Lex Friedrich. Motions
1954
N
8 octobre 1993
contre l'exode des personnes, des entreprises et des investis- seurs, mais également pour les encourager à s'installer dans notre pays.
Compte tenu de la situation nouvelle décrite ci-dessus, il appa- raît que le Conseil fédéral devrait sans tarder proposer au Par- lement de mettre en vigueur les assouplissements déjà accep- tés dans le cadre du projet Eurolex, en les élargissant toutefois à l'ensemble des étrangers ou entreprises étrangères qui sont au bénéfice d'une autorisation de séjour en Suisse ou qui dési- rent créer dans notre pays des activités dont notre économie sera en définitive la première bénéficiaire.
S'agissant des logements de vacances ou des résidences se- condaires, la compétence de légiférer devrait être confiée aux cantons, lesquels sont mieux à même que la Confédération de juger des mesures à prendre pour concilier à la fois leur déve- loppement économique, l'aménagement harmonieux de leur territoire, les fluctuations du marché immobilier et la nécessité d'éviter une augmentation du nombre des immeubles inoccu- pés une grande partie de l'année.
En outre, les restrictions concernant le commerce d'immeu- bles et les placements de capitaux devraient être considéra- blement assouplies de façon à éviter la rigidité et les effets per- vers engendrés par la législation actuelle et à permettre que notre économie profite aussi des investissements étrangers.
Schriftliche Erklärung des Bundesrates vom 15. September 1993 Déclaration écrite du Conseil fédéral du 15 septembre 1993 Le Conseil fédéral est prêt à accepter la motion.
Präsident: Der Vorstoss wird von Herrn Keller Rudolf bekämpft.
93.3297
Motion Fischer-Seengen Lockerung der Lex Friedrich Assouplissement de la lex Friedrich
Wortlaut der Motion vom 14. Juni 1993
Der Bundesrat wird eingeladen, den eidgenössischen Räten in der Form eines dringlichen Bundesbeschlusses eine Vor- lage zur Lockerung des Bundesgesetzes über den Erwerb von Grundstücken durch Personen im Ausland in dem Sinn vorzu- legen, als Ausnahmen bewilligt werden können, sofern diese der Sicherung von Arbeitsplätzen in der Schweiz dienen.
Texte de la motion du 14 juin 1993
Le Conseil fédéral est chargé de présenter aux Chambres un projet d'arrêté fédéral urgent qui assouplira la loi sur l'acquisi- tion d'immeubles par des personnes à l'étranger en ce sens qu'il autorisera des exceptions pouvant assurer des emplois.
Mitunterzeichner - Cosignataires: Keine - Aucun
Schriftliche Begründung - Développement par écrit Die sogenannte Lex Friedrich hat heute im industrialisierten Mittelland wirtschaftlich äusserst negative Auswirkungen. Aus- ländischen Investoren ist es verwehrt, in Immobilien zu inve- stieren, auf die der Produktionsstandort Schweiz dringend an- gewiesen wäre. Die Bewilligungs- und Verweigerungsgründe sind vor allem für Industrie- und Gewerbebauten sehr restrik- tiv; Ausnahmen gibt es keine.
So ist es beispielsweise nicht möglich, dass ausländische In- vestoren Immobilien in der Schweiz realisieren, welche sie nicht selber als Produktionsstätte verwenden, aber einer schweizerischen Unternehmung zu diesem Zweck zur Verfü- gung stellen. Dieses Problem ergibt sich vor allem dann, wenn
eine schweizerische Unternehmung ihre Eigenmittel vollum- fänglich für betriebliche Belange investieren muss und sich deshalb im Immobiliensektor nicht mehr engagieren kann, hierfür aber ein ausländischer Investor zur Verfügung stehen würde. Für solche Fälle müssen sachgerechte Lösungen er- möglicht werden, welche dazu beitragen können, den Werk- platz Schweiz zu stärken und Arbeitsplätze zu erhalten oder gar neu zu schaffen.
In diesem Sinn drängt sich angesichts der heutigen schwieri- gen Wirtschaftslage eine sofortige Lockerung der Lex Fried- rich auf, noch bevor dieses Gesetz vollständig abgeschafft wird.
Schriftliche Stellungnahme des Bundesrates vom 15. September 1993 Rapport écrit du Conseil fédéral
du 15 septembre 1993
Der Bundesrat stellt sich nicht grundsätzlich gegen eine Lockerung der Lex Friedrich für ausländische Investitionen in Industrie- und Gewerbebauten. Hingegen ist er der Auffas- sung, die vom Motionär beantragte Aenderung in Form eines dringlichen Bundesbeschlusses sei aus folgenden Gründen nicht opportun. Der Bundesrat hat sich bereit erklärt, verschie- dene andere Motionen betreffend Revision der Lex Friedrich entgegenzunehmen. Wie er in seinem Bericht vom 25. August 1993 an die Kommission für Rechtsfragen des Ständerates be- treffend die Standesinitiative Genf über die Abschaffung der Lex Friedrich festgehalten hat, soll das EJPD umgehend einen Entwurf für eine Teilrevision der Lex Friedrich ausarbeiten, wel- che hinsichtlich der Erleichterungen, die sie für den Erwerb von Grundeigentum durch Ausländer mit sich bringt, den im Nationalrat hängigen Vorstössen entspricht. Der Entwurf soll bis Ende dieses Jahres in die Vernehmlassung geschickt wer- den. Unter diesen Umständen rechtfertigt es sich nicht, die Re- vision mittels eines dringlichen Bundesbeschlusses durchzu- führen. Der Bundesrat schlägt deshalb vor, die vorliegende Motion in die Form eines Postulates umzuwandeln.
Schriftliche Erklärung des Bundesrates Déclaration écrite du Conseil fédéral Der Bundesrat beantragt, die Motion in ein Postulat umzu- wandeln.
Präsident: Der Vorstoss wird von Herrn Keller Rudolf bekämpft
93.3331
Motion Fischer-Sursee Lex Friedrich. Ausnahmen Lex Friedrich. Exceptions
Wortlaut der Motion vom 17. Juni 1993 Der Bundesrat wird beauftragt, den eidgenössischen Räten ei- nen Entwurf zur Revision des Bundesgesetzes vom 16. De- zember 1983 über den Erwerb von Grundstücken durch Per- sonen im Ausland zu unterbreiten, in welchem börsenkotierte Gesellschaften mit Sitz in der Schweiz vom Anwendungsbe- reich dieses Gesetzes ausgenommen werden. Dies könnte durch die Aenderung der folgenden Artikel wie folgt ge- schehen:
«Keiner Bewilligung bedürfen: ....
i. (neu) Unternehmungen, deren Aktien börsenkotiert sind und deren Sitz sich in der Schweiz befindet »
Durch eine Ergänzung von Artikel 4 Absatz 1 Buchstabe d (Immobiliengesellschaft im weiteren Sinn):
Oktober 1993 N
1955
Lex Friedrich. Motionen
«d. der Erwerb des Eigentums oder der Nutzniessung an ei- nem Anteil an einer juristischen Person, deren Aktiven nach ih- rem tatsächlichen Wert zu mehr als einem Drittel aus Grund- stücken in der Schweiz bestehen, sofern Personen im Ausland dadurch eine beherrschende Stellung erhalten oder verstär- ken; keine Bewilligung ist jedoch erforderlich, sofern die An- teile dieser juristischen Person an einer schweizerischen Börse regelmässig gehandelt werden und sich ihr Sitz in der Schweiz befindet; .... »
«e. der Erwerb des Eigentums oder der Nutzniessung an ei- nem Anteil an einer juristischen Person, deren tatsächlicher Zweck der Erwerb von Grundstücken in der Schweiz ist; keine Bewilligung ist jedoch erforderlich, sofern die Anteile dieser juristischen Person an einer schweizerischen Börse regel- mässig gehandelt werden und sich ihr Sitz in der Schweiz befindet; .... »
Texte de la motion du 17 juin 1993
Le Conseil fédéral est chargé de présenter aux Chambres un projet de révision de la loi fédérale du 16 décembre 1983 sur l'acquisition d'immeubles par des personnes à l'étranger, pro- jet qui exclura de l'assujettissement au régime de l'autorisa- tion les sociétés cotées en bourse ayant leur domicile en Suisse. Cela pourrait se faire:
«Ne sont pas assujettis au régime de l'autorisation:
i. (nouvelle) Les entreprises dont les actions sont cotées en bourse et qui ont leur siège en Suisse.»
«d. L'acquisition d'un droit de propriété ou d'usufruit sur une part d'une personne morale dont les actifs estimés à leur va- leur effective se composent pour plus d'un tiers d'immeubles sis en Suisse si, de ce fait, des personnes à l'étranger obtien- nent ou renforcent une position dominante; nulle autorisation n'est toutefois nécessaire s'il s'agit de parts d'une personne morale qui est régulièrement cotée en bourse en Suisse et qui a son siège en Suisse; .... »
«e. L'acquisition d'un droit de propriété ou d'usufruit sur une part d'une personne morale dont le but réel est l'acquisition d'immeubles; nulle autorisation n'est toutefois nécessaire s'il s'agit de parts d'une personne morale qui est régulièrement cotée en bourse en Suisse et qui a son siège en Suisse; .... »
Mitunterzeichner - Cosignataires: Allenspach, Aregger, Aubry, Baumberger, Bezzola, Blatter, Bühler Simeon, Bürgi, Cavadini Adriano, Cincera, Columberg, Cotti, David, Deiss, Dormann, Engler, Epiney, Fasel, Fischer- Hägglingen, Fischer-Seengen, Früh, Gobet, Grossenbacher, Gysin, Hildbrand, Iten Joseph, Jaeger, Kühne, Leu Josef, Loeb François, Marti Werner, Mauch Rolf, Maurer, Mühlemann, Oehler, Ruckstuhl, Rutis- hauser, Rychen, Sandoz, Scheurer Rémy, Schnider, Segmül- ler, Sieber, Spoerry, Steinegger, Stucky, Theubet, Tschuppert Karl, Wanner, Wyss Paul (50)
Schriftliche Begründung - Développement par écrit
Zudem diskutieren in jüngster Zeit immer mehr Staaten, dass sie das Recht auf Eigentumserwerb in ihrem Staatsgebiet nur noch solchen ausländischen Staatsbürgern gewähren wollen, deren Heimatstaat Gegenrecht hält (Beispiele: USA, Ungarn, Griechenland). Jüngstes peinliches Beispiel ist die Ausein- andersetzung mit Italien im Zusammenhang mit den im Kan- ton Graubünden vom Bundesgericht abgesegneten Ent- eignungen.
Es ist allgemein bekannt, dass die Lex Friedrich ihre Berechti- gung verloren hat. So nutzen die Kantone heute die ihnen vom Bundesamt für Justiz zugewiesenen Ausländerkontingente nicht mehr aus, da die Schweiz offensichtlich als Zielland für Immobilieninvestitionen von Ausländern an Attraktivität verlo- ren hat. Folge davon ist, dass seit 1983 die Gesuche um Bewil- ligungen für ausländischen Grundstückerwerb kontinuierlich zurückgehen. Das Bundesamt für Justiz prognostiziert, dass zudem der Trend zu hohen Rückkaufszahlen durch Schweizer auch weiterhin anhalten wird.
Die Probleme, die sich heute im Zusammenhang mit Immobi- lieninvestitionen durch Ausländer stellen, sollten nicht mehr in einer speziellen Ausländergesetzgebung wie der Lex Fried- rich, sondern im Rahmen der ordentlichen Gesetzgebung über die Raumplanung, den Natur- und Heimatschutz sowie das Baurecht behandelt werden. Dementsprechend sind denn auch bereits zahlreiche bündnerische Gemeinden daran, die Probleme mit dem Zweitwohnungsbau bzw. der Be- reitstellung von Wohnungsraum für Einheimische - trotz Lex Friedrich - in ihren kommunalen Bauordnungen zu regeln.
Nicht vergessen werden darf auch, dass mit dem neuen Wald- gesetz sowie den neuen Bestimmungen über das bäuerliche Bodenrecht ohnehin der grösste Teil des schweizerischen Bo- dens einen absoluten Schutz geniesst, der weitere Schutz- massnahmen überflüssig macht
All diese Gründe würden für eine vollständige Abschaffung der Lex Friedrich sprechen. Indessen dürfte die Zeit für einen sol- chen Schritt noch nicht reif sein. Es ist daher wichtig, mit kurz- fristig realisierbaren, punktuellen Gesetzesrevisionen die stö- rendsten Auswirkungen raschmöglichst zu beseitigen.
Zudem ist überhaupt nicht einsehbar, weshalb bei der Frage des Erwerbs von Anteilen börsenkotierte Anlagefonds von der Lex Friedrich privilegiert werden (siehe Art. 4 Abs. 1 Bst. c), nicht aber börsenkotierte Gesellschaften mit Sitz in der
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Lex Friedrich. Motions
Schweiz. Dies um so mehr, da auch nach neuem Aktienrecht die Mehrheit der Verwaltungsratsmitglieder ohnehin Schwei- zer sein müssen. Auch die Gefahr, dass ein einzelner Aktionär einer börsenkotierten Gesellschaft seine Stellung derart aus- bauen könnte, dass er direkten Zugriff auf allfällige schweizeri- sche Immobilien erhält, ist gering zu veranschlagen (die Ueberlegung, die den Gesetzgeber zur Aufnahme der Bewilli- gungspflicht für den Erwerb von Anteilen bewogen hat). Daher kann ohne weiteres der Erwerb von Aktien an schweizerischen Publikumsgesellschaften (seien es nun Immobiliengesell- schaften im weiteren oder im engeren Sinn) bewilligungsfrei zugelassen werden.
Schriftliche Erklärung des Bundesrates vom 15. September 1993 Déclaration écrite du Conseil fédéral du 15 septembre 1993 Der Bundesrat ist bereit, die Motion entgegenzunehmen.
Präsident: Der Vorstoss wird von Herrn Keller Rudolf be- kämpft
Wir haben drei Vorstosse zum Thema Lex Friedrich. Ich habe mit Herrn Bundesrat Koller gesprochen; er ist einverstanden, dass wir diese Vorstösse jetzt behandeln. Ich schlage Ihnen vor, dass Herr Keller Rudolf, der diese drei Vorstösse be- kämpft, deren Ablehnung begründet.
Keller Rudolf: Wir haben es beim Thema Lex Friedrich, Aus- verkauf der Heimat, mit einem ganz heissen politischen Thema zu tun. Ich möchte Sie daran erinnern, dass 1984 über eine eidgenössische Volksinitiative gegen den Ausverkauf der Heimat von Volk und Ständen entschieden wurde. Sie sollten sich darüber Rechenschaft geben, dass 48,5 Prozent der Stimmbürgerinnen und Stimmbürger, die abgestimmt haben, 1984 für die Volksinitiative gegen den Ausverkauf der Heimat gestimmt haben. Diese Initiative wurde von meiner Partei lan- ciert, und diese Initiative wollte eine Begrenzung des Ausver- kaufs der Heimat.
Die Situation heute ist nicht sehr viel anders als die Situation, wie sie sich damals präsentierte. Es geht um durchaus sub- stantielle Fragen. Die wichtigste Frage ist wohl die: Können wir es uns leisten, unsere Bergregionen weiter zu belasten? Wenn wir die Bergregionen weiter belasten, wenn wir die Kontin- gente, die jetzt vorhanden sind, freigeben und wenn wir dar- über hinaus dieses Gesetz lockern, dann wird die Bautätigkeit in schönen und schönsten Bergtälern unseres Landes wieder zunehmen. Ich meine: Das können wir nicht einfach so verkraf- ten, das darf nicht einfach so mit einem Federstrich passieren. Eine zweite Feststellung: Die Verkäufe von Grundstücken und Stockwerkeigentum an Ausländer haben im letzten Jahr wie- der sehr stark zugenommen. Das heisst, wir müssen feststel- len, dass vermehrt wieder Grundbesitz von Schweizer Hand in ausländische Hand wechselt.
Ich halte weiter fest - ohne im übrigen auf diese Debatte vorbe- reitet zu sein -, dass von diesen Handänderungen schluss- endlich sehr viel mit äusserst fragwürdigem Geld finanziert wird. Da wird Geld in die Schweiz verschoben, in Liegenschaf- ten hineingepumpt, das nicht nur auf saubere Art erarbeitet worden ist.
Es sollte in diesem Parlament noch so etwas wie Respekt vor der Volksmeinung geben. Die Volksmeinung 1984 war mit 48,5 Stimmenprozenten für diese Initiative beachtlich. Ich bin überzeugt, dass die Volksmeinung in dieser Frage auch heute wieder geteilt sein wird, wenn wir ein Gesetz schaffen, das die Lex Friedrich lockert
Wenn Sie nun diese Motionen, die hier zum Entscheid anste- hen, überweisen wollen, dann können Sie das wohl. Es wird in diesem Saal wahrscheinlich keine Mehrheit vorhanden sein, die das verhindern kann. Aber ich kann mir vorstellen, dass unsere Partei ein Referendum gegen die Lockerung der Lex Friedrich lancieren wird, wenn Sie das Gesetz ändern oder gar dieses Gesetz abschaffen wollen. Auf jeden Fall las- sen wir es uns nicht kampflos gefallen, dass Sie dieses Gesetz so beiseite schieben und so noch weitere schöne Bergtäler und Landstriche unseres Landes opfern.
Ich bitte Sie deshalb im Namen der Mehrheit der SD/Lega- Fraktion, der Schweizer Demokraten, diese Vorstösse abzu- lehnen.
M. Ducret: Il y a un paradoxe à ce que le Conseil national, en fin de session et un peu à la sauvette, traite de ce sujet alors qu'il y a quelques jours, le Conseil des Etats, en présence de M. Koller, conseiller fédéral, adoptait une motion Reymond qui, elle, demande l'abrogation pure et simple de la lex Friedrich.
Ma motion ne va pas aussi loin puisqu'elle se contente de pro- poser l'abrogation de cette législation s'agissant des résiden- ces principales et des établissements stables, et le transfert aux cantons de la compétence de légiférer en matière de rési- dences secondaires. Quant aux placements de capitaux, mon projet conduit à assouplir ces dispositions, conformément à ce qui a été prévu dans le cadre du Traité sur l'Espace écono- mique européen, traité que nous avions adopté, vous vous en souvenez, dans la courant de l'automne 1992.
Je ne propose donc rien d'autre que de reprendre ce qui a déjà été décidé il y a une année, et les remarques de M. Keller Rudolf, qu'il confirmera bien évidemment lors des débats sur le fond, sont en contradiction avec la constatation que nous avions faite dans la salle du Conseil national en septem- bre 1992 que nous ne pouvons plus invoquer, aujourd'hui, le risque d'un bradage du sol helvétique.
C'est la raison pour laquelle je vous propose de soutenir ma motion, comme celles des autres auteurs d'interventions per- sonnelles, ce qui permettra d'engager un large débat de fond. Le Conseil fédéral a d'ailleurs déjà indiqué qu'il avait désigné une commission d'experts et qu'il se préparait à mettre en place une procédure de consultation.
Präsident: Herr Bundi stellt den Ordnungsantrag, die Be- handlung der drei Vorstösse zu verschieben.
Abstimmung - Vote Für den Ordnungsantrag Bundi Dagegen
52 Stimmen 75 Stimmen
Fischer-Seengen: Mit meiner Motion 93.3297 habe ich eine Lockerung der Lex Friedrich in dem Sinne verlangt, als Aus- nahmen bewilligt werden können, sofern diese der Sicherung von Arbeitsplätzen in der Schweiz dienen.
Der Bundesrat hat auf Ende Jahr eine umfassende Vorlage in Aussicht gestellt. Er ist deshalb nur bereit, diese Motion als Postulat entgegenzunehmen. Die Form eines dringlichen Bundesbeschlusses sei angesichts des fortgeschrittenen Stadiums der Vorlage nicht mehr angängig. Nachdem die Situation so ist, bin ich einverstanden, dass die Motion nur als Postulat überwiesen wird.
Was will diese Motion beziehungsweise das Postulat? Wir wol- len überhaupt nicht irgendwelche Ländereien in unseren schönen Bergen an Ausländer verschachern, Herr Rudolf Kel- ler. Davon kann keine Rede sein. Es geht nur darum, für jene Fälle, bei denen schweizerische Unternehmungen ihre Immo- bilien durch Ausländer finanzieren beziehungsweise erstellen lassen wollen, diese Möglichkeit zu schaffen. Solche Lösun- gen erlauben es diesen Unternehmungen, ihre Eigenmittel voll in den Betrieb zu leiten. Nur darum geht es und um nichts anderes. Das wäre im Sinne der Schaffung von Arbeitsplätzen in der Schweiz dringend nötig, wie es konkrete Beispiele be- weisen.
In diesem Sinne bitte ich Sie, diese Motion als Postulat zu überweisen.
Präsident: Ich habe es gut gemeint und wollte heute morgen diese Vorstösse noch erledigen. Viele Kolleginnen und Kolle- gen wenden nun ein, sie hätten sich auf diese Diskussion nicht vorbereiten können. Herr Bundesrat Koller hat seinerseits er- klärt, er sei mit diesem Vorgehen einverstanden, weil er zu die- sen Vorstössen in positivem Sinn Stellung genommen hat. Ich möchte aber am letzten Sessionstag nicht ein neues Ver- fahren einführen.
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Motion Epiney
Vollmer: Es geht nicht darum, ob wir jetzt ein völlig neues Ver- fahren einführen und am letzten Morgen der Session eine ma- terielle Diskussion über ganz wichtige Vorstösse führen wol- len. Es geht darum, dass niemand hier im Saal die Unterlagen vor sich hat. Normalerweise werden uns am Sitzungstag die Vorstösse mit den Antworten des Bundesrates für die Debatte ausgeteilt. Ich habe mich hier im Saal bei verschiedenen Kolle- gen erkundigt: Niemand hat diese Vorstösse mit den Antwor- ten des Bundesrates auf dem Tisch. So können wir nicht disku- tieren!
Falls wir hier doch diskutieren wollen, verlange ich, dass wir vorher die Unterlagen mit den Antworten des Bundesrates ausgeteilt erhalten. Nur so können wir seriös arbeiten!
Ich bitte Sie deshalb, nicht darauf einzutreten, bevor wir etwas in der Hand haben.
M. Borel François: Je crois que c'est dans l'intérêt de la ma- tière que nous ayons une discussion approfondie sur ces mo- tions. Nous avons entendu, tout à l'heure, le porte-parole des démocrates suisses annoncer que si cette loi était modifiée, il fallait s'attendre à un référendum de leur part.
Je crois que nous n'avons aucun avantage, vraiment aucun avantage, à leur donner un argument de plus pour dire que c'est à la hâte, de manière impréparée, que le Conseil national a pris la décision de réviser la lex Friedrich.
Dans l'intérêt de la matière, je vous invite donc à reporter les débats.
Motionen 93.3170, 93.3297, 93.3331 Motions 93.3170, 93.3297, 93.3331 Verschoben - Renvoyé
93.3079
Motion Strahm Rudolf Besteuerung von Kapitalleistungen aus der zweiten und dritten Säule Imposition des prestations en capital du 2e et du 3e pilier
Wortlaut der Motion vom 4. März 1993
Der Bundesrat wird beauftragt, mit geeigneten Massnahmen die Bemessungslücke der Jahre 1993 und 1994 bei der Be- steuerung der Kapitalleistungen aus der zweiten und der drit- ten Säule aufzuheben. Diese Massnahmen müssen unverzüg lich ergriffen werden, um die systematische Steuerumgehung zu vermeiden.
Texte de la motion du 4 mars 1993
Le Conseil fédéral est chargé de prendre des mesures ap- propriées pour combler les lacunes dans le calcul de l'impôt sur les prestations en capital du 2e et du 3e pilier pour les an- nées 1993 et 1994. Il prendra ces mesures sans tarder afin d'éviter que ces fonds ne soient systématiquement soustraits au fisc.
Mitunterzeichner - Cosignataires: Aguet, Bäumlin, Béguelin, Bircher Silvio, Bodenmann, Bundi, Carobbio, Caspar-Hutter, Danuser, Fankhauser, von Felten, Goll, Gross Andreas, Hae- ring Binder, Hafner Ursula, Herczog, Jeanprêtre, Ledergerber, Leemann, Leuenberger Ernst, Leuenberger Moritz, Mauch Ur- sula, Rechsteiner, Ruffy, Steiger Hans, Tschäppät Alexander, Vollmer, Züger (28)
Schriftliche Begründung - Développement par écrit
In den Jahren 1993 und 1994 werden einmalige Kapitalabfin- dungen aus der beruflichen Vorsorge (zweite Säule) und aus der gebundenen Selbstvorsorge (Säule 3a) vom Bund nicht besteuert.
Diese Bemessungslücke entsteht durch den Uebergang vom bisherigen Bundessteuerrecht zum neuen Bundesgesetz über die direkte Bundessteuer (DBG): Nach bisherigem Recht wurden Kapitalleistungen nach der Vergangenheitsmethode besteuert; nach dem neuen DBG hingegen gilt für Kapitalab- findungen die Besteuerung im Fälligkeitsjahr (Gegenwartsbe- steuerung). Mangels einer gesetzlichen Grundlage bleiben demzufolge die Kapitalleistungen 1993 und 1994 steuerfrei.
Diese Bemessungslücke ist ausserordentlich stossend und ungerecht. Sie bringt dem Bund erhebliche Einnahmenaus- fälle und eröffnet ein legales Schlupfloch für systematische Missbräuche. Versicherungsgesellschaften empfehlen ihren Versicherten, die Kapitalauszahlungen der kommenden Jahre auf 1993 und 1994 vorzuverlegen, um legal der direkten Bun- dessteuer auszuweichen.
Dieses stossende, vom Gesetzgeber nicht gewollte und ihm nicht bewusste Steuerschlupfloch muss durch eine Ueber- gangsregelung behoben werden.
Schriftliche Erklärung des Bundesrates vom 12. Mai 1993 Déclaration écrite du Conseil fédéral du 12 mai 1993 Der Bundesrat ist bereit, die Motion entgegenzunehmen.
Ueberwiesen - Transmis
93.3281
Motion Epiney Globale Bundesbeiträge zur Sanierung des Bundeshaushaltes Les aides globales ou forfaitaires au service de l'assainissement des finances fédérales
Wortlaut der Motion vom 9. Juni 1993 Der Bundesrat wird beauftragt zu veranlassen, dass ausser in Ausnahmefällen die Finanzhilfen und Abgeltungen des Bun- des nicht mehr aufgrund der effektiven Kosten, sondern in Form von globalen Bundesbeiträgen ausgerichtet werden.
Texte de la motion du 9 juin 1993 Le Conseil fédéral est chargé de faire en sorte que les aides fi- nancières et les indemnités fédérales soient allouées, sauf cas exceptionnels, sous forme d'enveloppes globales ou forfaitai- res et non plus sur la base des frais effectifs.
Mitunterzeichner - Cosignataires: Baumberger, Berger, Cam- ponovo, Chevallaz, Comby, Darbellay, Deiss, Ducret, Eggly, Gobet, Gros Jean-Michel, Maitre, Mamie, Narbel, Pidoux, Pon- cet, Rohrbasser, Sandoz, Savary, Theubet, Zwahlen (21)
Schriftliche Begründung - Développement par écrit Nonobstant l'existence d'une base légale (art. 10 al. 1 let. c de la loi fédérale du 5 octobre 1990 sur les aides financières et les indemnités), la Confédération n'utilise qu'exceptionnellement le système de l'enveloppe globale ou forfaitaire.
Au vu de la situation financière de la Confédération, ce type d'aide favoriserait l'éclosion de solutions économiques et dé- pourvues de complications administratives. Une nouvelle orientation sous forme d'aide globale ou forfai- taire permettrait:
de générer une économie substantielle des frais;
de réduire les contraintes administratives;
d'accélérer les procédures;
de susciter des projets moins coûteux;
Schweizerisches Bundesarchiv, Digitale Amtsdruckschriften Archives fédérales suisses, Publications officielles numérisées Archivio federale svizzero, Pubblicazioni ufficiali digitali
Motion Fischer-Sursee Lex Friedrich. Ausnahmen Motion Fischer-Sursee Lex Friedrich. Exceptions
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Amtliches Bulletin der Bundesversammlung Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale
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1993
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Anno
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IV
Volume
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Session
Herbstsession
Session
Session d'automne
Sessione
Sessione autunnale
Rat
Nationalrat
Conseil
Conseil national
Consiglio
Consiglio nazionale
Sitzung
15
Séance
Seduta
Geschäftsnummer 93.3331
Numéro d'objet
Numero dell'oggetto
Datum
08.10.1993 - 08:00
Date
Data
Seite
1954-1957
Page
Pagina
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20 023 233
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