en quelque sorte l'illustration de cette protection.
Il n'est pas question de vouloir modifier la loi, comme le de- mande le motionnaire sur ce point, et c'est la raison pour la- quelle nous nous opposons à la transmission de sa motion en tant que telle.
Mais nous devons bien nous rendre compte que, particulière- ment en période de conjoncture maussade, il y a un recours à ce type de prestations qui est proportionnellement plus nom- breux et plus dense qu'en période de plein emploi et qu'il s'est agi de trouver des formules administratives qui, sans sous- traire le travailleur à la protection, soient, du point de vue de l'employeur ou de son propre point de vue, des mesures plus simples et que nous puissions travailler ainsi d'une manière beaucoup plus fluide et beaucoup plus intéressante pour le demandeur d'emploi.
Dans ce sens, l'Ofiamt a mis au point un contrat-type simple avec la Société suisse des entrepreneurs et l'opération se ré- vèle favorable. Nous pensons cependant qu'on peut encore introduire davantage de flexibilité concernant le moment de la conclusion du contrat et qu'on permettra ainsi de réagir rapi- dement et d'une manière efficace aux demandes qui sont adressées aux créateurs d'emplois, évitant par exemple des mesures drastiques en matière de personnel, réduction d'ho- raires ou même licenciements. On peut donc trouver une sou- plesse supplémentaire et c'est dans ce sens que ce contrat- type a pu être encore amélioré.
Cela étant, je peux, au total, considérer votre motion comme acceptable sous forme de postulat.
Le président: Le motionnaire accepte la transformation en postulat.
Ueberwiesen als Postulat - Transmis comme postulat
93.3064
Interpellation der freisinnig-demokratischen Fraktion Umschulung und Weiterbildung. Nationales Programm
Interpellation du groupe radical-démocratique Reconversion et formation complémentaire. Programme national
Diskussion - Discussion
Siehe Seite 2026 hiervor - Voir page 2026 ci-devant
Bonny: Ich möchte zur Antwort des Bundesrates auf die Inter- pellation der freisinnig-demokratischen Fraktion betreffend Umschulung und Weiterbildung, nationales Programm, fol- gende Bemerkungen anbringen:
Wir sind uns alle klar darüber, wie schwierig die Aufgabe ist, vor der wir in der ganzen Beschäftigungspolitik, in der Proble- matik der Arbeitslosigkeit stehen. Dabei ist zwischen konjunk- turellen und strukturellen Ursachen zu unterscheiden. Die konjunkturellen Ursachen stehen in diesem Zusammenhang nicht zur Diskussion.
Viel schwieriger ist die Ueberwindung der strukturellen Ursa- chen. Hier gehen die Meinungen sehr weit auseinander. Er- freulicherweise aber - von der Rechten bis zur Linken, auf sei- ten der beiden Sozialpartner - gibt es doch einen Punkt, wo Einigkeit herrscht, nämlich den, dass wir die Problematik der strukturellen Ursachen von der Seite der Bildung und Weiter- bildung her angehen müssen. Diese Komponenten stimmen nicht mehr mit den Bedürfnissen des Arbeitsmarktes überein. Hier sollte das ganze Paket der Präventivmassnahmen grei- fen, das im Arbeitslosenversicherungsgesetz enthalten ist.
Die Hauptschwierigkeit liegt weniger in der Ideologie als viel- mehr in der Umsetzung. Die Umsetzung ist in der Tat sehr, sehr schwierig. Was wir heute erleben, ist an sich erfreulich: Es gibt immer mehr Verständnis für die Umschulung und Weiter- bildung; die Kantone und Gemeinden werden aktiv, auch die Verbände, auf Arbeitgeber- und Arbeitnehmerseite. Aber es ist alles sehr sektoriell und partikulär; es sind unkoordinierte Ein- zelmassnahmen, und vielfach sind die Träger - ich denke z. B. an Gemeinden, auch an kleine Kantone - zu klein, um solche Programme durchzuführen. Was auch fehlt, ist die Koordina- tion zwischen diesen Programmen. Es fehlt ein umfassendes Konzept. Genau auf diese Schwachstelle zielt nun die Interpel- lation unserer Fraktion.
Ich habe mich zuerst, in Absprache mit meinen Fraktionskolle- gen, von der Antwort nur teilweise befriedigt erklärt. Der Schwachpunkt in der bundesrätlichen Antwort, Herr Bundes- rat Delamuraz, war die Idee, dass die bestehende ALV-Auf- sichtskommission mit der Durchführung betraut werden soll. Das ist keine gute Lösung. Sie wissen ja, dass in dieser Kom- mission leider eine Polarisierung und Politisierung stattfindet; die Aufsichtskommission weist zudem keine Bildungsfach- leute auf. Aber ich möchte das nicht in den Vordergrund spielen.
Was mir wichtiger scheint - das ist sehr positiv, und ich kann daher vom «teilweise befriedigt» zum «befriedigt» gehen -, ist, dass im eben veröffentlichten Entwurf für die Teilrevision des Arbeitslosenversicherungsgesetzes eine neue Bestimmung eingeführt wurde, nämlich Artikel 83 Absatz 1 Litera p, die lau- tet: Die Ausgleichsstelle koordiniert die Durchführung von Präventivmassnahmen und kann solche konzeptionell vor- bereiten.
Jetzt haben wir endlich die Rechtsgrundlage, die uns gefehlt hat. Ich glaube, wenn man diese Bestimmung auch anwendet, kann man sehr gute Arbeit leisten. Nachdem an dieser Vorlage
Postulat Grendelmeier
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N
1er décembre 1993
viel Kritik geäussert worden ist, möchte ich diesen positiven Punkt ausdrücklich hervorheben.
Wir haben in der Interpellation noch einen externen Koordina- tor verlangt, das nicht etwa, weil wir kein Vertrauen in das EVD oder in das Biga haben, sondern weil wir wissen, dass die Ko- ordination und das Konzept ungeheuer viel Arbeit erfordern. Dies wird nicht ohne personelle Verstärkung gehen, und es wird schwierig sein, überall die kompetenten Leute zu bekom- men. Ich muss sagen: Ihre Ablehnung der externen Verstär- kung bedeutet für mich auch das eindeutige Versprechen des Bundesrates, des EVD und des Biga, dass man effektiv in der Lage sein wird, diese Massnahmen durchzuführen. Wir wer- den aufmerksam verfolgen, dass diese Bestimmung nicht nur toter Buchstabe bleibt.
Ich kann Sie, Herr Bundesrat, zu dieser Neuerung beglück- wünschen, und in diesem Sinn kann ich im Namen der FDP- Fraktion sagen, dass wir jetzt befriedigt sind.
Begrüssung - Bienvenue
Le président: Je voudrais saluer la présence à la tribune d'honneur de nombreux anciens collègues du Conseil natio- nal et du Conseil des Etats et leur souhaiter la bienvenue dans cette salle rénovée. (Applaudissements)
Frau Bäumlin: Herr Bonny hat sich, soviel ich begriffen habe, von der Antwort des Bundesrates befriedigt erklärt, er hat ihn am Schluss seiner Intervention sogar gerühmt. Aber am An- fang hat er etwas gesagt, was in meinen Ohren noch etwas nachklingt: Er sagte nämlich, dass die Schwierigkeit solcher Programme bei deren Umsetzung liege. Deshalb richte ich eine präzise Frage an Sie, Herr Bundesrat:
Können Sie mir erklären, warum die Position 3600.004, Son- dermassnahmen für die Weiterbildung, auf Seite 501 des Bud- gets, um mehr als die Hälfte gekürzt wurde? Das bringe ich nicht mit den Fragen und mit den Anregungen zusammen, die im Zusammenhang mit der Interpellation der freisinnig-demo- kratischen Fraktion gemacht wurden, worauf jetzt doch diese Kürzung im Budget erfolgte.
Ich wäre sehr froh, wenn ich von Ihnen eine Auskunft darüber erhielte. Ich könnte sie in der Diskussion zum Budget sicher gebrauchen.
M. Delamuraz, conseiller fédéral: Très rapidement, Madame Bäumlin, je peux vous déclarer que le poste que vous avez mentionné ne correspond pas à celui qui a été évoqué et dis- cuté par M. Bonny, à la fin. Les montants engagés pour cette fonction-là le sont sur le budget de l'assurance-chômage, et non pas sur une ligne particulière du budget de l'Ofiamt. En revanche, pour cette ligne du budget dont vous avez parlé et qui n'a pas une relation fondamentalement directe avec ce poste-là, je regrette comme vous que les amputations du bud- get aient opéré aussi sur une branche comme celle-là. Mais vous savez bien que la discipline magistrale nous a conduits malheureusement à devoir procéder à ces réductions. Je pré- viendrai chrétiennement M. Stich, conseiller fédéral, de votre intervention sur ce point, lors de la discussion du budget.
Le président: Les interpellateurs se sont déclarés satisfaits.
93.3045
Interpellation Pini Arbeitsmöglichkeit für politische Flüchtlinge Interpellanza Pini Possibilità lavorativa per i rifugati politici Interpellation Pini Réfugiés politiques. Possibilité de travail
Diskussion - Discussion Siehe Seite 1437 hiervor - Voir page 1437 ci-devant
M. Pini: J'ai utilisé l'interpellation uniquement pour ne froisser ni le Conseil fédéral, ni moi-même, ni vous, car ce problème de la possibilité de travail demandée ou non par les réfugiés poli- tiques est aujourd'hui, qu'on le veuille ou non, un thème d'ac- tualité dans toute la Suisse, sinon dans toute l'Europe.
Il me semble, mais je ne veux pas mettre ma main au feu, que très probablement les gens qui se promènent pendant six mois, le Conseil fédéral a raison sur ce point - et il est de la compétence des cantons de prolonger ce délai de trois à six mois - donnent une impression très peu positive aux person- nes qui regardent, de la fenêtre ou du balcon, se balader ces pauvres réfugiés, dans l'attente qu'on leur dise: toi, tu es réfu- gié; toi, tu n'es pas réfugié. En attendant, qu'est-ce qu'ils font? on a tout entendu: ils ne vont pas seulement dans les bistrots; on dit qu'ils sont payés 2000 francs par mois par la Confédéra- tion, qu'ils s'habillent en cuir, qu'ils vendent, qu'ils achètent .... Vous auriez très probablement une situation beaucoup moins frappante si, au cours de ces six mois, les réfugiés, qui en ont envie, pouvaient travailler. Car, finalement, pour le Suisse, il est beaucoup moins choquant de voir un réfugié qui travaille qu'un réfugié qui ne fait rien du tout.
Le Conseil federal - je remercie M. Delamuraz, conseiller fédéral et ses collaborateurs qui ont répondu à cette interpel- lation - a mentionné des choses tout à fait justes: l'article de loi pertinent, la compétence des cantons. Je me permettrai hum- blement de vous dire, Monsieur le Conseiller fédéral, qu'il y a des avis divergents. On a l'impression que se balader et ne rien faire pendant six mois ne fait qu'énerver davantage celles et ceux qui, malheureusement, ne comprennent pas qu'il y ait aussi des réfugiés en Suisse.
93.3125
Postulat Grendelmeier Revitalisierung. Delegierter Rechtsetzungsbereich Revitalisation. Délégation du pouvoir de légiférer
Wortlaut des Postulates vom 17. März 1993 Der Bundesrat wird eingeladen, den eidgenössischen Räten innerhalb eines Jahres Bericht darüber zu erstatten, welche Massnahmen zur Revitalisierung der Wirtschaft er im delegier- ten Rechtsetzungsbereich zu ergreifen gedenkt.
Texte du postulat du 17 mars 1993 Le Conseil fédéral est invité à présenter aux Chambres fédéra- les, dans le délai d'un an, un rapport sur les mesures de revita- lisation de l'économie qu'il pense prendre dans les domaines où le pouvoir de légiférer lui a été délégué.
Schweizerisches Bundesarchiv, Digitale Amtsdruckschriften Archives fédérales suisses, Publications officielles numérisées Archivio federale svizzero, Pubblicazioni ufficiali digitali
Interpellation der freisinnig-demokratischen Fraktion Umschulung und Weiterbildung. Nationales Programm Interpellation du groupe radical-démocratique Reconversion et formation complémentaire. Programme national
In
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Jahr
1993
Année
Anno
Band
V
Volume
Volume
Session
Wintersession
Session
Session d'hiver
Sessione
Sessione invernale
Rat
Nationalrat
Conseil
Conseil national
Consiglio
Consiglio nazionale
Sitzung
03
Séance
Seduta
Geschäftsnummer 93.3064
Numéro d'objet
Numero dell'oggetto
Datum 01.12.1993 - 08:00
Date
Data
Seite
2147-2148
Page
Pagina
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20 023 438
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