501
Parlamentarische Initiative. Solidaritätsbeiträge
pourrez vous prononcer en meilleure connaissance de cause sur la seconde initiative, laquelle devra de toute façon, si elle n'est pas retirée, être soumise au peuple lorsque vous aurez enregistré les résultats de la première initiative, éventuelle- ment du contre-projet. De ce point de vue-là, à titre tout à fait personnel, je jugerais en effet tout à fait justifiable que l'arrêté B ne fût pas traité aujourd'hui.
Encore une fois, je n'exprime qu'un avis personnel, le Conseil fédéral laisse au Parlement la totale liberté de décision dans ce domaine. Vous êtes meilleurs gardiens de la constitution que moi et vous n'avez à respecter que l'absolue nécessité de dis- tinguer dans le temps les deux votes populaires.
Abstimmung - Vote Für den Antrag Zimmerli Für den Antrag der Kommission
26 Stimmen 8 Stimmen
Präsident: Die Behandlung der Vorlage wird ausgesetzt.
An den Nationalrat - Au Conseil national
92.416
Parlamentarische Initiative (WAK-SR) Solidaritätsbeiträge in der Landwirtschaft Initiative parlementaire (CER-CE) Contributions de solidarité dans l'agriculture
Differenzen - Divergences
Siehe Jahrgang 1992, Seite 452 - Voir année 1992, page 452 Beschluss des Nationalrates vom 27. April 1993 Décision du Conseil national du 27 avril 1993
Art. 25bis Antrag der Kommission Zustimmung zum Beschluss des Nationalrates
Antrag Delalay Abs. 3
.... ausnahmsweise das BLW oder regionale Organisationen, falls diese vor 1992 Beiträge erhoben hatten, damit beauf- tragen.
Art. 25bis Proposition de la commission Adhérer à la décision du Conseil national
Proposition Delalay Al. 3
.... l'Office fédéral de l'agriculture ou des organisations régio- nales si elles prélevaient des contributions avant 1992.
Jagmetti, Berichterstatter: Wir haben uns, wie Sie sich viel- leicht erinnern werden, vor einem Jahr mit der Frage der Er- gänzung des Alkoholgesetzes durch Bestimmungen über die Solidaritätsbeiträge im Obstbau befasst und entsprechende Gesetzesbestimmungen verabschiedet.
Frau Simmen hatte uns in der Kommission und im Plenum mit einer parlamentarischen Initiative beantragt, diese Solidari- tätsbeiträge auf eine allgemeine Leistung im Rahmen der Landwirtschaft auszuweiten. Diese parlamentarische Initiative hat der Rat aufgenommen. Sie haben ihr am 11. Juni 1992 ge-
stützt auf einen entsprechenden Antrag zugestimmt. Der Na- tionalrat ist seinerseits darauf eingetreten. Jetzt liegen noch ei- nige Differenzen vor, die wir zu bereinigen haben.
Bei dieser Differenzbereinigung geht es also um Artikel 25bis des Landwirtschaftsgesetzes. Der Nationalrat hat einige Aen- derungen gegenüber unseren Beschlüssen vorgenommen. Die ständerätliche Kommission beantragt Ihnen Zustimmung zum Nationalrat in diesen Fragen.
Darf ich Sie auf die Unterschiede hinweisen? Es geht in Arti- kel 25bis Absatz 1 Buchstabe c darum, dass die Solidaritäts- beiträge dann für alle verpflichtend werden können, wenn zwei Drittel der Produzenten zugestimmt haben. Wir hatten uns selbst mit der Hälfte begnügt. Es geht also hier um die Erhö- hung der Schwelle von 50 auf 66,66 Prozent.
Dann haben Sie in Absatz 2 eine Aenderung, indem die Soli- daritätsbeiträge progressiv gestaltet werden können und 4 Prozent des mittleren Rohertrages nicht überschreiten dür- fen. Der Nationalrat ist von 2 Prozent ausgegangen und hat noch eine Präzisierung beigefügt: « .... aus dem von der Selbsthilfe betroffenen Produktionszweig .... ».
Bei Absatz 3 hatten wir die Erhebung durch das Bundesamt für Landwirtschaft vorgesehen, mit der Möglichkeit, eine an- dere Stelle zu beauftragen. Der Nationalrat hat umgestellt und prioritär die Branchenorganisationen unter Kontrolle durch das Bundesamt vorgesehen, mit der Möglichkeit, eine abwei- chende Lösung vorzusehen, d. h. ausnahmsweise das Bun- desamt mit der Aufgabe zu beauftragen.
Schliesslich: Die Verpflichtung der Branchenorganisationen zur öffentlichen Rechnungsablage ist in einem neuen Absatz 6 geregelt und hängt damit zusammen, dass die Erhebung nach Absatz 3 durch die Branchenorganisationen erfolgen wird.
Also: Schwelle bei zwei Drittel statt bei 50 Prozent, Höhe 2 Pro- zent statt 4 Prozent und Erhebung durch Branchenorganisa- tionen statt durch das Bundesamt für Landwirtschaft - bei bei- den Varianten mit der Umkehrmöglichkeit.
Das sind die Aenderungen, die der Nationalrat beschlossen hat. Die Kommission des Standerates empfiehlt Ihnen in all diesen Punkten Zustimmung zum Nationalrat.
Bloetzer: Unserem Kollegen Delalay geht es bei seinem An- trag darum, sicherzustellen, dass die Erhebung der Solidari- tätsbeiträge im Normalfall nicht nur durch die Branchenorga- nisation erfolgt, sondern dass dort, wo vor 1992 solche Erhe- bungen durch regionale Organisationen vorgenommen wur- den, dies auch in Zukunft getan werden kann.
Wenn der Bundesrat erklären kann, dass der Geist der Formu- lierung, wie sie vom Nationalrat beschlossen wurde, in diesem Sinne zu interpretieren ist, so ist damit das Ziel des Antrages Delalay erreicht; ich könnte den Antrag unter dieser Vorausset- zung zurückziehen.
Jagmetti, Berichterstatter: Die Kommission hatte keine Gele- genheit, sich zu diesem Antrag zu äussern. Die Idee, dass auch Branchenorganisationen unter Kontrolle des BLW Soli- daritätsbeiträge erheben können, liegt eigentlich in der allge- meinen Zielrichtung. Aber einen formellen Antrag der WAK kann ich Ihnen dazu nicht stellen.
Schmid Carlo: Ich möchte Ihnen beantragen, bei Absatz 3 an der Fassung des Ständerates festzuhalten, mit allen Konse- quenzen, die sich dann daraus ergeben. Warum?
Sehen Sie, hier werden von den Branchenorganisationen bei ihren eigenen Mitgliedern Solidaritätsbeiträge erhoben. Und der Zweck der Uebung besteht darin, in besonderen Fällen, die dann vom Bund akzeptiert werden, auch die Nichtmitglie- der zu solchen Solidaritätsbeiträgen anzuhalten.
Nun versetzen Sie sich einmal in die Lage eines nicht organi- sierten Landwirts. In der Regel hat er einen bestimmten Grund, warum er nicht organisiert ist; er will nicht organisiert sein. Das ist sein gutes Recht; ob es gescheit ist oder nicht, ist eine an- dere Frage, aber er will sich nicht organisieren lassen.
Ist es schweizerische Art, dass man solche Entscheide nicht respektiert und ihn in eine Kartei aufnimmt, in der er partout nicht sein will? Dass er vom Bund als Produzent geführt wird,
Initiative parlementaire. Contributions de solidarité
502
E 15 juin 1993
dass er in einer Kartei des Bundes figuriert, das akzeptiert er. Aber ein Tierproduzent, der mit dem SPV nichts zu tun haben will, erträgt es schlecht, wenn er weiss, dass er in Brugg kar- tiert ist und Brugg ihm Rechnungen stellt
Hier geht es nicht um viel, aber es geht um die Freiheit des ein- zelnen, organisiert zu sein oder nicht organisiert zu sein; die- sen Entscheid sollten wir eigentlich akzeptieren und respektie- ren. Deswegen bin ich der Auffassung, wir sollten die Ge- schichte beim Bund belassen und nicht die Branchenorgani- sationen berücksichtigen.
Jagmetti, Berichterstatter: Ich darf davon ausgehen, dass Herr Schmid Carlo auch die Streichung von Absatz 6 verlangt, wenn er Festhalten an Absatz 3 empfiehlt Das ist die Konse- quenz
Im übrigen erlaube ich mir, darauf hinzuweisen, dass die von Herrn Schmid vorgeschlagene Lösung unsere erste Fassung war. Die Kommission war aber der Meinung, es sei an der Zeit, die Differenzen zu beseitigen.
M. Delamuraz, conseiller fédéral: Deux mots: le premier pour M. Schmid Carlo. Je crois qu'il ne faut pas confondre les pres- tations et les cotisations - si je puis m'exprimer ainsi - que l'on perçoit, Monsieur Schmid, chez les membres individuels pour leur association. Ca, c'est une réalité qui nous échappe totale- ment et qui n'est pas visée par la présente disposition. Ce que nous visons en revanche dans cette loi, c'est autre chose. Ce sont des contributions prélevées, non pas directement chez chaque membre, mais sur les produits. Et le canal de prélève- ment n'est plus celui, très traditionnel ou très pratique, qui consiste à aller chez le producteur, mais il consistera à frapper d'une certaine taxe, en général minime, le produit tel qu'il est présenté sur le marché. C'est à cette phase-là que le prélève- ment aura lieu.
A cet égard, la solution du Conseil national, qui consiste à en charger principalement les organisations agricoles, sous le contrôle de l'Office fédéral de l'agriculture naturellement, et, exceptionnellement, dans les cas où la nature de l'organisa- tion ou du marché ne s'y prête pas, l'Office fédéral de l'agri- culture, nous paraît être une amélioration de la formule par rapport à ce que nous avions décidé ici. Il y a en quelque sorte un renversement du fardeau de la preuve, mais, du point de vue de l'exécution pratique des opérations, comme il s'agit de prélèvements sur les produits, nous pensons que la solution du Conseil national est la bonne. Les ordonnances que nous pourrions mettre sur pied en fonction de ce nouveau texte pré- voiront expressément ce fonctionnement-là et éviteront les dif- ficultés ou les excès que le régime, s'il n'est pas contrôlé, pour- rait engendrer. Le système de l'ordonnance est au point, et ce régime-là est le bon. Je vous demande d'en rester à la formule du Conseil national.
J'en viens maintenant au deuxième point qui est la proposition en coproduction de MM. Delalay et Bloetzer. Cette proposition alourdit singulièrement l'article 25bis alinéa 3 de la loi sur l'agriculture, qui stipule à la première phrase, que les premiers responsables sont les organisations agricoles, et, à la deuxième phrase, qu'exceptionnellement ça peut être l'Office fédéral de l'agriculture. Par votre proposition, on introduit en- core une troisième dimension qui dit que les organisations agricoles régionales pourraient être engagées dans le proces- sus, même quand l'Office fédéral de l'agriculture est excep- tionnellement désigné.
Je crois que c'est un peu lourd, et il me semble que tel que for- mulé par le Conseil national et par votre commission, cet alinéa 3 de l'article 25bis suffit. Il fixe la responsabilité générale de principe pour les organisations agricoles, donc pour les organisations régionales - le terme y est contenu implicite- ment - et il fixe ensuite le principe de l'exception dévolue à l'Of- fice fédéral de l'agriculture.
Permettez-moi de vous dire, quant à l'usage pratique que nous aurons dans l'application de cet article et de cette ordon- nance, que nous ferons appel au maximum aux prestations et aux capacités d'encaissement de ces organisations. Nous voulons vraiment aller dans le bon sens de la responsabilisa-
tion du secteur privé. Par conséquent, je peux vous donner l'assurance que l'objectif que vous visiez par votre amende- ment sera atteint, sans qu'il soit nécessaire de prévoir cette ad- jonction.
Je vous suggère, s'il vous est possible, de retirer votre proposi- tion.
Bloetzer: Ich bin beauftragt, unter diesen Voraussetzungen den Antrag Delalay zurückzuziehen.
Schmid Carlo: Ich bin darauf angewiesen, dass sich der Herr Bundesrat bei seinen Worten behaften lässt, dass das in der Verordnung so heisst. Le prélèvement, Monsieur le Conseiller fédéral, n'est pas indiqué dans le texte de l'article 25bis. J'espère que la parole d'un conseiller fédéral est la parole d'un conseiller fédéral!
Bundesrat Delamuraz: Sehr vertrauensvoll! Ich danke Ihnen, Herr Ständerat.
Präsident: Das Wort eines Bundesrates wird auch künftig ein Wort bleiben.
Angenommen gemäss Antrag der Kommission Adopté selon la proposition de la commission
Ziff. II (neu) Antrag der Kommission Titel Aenderung von Bundesgesetzen
Ziff. 1 Einleitung
Das Alkoholgesetz vom 21. Juni 1932 wird wie folgt geändert: Art. 24septies
Abs. 1
Erheben landwirtschaftliche Branchenorganisationen bei ih- ren Mitgliedern Beiträge zur Finanzierung von Selbsthilfe- massnahmen, so kann der Bundesrat nicht erfasste Produ- zenten zur Leistung von Solidaritätsbeiträgen verpflichten, wenn:
a. die Selbsthilfemassnahmen allen Kartoffelproduzenten zu- gute kommen;
b. die Massnahmen in erster Linie dazu dienen, die Produktion den Absatzmöglichkeiten anzupassen, den naturnahen An- bau sowie den Verkauf und die Qualität der Kartoffeln auch im Interesse der ganzen Landwirtschaft zu fördern;
c. mehr als zwei Drittel der Produzenten, die zugleich über mehr als 50 Prozent des Anbaus oder der Produktion verfü- gen, den Organisationen angeschlossen sind. Abs. 2
Die Solidaritätsbeiträge bemessen sich nach der Produktion und sind gleich hoch wie die Beiträge für die Finanzierung von Selbsthilfemassnahmen. Sie dürfen zwei Prozent des mittle- ren Rohertrages aus dem von der Selbsthilfe erfassten Pro- duktionszweig nicht übersteigen.
Abs. 3
Die Solidaritätsbeiträge werden von den Branchenorganisa- tionen unter Kontrolle der Alkoholverwaltung erhoben. Der Bundesrat kann ausnahmsweise die Alkoholverwaltung damit beauftragen.
Abs. 4
Die Solidaritätsbeiträge stehen den Organisationen zur Finan- zierung von Massnahmen gemäss Absatz 1 zur Verfügung, wobei bei der Verwendung der Beiträge die Herkunft der Mittel angemessen zu berücksichtigen ist.
Abs. 5
Die Alkoholverwaltung oder eine andere vom Bundesrat ge- mäss Absatz 3 beauftragte Stelle überwacht die Verwendung der Beiträge.
Abs. 6
Die landwirtschaftlichen Branchenorganisationen legen öf- fentlich und detailliert Rechnung über Herkunft und Vewen- dung des Solidaritätsfonds ab.
Parlamentarische Initiative. Solidaritätsbeiträge
503
Ziff. 2 Einleitung
Das Getreidegesetz vom 20. März 1959 wird wie folgt ge- ändert: Art. 11bis Abs. 1
Erheben landwirtschaftliche Branchenorganisationen bei ih- ren Mitgliedern Beiträge für die Finanzierung von Selbsthilfe- massnahmen, so kann der Bundesrat die nicht erfassten Pro- duzenten zur Leistung von Solidaritätsbeiträgen verpflichten, wenn:
a. die Selbsthilfemassnahmen allen Produzenten zugute kommen;
b. die Massnahmen in erster Linie dazu dienen, die Produktion an die Absatzmöglichkeiten anzupassen, den naturnahen An- bau sowie den Verkauf und die Qualität der Produkte auch im Interesse der ganzen Landwirtschaft zu fördern;
c. mehr als zwei Drittel der Produzenten, die zugleich über mehr als 50 Prozent des Anbaus oder der Produktion verfü- gen, den Organisationen angeschlossen sind. Abs. 2
Die Solidaritätsbeiträge bemessen sich nach der Produktion und sind gleich hoch wie die Beiträge für die Finanzierung von Selbsthilfemassnahmen. Sie dürfen zwei Prozent des mittle- ren Rohertrages aus dem von der Selbsthilfe betroffenen Pro- duktionszweig nicht übersteigen.
Abs. 3
Die Solidaritätsbeiträge werden von den Branchenorgani- sationen unter Kontrolle des Bundesamtes erhoben. Der Bundesrat kann ausnahmsweise das Bundesamt damit beauftragen.
Abs. 4
Die Solidaritätsbeiträge stehen den Organisationen zur Finan- zierung von Massnahmen gemäss Absatz 1 zur Verfügung, wobei bei der Verwendung der Beiträge die Herkunft der Mittel angemessen zu berücksichtigen ist.
Abs. 5
Das Bundesamt oder eine andere vom Bundesrat gemäss Absatz 3 beauftragte Stelle überwacht die Verwendung der Beiträge.
Abs. 6
Die landwirtschaftlichen Branchenorganisationen legen öf- fentlich und detailliert Rechnung über Herkunft und Verwen- dung des Solidaritätsfonds ab.
Ch. Il (nouveau)
Proposition de la commission Titre
Modification de lois fédérales
Ch. 1 introduction
La loi du 21 juin 1932 sur l'alcool est modifiée comme il suit: Art. 24septies
Al. 1
Lorsque des organisations agricoles perçoivent auprès de leurs membres des contributions destinées au financement de mesures d'entraide, le Conseil fédéral peut obliger les pro- ducteurs non affiliés à verser des contributions de solidarité, à condition que:
a. les mesures d'entraide profitent à tous les producteurs de pommes de terre;
b. les mesures visent en premier lieu à adapter la production aux possibilités d'écoulement, à favoriser l'application de mé- thodes culturales respectueuses de la nature, ainsi que la vente et la qualité des produits, ceci aussi dans l'intérêt de l'agriculture en général;
c. plus des deux tiers des producteurs, disposant également de plus de 50 pour cent des cultures ou de la production, soient affiliés aux organisations agricoles.
Al. 2
Les contributions de solidarité sont calculées selon la produc- tion et leur montant est égal à celui des contributions desti- nées au financement de mesures d'entraide. Elles ne doivent pas excéder deux pour cent du rendement brut moyen du sec- teur de production bénéficiant des mesures d'entraide.
Al. 3
Les contributions de solidarité sont prélevées par les organisa- tions agricoles sous le contrôle de l'administration. Exception- nellement, le Conseil fédéral peut charger du prélèvement l'administration.
Al. 4
Les organisations agricoles disposant de contributions de so- lidarité pour financer des mesures d'entraide conformément à l'alinéa premier les utilisent en tenant compte, dans une me- sure équitable, de leur provenance.
Al. 5
L'administration ou un organisme chargé par le Conseil fédé- ral au sens de l'alinéa 3 surveille l'utilisation des contributions. Al. 6
Les organisations agricoles rendent publiquement des comp- tes détaillés sur la provenance et l'utilisation de leurs fonds.
Ch. 2 introduction
La loi fédérale du 20 mars 1959 sur l'approvisionnement du pays en blé est modifiée comme il suit:
Art. 11bis
Proposition de la commission
Al. 1
Lorsque des organisations agricoles perçoivent auprès de leurs membres des contributions destinées au financement de mesures d'entraide, le Conseil fédéral peut obliger les pro- ducteurs non affiliés à verser des contributions de solidarité, à condition que:
a. les mesures d'entraide profitent à tous les producteurs de blé;
b. les mesures visent en premier lieu à adapter la production aux possibilités d'écoulement, à favoriser l'application de mé- thodes culturales respectueuses de la nature, ainsi que la vente et la qualité des produits, ceci aussi dans l'intérêt de l'agriculture en général;
c. plus des deux tiers des producteurs, disposant également de plus de 50 pour cent des cultures ou de la production, soient affiliés aux organisations agricoles.
Al. 2
Les contributions de solidarité sont calculées selon la produc- tion et leur montant est égal à celui des contributions desti- nées au financement de mesures d'entraide. Elles ne doivent pas excéder deux pour cent du rendement brut moyen du sec- teur de production bénéficiant des mesures d'entraide.
Al. 3
Les contributions de solidarité sont prélevées par les organisa- tions agricoles sous le contrôle de l'Office. Exceptionnelle- ment, le Conseil fédéral peut charger du prélèvement l'Office. Al. 4
Les organisations agricoles disposant de contributions de so- lidarité pour financer des mesures d'entraide conformément à l'alinéa premier les utilisent en tenant compte, dans une me- sure équitable, de leur provenance.
Al. 5
L'Office ou un organisme charge par le Conseil fédéral au sens de l'alinéa 3 surveille l'utilisation des contributions.
Al. 6
Les organisations agricoles rendent publiquement des comp- tes détaillés sur la provenance et l'utilisation de leurs fonds.
Jagmetti, Berichterstatter: Sie haben neben dem querformati- gen Blatt noch ein hochformatiges Blatt. Und auf diesem hoch- formatigen Blatt finden Sie zwei weitere Gesetze. Ein drittes fin- den Sie darin nicht; ich werde Ihnen nachher erklären, warum. Nach der Beratung in unserem Rat kam die Frage auf, ob diese Solidaritätsbeiträge, die wir zunächst für den Obstbau beschlossen hatten und dann auf Initiative von Frau Simmen als generelle Lösung wählten, nicht noch speziell für die Kar- toffelbauern im Alkoholgesetz und für die Getreidebauern im Getreidegesetz festgelegt werden sollten.
Die Kommission des Nationalrates hat das Problem dann nicht aufgenommen, und im Plenum wurde es mehr angedeu- tet als beraten. So trat die Frage auf, ob wir es jetzt noch bera- ten könnten. Die Kommission für Wirtschaft und Abgaben des Nationalrates hat im Sinne des Geschäftsverkehrsgesetzes
27-S
E 15 juin 1993
504
Interpellation Salvioni
zugestimmt, dass wir die Differenzbereinigung ausweiten und diese beiden anderen Gesetze auch noch in unsere Beratun- gen einbeziehen.
Das Bundesamt für Landwirtschaft hat uns dann zusammen mit der Alkoholverwaltung einen Vorschlag für einen neuen Ar- tikel 24septies im Alkoholgesetz - den quinquies und den se- xies hatten wir bei der Revision vom Frühjahr 1992 einge- fügt - und einen Artikel 11bis im Getreidegesetz gemacht. Im Inhalt decken sich die Artikel mit dem, was wir jetzt in Arti- kel 25bis Landwirtschaftsgesetz beschlossen haben.
Es kam dann die Frage auf, ob wir nicht ein drittes Gesetz noch einbeziehen sollten, nämlich das Fischereigesetz, um Solida- ritätsbeiträge auch bei den Berufsfischern zu erheben. Es gibt deren 300 in der Schweiz. Wie viele davon Vollerwerbsbetriebe sind, entzieht sich meiner Kenntnis. Aber die Kommission war dann der Auffassung sunt denique fines. Es gibt irgendwie ein- mal eine Grenze dessen, was der Staat an Pflichtleistungen re- geln soll. Sie fand, die Fischer könnten sich intern organisie- ren; wenn einer nicht mitmachen wolle, weil er an einem Ge- wässer für sich allein fischt und eine eigene Kundschaft hat, dann sei es nicht Aufgabe des Staates, ihn daran zu hindern. Die Kommission für Wirtschaft und Abgaben schlägt Ihnen da- her keine Aenderung des Fischereigesetzes vor. Hingegen möchte sie die Regeln über die Solidaritätsbeiträge im Obst- bau und die entsprechende allgemeine Regel des Landwirt- schaftsgesetzes auch auf den Kartoffelanbau und auf den Ge- treideanbau ausweiten.
Frau Weber Monika: Damit haben wir - das haben Sie den Ausführungen des Präsidenten entnehmen können - die to- tale Organisation. Ich möchte nur ganz kurz sagen: Herr Schmid Carlo hat vorher von Freiheit gesprochen. Ich glaube nicht, dass diese Gesetze den Bauern mehr Freiheit bringen. Was wir hier machen - ich habe es schon einmal gesagt und möchte es heute wiederholen -, läuft auf eine neue, zusätzli- che Kartellierung hinaus.
Im Grunde genommen entspricht es überhaupt nicht dem Trend der Zeit, dass wir hier neu kartellieren. Das musste ge- sagt werden.
Schallberger: Bevor abgestimmt wird, möchte ich doch daran erinnern, dass man von der Landwirtschaft immer wie- der Selbsthilfe fordert. Und wenn dann die Selbsthilfe ge- macht wird, soll man sie nicht verhindern. Ich bitte Sie, zuzu- stimmen.
Titel - Titre Angenommen - Adopté
Ziff. 1 - Ch. 1
Abstimmung - Vote Für den Antrag der Kommission Dagegen
19 Stimmen 3 Stimmen
Ziff. 2 - Ch. 2
Abstimmung - Vote Für den Antrag der Kommission Dagegen
19 Stimmen 3 Stimmen
93.3124
Interpellation Salvioni Uebertriebener Agrarschutz im Dreiphasensystem Système des trois phases dans l'agriculture. Protection exagérée
Wortlaut der Interpellation vom 17. März 1993
Der Grenzschutz für Agrarprodukte wird teilweise masslos übertrieben. Die Leidtragenden sind die staatlich bevormun- deten Konsumenten, die zu übersetzten Preisen und bei be- schränkter Auswahl einkaufen müssen. Folgenschwer ist der übertriebene Agrarprotektionismus für die Exportwirtschaft und die Swissair, indem der Abbau von Handelshemmnissen und der Zutritt zum europäischen Markt erschwert wird.
In dieser Situation fragen wir den Bundesrat, ob der schweize- rische Agrarschutz noch vernünftig ist, wenn beispielsweise
Agrarimporte verboten sind, obwohl die inländischen Pro- dukte aufgrund der widernatürlichen Produktionsausweitung von mangelhafter Qualität sind und dabei gleichwohl bis zu dreimal teurer sind als importierte Freilandprodukte (aktuelle Beispiele: Cicorino rosso, Lollo rosso)?
der Import von natürlich gewachsenen Freilandgemüsen zu einem günstigeren Preis verboten ist und die Konsumenten zum Kauf von teuren inländischen Produkten gezwungen wer- den, welche aus industrieller Hors-sol-Produktion stammen (Beispiele: Tomaten, Gurken)?
Texte de l'interpellation du 17 mars 1993
La protection à la frontière pour les produits agricoles dépasse parfois toutes les bornes. Les victimes de ces exagérations sont les consommateurs, placés sous la tutelle de l'Etat, qui doivent acheter les produits à des prix surfaits et n'ont qu'un choix limité. Le protectionnisme agricole exagéré est lourd de conséquences pour l'économie d'exportation et pour Swiss- air, l'élimination des obstacles au commerce et l'accès au mar- ché européen étant rendus plus difficiles.
Dans cette situation, je demande au Conseil fédéral s'il estime encore raisonnable de protéger ainsi l'agriculture suisse lors- que:
Mitunterzeichner - Cosignataires: Keine - Aucun
M. Salvioni: Dans la politique agricole, on a le sentiment que tout ce que l'on peut produire d'une manière ou d'une autre doit nécessairement être produit. Pour quelques-uns, il s'agit d'un problème de survie, mais, pour d'autres, il s'agit d'accu- muler des bénéfices.
La tomate en est l'exemple le plus actuel. Pour elle, est entrée en vigueur la semaine passée la deuxième phase de la protec- tion de l'Etat à la frontière - on en parlait avant -, qui comprend la protection des prix. Nous produisons des tomates hors- sol - c'est-à-dire peu en relation avec l'agriculture -- dans des serres chauffées, avec une consommation d'énergie de plus d'un kilo de mazout pour un kilo de tomates! Dans ce do- maine, M. Ogi, ministre de l'énergie, pourrait avoir quelque chose à dire.
Voici quelques autres exemples d'un excessif protection- nisme agricole. En mars 1993, le «lollo rosso» - c'est une sa-
An den Nationalrat - Au Conseil national
Schweizerisches Bundesarchiv, Digitale Amtsdruckschriften Archives fédérales suisses, Publications officielles numérisées Archivio federale svizzero, Pubblicazioni ufficiali digitali
Parlamentarische Initiative (WAK-SR) Solidaritätsbeiträge in der Landwirtschaft Initiative parlementaire (CER-CE) Contributions de solidarité dans l'agriculture
In
Dans
In
Amtliches Bulletin der Bundesversammlung Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale
Jahr
Année
1993
Anno
Band
III
Volume
Volume
Session
Sommersession
Session
Session d'été
Sessione
Sessione estiva
Rat
Ständerat
Conseil
Conseil des Etats
Consiglio
Consiglio degli Stati
Sitzung
10
Séance
Seduta
Geschäftsnummer
92.416
Numéro d'objet
Numero dell'oggetto
Datum 15.06.1993 - 08:00
Date
Data
Seite
501-504
Page
Pagina
Ref. No
20 023 070
Dieses Dokument wurde digitalisiert durch den Dienst für das Amtliche Bulletin der Bundesversammlung. Ce document a été numérisé par le Service du Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale. Questo documento è stato digitalizzato dal Servizio del Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale.