Interpellation Allenspach
1443
Schriftliche Stellungnahme des Bundesrates
vom 12. Mai 1993 Rapport écrit du Conseil fédéral du 12 mai 1993
Le chômage lance incontestablement à notre pays de nou- veaux défis tant d'ordre politique qu'organisationnel. Il est donc nécessaire d'intensifier les efforts qu'accomplissent la Confédération, les cantons et tous les autres partenaires so- ciaux.
Actuellement, les tâches en matière d'assurance-chômage et de formation des sans-emploi sont accomplies par l'Ofiamt ou soumises à sa haute surveillance. La direction de l'Ofiamt est responsable de l'exécution de la loi sur l'assurance-chômage et par conséquent de la coordination entre ces différents orga- nes. L'Ofiamt consulte à cet effet des commissions et reste en contact étroit avec les divers groupements concernés et inté- ressés. Afin de ne pas diluer par trop le domaine de responsa- bilité de cet office, le Conseil fédéral considère qu'il n'est pas souhaitable de modifier fondamentalement les compétences que cet office est en mesure d'assumer.
Par contre, la création d'un service de médiation (ombuds- man) peut être envisagée dans le cadre de la révision ordinaire de la loi sur l'assurance-chômage. Ce service, indépendant de l'administration, destiné à conseiller les chômeurs, les institu- tions et les employeurs, pourrait en même temps constituer un partenaire de discussion précieux. Il déchargera ainsi l'Ofiamt de nombreuses tâches.
Le Conseil fédéral est conscient de la situation tendue dans la- quelle se trouvent les organes d'exécution en raison de leurs effectifs insuffisants; il leur attribuera les moyens nécessaires.
Präsident: Der Interpellant ist von der Antwort des Bundesra- tes befriedigt; er verzichtet auf eine Diskussion.
93.3184
Interpellation Allenspach Verspätete Auszahlung von Arbeitslosentaggeldern Versement des indemnités de chômage. Retard
Wortlaut der Interpellation vom 19. März 1993
Die verspätete Auszahlung der Arbeitslosentaggelder wider- spricht einem klaren Gesetzesauftrag und lässt auf ungenü- genden Vollzug des Avig schliessen. Der Bundesrat wird um Auskunft ersucht:
Wo liegen die Ursachen dieses ungenügenden Gesetzes- vollzugs?
Was ist vorgekehrt worden, die rechtzeitige Auszahlung der Arbeitslosentaggelder sicherzustellen?
Wer trägt die Verantwortung?
Texte de l'interpellation du 19 mars 1993
Le fait que les indemnités de chômage soient versées avec du retard viole la loi de manière indéniable et donne à croire qu'elle n'est pas appliquée correctement. Je demande au Conseil fédéral de répondre aux trois questions suivantes:
Quelles sont les causes de l'application incorrecte de la loi?
Qu'a-t-il fait pour que les indemnités de chômage soient ver- sées à temps?
Qui est responsable de ces retards?
Mitunterzeichner - Cosignataires: Aregger, Bonny, Cincera, Dettling, Fischer-Seengen, Fritschi Oscar, Früh, Giger, Gysin, Heberlein, Hegetschwiler, Loeb François, Mauch Rolf, Nab- holz, Stamm Luzi, Steinegger, Stucky, Suter, Tschuppert Karl, Wittenwiler, Wyss Paul
Schriftliche Begründung - Développement par écrit
Die Klagen über verspätete Auszahlung der Arbeitslosenversi- cherungs-Taggelder häufen sich. Arbeitslose müssen zum Teil zwei Monate und länger warten, bis ihnen die ihnen zuste- henden Taggelder ausbezahlt werden. Dieser Zustand kann nicht hingenommen werden. Wir stellen fest, dass die Verant- wortung für dieses Versagen wie der Schwarzpeter zwischen Biga, den kantonalen und kommunalen Amtsstellen und den Arbeitgebern herumgeschoben wird.
Deshalb ist Auskunft darüber notwendig, wo die Ursachen für dieses administrative Versagen liegen, was zur Behebung die- ser Mängel unternommen worden ist, wer die Verantwortung für den ungenügenden Vollzug eines klaren Gesetzesauftra- ges trägt
Schriftliche Stellungnahme des Bundesrates vom 12. Mai 1993 Rapport écrit du Conseil fédéral du 12 mai 1993
Gemäss geltendem Recht zahlt die Arbeitslosenkasse in der Regel die Entschädigung für die abgelaufene Kontrollperiode im Laufe des folgenden Monats aus. Der Versicherte hat An- spruch auf einen angemessenen Vorschuss für kontrollierte Tage, wenn er seine Anspruchsberechtigung glaubhaft macht.
Sofern das Dossier des Versicherten vollständig ist, das heisst, wenn alle erforderlichen Unterlagen vom Versicherten beige- bracht worden sind, erfolgt die Auszahlung der Entschädigun gen im allgemeinen innerhalb der vorgeschriebenen Frist. Ist das Dossier dagegen lückenhaft, kann die entsprechende Entschädigung verspätet eintreffen. Bei diesen Fällen handelt es sich nicht um gesetzeswidrige Verspätungen, da das Ge- setz ja selbst eine gewisse Anzahl zu erfüllender Bedingungen vorschreibt, damit die Entschädigung ausbezahlt werden kann.
Anfang 1993 wurde ein neues Auszahlungsinformationssy- stem eingeführt. Trotz den Vorkehrungen, die zur Erleichte- rung der Einführung des Systems getroffen wurden (Informa- tion der Kassen, vorgängige Teste, Einführungskurse usw.), sind in gewissen Fällen Verspätungen bei der Auszahlung der Entschädigungen vorgekommen. Die Einführung von Infor- matiksystemen dieser Grösse (Millionen von Daten bezüglich der Zahlungen, etwa hundert Kassen und Zahlstellen) ist un- vermeidlich mit Startschwierigkeiten verbunden. Es wurde al- les Menschenmögliche unternommen, um Abhilfe zu schaf- fen; die Situation sollte sich sehr schnell bessern.
Sowohl das Kassenpersonal, welches infolge des unerwartet starken Anstiegs der Arbeitslosigkeit oft unterbesetzt und überlastet war, als auch die mit der Leitung des Informations- systems betrauten Unternehmungen sowie das Biga als Koor- dinationsstelle haben zahlreiche Anstrengungen unternom- men. Trotzdem mussten im Mai 1993 erneut besondere Schwierigkeiten überwunden werden. Aufgrund der extrem kurzen Zeitspanne zwischen der Annahme des dringlichen Bundesbeschlusses über die Massnahmen in der Arbeitslo- senversicherung vom 19. März 1993 durch das Parlament (Be- stimmungen, die in den letzten Minuten angenommen wur- den) und dessen Inkrafttreten am 1. April mussten in Anbe- tracht der notwendigen Anpassungen des Auszahlungsinfor- mationssystems für die Aprilentschädigungen erneute Ver- spätungen befürchtet werden. Unter Vorbehalt von Einzelfäl- len konnten diese jedoch regulär in den ersten Tagen des Mo- nats Mai ausbezahlt werden.
Präsident: Der Interpellant ist von der Antwort des Bundesra- tes teilweise befriedigt und verlangt Diskussion.
Abstimmung - Vote Für den Antrag auf Diskussion Dagegen
offensichtliche Mehrheit Minderheit
Verschoben - Renvoyé
(21)
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Jahr
1993
Année
Anno
Band
III
Volume
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Session
Sommersession
Session
Session d'été
Sessione
Sessione estiva
Rat
Nationalrat
Conseil
Conseil national
Consiglio
Consiglio nazionale
Sitzung
16
Séance
Seduta
Geschäftsnummer 93.3184
Numéro d'objet
Numero dell'oggetto
Datum 18.06.1993 - 08:00
Date
Data
Seite
1443-1443
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20 022 940
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