Approval of the Alcohol Administration report and accounts

20022219Jurisprudence administrative des autorités fédérales (JAAC)30 nov. 1992Granted

Extrait par Omnilex

Résumé Omnilex

The Council of States examined the 1991/92 report and accounts of the Federal Alcohol Administration. The rapporteurs highlighted a favorable financial result and the Federal Council endorsed the draft. Eintreten was automatic, the articles were approved without amendment, and the final vote accepted the draft unanimously. The item was sent to the National Council.

Regeste Omnilex

Approval of an annual report and accounts; where the competent chamber is presented with a commission recommendation and no substantive opposition is raised, the draft decree is adopted in detail and on the whole by simple vote. The chamber may note the financial result and policy context without altering the dispositive decision (cf. discussion and final vote).

Texte intégral

Alkoholverwaltung. Geschäftsbericht 1991/92

Wahl des ersten Stimmenzählers Election du premier scrutateur

Ergebnis der Wahl - Résultat du scrutin Ausgeteilte Wahlzettel - Bulletins délivrés eingelangt -rentrés leer - blancs

43

42

1

0

ungültig - nuls gültig - valables absolutes Mehr - Majorité absolue

21

Es wird gewählt - Est élu Herr Niklaus Küchler mit 41 Stimmen

Präsident: Ich gratuliere Herrn Küchler ganz herzlich und bitte ihn, für die Wahl des zweiten Stimmenzählers seinen Platz wie- der einzunehmen.

Wahl des zweiten Stimmenzählers Election du deuxième scrutateur

Ergebnis der Wahl - Résultat du scrutin Ausgeteilte Wahlzettel - Bulletins délivrés eingelangt-rentrés

43

43

leer - blancs

1

ungültig - nuls

0

gültig - valables

42

absolutes Mehr - Majorité absolue

22

Es wird gewählt - Est élu M. Thierry Béguin mit 42 Stimmen

Präsident: Ich gratuliere Herrn Béguin ganz herzlich.

Wahl des Ersatzstimmenzählers Election du scrutateur suppléant

Ergebnis der Wahl - Résultat du scrutin Ausgeteilte Wahlzettel - Bulletins délivrés eingelangt-rentrés leer - blancs

44

44

ungültig - nuls

0

gültig - valables

42

absolutes Mehr - Majorité absolue

22

Es wird gewählt - Est élu M. Edouard Delalay mit 42 Stimmen

Präsident: Ich gratuliere auch Herrn Delalay ganz herzlich. Damit ist das Büro bestellt Ich danke Ihnen für diese wunder- bare Wahl.

Auf unserer Traktandenliste stehen heute abend noch drei Ge- schäfte.

Darf ich Ihnen noch folgendes sagen: Im Vorzimmer wird vom Kanton Freiburg und der Gemeinde Alterswil ein Aperitif ser- viert. Es würde mich freuen, wenn der eine oder andere den Weg zu diesem Aperitif finden würde, und wenn die Verhand- lungen heute abend nicht zu lange dauern, hätten wir etwas mehr Zeit, den guten Freiburger Weisswein - und vielleicht auch den Rotwein - zu geniessen. Sie sind dazu herzlich ein- geladen.

Wir beginnen mit der Alkoholverwaltung, Geschäftsbericht und Rechnung.

92.063

Alkoholverwaltung. Geschäftsbericht und Rechnung 1991/92

Régie des alcools. Gestion et compte 1991/92

41 Bericht und Beschlussentwurf vom 16. September 1992 Rapport et projet d'arrêté du 16 septembre 1992

Bezug bei der Eidgenössischen Alkoholverwaltung, Länggassstrasse 31, 3012 Bern

S'obtiennent auprès de la Régie fédérale des alcools, Länggassstrasse 31, 3012 Berne

Seiler Bernhard, Berichterstatter: Für die Eidgenössische Al- koholverwaltung ist das Ziel der Volksgesundheit in der Alko- holpolitik nach wie vor vorrangig. Daneben spielen auch fiska- lische und agrarpolitische Belange eine Rolle. Das heisst, das wichtigste Ziel wird dann erreicht, wenn die getroffenen Mass- nahmen den Alkoholkonsum in unserem Land verringern oder zumindest nicht erhöhen.

Wie steht es damit? Der Verbrauch an Branntwein ist seit Jah- ren rückläufig. Von 1985 bis 1991/92 ging der Konsum pro Kopf der Bevölkerung von 5,4 auf 4,5 Liter zu 40 Prozent Volu- men Alkohol zurück. Damit liegt die Schweiz im weltweiten Vergleich im Mittelfeld. Aber der gesamte Alkoholverbrauch in unserem Land ist so hoch, dass wir in der Statistik zu den Spit- zenreitern gehören.

Unbefriedigend ist für die Finanzen der Alkoholverwaltung die Tatsache, dass heute etwa ein Fünftel oder 22 400 Hektoliter hundertprozentiger Alkohol eingeführt werden - ohne Be- steuerung. Mit einer Annahme des EWR-Vertrages werden in- folge massiver Senkung der Steuersätze für Importspirituosen nochmals Steuereinnahmen wegfallen.

Die Aufhebung der Duty-free-Shops in den Flughäfen - von der EG für 1999 vorgesehen - könnte wieder ein Ansteigen der Steuereinnahmen bewirken. So wie es heute aussieht, werden diese Duty-free-Shops aber nur innergemeinschaftlich, d. h. in der EG, aufgehoben. Allzuviel an neuen Einnahmen ist des- halb nicht zu erwarten.

Ein paar Bemerkungen noch zu den Problemen, mit denen sich die Eidgenössische Alkoholverwaltung im Jahr 1991/92 beschäftigt hat. Nach wie vor sorgt die Natur dafür, dass unter- schiedliche Ernten anfallen, und dies qualitativ und quantita- tiv. Waren 1991 die Obsternte und damit die Verwertungsko- sten bei der Alkoholverwaltung gering ausgefallen, so wird die diesjährige - beinahe eine Rekordernte - sehr hohe Verwer- tungsbeiträge erfordern. Auch die Kartoffelernte 1992 ist höher ausgefallen als im Vorjahr. Weil die Qualität der Knollen weni- ger gut ist, sind bereits grosse Mengen zu Kartoffelflocken und -mehl verarbeitet worden. Deshalb musste die Alkoholverwal- tung auch die Rücknahmepflicht für getrocknete Kartoffeln mit aller Konsequenz durchsetzen.

Erfreulich ist, dass die Alkoholverwaltung Hand geboten hat, 2000 Tonnen frische Kartoffeln ins Hungergebiet von Bos- nien-Herzegowina weiterzugeben. Es ist vorgesehen und ge- plant, nochmals etwa die gleiche Menge Kartoffeln dorthin zu schicken.

Auf den 20. Januar 1992 ist die revidierte Verordnung über das Inverkehrbringen von ausländischem Kirsch in Kraft getreten. Es geht dabei um die Beseitigung von nichttarifarischen Han- delshemmnissen beim Import von Kirschwasser. Unsere tradi- tionellen Kirschwasserproduzenten respektive deren Roh- stofflieferanten sehen sich dabei vor einer schlechten Zukunft, und das nicht erst nach einem Ja zum EWR. Die Befürchtung, dass damit der Feldobstbaumbestand längerfristig weiter rückläufig sein wird, ist berechtigt. In den letzten zehn Jahren hat der Feldobstbaumbestand bereits um 20 Prozent abge- nommen: auf heute noch 4,3 Millionen Bäume. Wir müssen uns ernsthaft überlegen, wie diesem Bäumesterben Einhalt geboten werden kann. Die Eidgenössische Alkoholverwal- tung hat dazu keine Mittel oder Möglichkeiten.

1085

  1. November 1992 S

2

Postulat Frick

1086

E

30 novembre 1992

Die früher sehr beliebten Verbilligungsaktionen für Aepfel und Kartoffeln werden heute immer weniger genutzt. Ein Grund könnte die zu tief angesetzte Einkommenslimite für die Be- zugsberechtigung sein. Die Alkoholverwaltung versucht, neue Limiten festzusetzen und will damit - zumindest in den näch- sten paar Jahren - wieder vermehrt Ueberschüsse loswerden. Allerdings ist man sich in der Alkoholverwaltung klar darüber, dass die Aktionen abgebrochen werden sollen, wenn die Be- zugsmengen nicht wieder deutlich ansteigen.

Zum Schluss noch eine Bemerkung zu einem möglichen Ja zum EWR. An den Zielsetzungen und den Aufgaben wird sich bei der Eidgenössischen Alkoholverwaltung nichts ändern. Wie sich die Steuereinnahmen entwickeln werden, werden Sie nachher vom Vertreter der Finanzkommission hören.

Die Geschäftsprüfungskommission schlägt Ihnen vor, dem Geschäftsbericht 1991/92 zuzustimmen.

M. Coutau, rapporteur: Les résultats du compte 1991/92 de la Régie fédérale des alcools méritent toute notre attention. Ils sont à proprement parler exceptionnels dans le contexte de la situation financière de la Confédération, des PTT, des CFF, des entreprises d'armement, mais aussi des cantons et des communes. En effet, non seulement la Régie fédérale des al- cools présente un bénéfice net de 189 millions pour cet exer- cice, mais ce bénéfice dépasse de 35 millions les prévisions budgétaires. Vous avouerez que cela contraste heureusement avec la morosité déficitaire qui afflige les finances des autres collectivités et entreprises publiques de notre pays. Bien en- tendu, la comparaison doit s'arrêter là. La structure des recet- tes de la Régie fédérale des alcools, reflet d'une situation de monopole, ne saurait trouver d'équivalence dans les autres compartiments du secteur public, presque tous affectés par les profondes fluctuations que traverse l'économie nationale et internationale.

Pour ce qui concerne ses recettes, je souligne simplement que, par rapport à l'exercice précédent, le produit fiscal n'est qu'en léger recul, atteignant pratiquement le niveau de l'exer- cice 1989/90. L'augmentation enregistrée pendant l'exercice suivant, c'est-à-dire 1990/91, avait été le résultat de mesures de stockage prises par les commerçants avant l'augmentation des droits intervenue en cours d'exercice.

Au total, la consommation d'alcool de bouche, qui rapporte 78 pour cent du produit fiscal des ventes, ne représente que 8 pour cent du volume des ventes d'alcool dans notre pays. Cette part de la consommation de l'alcool de bouche reste sta- ble dans la quantité totale des ventes de la Régie fédérale des alcools. Quant aux charges, on relèvera une augmentation du coût des achats inférieure à ce qui avait été prévu, en raison surtout d'une récolte particulièrement faible de fruits achetés par la régie. En revanche, malgré la limitation des surfaces de production, en ce qui concerne les pommes de terre, les récol- tes reflètent l'augmentation des rendements à la surface et ont entraîné des frais d'utilisation supérieurs. De même, les dé- penses prévues pour le personnel n'ont pas été atteintes.

La Commission des finances a pris connaissance du rapport sur les comptes et du rapport du Contrôle fédéral des finan- ces. Elle vous invite à approuver ces rapports et ces comptes. J'ajouterai que le bénéfice dégagé permettra de renforcer la mission fixée par la constitution à la Régie fédérale des alcools en matière de politique sanitaire, par l'intermédiaire des can- tons, ainsi que les objectifs de politique en matière d'aide à la vieillesse, par l'intermédiaire de l'AVS.

Pour l'exercice en cours, il faudra tenir compte de l'égalisation des droits prélevés sur les eaux-de-vie indigènes et importées. Il faudra prendre en considération les récoltes plus abondan- tes, de même que le plein effet de l'augmentation des droits intervenus en 1991, et enfin les fluctuations de prix enregis- trées sur le marché international de l'alcool. Au vu de ce qui précède, la Commission des finances vous re- commande d'approuver ces comptes et ce rapport

Bundesrat Stich: Ich möchte den beiden Herren Kommis- sionsreferenten für die Darstellung der Probleme, die es bei der Alkoholverwaltung gibt, sehr herzlich danken. Sie haben diese Probleme sehr deutlich dargestellt.

Wir stellen einfach fest: Es gibt verschiedene Zielsetzungen, die uns die Verfassung auferlegt: erstens den Alkoholismus zu bekämpfen; zweitens dafür zu sorgen, dass die fiskalischen Interessen zugunsten der AHV und der Kantone gewahrt blei- ben, die mit ihrem Anteil die Drogenbekämpfung aller Art fi- nanzieren; drittens die landwirtschaftlichen Interessen unter einen Hut zu bringen. Das wird zweifellos in den nächsten Jah- ren zusätzlich schwieriger.

Sie wissen, der Bundesrat hat die Monopolgebühr jetzt auf 27 Franken festgelegt. Das ist die unterste Limite. Für den in- ländischen Verbrauch bedeutet das natürlich eine Erhöhung. Ich denke nicht, dass damit der Anteil der verzollten Alkoholika wesentlich verändert wird. Aber für die Alkoholverwaltung rechnen wir mit einem Aufwand von immerhin etwa 80 Millio- nen Franken pro Jahr. Das wird natürlich nicht nur die Staats- kasse des Bundes betreffen, sondern auch die kantonalen Kassen, die entsprechend weniger bekommen.

Eintreten ist obligatorisch L'entrée en matière est acquise de plein droit

Detailberatung - Discussion par articles

Titel und Ingress, Art. 1, 2 Antrag der Kommission Zustimmung zum Entwurf des Bundesrates

Titre et préambule, art. 1, 2 Proposition de la commission Adhérer au projet du Conseil fédéral

Angenommen - Adopté

Gesamtabstimmung - Vote sur l'ensemble Für Annahme des Entwurfes 26 Stimmen (Einstimmigkeit)

An den Nationalrat - Au Conseil national

92.3318

Postulat Frick Wirtschaftliche und ökologische Folgen der Steuererhöhung auf inländischen Spirituosen und Branntweinen Alcools suisses et étrangers. Ajustement du taux d'imposition

Wortlaut des Postulates vom 25. August 1992

Der EWR-Vertrag bedingt durch Aenderung des Alkoholgeset- zes den gleichen Steuersatz für in- und ausländische Spirituo- sen und Branntweine, was schweizerische erheblich verteuert und importierte massiv verbilligt. Der Wegfall des bisherigen Wettbewerbsvorteiles für einheimische Produkte wird sich wirtschaftlich und ökologisch nachteilig auswirken: Der Ab- satzrückgang einheimischer Produkte wird noch vermehrt auf die ohnehin tiefen Preise für Rohmaterial drücken und damit den Feldobstbau vollends unrentabel machen. Die Folgen da- von sind ökologische Schäden und eine Verarmung der Land- schaft. Hochstammkulturen müssen aber auch zur Diversifi- zierung und Sicherung des bäuerlichen Einkommens in wei- ten Teilen unseres Landes erhalten bleiben.

Der Bundesrat wird daher ersucht, die folgenden Fragen in Zu- sammenarbeit mit den betroffenen Kreisen zu prüfen und Be- richt zu erstatten:

  1. Wirtschaftliche Folgen für das schweizerische Gewerbe und insbesondere für das bäuerliche Einkommen;

Schweizerisches Bundesarchiv, Digitale Amtsdruckschriften Archives fédérales suisses, Publications officielles numérisées Archivio federale svizzero, Pubblicazioni ufficiali digitali

Alkoholverwaltung. Geschäftsbericht und Rechnung 1991/92 Régie des alcools. Gestion et compte 1991/92

In

Dans

In

Amtliches Bulletin der Bundesversammlung Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale

Jahr

1992

Année

Anno

Band

VI

Volume

Volume

Session

Wintersession

Session

Session d'hiver

Sessione

Sessione invernale

Rat

Ständerat

Conseil

Conseil des Etats

Consiglio

Consiglio degli Stati

Sitzung

01

Séance

Seduta

Geschäftsnummer 92.063

Numéro d'objet

Numero dell'oggetto

Datum

30.11.1992 - 18:15

Date

Data

Seite

1085-1086

Page

Pagina

Ref. No

20 022 219

Dieses Dokument wurde digitalisiert durch den Dienst für das Amtliche Bulletin der Bundesversammlung. Ce document a été numérisé par le Service du Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale. Questo documento è stato digitalizzato dal Servizio del Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale.

Mots-clés

annual reportaccountsapprovalfederal administrationparliamentary votemonopoly revenue

Extrait par Omnilex

Question juridique clé

Whether to approve the 1991/92 annual report and accounts of the Federal Alcohol Administration

Solution extraite

The Council approved the Federal Council draft and accepted the annual report and accounts.

Motifs extraits

The rapporteurs reported a favorable financial result and recommended approval; the Federal Council supported the motion.

Poursuivez vos recherches dans ChatGPT ou Claude

Connectez Omnilex pour rechercher dans le corpus juridique depuis votre assistant IA.