Postulate on infant formula marketing practices transmitted

20021078Jurisprudence administrative des autorités fédérales (JAAC)20 mars 1992Granted

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Résumé

The National Council dealt with Postulat Fankhauser (91.3425) concerning marketing practices of manufacturers of infant formula. The postulate requested review of compliance with the WHO code, conversion of the code into binding legislation, and further research on Swiss exports. The Federal Council had already declared in writing that it was prepared to accept the postulate. The Council accordingly transmitted the motion.

Regest

Parliamentary postulate procedure; transmission of a postulate after express acceptance by the Federal Council. Where the Federal Council declares itself prepared to accept the postulate, the chamber may transmit it without further substantive adjudication; the procedural consequence is referral of the requested action to the Federal Council.

Texte intégral

N 20 mars 1992

636

Postulat Fankhauser

91.3411 Postulat Béguelin Posttransporte mit der Bahn Transports postaux par chemin de fer

Wortlaut des Postulates vom 12. Dezember 1991 Der Bundesrat wird eingeladen, die notwendigen Massnah- men zu treffen, damit

  • sich der neue Vertrag zwischen den PTT und den SBB über den Transport von Postpaketen und Briefen an der Gesamt- konzeption der Verlagerung des Strassenverkehrs auf die Schiene orientiert und die höherstehenden Interessen des Umweltschutzes einhält und nicht umgekehrt;

  • die Interessen der konzessionierten Betriebe und die Kohä- renz der Investitionen, die der Bund zu ihren Gunsten tätigt, im Bereich der Posttransporte gewährt bleiben.

Texte du postulat du 12 décembre 1991 Le Conseil fédéral est invité à prendre les mesures nécessai- res afin

  • que le nouveau contrat entre PTT et CFF pour le transport des colis postaux et des lettres s'inscrive bien dans une pers- pective générale de transfert de trafic de la route au rail, pour préserver les objectifs supérieurs de protection de l'environne- ment, et non pas l'inverse,

  • que les intérêts des entreprises concessionnaires et la cohé- rence des investissements fédéraux en leur faveur soient pré- servés en matière de transports postaux.

Mitunterzeichner - Cosignataires: Aguet, Bäumlin, Brunner Christiane, Bundi, Fankhauser, Gross Andreas, Haering Bin- der, Hafner Ursula, Haller, Herczog, Hubacher, Jeanprêtre, Le- dergerber, Leemann, Leuenberger Ernst, Matthey, Ruffy, Stei- ger, Strahm Rudolf, Tschäppät Alexander, Vollmer, Züger (22)

Schriftliche Begründung - Développement par écrit

La situation actuelle est confuse en matière de transport de la poste (colis et lettres). Une partie est acheminée par camions PTT, une autre par le rail, par des ambulants. En principe, un nouveau contrat devrait être signé entre les CFF et les PTT. II semble que ce contrat contiendrait une diminution sensible des transports par le rail, avec le transfert du trafic sur la route, en particulier sur certaines lignes régionales (par exemple suppression de trois ambulants aller et retour sur la ligne Fri- bourg-Yverdon dès le changement d'horaire 1992). Cette ten- dance contredit les efforts du Conseil fédéral pour tendre à un transfert de trafic de la route au rail afin de mieux préserver l'en- vironnement. De plus, pour les entreprises concessionnaires, le trafic postal représente souvent un apport intéressant. Pour ces entreprises, la suppression du trafic postal passerait pour un non-sens total compte tenu des investissements réalisés pour les moderniser avec l'aide massive de la Confédération.

Schriftliche Erklärung des Bundesrates vom 19. Februar 1992 Déclaration écrite du Conseil fédéral du 19 février 1992 Le Conseil fédéral est prêt à accepter le postulat.

Ueberwiesen - Transmis

90.620

Postulat (Eisenring-)Baumberger Redimensionierung der Militärwerkstätten Redimensionnement des ateliers militaires

Siehe Jahrgang 1990, Seite 1919 - Voir année 1990, page 1919

Präsident: Der Vorstoss wird von Herrn Vollmer bekämpft. Die Diskussion wird verschoben.

Verschoben - Renvoyé

91.3425

Postulat Fankhauser Vermarktungspraktiken der Hersteller von Muttermilchersatzprodukten Commercialisation de lait maternisé

Wortlaut des Postulates vom 13. Dezember 1991 Der Bundesrat wird beauftragt, in Sachen Vermarktungsprakti- ken der Hersteller von Muttermilchersatzprodukten

  • die Einhaltung des WHO-Kodexes in der Schweiz zu über- prüfen,

  • den WHO-Kodex in eine gesetzliche Regelung zu überfüh- ren, welche diesem mindestens gleichkommt, mit Vorteil in Zusammenarbeit mit Betroffenen wie Aerzten und Aerztinnen, Hebammen und Konsumenten- und Konsumentinnenorgani- sationen,

  • das Bundesamt für Aussenwirtschaft und die Direktion für Entwicklungszusammenarbeit und humanitäre Hilfe zu veran- lassen, eigene Recherchen anzustellen betreffend Einhaltung der WHO-Empfehlungen über die Vermarktung von Mutter- milchersatzprodukten durch die Schweizer Exportwirtschaft.

Texte du postulat du 13 décembre 1991

Le Conseil fédéral est prié de prendre les mesures suivantes concernant les pratiques des producteurs de lait maternisé en matière de commercialisation:

  • contrôler l'application en Suisse du code international de commercialisation des substituts du lait maternel, élaboré par l'OMS en la matière;

  • transposer ce code en normes légales au moins aussi contraignantes, de préférence en collaboration avec des mé- decins, des sages-femmes et des organisations de consom- mateurs;

  • engager l'Office fédéral des affaires économiques extérieu res et la Direction de la coopération au développement et de l'aide humanitaire à faire eux-mêmes des recherches sur le respect, par les exportateurs suisses, des recommandations de l'OMS relatives à la commercialisation du lait maternisé.

Mitunterzeichner - Cosignataires: Keine - Aucun.

Schriftliche Begründung - Développement par écrit Die Antwort des Bundesrates auf meine Einfache Anfrage vom 21. März 1991 ist unbefriedigend. Sie enthält zahlreiche Un- stimmigkeiten und Fehlinterpretationen des «Internationalen Kodexes zur Vermarktung von Muttermilchersatzprodukten» und wird der überragenden Bedeutung und vordringlichen

Interpellation Neuenschwander

637

  1. März 1992 N

Schutzwürdigkeit des Bruststillens - sowohl in bezug auf Indu- strieländer wie die Schweiz als auch in bezug auf Drittweltlän- der - nicht gerecht.

Die WHA-Resolution 39.28 klärt den WHO-Kodex und erwei- tert ihn nicht, noch macht sie ihn obligatorisch (Antwort des Bundesrates, Punkt 3). Die WHO überwacht die Einhaltung des Kodexes nicht von sich aus, sondern legt der WHA alle zwei Jahre einen Bericht vor. Darin berichtet sie über die von den einzelnen Ländern gemeldeten und unternommenen Schritte zur Verwirklichung des Kodexes bzw. zu seiner Ueber- führung in nationale Gesetzgebungen (dito, Punkt 4).

Zurzeit stagnieren die Stillraten in den meisten Ländern, in wel- chen sie während der letzten zehn Jahren zugenommen ha- ben, und in verschiedenen Staaten (Grossbritannien, Schwe- den, Vereinigte Staaten) gehen sie zurück. Die WHO erwartet von den Firmen, dass sie Gratis- und Billiglieferungen an Spi- täler und Entbindungsstationen bis Ende 1992 einstellen. Im letzten Jahr zeigte die WHO ein noch stärkeres Engagement zugunsten des Stillens: Innocenti-Erklärung, 10-Jahres-Jubi- läum des Kodexes und - in Zusammenarbeit mit Unicef - die «Baby friendly hospital»-Initiative. Hingegen sind mir keinerlei Aeusserungen seitens der WHO bekannt, welche die Bemü- hungen der Firmen zur Einhaltung des Kodexes als genügend anerkennen würden (dito, Punkt 4).

Artikel 6.6 des WHO-Kodexes sagt bezüglich Schenkungen und Niedrigpreisverkäufen weder etwas von Bestellungen sei- tens der Spitäler noch von beschränkten Quantitäten, noch von einer Bestimmung zugunsten Minderbemittelter (dito, Punkt 5).

Kodexverletzungen durch 21 Firmen in 80 Ländern sind be- legt. Das Internationale Aktionsnetzwerk Babynahrung (IBFNAN) hat Recherchen von mit Gesundheitsfragen be- schäftigten Gruppen und Einzelpersonen aus aller Welt zu- sammengetragen und die Ergebnisse veröffentlicht (Breaking the Rules; State of the Code by Company/by Country - 1991). Nestlé, die grösste Babynahrungs-Herstellerin, nimmt auf der schwarzen Liste, auf der mit Wander und Galactina auch noch zwei andere Schweizer Firmen figurieren, den Spitzenplatz ein. Von diesen Firmenpraktiken sind auch schweizerische Hilfswerke und ihre Partnerorganisationen betroffen.

Die Empfehlungen des WHO-Kodexes werden auch in der Schweiz verletzt, z. B .:

  • Herstellerfirmen wenden sich mit ihrer Werbung direkt an die allgemeine Oeffentlichkeit (Art. 5.1).

  • Auf Packungen finden sich Abbildungen von Babies und Ausdrücke wie «humanisiert». Es fehlen Warnungen vor Ge- sundheitsgefahren einer falschen Anwendung. «Mütterbera- tungs»-Telefonnummern auf den Packungen erlauben den Firmen direkten Kontakt mit den Müttern (Art. 9.2, 5.5 und 8.1). - Sowohl am Verkaufsort wie per Post werden Mütter mit Gra- tismustern bedient (Art. 5.2 und 5.3).

  • Gratislieferungen an Spitäler (Art. 6.6 und 6.7)

  • Information an medizinisches Personal beschränkt sich nicht auf wissenschaftliche und faktische Daten (Art. 7.2).

  • Firmen laden Kinderärzte und anderes medizinisches Per- sonal zu teuren Essen ein, um sie dazu zu bringen, ihr Produkt zu empfehlen (Art. 7.3).

Damit geht eine Täuschung des Konsumenten und der Konsu- mentin einher. Da Muttermilch auch in der Schweiz Durchfall- erkrankungen und Infektionen der Atemwege verhindern so- wie Krebs- und Diabetes-Wahrscheinlichkeit verringern hilft, gerät jedes das Stillen unterminierende Verhalten in den Ver- dacht der Gesundheitsschädigung (Antwort des Bundesrates, Punkt 5).

Nicht einmal der gegenüber dem WHO-Kodex sehr schwache «Verhaltenskodex der Hersteller über die Vermarktung von Muttermilch-Ersatzpräparaten» wird von den Firmen eingehal- ten, wenn beispielsweise in Apotheken Babymilchpulver- Muster oder beim Spitalaustritt Bestellkarten für solche abge- geben werden.

Aufgrund einer kürzlich erlassenen EG-Direktive sind die EG- Staaten daran, nationale Gesetze über den Vertrieb von Baby- nahrung vorzubereiten. Auch die Schweiz sollte - und der Zeit- punkt dafür ist günstig - ihren Kodex zum Schutz des Stillens verschärfen.

Die EG erarbeitet zurzeit ebenfalls eine Export-Direktive für Ba- bymilch. Als bedeutender Babymilchproduzent und -expor- teur müsste unser Land seine diesbezüglichen Exportbestim- mungen ebenfalls neu und strenger regeln.

Schriftliche Erklärung des Bundesrates vom 9. März 1992

Déclaration écrite du Conseil fédéral

du 9 mars 1992

Der Bundesrat ist bereit, das Postulat entgegenzunehmen.

Ueberwiesen - Transmis

91.3395

Interpellation Neuenschwander

Bildungsrückstand im Bereich Nuklearphysik und Kerntechnik

Physique et génie nucléaires. Recul de l'enseignement et de la recherche

Wortlaut der Interpellation vom 5. Dezember 1991

An den schweizerischen Hochschulen und Höheren Techni- schen Lehranstalten haben das Angebot an Studienfächern und - in Wechselwirkung - die Zahl der Studenten mit Fach- richtung Nuklearphysik und Kerntechnik drastisch abgenom- men. Die Bildungslücke kann unser Land in eine schwierige energiepolitische Situation bringen.

Ich ersuche daher den Bundesrat um Stellungnahme zu fol- genden Fragen:

  1. Wie beurteilt der Bundesrat den gegenwärtigen Stand von Lehre, Forschung und praktischer Ausbildung auf dem Gebiet der Nuklearwissenschaft in der Schweiz?

  2. Hat der Bundesrat Kenntnis vom Rückgang der Anzahl von Studienanfängern an den Universitäten und an den Höheren Technischen Lehranstalten in den Bereichen Nuklearphysik und Kerntechnik?

  3. Ist die Vermutung richtig, wonach der Mangel an einheimi- schen Fachleuten im Nuklearbereich unser Land nach Ablauf des Moratoriums, abgesehen vom energiepolitischen Aspekt, auch bildungsmässig und technisch dem Ausland ausliefern wird?

  4. Bestehen für den Bund Möglichkeiten, um die durch die jah- relange politische Verfemung der Kernenergie verunsicherte Jugend wieder vermehrt zur Ergreifung eines - beruflich zu- kunftsträchtigen - Studiums im Bereich Nukleartechnik und Sicherheit zu ermuntern?

Texte de l'interpellation du 5 décembre 1991

Dans les universités, les écoles polytechniques et les écoles techniques supérieures en Suisse, l'offre de branche d'étu- des, et partant le nombre d'étudiants spécialisés en physique et technologie nucléaires, ont fortement diminué. Cette lacune dans le domaine de la formation peut conduire notre pays vers une situation précaire en ce qui concerne la politique énergéti- que. Le Conseil fédéral est prie à ce sujet de répondre aux questions suivantes:

  1. Comment juge-t-il l'état actuel de l'enseignement, de la re- cherche, et la formation pratique dans le domaine des scien- ces nucléaires?

  2. Est-il au courant du recul du nombre de nouveaux étudiants dans les universités et les écoles techniques supérieures, en ce qui concerne les branches de la physique et de la technolo- gie nucléaires?

  3. Est-il raisonnable de penser que le manque de spécialistes suisses dans le domaine nucléaire mettra notre pays, même

Schweizerisches Bundesarchiv, Digitale Amtsdruckschriften Archives fédérales suisses, Publications officielles numérisées Archivio federale svizzero, Pubblicazioni ufficiali digitali

Postulat Fankhauser Vermarktungspraktiken der Hersteller von Muttermilchersatzprodukten Postulat Fankhauser Commercialisation de lait maternisé

In

Dans

Amtliches Bulletin der Bundesversammlung Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale

In

Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale

Jahr

1992

Année

Anno

Band

II

Volume

Volume

Session

Frühjahrssession

Session

Session de printemps

Sessione

Sessione primaverile

Rat

Nationalrat

Conseil

Conseil national

Consiglio

Consiglio nazionale

Sitzung

12

Séance

Seduta

Geschäftsnummer 91.3425

Numéro d'objet

Numero dell'oggetto

Datum 20.03.1992 - 08:00

Date

Data

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636-637

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20 021 078

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Mots-clés

parliamentary motioninfant formulamarketing practicesWHO codetransmissionpublic health