Motion Urek-NR
1965
Schriftliche Begründung - Développement par écrit
La multipropriété ou «time-sharing» connaît un développe- ment réjouissant dans le monde entier. En France, par exem- ple, le «time-sharing» se distingue des autres produits immobi- liers, qui sont en chute libre, avec un taux de croissance an- nuel d'environ 25 pour cent. Le succès réside dans le fait que, dans la majorité des cas, le client achète une ou plusieurs se- maines de jouissance d'un appartement, et qu'ensuite, par le biais d'une bourse d'échange de séjours (plus de 2400 lieux possibles dans le monde), il peut troquer ses semaines contre des séjours dans d'autres destinations de vacances et aux da- tes qui lui conviennent.
Sur le plan économique, cette formule présente des avanta- ges indéniables. Elle permet, en effet, une meilleure utilisation des équipements et des infrastructures grâce à une occupa- tion quasi optimale des logements de vacances (35 à 45 se- maines en moyenne par année au lieu de 3 à 4 semaines pour un appartement acheté en pleine propriété). Elle favorise ainsi la création d'emplois à l'année dans les zones touristiques. Par ailleurs, à notre avis, la révision urgente de la lex Friedrich s'impose pour toutes les raisons déjà évoquées par plusieurs interventions parlementaires récentes (interpellation Epiney: «Augmentation du contingent d'autorisations de vente d'im- meubles aux étrangers»; motion Reymond: «Abrogation de la lex Friedrich»; motion du groupe radical-démocratique: «Mo- dification de la lex Friedrich»; et motion Ducret: «Révision de la lex Friedrich»). La justification donnée lors du débat sur le pa- quet Eurolex demeure entièrement valable aujourd'hui. Je déplore vivement le fait que le Conseil fédéral n'ait pas re- pris la révision de la lex Friedrich dans le premier paquet Swis- slex soumis au Parlement.
La nécessité de promouvoir l'économie suisse passe, en effet, par la suppression des tracasseries administratives et de tou- tes les entraves réglementaires et législatives au développe- ment. La relance de l'économie suisse est subordonnée à l'éli- mination de toute une série d'obstacles à l'économie de mar- ché. Dans cet esprit, la libéralisation progressive en matière de vente d'immeubles à des personnes domiciliées à l'étranger permettrait la poursuite d'un développement touristique har- monieux des régions alpines en particulier. Il ne s'agit en au- cun cas de sacrifier l'environnement sur l'autel du développe- ment. D'où l'importance d'appliquer simultanément une politi- que volontariste d'aménagement du territoire, en respectant les indispensables équilibres entre l'homme et la nature.
Schriftliche Erklärung des Bundesrates vom 15. September 1993 Déclaration écrite du Conseil fédéral du 15 septembre 1993 Le Conseil fédéral est prêt à accepter la motion.
Präsident: Der Vorstoss wird von Herrn Keller Rudolf be- kämpft. Die Diskussion wird verschoben.
Verschoben - Renvoyé
93.3038
Motion Urek-NR Konzept für die Umsetzung der am Erdgipfel in Rio formulierten Ziele Motion Ceate-CN Projet de réalisation des objectifs formulés au Sommet de la Terre à Rio
Wortlaut der Motion vom 9. Februar 1993
Der Bundesrat wird beauftragt, so bald als möglich dem Parla- ment ein Konzept für die Umsetzung der am Erdgipfel in Rio formulierten Ziele zu unterbreiten. Darin soll dem Parlament und der Oeffentlichkeit dargelegt werden, mit welchen Mass- nahmen und welchem Zeitplan die Rio-Konventionen durch die Schweiz realisiert werden sollen.
Texte de la motion du 9 février 1993
Le Conseil fédéral est chargé de soumettre au plus vite au Par- lement un projet de réalisation des objectifs formulés au Som- met de la Terre à Rio. A l'adresse du Parlement et de l'opinion publique, ce projet devrait mettre en évidence les mesures et les délais de réalisation des Conventions de Rio par la Suisse.
Schriftliche Begründung Die Urheber verzichten auf eine Begründung und wünschen eine schriftliche Antwort.
Développement par écrit Les auteurs renoncent au développement et demandent une réponse écrite.
Schriftliche Stellungnahme des Bundesrates vom 23. Juni 1993
Der Bundesrat sieht für die Umsetzung der am Erdgipfel in Rio formulierten Ziele die folgenden Massnahmen, Fristen und Fi- nanzierungsmechanismen vor:
1.1 Die Verantwortung für Ausrichtung und Koordination aller Arbeiten wurde vom Bundesrat mit Beschluss vom 1. März 1993 einem neuen interdepartementalen Ausschuss auf Direktore- nebene (Idario) übertragen. Die erste Sitzung des Idario hat am 11. März 1993 stattgefunden. Der Ausschuss steht allen inter- essierten Bundesämtern offen. Sein Vorsitz wird im jährlichen Wechsel von der DEH (Vorsitz 1993), dem Buwal und dem Bawi übernommen. Der Ausschuss tritt nach Bedarf zusammen.
1.2 Eine interdepartementale Koordinationsgruppe, die sich aus Vertreterinnen und Vertretern aller interessierten Bundes- ämter zusammensetzt, wird den Ausschuss Idario unterstüt- zen. Diese Gruppe hat am 6. April und am 5. Mai 1993 Sitzun- gen durchgeführt Zu ihren ersten Aufgaben gehört die Vorbe- reitung eines nationalen Aktionsplans zur Umsetzung der Agenda 21, der auf den Ergebnissen der Auswertung der Agenda 21 durch die einzelnen Bundesämter basieren und den Bedarf für konkrete Massnahmen beschreiben soll. Das Buwał, die DEH und das Bawi haben bereits Analysen der ein- zelnen Kapitel der Agenda 21 zur Ermittlung des Handlungs- bedarfs in ihren Kompetenzbereichen durchgeführt. Ausser- dem laufen entsprechende Arbeiten in verschiedenen Nichtre- gierungsorganisationen und Forschungsinstitutionen.
Ferner bereitet die Koordinationsgruppe Mandate für eine Reihe von Arbeitsgruppen vor, die sich vertieft mit ausgewähl- ten prioritären Themenbereichen beschäftigen werden. Akti- onsplan und Mandate der Arbeitsgruppen müssen vom Aus- schuss Idario verabschiedet werden.
1.3 Vertreterinnen und Vertreter der nichtstaatlichen Sektoren werden an den Unced-Nachfolgearbeiten beteiligt sein. Ein er- stes Treffen mit Vertretern der Bundesverwaltung zwecks ge- genseitiger Information und Orientierung über bereits ange- laufene Arbeiten hat am 5. März 1993 stattgefunden. Die Koor-
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Motion Ceate-CN
dinationsgruppe wird als Kontaktstelle für die interessierten nichtstaatlichen Sektoren dienen, die eingeladen wurden, für diese Gruppe jeweils zwei Vertreter oder Vertreterinnen pro Sektor (Umwelt, Entwicklung, Wissenschaft und Industrie) zu benennen.
2.1 Die Schweiz hat am 12. Juni 1992 in Rio de Janeiro das Uebereinkommen der Vereinten Nationen über Klimaände- rungen unterzeichnet Die Zahl der Unterzeichnerstaaten be- läuft sich gegenwärtig auf 160. Bisher haben 16 Staaten ratifi- ziert. Das Uebereinkommen tritt am neunzigsten Tag nach Hinterlegung der fünfzigsten Ratifikationsurkunde in Kraft. Der Bundesrat hat die Botschaft über die Ratifizierung des Ueber- einkommens am 31. März 1993 verabschiedet. Es ist daher nicht ausgeschlossen, dass die Schweiz das Uebereinkom- men noch vor Ende des Jahres ratifizieren wird.
2.2 Ziel des Uebereinkommens ist es, die «Stabilisierung der Treibhausgaskonzentrationen in der Atmosphäre auf einem Niveau zu erreichen, auf dem eine gefährliche anthropogene Störung des Klimasystems verhindert wird». Beim gegenwärti- gen Stand des Wissens ist es noch nicht möglich, dieses Ziel durch Emissionswerte auszudrücken. Jedoch ist allgemein anerkannt, dass weltweit substantielle Reduktionen der an- thropogenen Emissionen von Treibhausgasen erforderlich sind.
Für die Schweiz erwachsen aus dem Uebereinkommen im we- sentlichen die folgenden Verpflichtungen:
die Erstellung und regelmässige Aktualisierung eines natio- nalen Inventars aller Emissionen von Treibhausgasen, ihrer Quellen und ihrer Senken;
die Erarbeitung, Umsetzung und Veröffentlichung eines na- tionalen Programms, das Massnahmen beinhaltet, die auf eine Begrenzung der Treibhausgasemissionen abzielen, und die Verfolgung nationaler Politiken und Massnahmen zur Be- wältigung der Klimaänderungen;
die Erstellung eines Berichtes, der ausführliche Angaben über diese Politiken und Massnahmen enthält Dieser Bericht muss innerhalb von sechs Monaten nach Inkrafttreten des Uebereinkommens der Konferenz der Vertragsparteien über- mittelt werden.
Unabhängig von den in der Klimakonvention enthaltenen Ver- pflichtungen hat der Bundesrat bereits anlässlich der zweiten Klimakonferenz (Beschluss vom 31.10.1990) die Absicht er- klärt, die CO2-Emissionen der Schweiz bis zum Jahr 2000 auf dem Niveau von 1990 zu stabilisieren. Der Bundesrat be- stätigte dieses Versprechen zuletzt in seinem Beschluss vom 29. April 1992 zu den Richtlinien der Schweizer Delega- tion für die Verhandlung über die Klimakonvention. Die Schweiz unterstrich diese Absicht in Rio mit einer Zusatzerklä- rung zur Klimakonvention, welche ebenfalls durch Oesterreich und Liechtenstein unterzeichnet wurde.
2.3 Die sektoriellen Programme in den Bereichen Energie und Luftverschmutzung, die der Bundesrat bereits verabschiedet hat - «Energie 2000» und das Luftreinhalte-Konzept -, sehen Massnahmen vor, die sich günstig auf die Höhe der Treibhaus- gasemissionen auswirken werden. Da jedoch alle Wirtschafts- bereiche Quellen von Treibhausgasemissionen sind, muss eine gänzlich wirksame Politik zum Schutz des Klimasystems alle Quellen von Treibhausgasen und alle betroffenen Berei- che umfassen.
2.4 Mit dem Ziel, alle notwendigen Elemente für die Erarbei- tung eines nationalen Programms zum Schutz des Klimasy- stems zusammenzutragen, hat der Bundesrat eine Arbeits- gruppe ins Leben gerufen, die Interdepartementale Arbeits- gruppe über die Entwicklung des Klimasystems (Groupe de travail interdépartemental sur l'évolution du système climati- que, Giesc).
Die Giesc wird demnächst einen Bericht vorlegen, der die fol- genden Elemente enthält:
eine Synthese des aktuellen Wissensstandes über den Treibhauseffekt und die ihn verstärkenden Gase;
ein Inventar der Treibhausgasemissionen in der Schweiz, er- stellt auf der Basis einer Methode, die von OECD und IPCC (In- tergovernmental Panel on Climate Change) gemeinsam ent- wickelt wurde;
Empfehlungen für Massnahmen in denjenigen Sektoren, die am meisten zu den Treibhausgasemissionen in unserem Land beitragen, sowie in zusammenhängenden Bereichen wie Erforschung und Beobachtung des Klimasystems, Ent- wicklung neuer Technologien, Information, Erziehung und Ausbildung.
2.5 Auf der Grundlage dieses Berichts wird im Laufe des Jah- res 1993 ein nationales Programm erarbeitet werden. Dieses Programm wird alle Quellen von Treibhausgasen und alle be- troffenen Sektoren umfassen und die bestehenden sektoriel- len Programme («Energie 2000», Luftreinhalte-Konzept) be- rücksichtigen. Der Giesc-Bericht wird ausserdem die notwen- digen Elemente für den Bericht liefern, den die Schweiz inner- halb von sechs Monaten nach Inkrafttreten des Uebereinkom- mens der Konferenz der Vertragsparteien übermitteln muss.
2.6 Kennzeichnend für die aktuelle Bilanz der Treibhausgas- emissionen in der Schweiz - wie auch auf globaler Ebene - ist der überwiegende Anteil an Kohlendioxid (74 Prozent), wäh- rend sich die Anteile von FCKW, N2O und CH4 auf 18 bzw. 4 und 4 Prozent belaufen. Aufgrund dieser Feststellung sowie der Tatsache, dass 92 Prozent aller CO2-Emissionen ihren Ur- sprung im Energiebereich haben, ist es die prioritäre Aufgabe, bis zum Jahr 2000 die Emissionen von CO2 und anderen Treibhausgasen auf ihr Niveau von 1990 zurückzuführen. Die- ses Ziel wird insbesondere durch die Durchführung der im Rahmen des Programms «Energie 2000» vorgesehenen Massnahmen realisiert werden können.
3.1 Die Schweiz unterzeichnete die Konvention über die biolo- gische Vielfalt in Rio de Janeiro am 12. Juni 1992. Anlässlich der Unterzeichnung gab die Schweiz eine Erklärung ab, in welcher sie festhielt, dass die Vorgaben der Konvention be- züglich des Technologietransfers unter Respektierung des geistigen Eigentums interpretiert werden müssen. Insgesamt ist die Konvention von 160 Regierungen und der EG-Kommis- sion unterzeichnet worden. Sechs Regierungen haben sie auch schon ratifiziert Sie wird 90 Tage nach Hinterlegung der 30. Ratifikationsurkunde in Kraft treten.
3.2 Mit seinem Beschluss vom 9. Juni 1992, die Konvention zu unterzeichnen, bekundigte der Bundesrat auch seine Absicht, die Konvention zu ratifizieren und sie zu diesem Zweck dem Parlament zur Genehmigung zu unterbreiten.
Im EDI wird zurzeit an den Grundlagen für eine Botschaft gear- beitet. Die Schweiz arbeitet im Expertenpanel zur Ausgestal- tung und weiteren Konkretisierung der Konventionsbestim- mungen betreffend Technologietransfer und Finanzierungs- mechanismen mit. Der Bundesrat wird demnächst entschei- den, ob er der Bundesversammlung den Beitritt zur Konven- tion beantragen will. Dabei wird unter anderem festzulegen sein, wie der Beitritt zeitlich mit den wichtigsten Handelspart- nern der Schweiz zu koordinieren ist und wie die entwick- lungspolitischen Aspekte zu berücksichtigen sind.
Unter der Voraussetzung der koordinierten Ratifizierung mit unseren Partnern der OECD kann der folgende Zeitplan vor- gesehen werden: Eine Verabschiedung der Botschaft durch den Bundesrat zuhanden der eidgenössischen Räte im Herbst 1993 wird angestrebt. Die Zustimmung der eidgenössi- schen Räte vorausgesetzt, wäre eine Ratifizierung der Konven- tion durch die Schweiz in der ersten Hälfte 1994 möglich.
3.3 Die Konvention über die biologische Vielfalt verfolgt fol- gende Hauptziele:
Schutz und nachhaltige Nutzung der genetischen Ressour- cen (Wild- und Nutzpflanzen bzw. Wild- und Nutztiere);
gerechtere Aufteilung der Vorteile, die sich aus der Nutzung der genetischen Ressourcen insbesondere aus den Entwick- lungsländern ergeben.
Folgende Arbeiten können unter anderem als Beitrag der Schweiz zur Erfüllung des ersten Zieles betrachtet werden: Er- stellung eines schweizerischen Landschaftsschutzkonzeptes; Erhebung der schützenswerten Biotope und der gefährdeten Arten; Mitwirkung im Bereich von Genbanken auf nationaler und internationaler Ebene; Ueberprüfung der Bundesaufga- ben auf ihre Verträglichkeit mit den Konventionszielen; Aus- richtung von Beiträgen für ökologische Leistungen der Land- wirtschaft. Ferner muss die Einrichtung eines Systems zur Be-
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obachtung der Entwicklungen im Bereich der natürlichen Res- sourcen in Angriff genommen werden.
Zur Erfüllung des zweiten zentralen Konventionszieles müs- sen die nötigen Rahmenbedingungen für staatliche Massnah- men und insbesondere für Massnahmen durch die Privatwirt- schaft geschaffen werden. Es geht namentlich um das Prinzip der vorherigen Zustimmung durch die Entwicklungsländer für die Nutzung ihrer genetischen Ressourcen, um den Zugang zu den Technologien, die auf der Grundlage dieser geneti- schen Ressourcen entwickelt werden, und um die Weitergabe dieser Technologien, immer unter Vorbehalt des Schutzes des Rechtes des geistigen Eigentums, sowie um die Einrichtung von gemeinsamen Programmen zur Entwicklung dieser Tech- nologien.
4.1 Ein fundamentales Element des Unced-Prozesses ist das weltweite Eingeständnis der Tatsache, dass Unterentwicklung und Armut in zunehmendem Umfang Umweltschäden nach sich ziehen, auch wenn die Pro-Kopf-Belastung der globalen Umwelt in den Industrienationen in der Regel ein Vielfaches über derjenigen der Entwicklungsländer liegt. Da die Entwick- lungsländer schon kaum die notwendigen finanziellen Mittel für ihre wirtschaftliche Entwicklung aufbringen können, stellt sich die Frage nach neuen und additionellen Beiträgen, um ih- nen die Finanzierung von Umweltschutzmassnahmen zu er- möglichen.
Das Unced-Sekretariat hat den Bedarf für diese zusätzliche fi- nanzielle Unterstützung auf etwa 65 Milliarden Dollar pro Jahr geschätzt, was mehr als einer Verdoppelung der bisher von den OECD-Staaten geleisteten Entwicklungshilfe gleich- kommt.
Vor allem aus Gründen der weltweiten wirtschaftlichen Rezes- sion sahen sich die Industriestaaten in Rio nicht in der Lage, förmliche Verpflichtungen hinsichtlich des Volumens neuer und additioneller Entwicklungshilfeleistungen einzugehen. So hat sich auch die Schweiz lediglich verpflichtet, grösstmögli- che Anstrengungen zur Steigerung ihrer Entwicklungshilfe zu unternehmen (Agenda 21, Kap. 33). Die zurzeit gültige Pla- nung in diesem Bereich (vgl. Botschaft vom 15.5.1991 über den Beitritt der Schweiz zu den Institutionen von Bretton Woods, Ziff. 44, S. 90) sieht eine Aufstockung der Entwick- lungshilfe auf 0,4 Prozent des Bruttosozialprodukts in der zweiten Hälfte der neunziger Jahre vor.
Gegenwärtig bemüht sich die Schweiz auf bilateraler wie auf multilateraler Ebene darum, dass die verfügbaren Entwick- lungshilfegelder für Programme und Projekte verwendet wer- den, die die Umweltanliegen integrieren, nach dem Prinzip, dass fortan alle Aktionen der Entwicklungshilfe auf eine nach- haltige Entwicklung zielen müssen.
4.2 Für Gesuche der Entwicklungsländer nach neuen finan- ziellen Mitteln für Massnahmen zum Schutz der globalen Um- welt steht als Finanzierungsmechanismus die Globale Um- weltfazilität (Global Environment Facility, GEF) zur Verfügung. Die GEF wurde für eine dreijährige Pilotphase 1991-1993 mit einem Dotationskapital von 1 Milliarde Sonderziehungsrech- ten ausgestattet. Der schweizerische Beitrag beträgt 80 Millio- nen Franken, das heisst 4 Prozent. Ein Gremium von Teilneh- merstaaten übt die politische Leitungsfunktion aus, während die Weltbank, Unep und UNDP gemeinsam die Sekretariats- aufgaben erfüllen. Verhandlungen über eine Wiederauf- stockung des Dotationskapitals für eine weitere Dreijahres- phase haben begonnen. Gestützt auf den 300-Millionen- Kredit für globale Umweltprobleme (Bundesbeschluss vom 13.3.1991) setzt sich die Schweiz für eine Verdoppelung des Dotationskapitals ein. Unter der Bedingung, dass alle In- dustriestaaten ihren angemessenen Beitrag ankündigen, was bisher nicht der Fall war, würde die Schweiz bei einer Halbie- rung ihres bisherigen prozentualen Anteils eine Beitragslei- stung im bisherigen Umfang zu erwarten haben.
4.3 Die globalen Zielsetzungen der beiden Konventionen kön- nen nur unter effektiver Mitwirkung der Entwicklungsländer er- reicht werden. Um diese Mitwirkung sicherzustellen, erklärten sich die Industriestaaten zur Leistung von zusätzlicher finan- zieller Unterstützung bereit. Damit sollen die Bemühungen der Entwicklungsländer, die aus den Konventionen resultieren-
den Verpflichtungen einzuhalten, teilweise abgegolten werden.
4.4 Die Entwicklungsländer werden nur bereit sein, die GEF auch als permanenten Finanzierungsmechanismus der bei- den bestehenden und künftiger globaler Umweltkonventio- nen anzunehmen, wenn ihr Mitspracherecht verbessert wird. Insbesondere muss die Rolle der Konferenzen der Vertrags- parteien bei Grundsatzentscheiden über Mittelfestlegung und -einsatz gefestigt werden. Die Schweiz setzt sich im Gremium der Teilnehmerstaaten für diese Revision der GEF-Strukturen in dieser Richtung ein und hat auch erreicht, dass die erste dreijährige Pilotphase der GEF einer externen Evaluierung un- terworfen wird.
Rapport écrit du Conseil fédéral du 23 juin 1993
Pour assurer l'application des décisions prises à la Confé- rence des Nations Unies sur l'environnement et le développe- ment (Cnued; Rio de Janeiro, du 3 au 14 juin 1992), le Conseil fédéral a prévu les mesures, délais et mécanismes de finance- ment suivants:
1.1 Par décision du 1er mars 1993, le Conseil fédéral a confié l'organisation et la coordination des travaux à un comité inter- départemental situé au niveau des directeurs d'office (Cirio). La première réunion du Cirio a eu lieu le 11 mars 1993. La pré- sidence de ce comité (ouvert à tous les directeurs d'office inté- ressés) est assurée à tour de rôle par la DDA (présidence 1993), l'Ofefp et l'OFAEE. Il se réunit lorsque le besoin s'en fait sentir.
1.2 Un groupe interdépartemental de coordination, composé de représentants des offices fédéraux concernés, sera chargé de soutenir l'action du Cirio. Ce groupe s'est déjà réuni le 6 avril et le 5 mai 1993. Parmi les missions prioritaires qui sont les siennes, il y a la préparation d'un plan d'action natio- nal destiné à permettre l'application de l'Agenda 21; ce plan, qui décrira les mesures concrètes qui devront être prises, s'ap- puiera sur les résultats des travaux d'évaluation de l'Agenda 21 menés par les différents offices. L'Ofefp, la DDA et l'OFAEE ont d'ores et déjà analysé les divers chapitres de ce texte afin de déterminer les mesures qu'ils devront prendre dans leurs domaines de compétences respectifs. Par ailleurs, plusieurs organisations non gouvernementales (ONG) et plu- sieurs instituts de recherche mènent eux aussi des travaux en ce sens.
En outre, le groupe de coordination prépare des mandats pour plusieurs groupes de travail qui seront chargés d'appro- fondir certains sujets prioritaires. Le plan d'action précité ainsi que ces mandats devront préalablement être approuvés par le Cirio.
1.3 Les ONG seront associées aux travaux concernant le suivi de la Conférence de Rio. Des représentants de ces organisa- tions ont ainsi rencontré le 5 mars 1993 des représentants de l'administration fédérale afin de procéder à un échange d'in- formations sur les travaux déjà mis en chantier. Le groupe de coordination assurera la liaison avec les ONG concernées, qui ont été invitées à désigner chacune deux représentants pour chacun des secteurs qui seront traités (environnement, déve- loppement, science et industrie).
2.1 La Suisse a signé la Convention sur les changements cli- matiques le 12 juin 1992 à Rio de Janeiro. Le nombre des si- gnataires s'élève actuellement à 160. Seize Etats l'ont ratifiée à ce jour. La convention entrera en vigueur 90 jours après le dé- pôt du 50e instrument de ratification. Le Conseil fédéral a adopté le message concernant la ratification de la convention le 31 mars 1993. Dès lors, il n'est pas exclu que la Suisse ratifie la convention avant la fin de cette année.
2.2 La convention fixe comme objectif la «stabilisation des concentrations de gaz à effet de serre dans l'atmosphère à un niveau qui empêche toute perturbation anthropique dange- reuse du système climatique». Au stade actuel des connais- sances, on ne sait pas comment exprimer cet objectif en ni- veaux d'émissions. Toutefois, il est généralement admis que sa poursuite implique, au niveau mondial, des réductions
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substantielles des émissions anthropiques de gaz à effet de serre.
Les implications principales de la convention pour la Suisse sont les suivantes:
établissement et remise à jour régulière d'un inventaire na- tional complet des émissions des gaz à effet de serre (GES), de leurs sources et de leurs puits;
élaboration, publication et mise en oeuvre d'un programme national de mesures visant à limiter les émissions de GES, et adoption de politiques nationales et de mesures visant à atté- nuer les changements climatiques;
établissement d'un rapport contenant des informations dé- taillées sur ces politiques et mesures. Ce rapport doit être re- mis à la conférence des parties dans les six mois suivant l'en- trée en vigueur de la convention.
Indépendamment des obligations prévues par la Convention sur les changements climatiques, le Conseil fédéral avait déjà annoncé lors de la deuxième conférence sur le climat (déci- sion du 31. 10. 1990) que la Suisse avait l'intention de stabiliser ses émissions de CO2 à leur niveau de 1990 d'ici à l'an 2000. Le Conseil fédéral a d'ailleurs confirmé cette vo- lonté dans sa décision du 29 avril 1992 concernant les instruc- tions de la délégation suisse pour les négociations relatives à la Convention sur les changements climatiques. La Suisse a rappelé cette intention à Rio au moyen d'une déclaration addi- tionnelle à la convention précitée, qui a également été signée par l'Autriche et le Liechtenstein.
2.3 Les programmes sectoriels portant sur l'énergie et la pollu- tion de l'air que le gouvernement a déjà mis en place - «Energie 2000» et Stratégie de lutte contre la pollution de l'air - comportent des mesures dont l'impact sur les taux d'émis- sions de gaz à effet de serre sera bénéfique. Or, tous les sec- teurs économiques sont des sources d'émissions de gaz à ef- fet de serre. Par conséquent, pour être totalement efficace, une politique de protection du système climatique doit pren- dre en compte tous les secteurs économiques.
2.4 Afin de réunir les éléments nécessaires à l'élaboration d'un programme national visant à la protection du système climati- que, le Conseil fédéral a mis en place un groupe de travail, le Groupe de travail interdépartemental sur l'évolution du sys- tème climatique (Giesc).
Celui-ci présentera prochainement un rapport contenant:
une synthèse des connaissances actuelles sur l'effet de serre et sur les gaz qui provoquent son augmentation;
un inventaire des émissions de gaz à effet de serre en Suisse, établi sur la base d'une méthode développée conjoin- tement par l'OCDE et le Giec (Groupe intergouvernemental sur l'évolution du climat; angl .: Intergovernmental Panel on Climate Change, IPCC);
des recommandations concernant les mesures à prendre dans les secteurs d'activité les plus importants du point de vue de leur impact sur les émissions de gaz à effet de serre dans notre pays, ainsi que dans les domaines connexes tels que la recherche et l'observation du climat, le développement de tech- nologies nouvelles, l'information, l'éducation et la formation.
2.5 Sur la base de ce rapport, un programme national sera éla- boré dans le courant de 1993. Ce programme prendra en considération toutes les sources de gaz à effet de serre et tous les secteurs concernés, et il tiendra compte des programmes sectoriels existants («Energie 2000», Stratégie de lutte contre la pollution de l'air). Le rapport du Giesc fournira en outre les éléments nécessaires à la préparation du rapport que la Suisse devra soumettre à la conférence des parties dans les six mois suivant l'entrée en vigueur de la convention.
2.6 En Suisse, comme dans le reste du monde, le bilan des émissions anthropiques actuelles de gaz à effet de serre se ca- ractérise par une prédominance de la part du CO2 (74 pour cent), la part des CFC, du N2O et du CH4 s'élevant respective- ment à 18, 4 et 4 pour cent. Partant de ce constat et compte tenu du fait que 92 pour cent des émissions de CO2 provien- nent de la consommation d'énergie, il convient prioritairement de ramener, d'ici à l'an 2000, les émissions de CO2 et d'autres gaz à effet de serre à leurs niveaux de 1990. Cet objectif pourra être atteint notamment par la mise en oeuvre des mesures pré- vues dans le cadre du programme «Energie 2000».
3.1 La Suisse a signé la Convention sur la diversité biologique le 12 juin 1992 à Rio de Janeiro. Ce faisant, elle a déclaré que l'application des dispositions de la convention relatives au transfert de technologies devait tenir compte des textes régis- sant la propriété intellectuelle. Le nombre des Etats signatai- res s'élève actuellement à 160, auxquels il faut ajouter la Com- mission des Communautés européennes. Six Etats l'ont rati- fiée à ce jour. La convention entrera en vigueur 90 jours après le dépôt du 30e instrument de ratification.
3.2 En prenant le 9 juin 1992 la décision de signer la con- vention, le Conseil fédéral a aussi signifié son intention de la ratifier (et, partant, de la soumettre pour approbation au Parlement).
Le DFI travaille actuellement à l'établissement du message. Il est à signaler dans ce contexte que la Suisse participe au co- mité chargé de développer les dispositions de la convention relatives aux transferts de technologies et aux mécanismes de financement. D'autre part, le Conseil fédéral décidera prochai- nement de la date à laquelle il soumettra aux Chambres la pro- position de ratification du texte. Il tiendra compte notamment de la nécessité de coordonner cette ratification avec le calen- drier des principaux partenaires commerciaux de la Suisse, ainsi que des questions liées aux pays en développement.
Sous réserve qu'il ne soit pas en contradiction avec celui de nos partenaires de l'OCDE, le calendrier pourrait être le sui- vant: approbation du message par le Conseil fédéral et sou- mission du texte aux Chambres en automne 1993, puis, pour autant que les Chambres n'aient pas d'objection, ratification de la convention par la Suisse au cours du premier semes- tre 1994.
3.3 La Convention sur la diversité biologique vise avant tout les objectifs suivants:
conservation et utilisation durable des ressources généti- ques (plantes sauvages et plantes cultivées, animaux sauva- ges et animaux domestiques);
mise en place d'un partage plus équitable des avantages liés à l'utilisation des ressources génétiques, et notamment de celles qui proviennent des pays en développement.
Pour contribuer à atteindre le premier de ces objectifs, la Suisse pourrait notamment mettre en oeuvre les travaux sui- vants: établissement d'un plan suisse de protection du pay- sage; recensement des biotopes dignes de protection et des espèces menacées; coopération en matière de banques de données génétiques aux niveaux national et international; éva- luation des tâches de la Confédération quant à leur conformité avec les objectifs de la convention; mise sur pied d'un sys- tème de paiements compensatoires aux agriculteurs en contrepartie de prestations à caractère écologique. En outre, il conviendrait de créer un système d'observation des évolu- tions intervenant dans le domaine de la gestion des ressour- ces naturelles.
Pour atteindre le second de ces objectifs, il s'agira d'abord de créer les conditions qui permettront aux pouvoirs publics, mais surtout au secteur privé, d'agir efficacement. Parmi cel- les-ci, il y a notamment le principe de l'accord préalable des pays en développement pour l'utilisation de leurs ressources génétiques, l'accès aux technologies qui sont développées sur la base de ces ressources ainsi que le transfert de ces tech- nologies (toujours sous réserve des droits de propriété intel- lectuelle), et enfin la mise sur pied de programmes conjoints en vue de développer ces mêmes technologies.
4.1 Parmi les principaux éléments qui conditionnent le suivi de la Cnued, il y a le constat unanime que le sous-développement et la pauvreté jouent un rôle croissant dans la dégradation de l'environnement, même s'il est indéniable que, rapportées par habitant, les atteintes à l'environnement imputables aux pays industrialisés sont plusieurs fois supérieures à celles qui sont dues aux pays en développement Or, déjà aujourd'hui, les pays en développement disposent à peine des moyens né- cessaires pour assurer leur développement économique: si l'on souhaite qu'ils prennent en outre des mesures de protec- tion de l'environnement, il convient logiquement de s'interro- ger sur l'opportunité d'accroître l'aide qui leur est accordée.
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Postulat Bürgi
Le secrétariat de la Cnued a estimé ces besoins supplémentai- res à quelque 65 milliards de dollars par an, c'est-à-dire à plus que ce qui est déjà accordé aujourd'hui par les pays de l'OCDE au titre de l'aide au développement.
Les pays industrialisés n'ont pas été en mesure à Rio de pren- dre des engagements chiffrés en ce qui concerne le montant de cette aide supplémentaire, surtout en raison de la réces- sion économique mondiale. C'est ainsi que la Suisse a elle aussi promis simplement de faire ce qui sera en son pouvoir pour augmenter les crédits qu'elle octroie au titre de l'aide au développement (Agenda 21, chap. 33). Le programme actuel- lement applicable en la matière (cf. le message du 15.5.1991 sur l'adhésion de la Suisse aux institutions de Bretton Woods, ch. 44) prévoit cependant que cette aide passera à 0,4 pour cent du PNB dans la seconde moitié des années nonante.
Actuellement, la Suisse fait ce qu'elle peut, tant bilatéralement que multilatéralement, pour que les sommes disponibles pour l'aide au développement soient utilisées pour financer des programmes et des projets qui tiennent compte de l'environ- nement, conformément au principe du développement durable.
4.2 Pour répondre aux demandes des pays en développe- ment qui souhaitent obtenir des moyens supplémentaires pour financer des mesures de protection de l'environnement d'intérêt global, il a été mis sur pied un Fonds pour l'environne- ment global (Global Environment Facility, GEF). Pour une pre- mière phase pilote de trois ans (1991 à 1993), la GEF a été do- tée d'un capital de 1 milliard de droits de tirage spéciaux (DTS), la part de la Suisse s'élevant à 80 millions de francs, à savoir 4 pour cent du total. Ce fonds est dirigé par un comité composé de représentants des Etats donateurs, le secrétariat étant assuré conjointement par la Banque mondiale, le Pnue et le Pnud. Des négociations sont actuellement en cours en vue d'une reconstitution du capital de dotation pour une nou- velle phase de trois ans. Forte du crédit de 300 millions de francs dont elle dispose pour les questions d'environnement d'intérêt global (arrêté fédéral du 13.3.1991), la Suisse plaide en faveur d'un doublement de ce capital. Si tous les pays in- dustrialisés versent une quote-part proportionnelle à leurs moyens, ce qui n'est pas le cas aujourd'hui, il est probable que la contribution de la Suisse demeurerait du même ordre que précédemment (ce qui revient à dire qu'en pour cent du total elle serait deux fois moindre).
4.3 Les objectifs de portée globale que visent les deux conven- tions ne pourront être atteints qu'à la condition d'une partici- pation active des pays en développement. Pour garantir celle-ci, les pays industrialisés se sont déclarés prêts à consentir une aide supplémentaire. Celle-ci doit permettre de compenser partiellement les efforts que doivent consentir les pays en développement pour se conformer aux obligations prévues par les deux textes précités.
4.4 Les pays en développement n'accepteront de considérer la GEF comme le mécanisme de financement permanent des deux conventions précitées et de celles qui suivront qu'à la condition que leur soit conféré un réel droit de codécision. Aussi conviendra-t-il notamment de conforter le rôle des conférences des parties auxdites conventions s'agissant des décisions relatives à l'importance et à l'affectation des moyens financiers. Dans le cadre du comité des pays donateurs, la Suisse plaide en faveur d'une telle révision des structures de la GEF c'est d'ailleurs grâce à ses efforts que l'action conduite par la GEF au cours de la première phase pilote de trois ans sera soumise à une évaluation externe.
Schriftliche Erklärung des Bundesrates
Die Stellungnahme des Bundesrates enthält die von der Mo- tion verlangten Informationen. Der Bundesrat beantragt des- halb, die Motion abzuschreiben.
Déclaration écrite du Conseil fédéral
La réponse du Conseil fédéral fournit aux auteurs de la motion les informations demandées. En conséquence, le Conseil fé- déral propose de classer la motion.
Abgeschrieben - Classé
93.3310
Postulat Bürgi Biologisch abbaubare Schmiermittel Lubrifiants biodégradables
Wortlaut des Postulates vom 16. Juni 1993
Wir bitten den Bundesrat zu prüfen, wie die Verwendung von bioabbaubaren Schmiermitteln (vor allem auf der Basis von Rapsöl) gefördert werden kann.
Texte du postulat du 16 juin 1993
Nous prions le Conseil fédéral d'étudier les moyens d'encou- rager l'usage de lubrifiants biodégradables (tirés notamment du colza).
Mitunterzeichner - Cosignataires: Baumberger, Bircher Peter, Blatter, Bundi, Deiss, Engler, Epiney, Gobet, Grossenbacher, Hari, Jäggi Paul, Kühne, Leu Josef, Ruckstuhl, Schnider, Sei- ler Hanspeter, Theubet, Wyss William (18)
Schriftliche Begründung - Développement par écrit
Die Verwendung von Schmiermitteln belastet die Umwelt in ei- nem erheblichen Masse. Ihre Anwendung bei Baumaschinen und anderen Fahrzeugen (zum Beispiel Kettenöl bei Velos), zur Schmierung von Weichen und Schienen bei den Bahnen sowie die Beimischung von Schmieröl in Zweitaktmotoren (Schiffsmotoren u. a.) führen zu Belastungen von Wasser und Boden mit diesen Stoffen. Beispielsweise wird beim Holz- schlagen in der Schweiz der jährlich durchschnittliche Ver- brauch von Kettensägeöl auf 750 000 Kilogramm geschätzt. Der grösste Teil davon versickert im Waldboden.
Nach genau definierten Tests werden Schmiermittel auf Mine- ralölbasis in drei Wochen von den Bodenbakterien um 10 bis 30 Prozent und Schmiermittel auf der Basis von Rapsöl um 96 Prozent abgebaut. Eine breite Anwendung von bioabbau- baren Schmiermitteln würde also die Umweltbelastung durch Schmiermittel erheblich reduzieren.
Heute sind verschiedene bioabbaubare Schmiermittel im Handel erhältlich, und die Entwicklung von neuen Produkten ist im Gange. Deshalb scheint uns eine Förderung des Ver- brauches durch geeignete Rahmenbedingungen angezeigt zu sein.
Schriftliche Stellungnahme des Bundesrates vom 8. September 1993 Rapport écrit du Conseil fédéral
du 8 septembre 1993
Werden die Eigenschaften eines herkömmlichen Schmiermit- tels auf der Basis von Mineralöl mit denjenigen eines Produk- tes aus pflanzlichen Oelen verglichen, wird das pflanzliche Schmiermittel aus ökologischer Sicht, insbesondere aufgrund der besseren Abbaubarkeit, besser abschneiden. Noch nicht bekannt und deshalb Gegenstand laufender Abklärungen ist hingegen, zu welchen Resultaten ein Vergleich kommen würde, falls nicht nur das Endprodukt, sondern der ganze Le- benszyklus der Schmiermittel in die Beurteilung mit einbezo- gen würde. Dazu gehört insbesondere die Umweltbelastung, die durch den Anbau von Raps bzw. die Erdölförderung sowie die Herstellungsprozesse und den Transport verursacht wird. In diesem Zusammenhang kann darauf hingewiesen werden, dass der Bundesrat bereits beschlossen hat, den Anbau von Pflanzen, die zur technischen oder energetischen Nutzung be- stimmt sind und als nachwachsende Rohstoffe bezeichnet werden, im Rahmen eines Versuchs finanziell zu unterstützen (Verordnung über die Produktionslenkung und extensive Be- wirtschaftung, Aenderung vom 26. April 1993). Gemäss dieser Verordnung wird der Anbau von maximal 2000 Hektaren nach- wachsender Rohstoffe mit 3000 Franken pro Hektare und Jahr unterstützt. Mit dem Versuch soll abgeklärt werden, welche
Schweizerisches Bundesarchiv, Digitale Amtsdruckschriften Archives fédérales suisses, Publications officielles numérisées Archivio federale svizzero, Pubblicazioni ufficiali digitali
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Jahr
1993
Année
Anno
Band
IV
Volume
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Session
Herbstsession
Session
Session d'automne
Sessione
Sessione autunnale
Rat
Nationalrat
Conseil
Conseil national
Consiglio
Consiglio nazionale
Sitzung
15
Séance
Seduta
Geschäftsnummer 93.3038
Numéro d'objet
Numero dell'oggetto
Datum
08.10.1993 - 08:00
Date
Data
Seite
1965-1969
Page
Pagina
Ref. No
20 023 243
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