National Council approves Eurolex life insurance draft

20021502Jurisprudence administrative des autorités fédérales (JAAC)31 août 1992Granted

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Résumé

The National Council debated the Eurolex draft on direct life insurance. It rejected non-entry and referral motions, then approved the bill in the overall vote and referred it to the Council of States. Rapporteurs Stucky and Theubet explained the commission's view that the draft should be accepted, while certain articles left limited regulatory discretion to the Federal Council.

Regest

Parliamentary approval of a federal draft after rejection of non-entry and referral motions; where the chamber accepts entry into debate and the final vote, the bill is adopted notwithstanding objections aimed at consultation or renewed drafting. Limited legislative discretion in implementation does not prevent approval of the draft itself.

Texte intégral

N 31 août 1992

1486

Eurolex. Assurance directe sur la vie

92.057-17

EWR. Anpassung des Bundesrechts (Eurolex) Direkte Lebensversicherung. Bundesbeschluss EEE. Adaptation du droit fédéral (Eurolex) Assurance directe sur la vie. Arrêté fédéral

Botschaft I und Beschlussentwurf vom 27. Mai 1992 (BBI V 1) Message I et projet d'arrêté du 27 mai 1992 (FF V 1) Kategorie III/IV, Art. 68 GRN - Catégorie III/IV, art. 68 RCN

Antrag der Kommission Mehrheit Eintreten

Minderheit (Blocher, Dreher, Mauch Rolf) Nichteintreten

Eventualantrag der Minderheit (Blocher, Dreher, Früh, Mauch Rolf, Thür, Schwab) (falls der Nichteintretensantrag abgelehnt wird) Rückweisung an den Bundesrat mit dem Auftrag, das gesetzlich vorgesehene Vernehmlas- sungsverfahren durchzuführen.

Antrag der SD/Lega-Fraktion Nichteintreten

Antrag der Fraktion der Auto-Partei Rückweisung des Geschäfts 92.057-17 Eurolex an den Bun- desrat

mit dem Auftrag, klare Arbeitspapiere vorzulegen, welche den geltenden Gesetzestext, die Forderung des Acquis commu- nautaire, den Entwurf des Bundesrates und den Entscheid der Kommission in der auf Fahnen üblichen synoptischen Darstel- lung zeigen.

Proposition de la commission Majorité Entrer en matière

Minorité (Blocher, Dreher, Mauch Rolf) Ne pas entrer en matière

Proposition subsidiaire de la minorité (Blocher, Dreher, Früh, Mauch Rolf, Thür, Schwab) (en cas de rejet de la proposition de non-entrée en matière) Renvoi au Conseil fédéral avec mandat d'ouvrir la procédure de consultation prévue par la loi.

Proposition du groupe DS/Ligue Ne pas entrer en matière

Proposition du groupe des automobilistes Renvoyer le projet Eurolex 92.057-17 au Conseil fédéral en l'invitant à soumettre des documents de travail qui présen- tent avec toute la clarté souhaitable, au moyen des dépliants habituels, le texte de loi actuellement en vigueur, les exigen- ces de l'acquis communautaire, le projet du gouvernement et la décision de la commission.

Stucky, Berichterstatter: Die Kommission hat mit 17 zu 2 Stimmen Eintreten auf den Entwurf beschlossen.

Es gibt in einigen Punkten Handlungsspielraum, und zwar in Artikel 1 Absatz 2, indem nämlich der Bundesrat die soge- nannte Kapitalisation oder die Tontinenversicherungen ein- führen könnte. Worum handelt es sich?

Bei der Kapitalisation handelt es sich um einen reinen Sparvor- gang, bei dem ein Sparbuch geäufnet wird. «Der Versicherte» verfügt über keinerlei Rückzahlungsgarantie.

Bei der Tontinenversicherung geht es darum, dass sich ver- schiedene Private zusammenschliessen und jährlich einen bestimmten Beitrag in eine gemeinsame Kasse einzahlen und nach einer festgelegten Zeit ermitteln, wer gestorben ist; die Ueberlebenden teilen sich den Betrag. Es handelt sich also quasi um eine etwas makabre Lotterie. Sie wurde vor 90 Jah- ren in der Schweiz verboten. Wir haben eigentlich keinen An- lass, nun diese Tontinenversicherung wieder einzuführen, auch wenn das EWR-rechtlich möglich wäre.

Theoretischen Spielraum haben wir bei den Mindestkapital- vorschriften und beim Organisationsfonds, also in den Arti- keln 4 und 6. Bei Artikel 4 wird sich in bezug auf die heute gel- tende und im übrigen jahrzehntealte Praxis des Amtes nichts ändern, und beim Organisationsfonds (Art. 6) scheint es not- wendig, Vorschriften aufzustellen, um wiederum Parallelitäten zum Schadenversicherungsgesetz herzustellen. Denn es wäre ja kaum einzusehen, dass Mindestkapital und Organisa- tionsfonds nur in der Schadenversicherung auf gesetzlicher Ebene geregelt würden, während für die Lebensversicherung eine entsprechende Regelung unterbliebe.

Schliesslich befindet sich in Artikel 8 Absatz 1 Buchstabe f des bundesrätlichen Entwurfs (Botschaft I, S. 283) ein Druckfeh- ler. Es sollte dort im Nebensatz « .... sofern der Betrag nach Ar- tikel 3 Absatz 2 des Bundesgesetzes vom 4. Februar 1919 .... » heissen, nicht «Absatz 3», wie fälschlicherweise dort steht.

Dann gibt es wiederum einen Handlungsspielraum in Arti- kel 11. Auch hier geht es um die Parallelität zum Schadenversi- cherungsgesetz, und zwar bei den Bewilligungen für Dienstlei- stungen. Artikel 11 führt die Bewilligungspflicht im Dienstlei- stungsverkehr ein, damit wir die Bedingungen und Tarife für ausländische Versicherer auch weiterhin prüfen können; ge- stützt auf Artikel 12 der «2. Richtlinie Leben», die es dem ein- zelnen Mitgliedstaat überlässt, zu bestimmen, ob er bei dieser Art des Dienstleistungsverkehrs eine Bewilligungspflicht hin- sichtlich der Versicherungsmaterialien festlegen will.

Statt eine Gesamtabstimmung durchzuführen, hat Ihre Kom- mission eine Mittagspause gemacht!

M. Theubet, rapporteur: La commission a accepté l'entrée en matière concernant l'arrêté sur l'assurance directe sur la vie par 17 voix contre 2. Aucune proposition n'a été faite au sein de la commission concernant les articles mentionnés par le rapporteur de langue allemande, articles sur lesquels il existe une marge de manoeuvre plus ou moins grande. Une correc- tion est à apporter à l'article 8, alinéa premier, lettre f où le ren- voi à la loi sur les cautionnements des sociétés d'assurances étrangères doit être fait sur l'article 3, alinéa 2 et non alinéa 3.

Präsident: Wir stimmen zuerst über die Nichteintretens- und Rückweisungsanträge ab. Der generelle Nichteintretensan- trag der Minderheit (Blocher) wurde zurückgezogen.

Abstimmung - Vote Für den Antrag der Mehrheit (Eintreten) offensichtliche Mehrheit

Für den Antrag der SD/Lega-Fraktion (Nichteintreten) 5 Stimmen

Präsident: Nun folgen die Abstimmungen über die Rückwei- sungsanträge.

Erste Abstimmung - Premier vote Für den Antrag der Fraktion der Auto-Partei 9 Stimmen

Dagegen offensichtliche Mehrheit

Zweite Abstimmung - Deuxième vote Für den Eventualantrag der Minderheit 3 Stimmen Dagegen offensichtliche Mehrheit

Eurolex. Schadenversicherungsgesetz

1487

  1. August 1992 N

Detailberatung - Discussion par articles

Titel und Ingress, Art. 1-19 Antrag der Kommission Zustimmung zum Entwurf des Bundesrates

Titre et préambule, art. 1-19 Proposition de la commission Adhérer au projet du Conseil fédéral

Präsident: Auch hier ein Vorbehalt wegen der Uebergangsbe- stimmungen.

Angenommen - Adopté

Gesamtabstimmung - Vote sur l'ensemble Für Annahme des Entwurfes Dagegen

67 Stimmen 11 Stimmen

An den Ständerat - Au Conseil des Etats

92.057-18

EWR. Anpassung des Bundesrechts (Eurolex) Schadenversicherungsgesetz. Aenderung EEE. Adaptation du droit fédéral (Eurolex) Loi sur l'assurance dommages. Modification

Botschaft I und Beschlussentwurf vom 27. Mai 1992 (BBI V 1) Message 1 et projet d'arrêté du 27 mai 1992 (FF V 1) Kategorie III/IV, Art. 68 GRN - Catégorie III/IV, art. 68 RCN

Antrag der Kommission Mehrheit Eintreten

Minderheit (Blocher, Dreher, Mauch Rolf) Nichteintreten

Eventualantrag der Minderheit (Blocher, Dreher, Früh, Mauch Rolf, Thür, Schwab) (falls der Nichteintretensantrag abgelehnt wird) Rückweisung an den Bundesrat mit dem Auftrag, das gesetzlich vorgesehene Vernehmlas- sungsverfahren durchzuführen.

Antrag der SD/Lega-Fraktion Nichteintreten

Antrag der Fraktion der Auto-Partei Rückweisung des Geschäfts 92.057-18 Eurolex an den Bun- desrat

mit dem Auftrag, klare Arbeitspapiere vorzulegen, welche den geltenden Gesetzestext, die Forderung des Acquis commu- nautaire, den Entwurf des Bundesrates und den Entscheid der Kommission in der auf Fahnen üblichen synoptischen Darstel- lung zeigen.

Proposition de la commission Majorité Entrer en matière

Minorité (Blocher, Dreher, Mauch Rolf) Ne pas entrer en matière

Proposition subsidiaire de la minorité (Blocher, Dreher, Früh, Mauch Rolf, Thür, Schwab) (en cas de rejet de la proposition de non-entrée en matière) Renvoi au Conseil fédéral avec mandat d'ouvrir la procédure de consultation prévue par la loi.

Proposition du groupe DS/Ligue Ne pas entrer en matière

Proposition du groupe des automobilistes

Renvoyer le projet Eurolex 92.057-18 au Conseil fédéral en l'invitant à soumettre des documents de travail qui présen- tent avec toute la clarté souhaitable, au moyen des dépliants habituels, le texte de loi actuellement en vigueur, les exigen- ces de l'acquis communautaire, le projet du gouvernement et la décision de la commission.

Stucky, Berichterstatter: Die Kommission hat mit 16 zu 1 Stimmen Eintreten beschlossen.

Es besteht Handlungsspielraum im Artikel 7 Absatz 2. Dritt- land-Versicherungseinrichtungen, die schon in einem EWR- Staat zugelassen sind, können nach Artikel 26 der Richtlinie Nr. 73/239 beantragen, dass ihnen Erleichterungen bei der Zulassung gewährt werden. Dies entspricht unserer grund- sätzlichen Bestimmung, weshalb eigentlich nicht von einem echten Spielraum bei der Umsetzung gesprochen werden kann. Ein Ermessensspielraum ist allerdings später, bei der Anwendung dieser Bestimmung, vorhanden, indem auf ein Gesuch hin entschieden werden muss, ob - und wenn ja, wel- che - Erleichterungen gewährt werden.

Dann ein weiterer Spielraum im Artikel 7c. Artikel 15 der Richt- linie Nr. 88/357 stellt es dem Mitgliedstaat frei, den Dienstlei- stungsverkehr bei Massenrisiken von einer Bewilligung und bestimmten in der Vorschrift genannten Voraussetzungen ab- hängig zu machen.

Der vorliegende Artikel 7c des Entwurfs macht von diesem Spielraum Gebrauch und verlangt die Bewilligung, weil dies dem Schutz der in der Schweiz domizilierten Versicherungs- nehmer dient, und zwar wurde diese Versicherungsaufsicht bereits vor über hundert Jahren eingeführt

Mit der präventiven Genehmigungspflicht für Bedingungen und Tarife wird versucht, die Versicherten vor inhaltsleeren Produkten, missverständlichen Bedingungen und überhöh- ten Prämien zu bewahren. Dies soll mit dem vorliegenden Arti- kel 7c so weitergeführt werden.

Noch ein Wort zur Aufsichtsverordnung, die die Definition der zu liberalisierenden Branchen enthält und damit vom EWR be- troffen wird: Erst nach erfolgter Volksabstimmung im Dezem- ber 1992 kann entschieden werden, ob sie in alter oder in neuer Form verabschiedet werden wird. Der Entwurf und der Antrag an den Bundesrat können daher erst im ersten Quartal des Jahres 1993 erfolgen. Da die entsprechende Liberalisie- rung etwas Grundlegendes betrifft, möchten der Bundesrat und Ihre Kommission die entsprechende Aenderung an ei- nem ersten Januar in Kraft treten lassen.

Es besteht des weiteren ein Spielraum im Artikel 7e Absatz 1 Buchstabe c. Hier geht es um die Verpflichtung zur Erhebung des Unfallverhütungsbeitrages, und zwar in Ausnutzung des durch Artikel 25 der Richtlinie Nr. 88/357 gewährten Spiel- raums. Diese Bestimmung ermöglicht den Mitgliedstaaten, steuerähnliche Abgaben zu erheben, und wurde geschaffen, um sicherzustellen, dass auch ausländische Versicherer, die in der Schweiz im Bereich des freien Dienstleistungsverkehrs tätig sind, den Unfallverhütungsbeitrag erheben und abliefern müssen.

Artikel 7e Absatz 2: Beim Erlass der Ausführungsbestimmun- gen auf Verordnungsstufe hat der Bundesrat einen gewissen Spielraum. Es ist im Interesse des Schutzes der schweizeri- schen Versicherten vorgesehen, von der betreffenden Versi- cherungseinrichtung beziehungsweise vom schadenregulie- renden Vertreter alles zu verlangen, was nach den erwähnten Richtlinien und Bestimmungen verlangt werden darf. Es han- delt sich hier nämlich um einen Vertreter, der im Grunde ge- nommen einen ausländischen Arbeitgeber hat und der sozu- sagen allein in der Schweiz agiert

Schweizerisches Bundesarchiv, Digitale Amtsdruckschriften Archives fédérales suisses, Publications officielles numérisées Archivio federale svizzero, Pubblicazioni ufficiali digitali

EWR. Anpassung des Bundesrechts (Eurolex) Direkte Lebensversicherung. Bundesbeschluss EEE. Adaptation du droit fédéral (Eurolex) Assurance directe sur la vie. Arrêté fédéral

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Datum 31.08.1992 - 14:30

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Mots-clés

legislative procedureentry into debatereferral motioninsurance regulationdraft approval