Asylpolitik. Initiativen und persönliche Vorstösse
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93.3031
Postulat SPK-NR 92.303 (Minderheit Seiler Hanspeter) Verstärkung der Grenzkontrollen Postulat CIP-CN 92.303 (minorité Seiler Hanspeter) Intensification des contrôles à la frontière
Wortlaut des Postulates vom 22. Januar 1993
Der Bundesrat wird aufgefordert, die Grenzkontrollen zu ver- stärken, um die illegale Einreise von Asylbewerbern zu er- schweren und die Tätigkeit von Schlepperorganisationen zu unterbinden.
Texte du postulat du 22 janvier 1993 Le Conseil fédéral est invité à intensifier les contrôles à la fron- tière afin de rendre plus difficile l'entrée illégale des requérants d'asile et d'enrayer l'activité des filières de passeurs.
Mitunterzeichner - Cosignataires: Aubry, Borer Roland, Fi- scher-Seengen, Schmied Walter, Steffen (5)
Präsident: Nachdem Sie den Minderheitsantrag zu Ziffer 1 der Initiative abgelehnt haben, entfällt auch dieses Postulat.
Abgelehnt - Rejeté
91.3178
Motion des Ständerates (Huber) Beitritt der Schweiz zum europäischen Erstasylabkommen Motion du Conseil des Etats (Huber) Adhésion de la Suisse à l'Accord européen sur les pays de premier asile
Wortlaut der Motion vom 3. Oktober 1991
Wie den Medien entnommen werden kann, haben nun alle EG-Länder das Erstasylabkommen unterzeichnet, dessen Ziel es ist, Mehrfachasylbegehren zu verhindern.
Der Bundesrat wird eingeladen, alle Anstrengungen zu unter- nehmen, damit die Schweiz diesem Abkommen beitreten kann, und den Ratifikationsprozess in die Wege zu leiten.
Texte de la motion du 3 octobre 1991
Comme nous l'apprennent les médias, tous les Etats mem- bres de la CE ont signé à ce jour l'Accord sur les pays de pre- mier asile, dont l'objectif est d'empêcher qu'un requérant d'asile ne dépose des demandes dans plusieurs pays simulta- nément.
Le Conseil fédéral est invité à tout entreprendre pour que la Suisse puisse adhérer à cet accord et à préparer la ratification.
93.3042
Postulat SPK-NR 91.3178 Europäisches Erstasylabkommen. Anpassungen der schweizerischen Gesetzgebung Postulat CIP-CN 91.3178 Accord européen sur les pays de premier asile. Adaptation de la législation suisse
Wortlaut des Postulates vom 26. Februar 1993
Der Bundesrat wird beauftragt, alle Aenderungen in der Ge- setzgebung (insbesondere im Bereich des Datenschutzes) vorzubereiten, die bei einer Ratifikation des europäischen Erstasylabkommens vorausgesetzt werden müssen.
Texte du postulat du 26 février 1993
Le Conseil fédéral est chargé d'entreprendre toutes les modifi- cations de la législation et particulièrement dans le domaine de la protection des données, qu'il y a lieu de considérer comme condition à la ratification de l'Accord européen sur les pays de premier asile.
Frau Zölch unterbreitet im Namen der Kommission den fol- genden schriftlichen Bericht:
Der Ständerat hat am 3. Oktober 1991 beschlossen, die von Ständerat Huber am 17. Juni 1991 eingereichte Motion sei zu überweisen.
Die Motion (91.3178, Beitritt der Schweiz zum europäischen Erstasylabkommen) beauftragt den Bundesrat, alle Anstren- gungen zu unternehmen, damit die Schweiz dem Ueberein- kommen vom 15. Juni 1990 über die Bestimmung des zustän- digen Staates für die Prüfung eines in einem Mitgliedstaat der Europäischen Gemeinschaft gestellten Asylantrages (Dubli- ner Abkommen) beitreten kann, und den Ratifikationsprozess in die Wege zu leiten.
Schon während den Vertragsverhandlungen innerhalb der EG bekundeten die Schweiz und andere europäische Nicht-Mit- gliedstaaten ihr Interesse, in den Geltungsbereich der Rege- lungen dieses Abkommens einbezogen zu werden. In der Folge entstand ein Vertragstext für ein Parallelabkommen, der von den EG-Ministern am 12. Juni 1992 als Verhandlungs- grundlage für Nicht-EG-Staaten gutgeheissen wurde. Das Parallelabkommen stimmt in seinen materiellen Bestimmun- gen mit denjenigen des Dubliner Abkommens vollständig überein. Die Beitrittsverhandlungen können erst beginnen, so- bald alle EG-Staaten das Erstasylabkommen ratifiziert haben. Der Bundesrat beschloss am 25. November 1992 die Auf- nahme von Vertragsverhandlungen.
Erwägungen der Kommission Die Kommission behandelte die Motion an ihrer Sitzung vom 25./26. Februar 1993 und führte zu diesem Thema Anhörun- gen mit Experten durch.
Ziel und Zweck des Abkommens ist es, die innereuropäische Weiterwanderung einzudämmen, zu gewährleisten, dass je- des Asylgesuch von einem Staat geprüft wird und Menschen nicht von einem Staat zum andern abgeschoben werden kön- nen. Die Vermeidung von Mehrfachasylgesuchen führt zudem zu einer Entlastung der zuständigen Stellen ohne Verschiech- terung der Rechtsstellung des Asylbewerbers. Das Abkom- men ist ein Schritt in Richtung Verminderung der missbräuchli- chen Inanspruchnahme des Asylrechts.
Aus den dargelegten Gründen beantragt die Kommissions- mehrheit, die Motion zu überweisen und damit den Bundesrat in seiner bereits geäusserten Absicht zu unterstützen, das Ab- kommen so rasch als möglich zu ratifizieren.
Die Kommissionsminderheit beantragt, die Motion in ein Po-
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Postulat SPK-NR 92.303 (Minderheit Seiler Hanspeter) Verstärkung der Grenzkontrollen Postulat CIP-CN 92.303 (minorité Seiler Hanspeter) Intensification des contrôles à la frontière
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Jahr
1993
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Band
III
Volume
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Sommersession
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Session d'été
Sessione
Sessione estiva
Rat
Nationalrat
Conseil
Conseil national
Consiglio
Consiglio nazionale
Sitzung
06
Séance
Seduta
Geschäftsnummer 93.3031
Numéro d'objet
Numero dell'oggetto
Datum 07.06.1993 - 14:30
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