N 28 avril 1993
776
Swisslex. Loi fédérale sur les douanes
Vierte Sitzung - Quatrième séance
Mittwoch, 28. April 1993, Vormittag Mercredi 28 avril 1993, matin
08.00 h Vorsitz - Présidence: Herr Schmidhalter
93.114 Folgeprogramm nach der Ablehnung des EWR-Abkommens (Swisslex) Zollgesetz. Aenderung Programme consécutif au rejet de l'Accord EEE (Swisslex) Loi fédérale sur les douanes. Modification
Botschaft und Gesetzentwurf vom 24. Februar 1993 (BBI | 805) Message et projet de loi du 24 février 1993 (FF | 757) Beschluss des Ständerates vom 18. März 1993 Décision du Conseil des Etats du 18 mars 1993 Kategorie IV, Art. 68 GRN - Catégorie IV, art. 68 RCN
Antrag der Kommission Mehrheit Eintreten Minderheit
(Blocher, Dreher, Mauch Rolf, Schwab)
Eintreten und Rückweisung an den Bundesrat
Die vom Bundesrat erneut vorgelegten «Eurolex-Geschäfte» sind an den Bundesrat zurückzuweisen mit dem Auftrag, ein ordentliches Vernehmlassungsverfahren durchzuführen und die Vorlagen (im positiven Fall) neu vorzulegen. Eventualantrag der Minderheit (falls der Rückweisungsantrag abgelehnt wird) Ablehnung der Vorlage
Proposition de la commission Majorité Entrer en matière Minorité (Blocher, Dreher, Mauch Rolf, Schwab)
Entrer en matière et renvoyer l'objet au Conseil fédéral
Les «objets Eurolex» à nouveau présentés sont à renvoyer au Conseil fédéral avec le mandat d'effectuer une procédure de consultation ordinaire et (en cas de réponse positive) de les soumettre encore une fois au Parlement. Proposition subsidiaire de la minorité (en cas de refus de la proposition de renvoi) Rejet du projet
Präsident: Die Anträge der Minderheit Blocher sind zurückge- zogen worden.
M. Gobet, rapporteur: Le projet qui vous est soumis est au nombre de ceux que l'on nous propose d'adopter dans l'exer- cice Swisslex, mais il ne s'appliquera que moyennant la clause de réciprocité. Donc, si nous acceptons la modification propo- sée, l'interdiction de faire du cabotage sera abrogée, c'est-à- dire que chaque entreprise de transport implantée dans un pays tiers pourra effectuer en Suisse des transports avec des
véhicules exemptés de dédouanement si le pays tiers accorde le droit de réciprocité.
Le 30 septembre 1992, vous avez approuvé la modification de cette loi dans le cadre du programme Eurolex. La Commission de l'économie et des redevances vous propose, par 17 voix sans opposition et avec 4 abstentions, d'en faire de même au- jourd'hui.
Thür, Berichterstatter: Die Aenderung des Zollgesetzes finden Sie auf Seite 125 der Botschaft 93.100, die dazugehörenden Erläuterungen auf Seite 64f. (Ziff. 245).
Nach der geltenden Regelung in Artikel 15 des Zollgesetzes ist die sogenannte Kabotage verboten, das heisst, der Inland- oder Binnentransport mit unverzollten Fahrzeugen ist nicht er- laubt Die Neuregelung sieht nun vor, dass alle Beförderungs- mittel im grenzüberschreitenden Verkehr von der Bezahlung von Zollbeträgen und Monopolgebühren befreit sind, aber dennoch für grenzüberschreitende Transporte oder für zeit- weilige gewerbliche Binnentransporte verwendet werden kön- nen. Ein gleicher Vorschlag stand auch im Rahmen der Euro- lex-Vorlagen zur Diskussion.
Der Kommission stellen sich die Fragen: Was passiert, wenn ein ausländischer Staat nicht Gegenrecht hält? Wäre im Ge- setz ein entsprechender Vorbehalt nötig? Diese Fragen wur- den ausführlich diskutiert.
In Artikel 19 des geltenden Zollgesetzes finden Sie eine Be- stimmung, die diesbezüglich eine Sicherung einbaut. Dieser Artikel gibt dem Bundesrat die Möglichkeit, Vergünstigungen zeitweilig oder dauernd aufzuheben, wenn ein fremder Staat mit solchen Vergünstigungen nicht Gegenrecht hält. Der Bun- desrat kann darüber hinaus mit der Inkraftsetzung des Geset- zes so lange zuwarten, bis die EG Gegenrecht gewährt. Wel- chen Weg der Bundesrat im Einzelfall einschlägt, ist von der Sache her egal. Man kommt auf beiden Wegen zum selben Ziel.
Mit dieser Bestimmung wäre die Schweiz weiter als die EG sel- ber. Gerade mit der Kabotage hat die EG erhebliche interne Probleme. Zwar möchten die EG-Staaten in diesem Bereich grundsätzlich ebenfalls eine totale Liberalisierung, bestimmte Staaten aber, vor allem Deutschland, wehren sich dagegen, solange die Kabotage nicht über die Steuerharmonisierung besser geregelt ist. Deutschland wehrt sich damit gegen Last- wagen aus Holland, Spanien und Portugal, weil diese viel billi- ger fahren können. Deshalb möchten die Deutschen eine Ver- einheitlichung der Schwerverkehrsabgabe auf ihrem hohen Niveau. Das liegt natürlich auch in unserem Interesse. Jeden- falls wären wir in diesem Punkt der EG mit unserem Liberalisie- rungsangebot einen Schritt voraus.
Die Kommission hat Eintreten beschlossen und diese Vorlage angenommen. Ich bitte Sie, das gleiche zu tun.
Eintreten wird ohne Gegenantrag beschlossen L'entrée en matière est décidée sans opposition
Detailberatung - Discussion par articles
Titel und Ingress, Ziff. I, H Antrag der Kommission Zustimmung zum Beschluss des Ständerates
Titre et préambule, ch. I, II Proposition de la commission Adhérer à la décision du Conseil des Etats
Angenommen - Adopté
Gesamtabstimmung - Vote sur l'ensemble Für Annahme des Entwurfes 95 Stimmen (Einstimmigkeit)
An den Ständerat - Au Conseil des Etats
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Folgeprogramm nach der Ablehnung des EWR-Abkommens (Swisslex) Zollgesetz. Aenderung
Programme consécutif au rejet de l'Accord EEE (Swisslex) Loi fédérale sur les douanes. Modification
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93.114
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28.04.1993 - 08:00
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776-776
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