4 octobre 1993
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Interpellation Nabholz
de lignes. Or, pour le tronçon Vaux-sur-Morges-Eysins, l'Ins- pection fédérale des installations à courant fort a approuvé le projet détaillé, le 23 février dernier. Quant au tronçon Ey- sins-Verbois, le Département fédéral des transports, des com- munications et de l'énergie a rejeté le recours formé contre le projet détaillé. Cette décision date du 23 mars 1993. Un re- cours a été formé dans les deux cas. Vous constaterez une fois de plus que les voies de droit, offertes par la démocratie suisse, sont exploitées au maximum.
In diesem Zusammenhang, Herr Weder Hansjürg, muss ich doch sagen, dass die Grenze des Erträglichen bei gewissen Projekten von nationaler und internationaler Bedeutung schon überschritten ist. Das Projekt der Hochspannungslei- tung Galmiz-Verbois datiert aus den siebziger Jahren, und wir sind hier im Beschwerdeverfahren nicht vorangekommen.
Galmiz-Villarepos: Beschwerdeverfahren betreffend gene- relle Trasseeführungen beim Bundesrat hängig; Villarepos- Yverdon: Genehmigungsverfahren betreffend Detailpläne beim Eidgenössischen Starkstrominspektorat hängig. Yver- don-Mathod-Romanel und Romanel-Vaux-sur-Morges sind gebaut. Vaux-sur-Morges-Eysins: Die Plangenehmigung des Eidgenössischen Starkstrominspektorates ist am 23. Februar 1993 erteilt worden; 40 Beschwerden sind beim EVED hängig. Am 30./31. August 1993 hat der Rechtsdienst des EVED einen Augenschein durchgeführt.
Wir können keine Kraftwerke bauen, aber auch keine Ueber- tragungsleitungen. Früher oder später muss das zu Schwie- rigkeiten führen.
Noch ein anderes Beispiel, Herr Weder: Wir haben am 6. Dezember 1987 über die «Bahn 2000» abgestimmt Wir ha- ben für die Strecke zwischen Mattstetten und Rothrist - es sind etwa 48,5 Kilometer - rund 7000 Einsprachen: für ein Projekt, das das Schweizervolk genehmigt hat! Das heisst, dass wir - wenn Sie das mit der Distanz zwischen den Torstangen bei ei- nem Fussballtor vergleichen wollen - von einer Torstange zur anderen eine Beschwerde, eine Einsprecherin oder einen Einsprecher haben. Das würde also bedeuten, dass wir nur schon in diesem Saal mehrere Einsprachen hätten. Das ist schwer verständlich, nachdem das Volk schon entschieden hat.
Selbstverständlich werden wir alle diese Einsprachen ganz gründlich studieren, aber es ist schwierig - es muss gesagt werden -, in diesem Land noch ein Projekt realisieren zu kön- nen, das nicht nur internationale, sondern auch nationale Be- deutung hat. Es ist nicht notwendig, diese Volksrechte zu beschneiden - das werden wir auch nicht tun -; aber dort, wo das Volk entschieden hat, sollten wir doch einmal realisieren können.
M. Narbel: Je tiens à dire à M. Ogi, président de la Confédéra- tion, que je ne veux pas déposer une interpellation concernant l'accélération des procédures administratives. Mais lorsqu'on me répond que pour une interpellation du 18 décembre 1992 on aura un premier avis en 1994, c'est-à-dire une décision du Parlement en 1996, je crois qu'on pourrait accélérer encore les réponses.
Je me déclare cependant satisfait de la réponse de M. le prési- dent de la Confédération et je reviendrai sur le sujet.
93.3287
Interpellation Nabholz Verkabelung elektrischer Mittel- und Hochspannungsleitungen Mise sous terre des lignes à moyenne et haute tension
Wortlaut der Interpellation vom 10. Juni 1993 Ich frage den Bundesrat an:
inwieweit die Verkabelung von Mittel- und Hochspannungs- leitungen auch ausserhalb von Siedlungen zum Schutze des Landschaftsbildes veranlasst werden kann und ob in bezug auf die daraus entstehenden Mehrkosten ein von den Ueber- landwerken zu äufnender Fonds - allenfalls durch Ergänzung der bestehenden Rechtsgrundlagen - eingerichtet werden könnte;
wie die Zielsetzung des Aktionsprogrammes «Ener- gie 2000» (Stabilisierung der Inlandnachfrage nach Elektrizität ab 2000) den Ausbau des Uebertragungsleitungsnetzes be- einflusst.
Texte de l'interpellation du 10 juin 1993
Je demande au Conseil fédéral de répondre aux questions suivantes:
Dans quelle mesure est-il possible de mettre les lignes à moyenne et haute tension sous terre en dehors des localités également, aux fins de protéger le paysage? Serait-il possible de créer un fonds alimenté par les ouvrages de transport de courant à longue distance - le cas échéant en complétant les bases juridiques existantes?
Dans quelle mesure le programme d'action «Energie 2000» (qui vise à stabiliser la consommation d'électricité dans le pays à partir de l'an 2000) influence-t-il l'aménagement du ré- seau des lignes électriques?
Mitunterzeichner - Cosignataires: Keine - Aucun
Schriftliche Begründung - Développement par écrit
Gemäss Bundesgesetz über den Natur- und Heimatschutz sind bundesrechtliche Bewilligungen zu verweigern bzw. nur «unter Bedingungen oder Auflagen» zu erteilen, wenn das In- teresse an der ungeschmälerten Erhaltung des Landschafts- bildes überwiegt. Bei der Bewilligung von Hochspannungslei- tungen kommen als geeignete Auflagen Verbesserungen der Linienführung sowie die Verkabelung in Betracht. Letztere Möglichkeit wird ausserhalb von Siedlungen jedoch im Mittel- und Hochspannungsbereich selten genutzt.
Es bestehen Projekte, die vorhandenen Kapazitäten für die Stromübertragung auf kurze und weite Distanz auszubauen. Zum Teil handelt es sich dabei um neue Linienführungen, zum Teil sollen bestehende Leitungen durch Leitungen mit höherer Spannung ersetzt werden, was jeweils den Bau wesentlich hö- herer und breiterer Tragwerke (Beton- und Stahlrohrmasten) zur Folge hat. Da die Leitungsplanung von vorgebenen Fix- punkten (Produktionsanlagen, Unterwerken u. a.) ausgeht, sind landschaftsschonende Linienführungen oft nicht mög- lich, so dass Freileitungen auch schutzwürdige oder ge- schützte Landschaften von kantonaler oder nationaler Bedeu- tung beeinträchtigen können.
In den meisten Fällen sprechen primär finanzielle Gründe gegen eine Verkabelung von Mittel- und Hochspannungslei- tungen. In anderen Vorhaben von nationaler Bedeutung (Na- tionalstrassenbau, Neat, «Bahn 2000») ist es üblich, Umwelt- schutzmassnahmen bereits bei der Budgetierung mit zu be- rücksichtigen. Für den privatwirtschaftlich organisierten Bau von Uebertragungsleitungen würde sich hierzu am ehesten ein Fonds eignen, an welchem die einzelnen Unternehmun- gen beteiligt sind. Aus diesem Fonds könnten die Massnah- men der Werke für Verkabelungen (oder andere besonderen
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Leistungen für den Landschaftsschutz) finanziert werden. Die Einzelheiten einer solchen Lösung sind noch zu untersuchen, namentlich folgende Aspekte: privatrechtliche oder öffentlich- rechtliche Ausgestaltung des Fonds und Abgrenzung des Kreises der daran Beteiligten; Beiträge an den Fonds; Kriterien für die Bemessung von Leistungen aus dem Fonds.
Schriftliche Stellungnahme des Bundesrates
vom 1. September 1993 Rapport écrit du Conseil fédéral
du 1er septembre 1993
Das schweizerische Stromleitungsnetz weist eine Länge von rund 150 000 Kilometern auf. 62 Prozent davon entfallen auf den Niederspannungsbereich (0,4 KV), 30 Prozent auf den Mittelspannungsbereich (1-24 kV) und je 4 Prozent auf den Hochspannungs- (50-170 kV) bzw. Höchstspannungsbe- reich (220/380 kV). Das Ausmass der Verkabelung nimmt mit zunehmender Spannung ab: Während auf der untersten Spannungsebene etwa 97 Prozent und im Mittelspannungs- bereich 56 Prozent verkabelt sind, sind im Hochspannungs- bereich noch 11 Prozent und bei der Höchstspannung 0,5 Prozent der Leitungen unterirdisch angelegt
Diese Zahlen illustrieren die Verhältnisse im schweizerischen Stromübertragungs- und -verteilnetz in quantitativer Hinsicht. Sie machen deutlich, dass unser Land - auch international be- trachtet - in den unteren Spannungsbereichen einen hohen Verkabelungsgrad aufweist. Bei den höheren Spannungen sind die Möglichkeiten der Verlegung der Leitung in den Bo- den nach dem heutigen Stand der Technik jedoch begrenzt. Hierfür sind hauptsächlich technische und betriebliche Gründe anzuführen:
Verkabelte Strecken in 220/380-kV-Freileitungssystemen kön- nen wegen Impedanzproblemen zu Instabilitäten im Netz füh- ren. Im Pannenfall ist die Zugänglichkeit zu Kabelanlagen er- schwert. Die Reparaturzeit beträgt ein Mehrfaches im Ver- gleich zu einer defekten Freileitung. Zudem ist eine regelmäs- sige Ueberwachung der Funktionstüchtigkeit einer in den Bo- den verlegten Hoch- und Höchstspannungsleitung notwen- dig, was bei Freileitungen weitgehend dahinfällt. Diese und weitere Faktoren wirken sich ungünstig auf die Versorgungssi- cherheit aus.
Auch aus ökologischen Gründen können unterirdische Lö- sungen problematisch sein. So können die intensivere Boden- beanspruchung oder das Verschmutzungsrisiko besonders in Feucht- oder Trinkwassernutzungsgebieten gegen eine Ver- kabelung sprechen.
Hinzu kommen Aspekte der Wirtschaftlichkeit: Die Massnah- men zur Verminderung der erwähnten Risiken, die mannigfa- chen technischen und betrieblichen Probleme im oberen Spannungsbereich sowie die längere Bauzeit für Kabellösun- gen im Vergleich zu Freileitungen wirken sich zwangsläufig auf die Kosten aus. So hat eine Machbarkeitsstudie Verkabe- lung/Freileitung eines 7 Kilometer langen Teilstücks der pro- jektierten 380-kV-Leitung Galmiz-Verbois ergeben, dass die Investitionskosten für die Verkabelung je nach Variante 32- bis 44mal höher und jene der Jahreskosten 20- bis 26mal höher wären als bei einer Freileitung.
Die genannten Gründe machen deutlich, dass eine Verkabe- lung im Hoch- und vor allem Höchstspannungsbereich - beim jetzigen Stand der Technik - an Grenzen stösst. Diese Pro- bleme verringern sich im Mittelspannungsbereich, weshalb hier die Verkabelung grosse Fortschritte macht.
Die beiden Fragen können wie folgt beantwortet werden:
Was die Finanzierung der Mehrkosten infolge Verkabelung be- trifft, so werden in der Praxis verschiedene Wege beschritten. Beispielsweise übernehmen die Elektrizitätswerke die Mehr- kosten und wälzen diese via den Strompreis auf die Kunden ab, oder es finden sich partnerschaftliche Lösungen, bei de- nen sich die Elektrizitätswerke und die Gemeinden in die zu- sätzlichen Kosten teilen.
Eine gesetzliche Grundlage für ein Bundesobligatorium zur Bildung eines Fonds zur Finanzierung der verkabelungsbe- dingten Mehrkosten besteht nicht, sondern müsste erst ge- schaffen werden. Die Konfliktlösungsgruppe Uebertragungs- leitungen (KGÜ) aus dem Programm «Energie 2000» wird die Frage des Verkabelungsfonds näher prüfen.
Bei der Beurteilung der Inlandnachfrage spielen u. a. die Ziele von «Energie 2000», die Deregulierungsdiskussion (z. B. die Frage des Aufbrechens der faktischen Monopole der Elektrizi- tätswerke) und die Berücksichtigung von grossen Infrastruk- turprojekten (z. B. «Bahn 2000», Neat) eine wichtige Rolle. In- ternational sind vor allem die Bestrebungen der EG in Rich- tung Liberalisierung des europäischen Elektrizitätsmarktes zu beachten. Eine Intensivierung des Stromaustausches in Eu- ropa und vermehrte Stromtransite durch die Schweiz könnten unter Umständen einen Ausbau des Uebertragungsleitungs- netzes erforderlich machen.
Diese Fragen werden zurzeit in der Konfliktlösungsgruppe Uebertragungsleitungen (KGÜ) geprüft. Hauptaufgabe der KGÜ ist es, gemäss Auftrag des Bundesrates, ein Uebertra- gungsleitungskonzept zu erstellen. Dieses soll den Aspekten der Raumplanung und des Umweltschutzes besonders Rech- nung tragen und so eine Verständigungsgrundlage für das zu realisierende Netz bilden. Die KGÜ setzt sich aus Vertretern von Bund, Kantonen, Elektrizitätswirtschaft und Umweltorga- nisationen zusammen.
Das EVED informiert jeweils im Jahresbericht «Energie 2000» über die Tätigkeit der KGÜ.
Erklärung der Interpellantin: teilweise befriedigt Déclaration de l'interpellatrice: partiellement satisfaite
43-N
Schweizerisches Bundesarchiv, Digitale Amtsdruckschriften Archives fédérales suisses, Publications officielles numérisées Archivio federale svizzero, Pubblicazioni ufficiali digitali
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Conseil
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Consiglio
Consiglio nazionale
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10
Séance
Seduta
Geschäftsnummer 93.3287
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Datum 04.10.1993 - 15:30
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