Motion converted into a postulate on summer smog

20019751Jurisprudence administrative des autorités fédérales (JAAC)22 mars 1991Partially Granted

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Résumé

The National Council dealt with a motion by Leutenegger Oberholzer asking for immediate federal measures against summer smog, including traffic restrictions and ozone alarm values. The Federal Council asked that the motion be transformed into a postulate. After opposition by Scherrer, the debate was postponed, and the initiative was transmitted as a postulate rather than as a binding motion.

Regest

Parliamentary motion; conversion into postulate. Where the executive indicates that the matter is still under examination and that further expert and interdepartmental clarification is pending, the chamber may limit itself to a postulate instead of imposing a binding legislative mandate. The decisive point is whether the requested measures already permit a concrete and immediate federal implementation or whether preliminary clarification remains necessary.

Texte intégral

  1. März 1991 N

753

Motion Cavadini

Schriftliche Erklärung des Bundesrates Déclaration écrite du Conseil fédéral Der Bundesrat beantragt, die Motion in ein Postulat umzuwan- deln.

Ueberwiesen als Postulat - Transmis comme postulat

90.875

Motion Leutenegger Oberholzer Bekämpfung des Sommersmogs Lutte contre le smog estival

Wortlaut der Motion vom 5. Oktober 1990

Der Bundesrat wird eingeladen, zur Bekämpfung des Som- mersmogs ein Massnahmenpaket vorzulegen. Dieses soll ab Sommer 1991 wirksam werden und insbesondere folgende Punkte umfassen:

  • bei Anzeichen überhöhter Ozonwerte sind frühzeitige Ver- kehrsbeschränkungen einzuleiten;

  • für die Sommerperiode sind Einschränkungen der Kohlen- wasserstoffemissionen zu verfügen;

  • der Flugverkehr als Emittent der Vorläufersubstanzen des Ozons ist frühzeitig zu beschränken;

  • bei Ueberschreiten der Grenzwerte der LRV ist auf den Natio- nalstrassen/Autobahnen Tempo 80 km/h einzuführen;

  • zum Schutz der Bevölkerung sind Ozon-Alarmwerte festzu- legen.

Texte de la motion du 5 octobre 1990

Le Conseil fédéral est chargé de soumettre aux Chambres une série de mesures visant à lutter contre le smog estival. Cel- les-ci devraient produire effet dès l'été 1991 et porter sur les points suivants:

  • dès que l'on prévoit que les valeurs limites pour l'ozone vont être dépassées, il faut restreindre la circulation;

  • il faut limiter les émissions d'hydrocarbures pour la période estivale;

  • le trafic aérien qui est à l'origine de l'émission de précur- seurs de l'ozone doit être restreint avant que les valeurs limites ne soient dépassées;

  • lorsque les valeurs limites fixées dans l'OPair sont dépas- sées, la vitesse doit être abaissée à 80 km/h sur les routes na- tionales et autoroutes;

  • il faut fixer des valeurs d'alerte pour l'ozone afin de protéger la population.

Mitunterzeichner - Cosignataires: Baerlocher, Diener, Gren- delmeier, Herczog, Meier-Glattfelden, Schmid, Stocker, Thür, Weder-Basel (9)

Schriftliche Begründung - Développement par écrit

Die lufthygienische Situation im Sommer 1990 war für weite Teile der Bevölkerung bedrohlich. Die Ozonwerte überstiegen die Grenzwerte der Luftreinhalte-Verordnung bei weitem. An einzelnen Orten wurden absolute Spitzenwerte erreicht, so zum Beispiel in Chiasso mit über 360 Mikrogramm Ozon pro Kubikmeter Luft. Derart hohe Ozonwerte haben nachgewiese- nermassen direkt schädigende Auswirkungen auf die Ge- sundheit. Besonders betroffen sind die Kinder und betagte Menschen sowie all jene, die im Freien arbeiten müssen.

Die Reaktion der Behörden war hilflos. Vom Bundesrat war in der kritischen Zeit überhaupt keine Reaktion zu vernehmen. Generell stellte man sich offenbar auf den Standpunkt, dass die Ozonsituation nur mit der Einhaltung der Luftreinhalte-Ver- ordnung in Griff genommen werden kann. Dies allerdings nutzt der betroffenen Bevölkerung wenig. Dies trifft um so mehr zu, als heute feststeht, dass der Vollzug der LRV im Rück-

stand ist. Es liegen noch nicht einmal alle kantonalen Mass- nahmenpläne vor. Es ist sehr fraglich, ob die LRV fristgerecht eingehalten werden kann. Eine Neubeurteilung der Situation drängt sich deshalb auf. Zur Bekämpfung der hohen Spitzen- werte des Ozons sind in der Schweiz deshalb auch kurzfristige Massnahmen zum Schutz von Umwelt und Mensch notwen- dig.

Schriftliche Stellungnahme des Bundesrates vom 10. Dezember 1990 Rapport écrit du Conseil fédéral du 10 décembre 1990

Aufgrund der Empfehlungen der Eidgenössischen Kommis- sion für Lufthygiene (EKL) hat das Eidgenössische Departe- ment des Innern im Frühjahr 1989 beschlossen, auf die Ausar- beitung eines Alarmkonzeptes zu verzichten und das Som- mersmogproblem durch mittelfristige, dauerhaft wirksame Massnahmen zu lösen. Die EKL hat diese Empfehlungen an ihrer Sitzung vom 5. September 1990 bestätigt.

Auf nationaler und internationaler Ebene finden in nächster Zukunft verschiedene Treffen zum Thema Smogalarmkon- zepte statt. So sind ein Expertentreffen in Genf über das photo- chemische Ozonbildungspotential von Kohlenwasserstoffen und ein Smogseminar der Weltgesundheitsorganisation, an dem auch der Präsident der EKL teilnehmen wird, vorgese- hen. Auf nationaler Ebene wird das Problem im Rahmen der Schweizerischen Gesellschaft der Lufthygieniker (Cercl'Air) und der Konferenz der kantonalen Luftreinhalte-Fachstellen- leiter unter Beteiligung des Buwal diskutiert. Im Lichte der Er- gebnisse dieser Treffen werden das Buwal und die EKL prü- fen, ob sich neue Argumente ergeben, welche die Erarbeitung eines Sommersmog-Alarmkonzeptes für die Schweiz aufdrän- gen. Das Buwal wird Ende März 1991 darüber informieren.

Schriftliche Erklärung des Bundesrates Déclaration écrite du Conseil fédéral

Der Bundesrat beantragt, die Motion in ein Postulat umzuwan- deln.

Präsident: Die Motion wird von Herrn Scherrer bekämpft. Die Diskussion wird verschoben.

Verschoben - Renvoyé

90.915

Motion Cavadini Krebsforschung. Höhere Bundesbeiträge Recherche sur le cancer. Relèvement des subventions

Wortlaut der Motion vom 6. Dezember 1990 Der Bundesrat wird eingeladen, für die Legislaturperiode 1992-1995 die Beiträge an die Grundlagenforschung und an die angewandte Krebsforschung spürbar zu erhöhen.

Texte de la motion du 6 décembre 1990

Pour la législature 1992-1995, le Conseil fédéral est invité à augmenter sensiblement les subventions destinées à la re- cherche de base et à la recherche clinique contre le cancer.

Mitunterzeichner - Cosignataires: Aliesch, Antille, Aubry, Baggi, Caccia, Cevey, Cotti, Dubois, Etique, Frey Claude, Houmard, Loeb, Martin Paul-René, Nabholz, Perey, Pini, Re- vaclier, Savary-Vaud, Segmüller, Weber-Schwyz, Wyss Paul, Zwingli

(22)

71-N

Schweizerisches Bundesarchiv, Digitale Amtsdruckschriften Archives fédérales suisses, Publications officielles numérisées Archivio federale svizzero, Pubblicazioni ufficiali digitali

Motion Leutenegger Oberholzer Bekämpfung des Sommersmogs Motion Leutenegger Lutte contre le smog estival

In

Dans

In

Amtliches Bulletin der Bundesversammlung Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale

Jahr

1991

Année

Anno

Band

II

Volume

Volume

Session

Frühjahrssession

Session

Session de printemps

Sessione

Sessione primaverile

Rat

Nationalrat

Conseil

Conseil national

Consiglio

Consiglio nazionale

Sitzung

17

Séance

Seduta

Geschäftsnummer 90.875

Numéro d'objet

Numero dell'oggetto

Datum

22.03.1991 - 08:00

Date

Data

Seite

753-753

Page

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Ref. No

20 019 751

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