Postulate on federal chancellor role transmitted

20020433Jurisprudence administrative des autorités fédérales (JAAC)4 oct. 1991Granted

Extrait par Omnilex

Résumé Omnilex

Silvio Bircher submitted a postulate requesting that, in the context of government reform, the Federal Council review the status and tasks of the Federal Chancellery and, in particular, whether the Federal Chancellor should still be elected by the Federal Assembly. The Federal Council declared itself ready to accept the postulate. The National Council then transmitted it on 4 October 1991.

Regeste Omnilex

Parliamentary postulate; transmission of a motion asking the Federal Council to examine institutional reforms concerning the Federal Chancellery and the election of the Federal Chancellor. Where the Federal Council declares itself ready to accept the postulate, the chamber may transmit it as a mandate for review; the decision does not prejudge the substantive outcome of the future examination.

Texte intégral

Postulat Bircher Silvio

1990

N

4 octobre 1991

91.3052

Postulat Zbinden Paul PTT. A- und B-Post. Aufhebung PTT. Poste A et B. Suppression

Wortlaut des Postulates vom 6. März 1991 Der Bundesrat wird eingeladen, die Zustimmung zum System der A- und B-Post bei den PTT ohne Verzug zu widerrufen.

Texte du postulat du 6 mars 1991 Le Conseil fédéral est invité à révoquer immédiatement son approbation du système du courrier A et B des PTT.

Mitunterzeichner - Cosignataires: Allenspach, Antille, Aubry, Baggi, Berger, Bezzola, Biel, Bircher Peter, Blatter, Burck- hardt, Bürgi, Büttiker, Caccia, Cavadini, Cincera, Cotti, Cou- chepin, Daepp, David, Déglise, Diener, Dietrich, Dreher, Du- bois, Ducret, Dünki, Eisenring, Engler, Fäh, Feigenwinter, Fi- scher-Hägglingen, Fischer-Sursee, Fischer-Seengen, Frey Walter, Friderici, Früh, Giger, Graf, Grassi, Grendelmeier, Gros, Grossenbacher, Guinand, Gysin, Hafner Rudolf, Hari, Hess Peter, Hildbrand, Houmard, Iten, Jaeger, Jung, Keller, Kühne, Loeb, Maeder, Maitre, Massy, Mauch Rolf, Meier Fritz, Mühlemann, Müller-Meilen, Müller-Wiliberg, Nabholz, Neuen- schwander, Nussbaumer, Oehler, Paccolat, Perey, Philipona, Pidoux, Pini, Portmann, Reichling, Revaclier, Rohrbasser, Ruckstuhl, Rutishauser, Ruttimann, Rychen, Savary-Fribourg, Scheidegger, Scherrer, Schmidhalter, Schnider, Schüle, Schwab, Seiler Hanspeter, Spälti, Spoerry, Steffen, Stocker, Stucky, Theubet, Tschuppert, Weber-Schwyz, Wellauer, Wid- mer, Widrig, Wyss Paul, Wyss William, Zölch, Zwingli, Zwygart (104)

Schriftliche Begründung - Développement par écrit - Die Dienstleistungen der PTT haben sich erheblich ver- schlechtert. - Offenbar benötigt das System mehr Personal, weil die B- Post zweimal gehandhabt wird. - Es handelt sich um eine verkappte Tariferhöhung.

Schriftliche Stellungnahme des Bundesrates vom 15. Mai 1991 Rapport écrit du Conseil fédéral du 15 mai 1991 Der Bundesrat ist bereit, das Postulat im Sinne eines Prüfungs- auftrages entgegenzunehmen.

Ueberwiesen - Transmis

91.3112

Postulat der freisinnig-demokratischen Fraktion Neat und Transitvertrag mit der EG Postulat du groupe radical-démocratique NLFA et trafic de transit avec la CE

Wortlaut des Postulates vom 22. März 1991

Der Bundesrat wird eingeladen, den EG-Behörden mit Nach- druck darzulegen, dass eine Inangriffnahme der Arbeiten zur Realisierung der Alpentransit-Transversalen erst im Zeitpunkt

in Frage kommt, wo der seit langem anstehende Transitver- trag zwischen der EG und der Schweiz zustande gekommen sein wird.

Texte du postulat du 22 mars 1991

Le Conseil fédéral est invité à exposer de manière convain- cante aux autorités de la CE le principe que les travaux en vue de la construction des transversales alpines ne pourront être entrepris qu'une fois mis sur pied entre la Suisse et la CE le · traité sur le trafic de transit que l'on attend depuis longtemps.

Sprecher - Porte-parole: Bonny

Schriftliche Begründung Die Urheber verzichten auf eine Begründung und wünschen eine schriftliche Antwort.

Développement par écrit Les auteurs renoncent au développement et demandent une réponse écrite.

Schriftliche Erklärung des Bundesrates vom 21. August 1991 Der Bundesrat ist bereit, das Postulat entgegenzunehmen.

Déclaration écrite du Conseil fédéral du 21 août 1991 Le Conseil fédéral est prêt à accepter le postulat.

Ueberwiesen - Transmis

91.3208

Postulat Bircher Silvio Prüfung von Stellung, Aufgaben und Wahl des Bundeskanzlers Statut, tâches et élection du chancelier de la Confédération

Wortlaut des Postulates vom 19. Juni 1991 Der Bundesrat wird eingeladen, im Rahmen der Arbeiten zu ei- ner Regierungsreform Stellung und Aufgaben der Bundes- kanzlei und insbesondere des Bundeskanzlers zu überprüfen. In diesem Zusammenhang ist auch zu prüfen, ob die Wahl des Bundeskanzlers weiterhin durch die Bundesversammlung zu erfolgen hat.

Texte du postulat du 19 juin 1991

Le Conseil fédéral est invité à réétudier le statut et les tâches du chancelier de la Confédération et de la Chancellerie fédérale dans le cadre des travaux portant sur la réforme du gouverne- ment. Il conviendrait notamment d'examiner si l'élection du chancelier doit encore incomber à l'Assemblée fédérale.

Mitunterzeichner - Cosignataires: Bodenmann, Bundi, Danu- ser, Diener, Dünki, Graf, Grendelmeier, Herczog, Keller, Lanz, Rechsteiner, Reimann Fritz, Stucky, Züger (14)

Schriftliche Begründung - Développement par écrit Im Zusammenhang mit der in der Sommersession 1991 er- folgten Neuwahl des Bundeskanzlers war oft der Ruf nach ei- nem «Reformkanzler» zu vernehmen. Er hätte eine wirkungs- volle Regierungsreform einzuleiten oder zu begleiten. Viel- leicht unbewusst ist diese «Reformwahl», wie wir in der Zwi- schenzeit wissen, unterblieben. Denn das Amt und die Wahl des Bundeskanzlers sowie die Aufgabe und Stellung der Bun- deskanzlei insgesamt bedürfen ebenfalls einer Ueberprüfung, die aber unvoreingenommen und von aussen vorgenommen

  1. Oktober 1991 N

1991

Interpellation der christlichdemokratischen Fraktion

werden muss. Sie dürfen deshalb von den Arbeiten zu einer Regierungsreform nicht ausgenommen werden.

Gemäss Artikel 105 der Bundesverfassung besorgt die Bun- deskanzlei die Kanzleigeschäfte von Bundesrat und Bundes- versammlung. Daher mag auch die im gleichen Artikel veran- kerte Wahl des Bundeskanzlers durch das Parlament begrün- det liegen. Vom Standpunkt einer konsequenten Gewalten- trennung ist diese Rolle als «Diener zweier Herren» ohnehin problematisch. Auch faktisch entwickelten sich Bundeskanz- lei und Bundeskanzler immer mehr zu einer Stabsstelle der Regierung, während durch einen Ausbau der Parlamentsdien- ste das Generalsekretariat der Bundesversammlung eine Auf- wertung erfuhr. Der Generalsekretär blieb aber dem Bundes- kanzler unterstellt, seine Wahl erfolgte durch den Bundesrat. Konsequenterweise müssten der Bundeskanzler durch die Regierung, der Generalsekretär durch das Parlament gewählt werden.

Aufgabe und Stellung von Bundeskanzlei und Bundeskanzler müssen aber auch im Rahmen der verschiedenen Modelle der Regierungsreform überprüft werden. Sowohl bei der Erweite- rung der Zahl der Bundesräte, bei einer Verstärkung des Bun- despräsidentenamtes und bei einem Umbau des Bundesra- tes in ein Führungskollegium mit Fachministern kommt die- sem Amt naturgemäss eine jeweils andere Bedeutung zu. Die Regierungsreform jedenfalls darf infolge des oft zelebrierten Heiligenscheins um das Bundeskanzleramt keine Tabus hü- ten, auch wenn sie aus dem letzten Jahrhundert stammen.

Schriftliche Erklärung des Bundesrates vom 14. August 1991 Déclaration écrite du Conseil fédéral du 14 août 1991 Der Bundesrat ist bereit, das Postulat entgegenzunehmen.

Ueberwiesen - Transmis

91.3007

Interpellation der christlichdemokratischen Fraktion Golfkonflikt. Disponibilität der Schweiz Interpellation du groupe démocrate-chrétien Conflit du Golfe. Disponibilité de la Suisse

Wortlaut der Interpellation vom 21. Januar 1991

Unsere Aussenpolitik stützt sich auf den Grundsatz der Guten Dienste des neutralen Staates. Dieser Grundsatz wird im Be- richt 90 über die Sicherheitspolitik der Schweiz im Zusammen- hang mit den Mitteln und Instrumenten genannt, die im Inter- esse einer aktiven Friedensförderung einzusetzen sind. Die neuen Formen der Auseinandersetzungen und die neuen Konfliktherde erfordern eine Neubeurteilung der schweizeri- schen Möglichkeiten.

Welche Möglichkeiten sieht der Bundesrat, die Leiden der Zi- vilbevölkerung, der Verwundeten, der Flüchtlinge und der Ob- dachlosen zu lindern, nachdem im Nahen Osten schwere Konflikte ausgebrochen sind?

Welche Massnahmen gedenkt der Bundesrat bei einer Einstel- lung der Feindseligkeiten zu ergreifen, um einen dauerhaften Frieden zu fördern und zu sichern?

Texte de l'interpellation du 21 janvier 1991

Notre politique étrangère se base sur le principe des bons offi- ces de l'Etat neutre et, dans le Rapport 90 sur la politique de sécurité, ce principe est cité dans le cadre des moyens et ins-

truments à appliquer pour une recherche active de la paix. De nouvelles formes et foyers de conflits demandent une nouvelle évaluation des possibilités suisses.

Suite aux graves conflits qui ont éclaté au Moyen-Orient, quelles possibilités le Conseil fédéral entrevoit-il pour alléger les souffrances de la population civile des blessés, des réfu- giés et des sans-abri?

Quelles sont les mesures que le Conseil fédéral entend adop- ter en cas de cessation des hostilités, pour soutenir et promou- voir une paix durable et stable?

Sprecherin - Porte-parole: Segmüller

Schriftliche Begründung

Die Urheber verzichten auf eine Begründung und wünschen eine schriftliche Antwort.

Développement par écrit Les auteurs renoncent au développement et demandent une réponse écrite. .

Schriftliche Stellungnahme des Bundesrates vom 17. April 1991

Der Bundesrat hat bereits eine ganze Reihe von Massnahmen zur Unterstützung der durch den Golfkrieg betroffenen Men- schen durchgeführt oder eingeleitet.

Ein wesentlicher Teil der humanitären Hilfe der Schweiz für die Golfregion spielt sich über das Internationale Komitee vom Ro- ten Kreuz (IKRK) ab, welches vom Bundesrat für seine Tätig- keit im Krisengebiet substantielle Zusatzbeiträge erhalten hat. Bereits kurz nach der Invasion Kuwaits durch Irak im August 1990 leistete zudem das Katastrophenhilfekorps (SKH) Sofort- hilfe für die in Jordanien gestrandeten Flüchtlinge. Ferner er- brachte die Schweiz Nahrungsmittelhilfe und stellte der Inter- nationalen Organisation für Migrationen (IOM) ein Flugzeug für Flüchtlingstransporte zur Verfügung. Seit dem Ausbruch der Krise werden weitere in der Region tätige Uno-Hilfswerke mit erhöhten finanziellen Beiträgen unterstützt, unter anderem das Flüchtlingshochkommissariat (UNHCR), das Kinderhilfs- werk (Unicef), die Weltgesundheitsorganisation (WHO) und das Hilfswerk der Vereinten Nationen für die Palästina-Flücht- linge im Nahen Osten (UNRWA).

Diese Leistungen, die aus dem Kredit über die humanitäre Hilfe stammen, beliefen sich Mitte März auf rund 20 Millionen Franken.

Auf diplomatischem Weg hat die Schweiz zudem Irak und Ku- wait eine Unterstützung durch das SKH angeboten.

Im Umweltbereich wird die Möglichkeit einer Beitragsleistung der Schweiz an einen Fonds der Internationalen Seeschiff- fahrtsorganisation (IMO) geprüft, der für die Finanzierung der Bekämpfung der Oelpest im Golf verwendet werden soll, so- wie eine schweizerische Beteiligung an einem Sonderfonds des Uno-Weltprogramms (Unep), welcher für die Entwicklung von Aktionsprogrammen gegen die Umweltkatastrophe in der Golfregion eingesetzt werden soll.

Im Bestreben, den durch die wirtschaftlichen und sozialen Auswirkungen der Sanktionen und der Krise am meisten be- troffenen Ländern zu helfen, haben wir schliesslich dem Parla- ment eine Finanzhilfe für die Frontstaaten (Aegypten, Jorda- nien, Türkei) über 100 Millionen Dollar vorgeschlagen, eine Hilfe, welche sich in den Rahmen einer multilateralen Aktion stellt. Das Parlament hat diese Hilfe in der Zwischenzeit gutge- heissen. Allerdings gilt es, in der gegenwärtigen Nachkriegs- phase eine gesamthafte Strategie für den Wiederaufbau und die Entwicklung der ganzen mittelöstlichen Region ins Auge zu fassen. Wir beabsichtigen, diesbezügliche Anstrengungen zu unterstützen.

Was die Massnahmen des Bundesrates zur Errichtung eines stabilen und dauerhaften Friedenssystems in der Golfregion betrifft, ist der Bundesrat überzeugt, dass die Probleme im Na- hen Osten in erster Linie von den dortigen Völkern gelöst wer- den müssen. Dennoch wird die Schweiz versuchen, im Rah- men ihrer traditionellen Politik der Disponibilität den Dialog un- ter allen beteiligten Parteien zu fördern. In diesem Sinne hat der Bundespräsident auch am 21. Januar vor dem Parlament

Schweizerisches Bundesarchiv, Digitale Amtsdruckschriften Archives fédérales suisses, Publications officielles numérisées Archivio federale svizzero, Pubblicazioni ufficiali digitali

Postulat Bircher Silvio Prüfung von Stellung, Aufgaben und Wahl des Bundeskanzlers Postulat Bircher Statut, tâches et élection du chancelier de la Confédération

In

Dans

In

Amtliches Bulletin der Bundesversammlung Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale

Jahr

1991

Année

Anno

Band

IV

Volume

Volume

Session

Herbstsession

Session

Session d'automne

Sessione

Sessione autunnale

Rat

Nationalrat

Conseil

Conseil national

Consiglio

Consiglio nazionale

Sitzung

16

Séance

Seduta

Geschäftsnummer 91.3208

Numéro d'objet

Numero dell'oggetto

Datum

04.10.1991 - 08:00

Date

Data

Seite

1990-1991

Page

Pagina

Ref. No

20 020 433

Dieses Dokument wurde digitalisiert durch den Dienst für das Amtliche Bulletin der Bundesversammlung. Ce document a été numérisé par le Service du Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale. Questo documento è stato digitalizzato dal Servizio del Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale.

Mots-clés

parliamentary motionfederal chancellorgovernment reformfederal counciltransmission

Extrait par Omnilex

Question juridique clé

Whether the postulate requesting review of the Federal Chancellor's status, tasks, and election should be transmitted.

Solution extraite

The National Council transmitted the postulate; the Federal Council stated it was prepared to accept it.

Motifs extraits

The request was treated as a review mandate in the context of government reform and was not rejected.

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